Hefen

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Es gibt Kaninchenhalter, erfahrene Kaninchenhalter und sehr erfahrene Kaninchenhalter.
Nicht jeder kennt sich mit diversen Krankheiten aus.
Selbst als sehr erfahrener Kaninchenhalter kann man nicht alles kennen und wissen.

Alles, was hier im Forum speziell zu Krankheiten, Diagnosen, Medikamenten und deren Dosierungen zu finden ist, sind persönliche Erfahrungen, Tipps und Ratschläge.

Diese Tipps und Ratschläge ersetzen keinen Tierarztbesuch.

Es gibt sehr viele ernst zu nehmende Krankheiten, die man durch Eigenbehandlung/Eigentherapie noch verschlimmern kann.

Es ist daher wichtig, jede Medikamentenabgabe und Therapie unbedingt mit dem Arzt zu besprechen und gemeinsam nach der besten Lösung, für das jeweilige Tier zu suchen.

Also zieht bitte immer einen Tierarzt zu Rate. Selbstverständlich könnt Ihr die hier gegebenen Tipps und Ratschläge mit Eurem Tierarzt besprechen.
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Ringelsöckchen
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Hefen

Beitrag von Ringelsöckchen » Fr 9. Aug 2013, 08:32

Oh man, meine Truppe wird so langsam alt... Jahrelang waren wir völlig vom Tierarzt verschont und praktich NIE dort und dieses Jahr jetzt schon häufiger als alles bisherige zusammengerechnet... *hmpf*

Die Kaninchen (oder eines von ihnen, wir wissen aber nicht, welches) hat zuviele Hefen im Kot. Aufgefallen ist es uns, weil irgendeines der Tiere (wir sehen leider nur nie, welches!) viel zuviel Blinddarmkot hat und der überall im Gehege liegt und auch unangenehm riecht. Daraufhin haben wir eine Kotprobe untersuchen lassen und dabei kam nun eben das mit den Hefen raus.

Nystatin wollte unsere TÄ nicht gleich verschreiben, weil sie meint, häufig bekommt man Hefen auch wieder in den Griff, wenn sich die Darmflora normalisiert und dass die vermutlich gestört ist. Also haben wir nun Pro Pre Bac bekommen, das die Tierchen nun täglich kriegen sollen.

Die Fütterung sind wir gemeinsam durchgegangen (wir füttern getreidefrei und wenig Obst, weil sie das alle nicht wirklich mögen und immer liegen lassen, also viel Gemüse, Salat, Gurke, Zweige, Löwenzahn, Gras, auch gerne mal getrocknete Kräuter - oder frische, wenn vorhanden -, natürlich immer Heu und Wasser), aber die TÄ findet das alles okay so und glaubt, dass es daran nicht liegt. Ansonsten sind die Tiere fit und gesund, außer eben dem BDK hat keines Anzeichen für irgendwas. Alle sind wohlgenährt (aber nicht dick), munter, fressen und hoppseln fröhlich, die Zähne sind okay - scheint alles gut zu sein.

Fanny hatte, als sie im März bei uns einzog, Kokzidien und Würmer. Behandelt haben wir damals gleich alle Tiere, obwohl sie separat saß, weil wir keine Ansteckung riskieren wollten bei den alten Tieren und ich total panisch war, dass ich die Parasiten irgendwie vom einen Gehege vielleicht ins andere tragen könnte... Könnte Fannys Darm bis heute so angegriffen sein, dass sie vielleicht diejenige ist, die die Hefen hat? Oder ist das bei 4 Monaten jetzt an den Haaren herbeigezogen?

Oder woran könnte es noch liegen? Und können wir noch irgendwas tun, um die Tierchen zu unterstützen?

Ich muss gestehen, dass ich in letzter Zeit schnell sehr unentspannt werde, wenn eines der alten Tiere irgendwas hat... :schäm: Rechne immer gleich mit dem allerschlimmsten - also dass sie sich aufgrund ihres Alters nicht mehr erholen könnten und wir uns verabschieden müssen... :-|

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Re: Hefen

Beitrag von Hasilein » Fr 9. Aug 2013, 09:46

Hallo Ringelsöckchen,

vielleicht wäre dies eine Erklärung für die Kokzidien:

[url]http://www.tierpla.net/topic17181.html[/url]

Murx schreibt in diesem Thread:
Ein paar prinzipielle Dinge ...

Fast jedes Kaninchen hat nach Umzug vermehrt Kokzidien und Hefen, das Immunsystem ist noch nicht an die neue Umgebung angepaßt, da vermehren sich Kokzidien und Hefen recht schnell. Ich schätze, selbst bei Wiesen-Wegrand-Gehölz-Kaninchen sind ein Fünftel der Kaninchen dabei, welche einen sehr starken Befall aufweisen. Ein paar der Kaninchen bekommen Matschekot ... auch das ist noch normal (wenn auch der Matschekot durch Kokzidien hart an der Grenze ist, wenn Kokzidien zu Matsche führen, kann es sehr schnell kippen und die Kokzidien überhand nehmen - was dann zu massivem wässrigen Durchfall und extrem schnellen Abbau der Kaninchen führt.)

Solange der Kot nach Umzug fest bleibt, sollte nicht behandelt werden, man schadet damit mehr, wie man nutzt ... die Kokzidien und Hefen verschwinden ganz von allein, sobald das Kaninchen sich mit seinem Immunsystem an die Umgebung angepaßt hat. Man kann den Anstieg und das Verschwinden der Kokzidien und Hefen nutzen, um den richtigen Zeitpunkt zur VG zu bestimmen, wenn neue Kaninchen in die Gruppe integriert werden sollen. Sind beides nicht mehr nachweisbar, kann vergesellschaftet werden, dann hat sich das Immunsystem auf die neue Umgebung eingestellt.

Bei Matsche sollten wenn, dann nur die Kokzidien behandelt werden, nicht die Hefen! Hefen verschwinden von allein - oder gar nicht ... gar nicht heißt, die Ursache ist noch da, die muß gefunden und behandelt werden, dann verschwinden auch die Hefen.
Bei Matsche ist es sehr schwer, zu entscheiden, ob behandelt werden muß, oder nicht ... Kokzidiose kann rasend schnell gehen und tödlich enden.

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Re: Hefen

Beitrag von Ringelsöckchen » Fr 9. Aug 2013, 09:55

Leider nein. Die Maus hatte die Kokzidien schon vor ihrem Umzug. Eigentlich waren sie Hauptgrund FÜR ihren Umzug. Sie hat nur noch 1,3 kg gewogen (nur so zum Vergleich: Sie ist mittlerweile bei fast 3kg!!!), war NUR Haut und Knochen. Ich habe noch nie ein dermaßen verhungertes Tier gesehen - und dabei hat sie gut und normal gefressen! Alle ihre Kumpel-Kaninchen waren binnen kurzer Zeit gestorben und der behandelnde Tierarzt war zu dumm, um die Kokzidiose zu diagnostizieren (der hat was von Stress und "ist normal, kann vorkommen" erzählt :crazy: ). Freunde von uns haben uns daraufhin angefleht, ob wir die Kleine nicht nehmen wollen und sie mal unserer Ärztin vorstellen wollen (sie leben total auf dem Land, die haben dort nicht viel Auswahl an Ärzten...).

Unsere Tierärztin hat unsere Maus erstmal auf 10 Jahre geschätzt (sie ist grad mal 2! Da sieht man mal, in welch schlechter Verfassung sie war!) und wir waren lange nicht sicher, ob wir sie durchbringen oder ob es für eine Behandlung nicht vielleicht schon viel zu spät ist.

Nunja, wir HABEN sie offensichtlich durchgebracht und sie ist eine starke kleine Dame mit viel Überlebenswillen und eisernem Durchhaltevermögen.

Hefen waren in den Kotproben von März (Feststellung der Kokzidiose und Würmer) und April (Kontrolluntersuchung am Ende der Behandlung) nicht gefunden worden.

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Re: Hefen

Beitrag von lapin » Fr 9. Aug 2013, 10:26

Hefen sind meist eine sekundäre Erkrankung, hat man also die primäre Ursache entdeckt...
sind die Hefen meist von ganz alleine weg.

Du hast ja geschrieben, du warst allein in diesem Jahr sehr oft beim TA...
wer war denn alles betroffen und mit was, bzw wie lange ist das her?
Lg lapin"Das Leben ist 10% was dir passiert und 90%, wie du darauf reagierst."

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Re: Hefen

Beitrag von Ringelsöckchen » Fr 9. Aug 2013, 10:39

Zuerst kamen Kokzidien und Würmer bei Fanny, dazu dann noch Kontrolltermin, ob jetzt alles weg ist, insgesamt also 2 Termine. Danach ne Weile Ruhe, sie hat super zugenommen, alles perfekt.

Dafür dann bei Schweins eine dicke Beule bei Fred am Rücken, ist eine Talgansammlung, muss man nix machen (wär er jünger, hätte man ihn in Narkose gelegt und es aufgemacht, aber er ist zu alt, das Risiko der Narkose möchte keiner mehr eingehen und die Stelle stört ihn auch überhaupt nicht).

Dann war Fanny wieder topfit, nur leider oberzickig und scheinschwanger - hat aber nicht SICH die Haare ausgerupft, sondern den anderen, um damit dann Nester zu bauen... Also wurde sie kastriert (wieder inkl. Kontrolltermine, ob alles gut verheilt, insgesamt also auch 3 TA-Besuche). Das war Ende Juni, mit den Kontrollterminen zog es sich bis Anfang Juli.

Sam hat seit letztem Jahr leichten Fließschnupfen, der nie wirklich ganz weggeht. Die Flüssigkeit ist klar, beim Abhören war letztes Jahr bei 2 Terminen alles perfekt, Zähne sind gut, ... Keine Ahnung, woher das kommt. Weil es jetzt aber einmal statt klar ganz eitrig aussah, waren wir lieber doch nochmal bei der TÄ (aber wieder alles o.B., dort hat man von eitrig auch schon längst nix mehr gesehen, das hat er sich weggeputzt und es kam auch nix mehr nach). Die TÄ hat ihn abgehört, abgetastet, so tief sie konnte ins Näschen geguckt, aber sie hat nix gefunden.

Dann eben die Arthrose bei den Schweinchen, die ja auch erst jüngst festgestellt wurde.

Und jetzt eben der stark vermehrte BDK und die Diagnose Hefen. Muss ja nicht Fanny sein, könnte auch Sam oder Klausi sein. Verschmiert am Hinterteil ist keiner der drei. Vom Gefühl her würde ich Klausi aber ausschließen, ich glaube, es ist einer der anderen beiden.

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Re: Hefen

Beitrag von lapin » Fr 9. Aug 2013, 11:41

Hmmm, also hier würde ich eine medikamentöse Behandlung auch lassen...
lies dich mal in den Link, ich denke der könnte dir helfen auch ohne zu wissen, wer denn nun die Hefen beherbergt ;)!
https://www.tierpla.net/kaninchen-gesundheit/topic11192.html" onclick="window.open(this.href);return false;
Lg lapin"Das Leben ist 10% was dir passiert und 90%, wie du darauf reagierst."

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Re: Hefen

Beitrag von Ringelsöckchen » Fr 9. Aug 2013, 12:03

Dann füttere ich einfach mal für eine Weile genau nach diesen Empfehlungen (sehr nah dran sind wir da sowieso) und gebe das ProPreBac, bis es leer ist (schaden wird das vermutlich nichts, denke ich, denn es soll ja nur die Darmflora wieder in Ordnung bringen, damit der Darm sich selbst gegen die Hefen zur Wehr setzen kann).

Und warten dann mal auf die Kotprobe in 1-2 Wochen.

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Re: Hefen

Beitrag von lapin » Fr 9. Aug 2013, 12:05

Viel Erfolg...:daum:
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Re: Hefen

Beitrag von pippo_88 » Fr 9. Aug 2013, 20:01

Ringelsöckchen hat geschrieben:Oh man, meine Truppe wird so langsam alt... Jahrelang waren wir völlig vom Tierarzt verschont und praktich NIE dort und dieses Jahr jetzt schon häufiger als alles bisherige zusammengerechnet... *hmpf*

Die Kaninchen (oder eines von ihnen, wir wissen aber nicht, welches) hat zuviele Hefen im Kot. Aufgefallen ist es uns, weil irgendeines der Tiere (wir sehen leider nur nie, welches!) viel zuviel Blinddarmkot hat und der überall im Gehege liegt und auch unangenehm riecht. Daraufhin haben wir eine Kotprobe untersuchen lassen und dabei kam nun eben das mit den Hefen raus.

[url=http://nystatin.net/]Nystatin[/url] wollte unsere TÄ nicht gleich verschreiben, weil sie meint, häufig bekommt man Hefen auch wieder in den Griff, wenn sich die Darmflora normalisiert und dass die vermutlich gestört ist. Also haben wir nun Pro Pre Bac bekommen, das die Tierchen nun täglich kriegen sollen.

Die Fütterung sind wir gemeinsam durchgegangen (wir füttern getreidefrei und wenig Obst, weil sie das alle nicht wirklich mögen und immer liegen lassen, also viel Gemüse, Salat, Gurke, Zweige, Löwenzahn, Gras, auch gerne mal getrocknete Kräuter - oder frische, wenn vorhanden -, natürlich immer Heu und Wasser), aber die TÄ findet das alles okay so und glaubt, dass es daran nicht liegt. Ansonsten sind die Tiere fit und gesund, außer eben dem BDK hat keines Anzeichen für irgendwas. Alle sind wohlgenährt (aber nicht dick), munter, fressen und hoppseln fröhlich, die Zähne sind okay - scheint alles gut zu sein.

Unser TA hat uns damals direkt Nystatin verschrieben. Er meinte die Nebenwirkungen wären wirklich harmlos und selten. Es hat dann auch super angeschlagen und schnell Wirkung gezeigt :top:

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Re: Hefen

Beitrag von lapin » Sa 10. Aug 2013, 11:56

Hallo Pippo, schön das Nystatin bei euch geholfen hat, hier sind die meisten Erfahrungen damit leider nicht so erfolgreich gewesen...
und den natürlichen Weg zieht man ja doch immer noch gerne der ChemieKeule vor, die am Ende laut Inhaltsstoffe Hefen nährt, statt tötet...
Lg lapin"Das Leben ist 10% was dir passiert und 90%, wie du darauf reagierst."

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