mein erster Beitrag hier, also erstmal ein ganz herzliches Hallo an alle!
Zur kurzen Vorstellung: Bei uns leben zwei kleine Zwergkaninchen frei in der Wohnung, Chewbacca und Emma. Beide aus Tierheimen, Chewbacca haben wir Ende letzten Jahres aus dem Tierheim in Minden zu uns geholt (Wie Emma auch war er ein Fundtier), und die beiden verstehen sich auch prächtig. Vermutlich ist Chewbacca noch relativ jung, vielleicht 1-1.5 Jahre jetzt. Emma ist älter, aber genau kann man es ja nicht sagen.
Beide fressen wie Scheunendrescher, und bekommen das übliche (Heu und diverses Grünzeugs eben). Vor ca. 4 Montaten haben wir gemerkt, dass Chewi frisches nicht mehr richtig frisst und haben ins Mäulchen geschaut, die Schneidezähne waren viel zu lang. Wir sind natürlich direkt zum Tierarzt gefahren, mit dem wir seit vielen, vielen Jahren sehr gute Erfahrungen machen (ist nicht die erste Hasengeneration die hier lebt
Die haben die Frontzähne gekürzt, und uns gesagt dass man evtl. über ziehen der Schneidezähne nachdenken muss. Chewi hat wohl einen starken Überbiss, die Schneidezähne berühren sich gar nicht, können sich also auch nicht abnutzen. Die Backenzähne sind aber zum Glück in Ordnung.
Seit dem sind wir alle 2-3 Wochen beim Tierarzt zum kürzen, müssen aber dennoch Möhre etc. raspeln, sonst frisst er sie nicht (oder kann sie nicht fressen). Appetit ist aber da - da gibt es kein Problem. Chewi ist aber kein Tier, was den Tierarztbesuch gut wegsteckt oder das kürzen ohne Widerstand über sich ergehen lässt. Dazu kommt ja auch immer noch die Autofahrt von ca. 5-10 Minuten. Wenn wir wieder zuhause sind, will er den restlichen Tag von uns nix mehr wissen und verkrümelt sich unterm Bett oder so.
Ich habe die Hoffnung gehabt, dass sich das vieleicht irgendwie selbst reguliert, aber die verliere ich langsam. Nun muss wohl die Entscheidung her: Zähne ziehen lassen oder weiter alle 2-3 Wochen zum TA. Geld oder Aufwand sind mir egal, es geht mir einzig darum, was für Chewi die beste Entscheidung ist.
Nun habe ich natürlich Sorge, einem Kaninchen die Schneidezähne zu nehmen, und auch Angst vor Komplikationen oer neuen Baustellen die dann folgen. Er benutzt sie natürlich sowieso nicht mehr, außer einem ab und zu mal übermütig in den Fuß zu zwicken oder so. Aber es ist ja schon ein gewaltiger Schritt, vor dem ich echt Sorge habe. Auf der anderen Seite sehe ich die Stunden um Stunden, die er sonst mit Angst und Stress im Auto und beim TA verbringen wird in den nächsten Jahren - was ja auch nicht tiergerecht sein kann.
Habt ihr damit vielleicht Erfahrungen gemacht, und könnt mir etwas raten? Wie würdet ihr entscheiden?
Danke für jeden Rat!
Damian





