In Schönbrunn in Wien hatte ich vor etwa einem Jahr die Gelegenheit dazu, diese Tiere mal in natura zu betrachten.
Für mich persönlich sind Koalas das Sinnbild der Fleischgewordenen Teddybären. In vielerlei Hinsicht sind sie recht speziell. Auch wenn es natürlich mehrere Tiere mit dieser Eigenschaft gibt, fasziniert es mich, dass sie ihre Jungen die ersten Wochen in einem Beutel großziehen.. sowas gibt es halt in weiten Teilen der Welt nicht.
Die schon erwähnte Nahrungsspezifität ist natürlich auch interessant. Insbesondere, da sich Koalas eben mit den Eukalyptusarten eine tendenziell giftige Pflanzenart ausgesucht haben... als Anpassung an ihre spezielle Kost haben Koalas einen extrem langsamen Stoffwechsel. Der Nahrungsbrei verweilt lange im Verdauungsappart so dass Wasser und Energie optimal vom Körper aufgenommen werden kann. Das ermöglicht es dem Koala, auf zusätzliche Flüssigkeitsaufnahme fast komplett zu verzichten (Der Name bedeutet ja auch "Der, der nie trinkt"). Im fast 2m langen Blinddarm wird mit Hilfe von Mikroorganismen die Nahrung weiter aufgeschlossen... diese Organismen nehmen junge Koalas über den Kot der Mutter erstmalig auf.
Der langsame Stoffwechsel bedingt aber auch die seeehr gemütliche Lebensweise von Koalas. Mit 20 Stunden Schlaf am Tag, sind sie in der Tat sogar viel träger als Faultiere.
Koalas sind bekanntermaßen eher einzelgängerisch. Dennoch haben sie eine ausgeprägte Sozialhierarchie innerhalb einer Population, bei der die ranghöchsten Tiere die zentralsten Reviere besetzen, die rangniedrigsten (also zB gerade abgewanderte Jungtiere) leben am Rand einer Population.











