Unser Start ins neue Leben

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Mrs Rabbit
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Re: Unser Start ins neue Leben

Beitrag von Mrs Rabbit » Mi 5. Aug 2026, 21:28

Murx Pickwick hat geschrieben:
Mi 5. Aug 2026, 20:48
Ok ... das mit den nichtinteressierten Kaninchenbesitzern und dem Fund im Stall erklärt Vieles ...
Es ist am Randgebiet von einem Dorf, also sehr ländlich gelegen, mit vielen Feldern und Wäldern da rennen schon die einen oder anderen "Wildkaninchen" rum. Deswegen sind wir uns ziemlich sicher das er ein Wildmix ist. :hm:
Farblich dunkelt Hazle immer mehr nach. Ich bin gespannt wie er später aussieht, wenn er komplett ausgewachsen ist. :jaja:
Murx Pickwick hat geschrieben:
Mi 5. Aug 2026, 20:48
Für Happy war ja wirklich nur das Futter interessant ... kurz mal von Hazle beiseitegeschubst und "war da was? - Nö! Weiterfressen" *bg*
Bisher hat Happy lediglich im Sand gescharrt, in der Erde noch nicht.
Sie will dich nur in Sicherheit wiegen ... muahahahaha
Ja Happy ist sehr verfressen. von Anfang an. :jaja: Aber er möchte ja auch mal groß werden, er ist ja erst 5 Monate jung, wiegt 3kg.. sein geschätzes Endgewicht ist 4,5 bis 5,5 kg. Evtl wird er auch aufgrund von Muskelmasse etwas mehr wiegen, wer weiss. :grübel: In jedem Fall kommt da noch ein bisschen was drauf. In die Katzen-Transportbox passt er jedenfalls nicht mehr rein. Für ihn musste ich extra eine Hunde-Transportbox kaufen. :lol:
Was das buddeln angeht, haben die Rammler bei mir nie gebuddelt, höchstens mal etwas an der Erde gekratzt um an die Wurzeln vom Kraut zu kommen. :hm:
Nur Plüsch hatte mit Luna zusammen dezent mitgebuddelt. Davor hatte er nie gebuddelt. :hm:

Sobald Hazle kastriert ist und Ende Oktober seine Kastrafrist abläuft, werde ich nach 2 Weibchen gucken. Bis dahin sollte auch das Terrassengehege fertig sein. Inzwischen ist es aber sehr schwierig geworden, gute Züchter zu finden oder überhaupt welche zu finden. Sehr viele haben leider aufgehört. :?
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Re: Unser Start ins neue Leben

Beitrag von Miss Marple » Do 6. Aug 2026, 11:10

Mrs Rabbit hat geschrieben: Farblich dunkelt Hazle immer mehr nach. Ich bin gespannt wie er später aussieht, wenn er komplett ausgewachsen ist. :jaja:
Ich hatte mal ein Meerschwein übernommen, Aljoscha, ca 5 Jahre, der war anfangs auch so blond-orange, wurde dann aber immer dunkler, so ins schmutzig Graue. Tierarzttheorie war, er hätte Nähstoffmängel behoben und dadurch verändert sich die Pigmentierung. Hab das nie so recht glauben können.🤫
Da bin ich ja mal gespannt, welche Fellfarbe bei Hazel rauskommen wird.
Mrs Rabit hat geschrieben:Inzwischen ist es aber sehr schwierig geworden, gute Züchter zu finden oder überhaupt welche zu finden. Sehr viele haben leider aufgehört. :?
(... naja, "leider" finde ich jetzt einerseits nicht. Hier im tiefsten Osten bekomm ich manchmal mit, wie Kaninchen einzeln und mit TroFu in nem gigantischen 1 Meter Käfig gehalten werden - denk da oft, niemand sollte mehr Tiere halten dürfen.
Wie geduldig die TÄ hier beraten. Ich wäre schon im Knast. :X )

Aber hätte ich eine Zucht, würde ich meinen TA auch fragen, ob er mir vertrauenswürdige Halter auf der Suche nennen kann.
Deine TÄ ist ja auf Draht. Kann mir vorstellen, dass ein guter Züchter auch zu ihr geht und sich da mal ne Vermittlung ergeben kann.
(...wenn ich was haße, sind es kluge Ratschläge. Stell aber immer wieder fest, dass mich das nicht davon abhält, selbst welche zu geben... :hehe: )

Ich denke, Happy und Hazel sind dann mit den Mädels so: :wolke7:
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Re: Unser Start ins neue Leben

Beitrag von Mrs Rabbit » Do 6. Aug 2026, 18:27

Miss Marple hat geschrieben:
Do 6. Aug 2026, 11:10

Mrs Rabit hat geschrieben:Inzwischen ist es aber sehr schwierig geworden, gute Züchter zu finden oder überhaupt welche zu finden. Sehr viele haben leider aufgehört. :?
(... naja, "leider" finde ich jetzt einerseits nicht. Hier im tiefsten Osten bekomm ich manchmal mit, wie Kaninchen einzeln und mit TroFu in nem gigantischen 1 Meter Käfig gehalten werden - denk da oft, niemand sollte mehr Tiere halten dürfen.
Wie geduldig die TÄ hier beraten. Ich wäre schon im Knast. :X )
Ich meinte damit anständige Züchter oder solche die zumindest die Mindestanforderungen erfüllen, wo die Tiere nicht in Buchten gehalten werden. Die meisten haben aufgrund der erhöhten Tierarztkosten und der Kastrationskosten aufgehört. Vermehrer unterstütze ich nicht. :nö:
Miss Marple hat geschrieben:
Do 6. Aug 2026, 11:10
Deine TÄ ist ja auf Draht. Kann mir vorstellen, dass ein guter Züchter auch zu ihr geht und sich da mal ne Vermittlung ergeben kann.
Leider nein, unsere TIerärztin kennt nur noch einen Züchter und da gibt sie die Addresse nicht weiter, weil sie den Züchter nicht unterstützen will. Letztendlich hofft sie, das der Züchter die Haltung aufgibt. Das hatte sie jedenfalls durchblicken lassen. :hm:
Die Tierärztin sagte, das Kaninchen und Meerschweinchen aussterbende Arten sind. Kaninchen die bei ihr in Behandlung sind, kann sie an einer Hand abzählen, deshalb hatte sie sich gefreut, das wir jetzt Kaninchen haben.
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Re: Unser Start ins neue Leben

Beitrag von Miss Marple » Fr 7. Aug 2026, 10:10

Sehr traurig, diese ganze Züchtergeschichte... an sich stehen ja gute Motive wie Gesundheit für die Tiere dahinter.
Wie ich immer sage: Menschen ey... :hm:

Du hast ja immer mal Tiere, die unverhofft deinen Weg kreuzen und ein gutes Zuhause suchen.
Würd mich nicht wundern, und hoffe ich irgendwie auch, dass es mal wieder so geschieht.
Immerhin gibts dann hier noch mehr Action - Geschichten. :freu:
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Re: Unser Start ins neue Leben

Beitrag von Murx Pickwick » Fr 7. Aug 2026, 17:00

Es wird meiner Meinung nach immer Kaninchen geben, die abgegeben werden ... und wenn es Kaninchen aus den Tierheimen sind. Aussterben werden weder Kaninchen noch Meerschweinchen, gibt ja so "tolle" Zuchtstätten, wie z. B. die Teutofarm mir ihren Teutoburger Waldkaninchen. Und auch Kinderzimmerzuchten wird es immer mal wieder geben ... es mag sein, daß lokal das Interesse von Lieschen Müller und Jörg Jedermann an Kaninchen und Meerschweinchen nachläßt und sich interessanteren Arten, wie z. B. Sugerglidern oder neuerdings auch Galagos, zuwendet, aber irgendwann bekommen die dann doch mit, daß diese Exoten alles sind - nur keine leicht zu haltenden Schmusetiere, die man bei Bedarf unterm Küchentisch vergessen kann ... man kann nur hoffen, daß die Züchter solcher Tierarten die Vernunft haben, sich die Käufer ihrer Nachzuchten genau auszusuchen, so daß sie eben nicht in die Hände von Lieschen Müller und Jörg Jedermann geraten.
Gute Züchter werden jedoch aufgrund des immer höheren Aufwandes und der immer teureren Haltung, wenn die Zucht artgerecht und seriös betrieben werden soll, immer seltener werden ... ist leider der Lauf der Dinge, irgendwann kann man sich so ein Hobby nunmal nicht mehr leisten, zumal die allgemeinen Lebenshaltungskosten momentan in Deutschland schneller steigen, wie die Durchschnittsgehälter.

Eventuell züchtet jedoch Andreas Rühle noch ... oder kennt Züchter, die ihre Kaninchen artgerecht halten. In der Nähe von Freiburg könnte ich eventuell Angorakaninchen von einer Ziegenzüchterin vermitteln.

Es gibt drei klar unterscheidbare Grundcharaktertypen bei den Kaninchen. Da es keine offiziellen Namen dafür gibt (es scheint sich niemand dafür zu interessieren ... zumindest niemand, der auch kluge Studien drüber schreibt), nenn ich sie Killerkaninchen, Normalos und Panickel ...

Killerkaninchen und Panickel sind sowohl in freier Natur, als auch bei Rassekaninchenzüchtern sehr selten, in der Bucht oder in der Voliere will man überaggressive Kaninchen und Kaninchen, die schon beim Fallen eines Blattes förmlich durch die Wand vor lauter Panik gehen, logischerweise nicht haben.
Ohne menschliche Hilfe haben solche Kaninchen jedoch auch nicht viel zu lachen ... die Killerkaninchen neigen dazu, selbst überlegene Beutegreifer, wie den Fuchs, anzugreifen, was dann häufig genug im Magen des Beutegreifers endet und die Panickel verbrauchen durch ihre ständige Alarmbereitschaft mehr Energie, lassen sich jedoch vor lauter Schreckhaftigkeit nicht genügend Zeit für die Nahrungsaufnahme. Dadurch haben sie nicht genügend Energie, Junge zu produzieren bzw können als Häsin nicht mal ein Revier halten, um einen Wurf zur Welt zu bringen und aufzuziehen. Die Vermehrungsrate ist deshalb extrem gering im Vergleich zu den Normalos, die sich sprichwörtlich vermehren, wie die Kanickel ...

Nun gibt es jedoch eine Konstellation, wo die Panickel extrem gefördert werden - und das ist gerade diese Stallhaltung, die früher praktiziert wurde.
Die Kaninchen wurden durchaus gefüttert bzw hatten ihr Futter beim lieben Vieh geklaut, sie hatten im und um den Stall genügend Möglichkeiten, ihre Wurfhöhlen zu bauen bzw ihre Jungen im Heu zu verstecken und der Mensch kümmerte sich nur insofern um die Kaninchenschar, indem er bisweilen sich nen Braten fing - und das waren keineswegs die Panickel, die waren nämlich für den eh nicht sonderlich an der Kaninchenschar interessierten Menschen eher unsichtbar, weil sie schon flohen, bevor der Mensch die Stalltür öffnete. Es waren stets die Normalos, die der Mensch für den Kochtopf erwischte ...
Aufgrund der guten Versteck- und Futterlage im und um den Stall fanden die Panickel immer genug zu futtern und genug Ruhe, um eben doch Junge aufzuziehen - und wurden gerade in solchen Freilauf-Bauernhofhaltungen relativ häufig.

Nun wird so eine Haltung schon seit über 50 Jahren nicht mehr praktiziert ... allerdings gibt es immer noch die Nachfahren solcher Stallkaninchen in diversen Buchten und Ställen, insbesondere bei Haltern, die sich nicht drum scheren, ob die Kaninchen sich nun kontrolliert oder weniger kontrolliert vermehren - halt genau eine solche Haltung, wie du sie beschreibst. Und noch heute fallen dort ein Teil Panickel in den Würfen, weil eben das Gen (oder die Gene), welche dieses Verhalten bedingen, sich in den Stallhaltungen auf Bauernhöfen anreichern konnte. Meist sind diese Panickel als Jungkaninchen zudem auch noch besonders vital und überleben Situationen, welche ihre ruhigeren Wurfgenossen eben nicht mehr überleben.

Ich bin gespannt, wie die Färbung in ein paar Monaten aussieht ... zu erwarten wäre, daß die gelben Farbfelder noch intensiver gelb bis orange werden, weil die Haarspitzen durch den Chinchillafaktor mit dem Alter immer mehr Farbe abbekommen und das Unterfell leicht bläulich wird. Die weißen Farbfelder sollten jedoch weiterhin weiß, oder wenn die Unterwolle besonders stark sich ausprägt, schmutzig weiß bis leicht gräulich erscheinen, ohne Gelb.

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