Hundeinstinkt und zugefrorene Teiche

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Hundeinstinkt und zugefrorene Teiche

Beitrag von Grashüpfer » Do 8. Jan 2009, 12:13

Vor ein paar Tagen sah ich einen Bericht über Schlittenhunde in der Arktis. Da sagte dann so ein Hundeführer, dass die Huskys vor einer Gletscherspalte stehen bleiben würden, da sie spüren, wenn der Untergrund zu dünn wird.
Ein paar Sätze später sagte er, dass er mal einen Husky gesehen hätte, der auf einem zugefrorenen Teich eingebrochen wäre, aber ohne Probleme selber wieder raus kam.

Frage 1: Ist das nicht ein Widerspruch?

Frage 2: Wie ist das nun bei "unseren Hunden", welche nicht in die arktische Wildnis hineingeboren werden und dort von klein auf alles lernen?
Denn meine Hunde laufen furchtbar gerne "Schlittschuh" auf unseren beiden zugefrorenen Gartenteichen. Schon seit Jahren. Es ist noch nie was passiert.
Haben die nun den Instinkt und wissen, wann sie auf den Teich können oder war ich die letzten Jahre zu leichtsinnig und hatte einfach nur Glück? Denn die beiden sind ja auch schon mal ohne Aufsicht im Garten.
"Dass einmal das Wort Tierschutz geschaffen werden musste,
ist eine der blamabelsten Angelegenheiten der menschlichen Entwicklung."

(Theodor Heuss)

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Re: Hundeinstinkt und zugefrorene Teiche

Beitrag von chien » Do 8. Jan 2009, 12:35

Ich würde mal sagen, dass ist ne Sache der Erfahrung.
Ein Hund welcher keinerlei Erfahrung in sowas hat, kann sicherlich aufgrund der Tatsache, dass er halt dauernd "Barfuß" läuft, den Untergrund ganz anders fühlen und beurteilen, als unser einer!
Aber auch hier würde ich sagen, dass ein Schlittenhund aufgrund seiner Umgebung und Erfahrung mit solchen Untergründen in der Lage ist, den Untergrund einfach besser zu beurteilen als ein anderer Hund. Ich würde das nicht Husky spezifisch sehen, daher auch die Erklärung mit dem Teich, der Hund hatte halt wenig Erfahrung mit solchen Untergründen. Was das Befreien betrifft, ist es auch vielleicht einfach nur Glückssache, lange Krallen feste Bruchstelle usw ;)

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Re: Hundeinstinkt und zugefrorene Teiche

Beitrag von Nightmoon » Do 8. Jan 2009, 17:01

Das liegt am Untergrund. Eine Gletscherspalte ist hohl, es gibt also eine Art anderes Echo, was die Hunde zum Teil auch hören oder fühlen können, hervorgerufen, durch ihren eigenen Tritt. Beim Wasser bzw Eis sieht es da schlecht aus, da gibt es kein solches Echo, was sie wahrnehmen könnten.
Ob ein Hund aus dem eingebrochenen Eis wieder von alleine rauskommt, hängt davon ab, wie dick die verbleibene Eisschicht ringsherum ist und wie lange er der Nässe und Kälte dabei widerstehen kann.

Als Kinder haben wir mal einen toten Hund aus dem Eis gehackt, um ihn zu beerdigen. Er hatte nicht so viel Glück. Ich fand es schrecklich, dass er da so kopfunter im Eis steckte. :cry: Es war mitten in einem Wald, wo ganz früher eine Badeanstalt war. Ein kleines Schwimmbecken, mit Umrandung waren die Überbleibsel. Im Sommer haben wir als Kinder dort gerne Molche und Libellen beobachtet. Keine Ahnung warum wir ausgerechnet im Winter dort hingefahren sind.
Das angesammelte Regenwasser war nur so an die 2,5 cm gefroren. Ich denke, der Hund hat diese Gefahr auch nicht erkannt.
Es sei denn, Jemand hat ihn dort absichtlich reingeworfen. :cry:
Bild
Meine süße kleine Tessamaus, ich hab dir immer versprochen, dich nicht leiden zu lassen, ich hoffe Du verzeihst mir.[/align]

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Re: Hundeinstinkt und zugefrorene Teiche

Beitrag von Dogmaniac » Do 29. Jan 2009, 10:25

Hallöchen,

hmm...also entweder zählt das nicht zum Instinkt oder Amy hat ihn nicht, aufjedenfall wäre sie fast in unserem Teich eingebrochen....

Ich denke auch eher das man das als "Erfahrungen" zählen sollte. Instink ist für mich eher, angeborene Aggression um zu überleben etc. Eben die wichtigen Dinge die ein Hund können sollte, z.B. die Zitze der Mutter finden, oder zu wissen das er irgendwann auf Jagd gehen muss um ans Fressen zu kommen....

Gruß Dogmaniac
www.sporty-dogs.de

Glücklich wer, das was er liebt, voll Mut zu verteidigen wagt.

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