Potentielles Zahnschweinchen nimmt ab trotz Päppeln
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Es gibt Meerschweinchenhalter, erfahrene Meerschweinchenhalter und sehr erfahrene Meerschweinchenhalter.
Nicht jeder kennt sich mit diversen Krankheiten aus.
Selbst als sehr erfahrener Meerschweinchenhalter kann man nicht alles kennen und wissen.
Alles, was hier im Forum speziell zu Krankheiten, Diagnosen, Medikamenten und deren Dosierungen zu finden ist, sind persönliche Erfahrungen, Tipps und Ratschläge.
Diese Tipps und Ratschläge ersetzen keinen Tierarztbesuch.
Es gibt sehr viele ernst zu nehmende Krankheiten, die man durch Eigenbehandlung/Eigentherapie noch verschlimmern kann.
Es ist daher wichtig, jede Medikamentenabgabe und Therapie unbedingt mit dem Arzt zu besprechen und gemeinsam nach der besten Lösung, für das jeweilige Tier zu suchen.
Also zieht bitte immer einen Tierarzt zu Rate. Selbstverständlich könnt Ihr die hier gegebenen Tipps und Ratschläge mit Eurem Tierarzt besprechen.
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- Frische
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Potentielles Zahnschweinchen nimmt ab trotz Päppeln
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@ Isa
meine Dame frißt ja auch noch ein bißchen, aber viel zu wenig, sonst würde sie nicht dauernd abnehmen.
@Miss Marple
ja, ich weiß. Die Praxis in Holzwickede ist nicht unumstritten, aber wenn man verzweifelt ist, greift man nach jedem Strohhalm. Zumindest sind sie dort wohl auch sehr um Meerschweinchen bemüht.
Aber nun zurück zu Valerie:
Wenn ich das richtig erinnere, erfährt sie heute, was die Auswertung des RöBi ergeben hat.
@ Isa
meine Dame frißt ja auch noch ein bißchen, aber viel zu wenig, sonst würde sie nicht dauernd abnehmen.
@Miss Marple
ja, ich weiß. Die Praxis in Holzwickede ist nicht unumstritten, aber wenn man verzweifelt ist, greift man nach jedem Strohhalm. Zumindest sind sie dort wohl auch sehr um Meerschweinchen bemüht.
Aber nun zurück zu Valerie:
Wenn ich das richtig erinnere, erfährt sie heute, was die Auswertung des RöBi ergeben hat.
- Miss Marple
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Re: Potentielles Zahnschweinchen nimmt ab trotz Päppeln
Hallo Frische,
im anderen Thread hattest Du ja geschrieben:
im anderen Thread hattest Du ja geschrieben:
Das heißt, das Schweinchen ist noch kein Zahnschweinchen? Wie drückt sich dieses Kippen aus?Dieser Thread hier hat mich angezogen, weil mein Mädel auf der Kippe steht und zum Zahnschwein zu werden droht. Und meine Top-Schleiferin aus der Klinik verschwunden ist, die anderen TÄ dort sind Stümper, was das Schleifen angeht. Nun ist guter Rat teuer. Gleicher Fall wie bei Rocco. Sie will fressen, kann nicht, nimmt ab.
"Der Clown ist die wichtigste Mahlzeit des Tages.
- reni
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Re: Potentielles Zahnschweinchen nimmt ab trotz Päppeln
Das habe ich mich auch eben gefragt.
Als Cocos Zahnprobleme auftraten war eigentlich relativ schnell klar, dass sie ein Zahnschweinchen werden wird. Regelmässige Kontrollen und Korrekturen alle paar Wochen, erst im 2 Wochen-Rythmus, mittlerweile sind wir bei 8 Wochen.
Hier kam ja schon das Thema Schweigart auf, dort sind wir auch in Behandlung. Ich persönlich habe keine Kritikpunkte an diesem Tierarzt und seinen Behandlungsmethoden, ich weiss nicht, ob das bei dir der Fall ist.
Was wurde denn bisher gemacht und fütterst du zu?
Wurde genau untersucht, oob es wirklich nur an den Zähnen liegt?
Als Cocos Zahnprobleme auftraten war eigentlich relativ schnell klar, dass sie ein Zahnschweinchen werden wird. Regelmässige Kontrollen und Korrekturen alle paar Wochen, erst im 2 Wochen-Rythmus, mittlerweile sind wir bei 8 Wochen.
Hier kam ja schon das Thema Schweigart auf, dort sind wir auch in Behandlung. Ich persönlich habe keine Kritikpunkte an diesem Tierarzt und seinen Behandlungsmethoden, ich weiss nicht, ob das bei dir der Fall ist.
Was wurde denn bisher gemacht und fütterst du zu?
Wurde genau untersucht, oob es wirklich nur an den Zähnen liegt?
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chien
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Re: Potentielles Zahnschweinchen nimmt ab trotz Päppeln
Berichtigt mich wenn ich falsch liege,
Meerschwein nimmt ab weil es nicht richtig fressen kann, bedingt durch die Zähne!
Also ist die mangelnde Nahrungsaufnahme der Grund für die Abnahme?
Wenn man also die Nahrungsaufnahme über die Zähne umgeht, quasi durch "Päppelpräparate" , denn dürfte es doch quasi gar nicht mehr abnehmen, zumindest nicht in einem bedrohlichen Maße oder?
Gibt es andere Nebenerscheinungen bzw. Auswirkungen bei einem Zahnschwein z.B. organische Defizite resultierend aus der Zahnproblematik ???
Meerschwein nimmt ab weil es nicht richtig fressen kann, bedingt durch die Zähne!
Also ist die mangelnde Nahrungsaufnahme der Grund für die Abnahme?
Wenn man also die Nahrungsaufnahme über die Zähne umgeht, quasi durch "Päppelpräparate" , denn dürfte es doch quasi gar nicht mehr abnehmen, zumindest nicht in einem bedrohlichen Maße oder?
Gibt es andere Nebenerscheinungen bzw. Auswirkungen bei einem Zahnschwein z.B. organische Defizite resultierend aus der Zahnproblematik ???
- Murx Pickwick
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Re: Potentielles Zahnschweinchen nimmt ab trotz Päppeln
Wenn es tatsächlich nur die Zähne sind, ist es möglich, ein Meerschweinchen sogar mit dem Angebot von selbstgemustem Gemüse und Obst sogar dazu zu bringen, zuzunehmen ... nun sind die wenigsten Zahnmeerschweinchen damit geboren worden, sondern im Gegenteil, ihnen wurden die Zahnschäden angefüttert ... die Ursache liegt also ganz woanders!
Bei Stoffwechselschäden, welche Zahnfehlstellungen bedingen, ist es notwendig, erstmal die Stoffwechselschäden abzustellen.
Bei Rocco ist vermutlich eine Verletzung des Zahnfleisches die Ursache dafür, daß die Zähne nur einseitig benutzt und abgenutzt wurden. Auch hier muß die Ursache gefunden und abgestellt werden. Ein Anbieten von Zusatzbreien oder Päppeln oder was auch immer würde nicht die Ursache beseitigen, sondern würde aus dem Meerschweinchen nur einen langjährigen Dauerpatienten machen.
Auch hier wird das Meerschweinchen erst zunehmen können, wenn die Ursache abgestellt wird. Allerdings nimmt das Meerschweinchen ohne Päppeln deutlich weniger schnell ab ...
Bei Stoffwechselschäden, welche Zahnfehlstellungen bedingen, ist es notwendig, erstmal die Stoffwechselschäden abzustellen.
Bei Rocco ist vermutlich eine Verletzung des Zahnfleisches die Ursache dafür, daß die Zähne nur einseitig benutzt und abgenutzt wurden. Auch hier muß die Ursache gefunden und abgestellt werden. Ein Anbieten von Zusatzbreien oder Päppeln oder was auch immer würde nicht die Ursache beseitigen, sondern würde aus dem Meerschweinchen nur einen langjährigen Dauerpatienten machen.
Auch hier wird das Meerschweinchen erst zunehmen können, wenn die Ursache abgestellt wird. Allerdings nimmt das Meerschweinchen ohne Päppeln deutlich weniger schnell ab ...
- daniii
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Re: Potentielles Zahnschweinchen nimmt ab trotz Päppeln
Ich klink mich hier jetzt mal holterdipolter ein - hab nur wenig Zeit und dieser Thread fiel mir ins Auge.
Meiner Erfahrung nach nimmt Zahnschwein unter Umständen durchaus trotz Päppeln ab, weil man mit Päppeln nur einen gewissen Teil der benötigten Nahrung "ersetzen" kann. Kommt also drauf an, wie viel das Zahnschweinchen selbst noch frisst. Übrigens fressen sie - so weit ich das bei Bela beobachten konnte - manchmal sogar noch weniger als man glaubt. Bela war phasenweise recht gut im "So tun als ob". Außerdem wird das Futter ja auch anders selektiert, also nicht mehr unbedingt bedarfsbedingt, sondern so, wie die Zahnprobleme es zulassen.
Außerdem entspricht Päppelbrei, auch getreidefreier, ja von der Struktur her schon nicht der normalen Schweinchennahrung. Die Weiterverarbeitung über den Verdauungskanal ist also eine andere (da weiß Murx sicher gaaaaanz viel
). Längerfristig bekommt der Darm dann wohl Probleme, Nährstoffe gescheit aufzuspalten und zu verwerten.
Das nur mal ganz kurz meine Ideen dazu - veterinärmedizinisch und ernährungswissenschaftlich laienhaft, aber eben das, was ich bei Bela beobachten konnte.
-- Donnerstag 9. Dezember 2010, 12:42 --
Ich zitier grad noch aus dem anderen Thread Frische:
Das CC hat Bela meiner Ansicht nach die Verdauung schneller kaputt gemacht als nötig gewesen wäre. Daher würde ich nur noch selbst zubereitete Breie füttern (die ihm im Übrigen auch besser geschmeckt haben).
Bela konnte auch von Schweigart nicht gerettet werden. Und ich hatte monatelang das Gefühl, Bela beim Verhungern zuzusehen. Ich habe ihn 15 Monate lang täglich zwischen drei- und fünfmal gepäppelt. Und die Verdauung haben wir nie wieder in den Griff bekommen, aber sie wurde etwas besser - wenn auch langsam - als ich das CC auf den Müll geschmissen hatte.
Und gewogen habe ich dreimal täglich
Meiner Erfahrung nach nimmt Zahnschwein unter Umständen durchaus trotz Päppeln ab, weil man mit Päppeln nur einen gewissen Teil der benötigten Nahrung "ersetzen" kann. Kommt also drauf an, wie viel das Zahnschweinchen selbst noch frisst. Übrigens fressen sie - so weit ich das bei Bela beobachten konnte - manchmal sogar noch weniger als man glaubt. Bela war phasenweise recht gut im "So tun als ob". Außerdem wird das Futter ja auch anders selektiert, also nicht mehr unbedingt bedarfsbedingt, sondern so, wie die Zahnprobleme es zulassen.
Außerdem entspricht Päppelbrei, auch getreidefreier, ja von der Struktur her schon nicht der normalen Schweinchennahrung. Die Weiterverarbeitung über den Verdauungskanal ist also eine andere (da weiß Murx sicher gaaaaanz viel
Das nur mal ganz kurz meine Ideen dazu - veterinärmedizinisch und ernährungswissenschaftlich laienhaft, aber eben das, was ich bei Bela beobachten konnte.
-- Donnerstag 9. Dezember 2010, 12:42 --
Ich zitier grad noch aus dem anderen Thread Frische:
Ich darf ja bestimmt was dazu sagen, hatte ja 15 Monate Zahnschwein. Es ist richtig, dass ein Zahnschweinchen unter Umständen rapide abnimmt. Bela hat massiv Gewicht verloren, als seine Verdauung hinüber war und wir die Schmerzen und die Entzündung nicht mehr in den Griff bekommen haben. Da habe ich gepäppelt wie eine Bescheuerte (und zwar nicht zwangsweise, Bela hat freiwillig aus der Spritze gefressen - übrigens nie aus dem Napf, ich glaube, das das Päppeln mit der Spritze auch für ihn schon eine Art Ritual geworden war, was auch Ausdruck unserer Bindung war, er war immer sehr entspannt dabei), und Bela ist immer weniger geworden.Innerhalb kürzester Zeit können Zahnschweine von 1.400 Gramm auf die Hälfte schrumpfen. Und dann überleben sie nur, wenn man päppelt und einen guten Schleifer hat.
Frage mal die Schweigart-Fans und Zahnschweinbesitzer hier. Es gibt Phasen, da überlebt Zahn-Schwein nur mit CC oder stirbt eben. Was würdest Du denn in so einer Situation tun, wenn z. B. Mimm nur noch 600 Gramm wiegen würde -Tendenz abwärts - und nichts mehr fräße? Zusehen, wie sie qualvoll verhungert?
Das CC hat Bela meiner Ansicht nach die Verdauung schneller kaputt gemacht als nötig gewesen wäre. Daher würde ich nur noch selbst zubereitete Breie füttern (die ihm im Übrigen auch besser geschmeckt haben).
Bela konnte auch von Schweigart nicht gerettet werden. Und ich hatte monatelang das Gefühl, Bela beim Verhungern zuzusehen. Ich habe ihn 15 Monate lang täglich zwischen drei- und fünfmal gepäppelt. Und die Verdauung haben wir nie wieder in den Griff bekommen, aber sie wurde etwas besser - wenn auch langsam - als ich das CC auf den Müll geschmissen hatte.
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Gurkenschnippler von Lisa (21.08.2015) und Jabberwocky (17.08.2012)
Unvergessen - Wuckel (1985 bis 31.12.1993) und die Uckel-Sippe (zwischen 1985 und 1994), Puschel (1993-1998) und Miranda (1993-1995), Paul (1992-1997), Frodo (1999-2004) und Sam (1999-2005), Merle (2003 bis 29.06.2010), mein Kämpfer Bela (2003 bis 11.09.2010) und viel zu früh Guybrush (20.09.2010 bis 05.07.2013), mein Herzschwein Buffy (26.05.2010 bis 05.02.2014), unsere Mamawutz Gwendoline (19.07.2009 bis 26.02.2014), mein Hoffnungssternchen Willow (29.06.2010 bis 31.05.2015) und mein Seelchen Vienna (01.05.2011 bis 10.10.2016)
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- reni
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Re: Potentielles Zahnschweinchen nimmt ab trotz Päppeln
Natürlich muss erstmal die Ursache behoben werden! Das ist ganz klar, sonst bringt das ganze Zufüttern auch nix.
Bei Coco fing es mit einer Mundschleimhautverletzung an, die leider beim 1. TA nicht erkannt wurde. Die wurde dann zuerst behandelt und gleichzeitig die dadurch entstandene Zahnfehlstellung korrigiert.
Sie hat dafür entzündungshemmendes Schmerzmittel, Mucosa und eine Kräutermischung bekommen.
Bei Coco fing es mit einer Mundschleimhautverletzung an, die leider beim 1. TA nicht erkannt wurde. Die wurde dann zuerst behandelt und gleichzeitig die dadurch entstandene Zahnfehlstellung korrigiert.
Sie hat dafür entzündungshemmendes Schmerzmittel, Mucosa und eine Kräutermischung bekommen.
- Miss Marple
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Re: Potentielles Zahnschweinchen nimmt ab trotz Päppeln
Die gleiche Erfahrung habe ich 2008 machen müssen.daniii hat geschrieben:Das CC hat Bela meiner Ansicht nach die Verdauung schneller kaputt gemacht als nötig gewesen wäre. Daher würde ich nur noch selbst zubereitete Breie füttern (die ihm im Übrigen auch besser geschmeckt haben).
Reni, ich zitiere Dich mal aus dem anderen Thread:
Gab es bei dieser Breizusammensetzung keine Darmprobleme?Reni hat geschrieben:Wir haben einen Päppelbrei selbst gangerührt mit Möhren-Babybrei, Haferflocken, Zwieback und ein paar Pellets (die aber nicht sein müssen) und Coco hat ihn ganz von allein gefuttert. Sie hatte wahnsinnigen Hunger, konnte aber nix fressen weil die unteren Zähne dank Tierarzt gelockert waren. Mit dem selbstgemachten Brei haben wir ihr wohl das Leben gerettet.
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Re: Potentielles Zahnschweinchen nimmt ab trotz Päppeln
Darmprobleme hat Coco in der ganzen Zeit nicht gehabt. Wir haben ihr halt auch kleingeschnittenes Heu angeboten, dass sie was davon futtern konnte.
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chien
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Re: Potentielles Zahnschweinchen nimmt ab trotz Päppeln
Ich wollte grad noch ergänzen, Päppeln halt nicht nur mit Fertigpräparate sondern halt auch mit sowasWir haben ihr halt auch kleingeschnittenes Heu angeboten, dass sie was davon futtern konnte.
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Re: Potentielles Zahnschweinchen nimmt ab trotz Päppeln
Die Frage hatte sich für uns erledigt, weil sie halt das CC sowieso nicht gefressen hat. Und bevor sie mir "unter den Händen" wegstirbt, haben wir lieber selbst gemixt.
Das Rezept ist übrigens vom Schweigart entwickelt und kann wohl noch mit Traubenzucker ergänzt werden. Haben wir allerdings nicht gemacht weil Coco auch langsam anfing Frisches nebenher zu fressen.
Sie hat solange was von dem Brei bekommen, bis sie satt war. Da wir arbeiten mussten konnten wir halt nicht alle 2 Stunden zufüttern sondern mussten uns auf morgens vor der Arbeit, nachmittags und abends konzentrieren.
Allerdings muss ich dazu sagen, dass Coco IMMER gut drauf war und trotz Schmerzen und ständigen TA-Besuchen gepopcornt hat und eigentlich nie einen kranken Eindruck gemacht hat. Da hat sie es uns auch einfach mit gemacht, mit ihr zu "kämpfen".
Wir durften aber auch nicht jeden Möhrenbrei nehmen!! Madame ist ja auch noch Feinschmecker!!! Es ging nur Alete, Hipp hat sie nicht gefressen....
Das Rezept ist übrigens vom Schweigart entwickelt und kann wohl noch mit Traubenzucker ergänzt werden. Haben wir allerdings nicht gemacht weil Coco auch langsam anfing Frisches nebenher zu fressen.
Sie hat solange was von dem Brei bekommen, bis sie satt war. Da wir arbeiten mussten konnten wir halt nicht alle 2 Stunden zufüttern sondern mussten uns auf morgens vor der Arbeit, nachmittags und abends konzentrieren.
Allerdings muss ich dazu sagen, dass Coco IMMER gut drauf war und trotz Schmerzen und ständigen TA-Besuchen gepopcornt hat und eigentlich nie einen kranken Eindruck gemacht hat. Da hat sie es uns auch einfach mit gemacht, mit ihr zu "kämpfen".
Wir durften aber auch nicht jeden Möhrenbrei nehmen!! Madame ist ja auch noch Feinschmecker!!! Es ging nur Alete, Hipp hat sie nicht gefressen....
- Murx Pickwick
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Re: Potentielles Zahnschweinchen nimmt ab trotz Päppeln
Bei Bela dürfte das CC und eventuelle vorhergehende Ernährungssünden die Niere angegriffen haben - das eigentliche Problem seiner späteren Freßunlust, deswegen konnte Bela nicht mehr geholfen werden. Wenn die Niere nicht mehr mitspielt, wird jedes Tier seine Nahrungsaufnahme mehr und mehr einschränken, um die Niere zu schonen. Entzündungen im Maul halten selten ein Meerschweinchen davon ab, Brei zu schlabbern.
Problem mit der Niere ist nur, daß dann sehr sehr schnell diverse weitere Teufelskreise angestoßen werden, egal, was man macht.
Füttert man nicht zu, gibts zuwenig Reparaturmaterial, um die Niere zu reparieren, es werden Fettreserven im Körper abgebaut. Und dazu muß die Niere auf Hochtouren laufen, denn die Aufbereitung und Verteilung von Fetten geht über die Niere! Also das, was mit dem Hungern entlastet werden sollte, wird nun erst richtig belastet!
Füttert man zu und animiert das Tier, dann doch noch zu fressen, müssen die Abfälle, was nicht mehr verwertet werden kann, über die Niere entsorgt werden - die Niere muß also normal weiterarbeiten, was sie aber nicht kann ...
Bei Pflanzenfressern, wie Meerschweinchen, ist das besonders fatal, denn man kann nicht mal auf hochwertiges Eiweiß ausweichen, da Fleisch zuviel Purine für Pflanzenfresser enthält - was wiederum die Niere belastet!
Pflanzen jedoch wiederum enthalten kein hochwertiges Eiweiß, da bleiben sehr viele Aminosäuren über, die über die Nieren entsorgt werden müssen ... die Nieren werden belastet. Dazu kommen noch diverse Fraßschutzstoffe - normalerweise sehr wichtig für den Körper, damit er in Gang bleibt ... aber die meisten dieser Fraßschutzstoffe haben das Problem, sie und ihre Abbauprodukte werden über die Niere entsorgt! Die Niere wird belastet ...
Ich hatte hier nen sehr schlimmen Fall eines Meerschweinchens, wo das Schicksal genau wie bei Bela absehbar war - da gab es sogar schon diverse Hinweise, daß inzwischen auch die Niere gerade nen Abgang machte ... meine Überlegung war nun, umzuschwenken auf hochwertiges Bakterieneiweiß - also wilder Sauerteig. Dazu halt alles an Pflanzen, was die Ausscheidungsorgane stützt, also Löwenzahn, Distelwurzeln, Mariendistelsaat alles, was es sonst noch so aus der Korbblütlerfamilie an stützenden Pflanzen so existiert.
Die Überraschung war, daß mit Einsetzen der Sauerteigdiät nur noch zweimal die Zähne korrigiert werden mußten ... danach erholte sich scheinbar die Niere, der Stoffwechsel lief immer besser, das Meerschweinchen schien sich zu erholen und nahm zu. Ein halbes Jahr später lag es tot im Käfig - der Sauerteig hatte das Immunsystem überfordert!
Geht also auch nicht ... auch wenn immerhin die Niere und die Zähne gerettet werden konnte ...
Immer dann, wenn die Niere angegriffen ist, ists im Grunde genommen vorbei oder aber man bräuchte ne Nierentransplantation oder sowas ... und CC gehört zu den Mitteln, wie man die Niere eines eh schon kranken Tieres besonders schnell kaputtbekommt.
Inwieweit ein Päppelbrei mit CC, Rodicare, Pelletbrei oder ähnlichem wirklich schädigt, ist bei den Meerschweinchen äußerst individuell, gibt Meerschweinchen, die da ein ganzes Leben lang gut mit klarkommen, bei anderen geht ein Organ nach dem andern Hops, erst die Ausscheidungsorgane, dann immer mehr andere Organe.
Helfen tun solche aus Futtermehlen bestehenden Futtermittel definitiv nicht, sie schaden höchstens.
Zwieback besteht zwar auch aus einem Futtermehl, hat jedoch nicht die stark schädigende Wirkung von Pelletbrei, CC und Co. Haferflocken ist DAS Energiefuttermittel neben Joghurt schlechthin und aufgrund der immer größer werdenden Probleme mit mo(r)dernen Joghurts einfach das erste Mittel der Wahl. Haferflocken haben Struktur ...
Problem mit der Niere ist nur, daß dann sehr sehr schnell diverse weitere Teufelskreise angestoßen werden, egal, was man macht.
Füttert man nicht zu, gibts zuwenig Reparaturmaterial, um die Niere zu reparieren, es werden Fettreserven im Körper abgebaut. Und dazu muß die Niere auf Hochtouren laufen, denn die Aufbereitung und Verteilung von Fetten geht über die Niere! Also das, was mit dem Hungern entlastet werden sollte, wird nun erst richtig belastet!
Füttert man zu und animiert das Tier, dann doch noch zu fressen, müssen die Abfälle, was nicht mehr verwertet werden kann, über die Niere entsorgt werden - die Niere muß also normal weiterarbeiten, was sie aber nicht kann ...
Bei Pflanzenfressern, wie Meerschweinchen, ist das besonders fatal, denn man kann nicht mal auf hochwertiges Eiweiß ausweichen, da Fleisch zuviel Purine für Pflanzenfresser enthält - was wiederum die Niere belastet!
Pflanzen jedoch wiederum enthalten kein hochwertiges Eiweiß, da bleiben sehr viele Aminosäuren über, die über die Nieren entsorgt werden müssen ... die Nieren werden belastet. Dazu kommen noch diverse Fraßschutzstoffe - normalerweise sehr wichtig für den Körper, damit er in Gang bleibt ... aber die meisten dieser Fraßschutzstoffe haben das Problem, sie und ihre Abbauprodukte werden über die Niere entsorgt! Die Niere wird belastet ...
Ich hatte hier nen sehr schlimmen Fall eines Meerschweinchens, wo das Schicksal genau wie bei Bela absehbar war - da gab es sogar schon diverse Hinweise, daß inzwischen auch die Niere gerade nen Abgang machte ... meine Überlegung war nun, umzuschwenken auf hochwertiges Bakterieneiweiß - also wilder Sauerteig. Dazu halt alles an Pflanzen, was die Ausscheidungsorgane stützt, also Löwenzahn, Distelwurzeln, Mariendistelsaat alles, was es sonst noch so aus der Korbblütlerfamilie an stützenden Pflanzen so existiert.
Die Überraschung war, daß mit Einsetzen der Sauerteigdiät nur noch zweimal die Zähne korrigiert werden mußten ... danach erholte sich scheinbar die Niere, der Stoffwechsel lief immer besser, das Meerschweinchen schien sich zu erholen und nahm zu. Ein halbes Jahr später lag es tot im Käfig - der Sauerteig hatte das Immunsystem überfordert!
Geht also auch nicht ... auch wenn immerhin die Niere und die Zähne gerettet werden konnte ...
Immer dann, wenn die Niere angegriffen ist, ists im Grunde genommen vorbei oder aber man bräuchte ne Nierentransplantation oder sowas ... und CC gehört zu den Mitteln, wie man die Niere eines eh schon kranken Tieres besonders schnell kaputtbekommt.
Inwieweit ein Päppelbrei mit CC, Rodicare, Pelletbrei oder ähnlichem wirklich schädigt, ist bei den Meerschweinchen äußerst individuell, gibt Meerschweinchen, die da ein ganzes Leben lang gut mit klarkommen, bei anderen geht ein Organ nach dem andern Hops, erst die Ausscheidungsorgane, dann immer mehr andere Organe.
Helfen tun solche aus Futtermehlen bestehenden Futtermittel definitiv nicht, sie schaden höchstens.
Zwieback besteht zwar auch aus einem Futtermehl, hat jedoch nicht die stark schädigende Wirkung von Pelletbrei, CC und Co. Haferflocken ist DAS Energiefuttermittel neben Joghurt schlechthin und aufgrund der immer größer werdenden Probleme mit mo(r)dernen Joghurts einfach das erste Mittel der Wahl. Haferflocken haben Struktur ...
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Re: Potentielles Zahnschweinchen nimmt ab trotz Päppeln
Bela hat den Brei aber gegen Ende meistens freiwillig gefuttert, nur eben nicht aus dem Napf. Er saß bei mir, ich habe nichts weiter gemacht, als ihm die Spritze hinzuhalten und ein bisschen ins Mäulchen zu drücken, sobald er die Spitze genommen hatte. Wenn er nicht mehr wollte, hat er sich weggedreht oder meine Hand mit der Spritze weggedrückt, und ich wusste, jetzt ist genug. Manchmal hat er mich sogar mit der Nase angestumpt, wenn es ihm zu lange gedauert hat.Murx Pickwick hat geschrieben:Bei Bela dürfte das CC und eventuelle vorhergehende Ernährungssünden die Niere angegriffen haben - das eigentliche Problem seiner späteren Freßunlust, deswegen konnte Bela nicht mehr geholfen werden. Wenn die Niere nicht mehr mitspielt, wird jedes Tier seine Nahrungsaufnahme mehr und mehr einschränken, um die Niere zu schonen. Entzündungen im Maul halten selten ein Meerschweinchen davon ab, Brei zu schlabbern.
Bela wollte fressen, er konnte es nur wirklich nicht mehr. Ich glaube, sein größtes Problem waren am Ende die Schmerzen.
Woran hätte man ein Nierenproblem denn noch feststellen können?
Edit: Haferflocken hat Bela übrigens auch gerne gegessen, das ging auch meistens ganz gut.
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Unvergessen - Wuckel (1985 bis 31.12.1993) und die Uckel-Sippe (zwischen 1985 und 1994), Puschel (1993-1998) und Miranda (1993-1995), Paul (1992-1997), Frodo (1999-2004) und Sam (1999-2005), Merle (2003 bis 29.06.2010), mein Kämpfer Bela (2003 bis 11.09.2010) und viel zu früh Guybrush (20.09.2010 bis 05.07.2013), mein Herzschwein Buffy (26.05.2010 bis 05.02.2014), unsere Mamawutz Gwendoline (19.07.2009 bis 26.02.2014), mein Hoffnungssternchen Willow (29.06.2010 bis 31.05.2015) und mein Seelchen Vienna (01.05.2011 bis 10.10.2016)
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Re: Potentielles Zahnschweinchen nimmt ab trotz Päppeln
Ich sehe hier aber einen enormen Unterschied zwischen Päppeln und Zwangsernähren!
Sowohl Bela von Dani, als auch Coco von Reni wurden NICHT zwangsernährt.
Sie hatten Hunger, wollten fressen, konnten aber nicht / fast nicht.
Sie haben den Brei freiwillig aus dem Spritzchen oder sogar der Schüssel genommen.
Das ist für mich ein ganz gewaltiger, wichtiger Unterschied zum Zwangsernähren!
Päppeln (egal ob Brei oder klein geschnittenes Gemüse) bedeutet für mich eine Fresshilfe,
Zwangsernähren dass dem Tier unter "Gewalt" Futter eingeflößt wird.
Bei letzterem kann das Tier fressen, möchte aber nicht.
Und wer in so einem Moment ein wenig seinem Tier vertraut und eine gute Beobachtungsgabe hat, der wird vielleicht erkennen können, dass hier einfach keine Nahrung aufgenommen wird, damit die schädlichen Darmbakterien (als Bsp.) nicht auch weiter mit durchgefüttert werden und sich so ungehindert vermehren können. (Murx hat das ja in einigen Threads schon sehr logisch und anschaulich erklärt gehabt.)
Zwangsernährung läuft doch im Endeffekt so ab, dass das Meerschweinchen fixiert wird (man hält es in irgendeiner Form fest, damit es nicht abhauen kann!!). Es wird die Spritze mit dem Brei ins Mäulchen geschoben. Weigert sich das Tier, versucht man mit Daumen und Zeigefinger das Mäulchen zu öffnen, usw. usf.... Je mehr ich darüber nachdenke, desto mehr erinnert mich das an die grausame Gänsemast...
Zurück zu den Zahnschweinchen....
Wenn ein Zahnschweinchen definitiv fressen möchte, aber nicht kann, dann kann man Päppeln.
WIE man dieses Päppeln aber handhabt, ist wieder eine andere Geschichte.
Ich würe es definitiv immer erst mit der Variante versuchen, das Gemüse z.B. kleiner zu schneiden.
Erst dann würde ich auf Brei zurückgreifen. Und dann aber nicht auf industrielles Getreidezeugs, sondern selbst gemachten.
Sowohl Bela von Dani, als auch Coco von Reni wurden NICHT zwangsernährt.
Sie hatten Hunger, wollten fressen, konnten aber nicht / fast nicht.
Sie haben den Brei freiwillig aus dem Spritzchen oder sogar der Schüssel genommen.
Das ist für mich ein ganz gewaltiger, wichtiger Unterschied zum Zwangsernähren!
Päppeln (egal ob Brei oder klein geschnittenes Gemüse) bedeutet für mich eine Fresshilfe,
Zwangsernähren dass dem Tier unter "Gewalt" Futter eingeflößt wird.
Bei letzterem kann das Tier fressen, möchte aber nicht.
Und wer in so einem Moment ein wenig seinem Tier vertraut und eine gute Beobachtungsgabe hat, der wird vielleicht erkennen können, dass hier einfach keine Nahrung aufgenommen wird, damit die schädlichen Darmbakterien (als Bsp.) nicht auch weiter mit durchgefüttert werden und sich so ungehindert vermehren können. (Murx hat das ja in einigen Threads schon sehr logisch und anschaulich erklärt gehabt.)
Zwangsernährung läuft doch im Endeffekt so ab, dass das Meerschweinchen fixiert wird (man hält es in irgendeiner Form fest, damit es nicht abhauen kann!!). Es wird die Spritze mit dem Brei ins Mäulchen geschoben. Weigert sich das Tier, versucht man mit Daumen und Zeigefinger das Mäulchen zu öffnen, usw. usf.... Je mehr ich darüber nachdenke, desto mehr erinnert mich das an die grausame Gänsemast...
Zurück zu den Zahnschweinchen....
Wenn ein Zahnschweinchen definitiv fressen möchte, aber nicht kann, dann kann man Päppeln.
WIE man dieses Päppeln aber handhabt, ist wieder eine andere Geschichte.
Ich würe es definitiv immer erst mit der Variante versuchen, das Gemüse z.B. kleiner zu schneiden.
Erst dann würde ich auf Brei zurückgreifen. Und dann aber nicht auf industrielles Getreidezeugs, sondern selbst gemachten.

- Verena
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Re: Potentielles Zahnschweinchen nimmt ab trotz Päppeln
@ Murx, können denn Schweinchen Joghurt essen? Wegen der Lactose?
- Murx Pickwick
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Re: Potentielles Zahnschweinchen nimmt ab trotz Päppeln
Wenn Joghurt richtig zubereitet wurde, also mind. 24 Stunden lang reifen durfte, ist keine Lactose mehr enthalten ...
Leider bekommt man nur noch mild gerührte Joghurts, welche möglichst wenig lange reifen durften, geschönt wurden, und, was noch viel schlimmer ist, mit Bifidus-Bakterien angereichert wurden, welche darauf gezüchtet wurden, das Säurebad im Magen zu überleben - und genau diese Joghurts sind definitiv schädlich, für alle Tiere ... auch für Menschen. Besser also, man stellt sich seine Joghurts selbst her ...
Jetzt noch mal die Nierengeschichte ...
Das Problem ist, daß Nierenschäden nur schwer am lebenden Tier nachgewiesen werden können. Als Parameter hat man fast nur die Urinwerte, ist Eiweiß im Urin, ist das beispielsweise ein starkes Indiz dafür, daß die Niere geschädigt wurde - es ist jedoch kein Beweis dafür, denn auch bei Blasenentzündungen beispielsweise, ohne daß die Niere in Mitleidenschaft gezogen wurde, hat man Eiweiß im Urin.
Bei Diabetes renalis hat man ebenso wie bei der Zuckerkrankheit Diabetes mellitus konstant große Mengen an Glucose im Harn. Wenn bei der Blutuntersuchung kein erhöhter Blutzuckerspiegel festgestellt werden kann, aber viel getrunken wird und diese hohen Glucosewerte im Harn gemessen werden, kann man von ausgehen, daß man es damit zu tun hat.
Viele Nierenerkrankungen können am lebenden Meerschweinchen leider gar nicht festgestellt werden - außer vielleicht ein vager Verdacht, weil eben schlecht gefressen wird und eventuell zusätzlich viel getrunken wird.
Wenn man am toten Tier nen Nierenschaden nachweisen will, muß das Tier so schnell wie irgendmöglich nach Todeseintritt obduziert werden, sonst läßt sich da auch nix mehr nachweisen. Beim Meerschweinchen muß die Niere innerhalb von nur 24 Stunden begutachtet werden, sonst sind die Zersetzungsprozesse und Artefakte durch Kühlung einfach so stark, daß man da nur noch wirklich grobe Schäden feststellen kann.
Leider bekommt man nur noch mild gerührte Joghurts, welche möglichst wenig lange reifen durften, geschönt wurden, und, was noch viel schlimmer ist, mit Bifidus-Bakterien angereichert wurden, welche darauf gezüchtet wurden, das Säurebad im Magen zu überleben - und genau diese Joghurts sind definitiv schädlich, für alle Tiere ... auch für Menschen. Besser also, man stellt sich seine Joghurts selbst her ...
Jetzt noch mal die Nierengeschichte ...
Das Problem ist, daß Nierenschäden nur schwer am lebenden Tier nachgewiesen werden können. Als Parameter hat man fast nur die Urinwerte, ist Eiweiß im Urin, ist das beispielsweise ein starkes Indiz dafür, daß die Niere geschädigt wurde - es ist jedoch kein Beweis dafür, denn auch bei Blasenentzündungen beispielsweise, ohne daß die Niere in Mitleidenschaft gezogen wurde, hat man Eiweiß im Urin.
Bei Diabetes renalis hat man ebenso wie bei der Zuckerkrankheit Diabetes mellitus konstant große Mengen an Glucose im Harn. Wenn bei der Blutuntersuchung kein erhöhter Blutzuckerspiegel festgestellt werden kann, aber viel getrunken wird und diese hohen Glucosewerte im Harn gemessen werden, kann man von ausgehen, daß man es damit zu tun hat.
Viele Nierenerkrankungen können am lebenden Meerschweinchen leider gar nicht festgestellt werden - außer vielleicht ein vager Verdacht, weil eben schlecht gefressen wird und eventuell zusätzlich viel getrunken wird.
Wenn man am toten Tier nen Nierenschaden nachweisen will, muß das Tier so schnell wie irgendmöglich nach Todeseintritt obduziert werden, sonst läßt sich da auch nix mehr nachweisen. Beim Meerschweinchen muß die Niere innerhalb von nur 24 Stunden begutachtet werden, sonst sind die Zersetzungsprozesse und Artefakte durch Kühlung einfach so stark, daß man da nur noch wirklich grobe Schäden feststellen kann.
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Re: Potentielles Zahnschweinchen nimmt ab trotz Päppeln
Wenn Nieren mehrere Entzündungsprozesse hinter sich gebracht haben, dann könnte man u.U. per Röntgenbild und mit Kontrastmittel ein verformtes Nierenbecken erkennen, aber dann waren die Entzündungen bereits sehr heftig und entsprechend oft.

Meine süße kleine Tessamaus, ich hab dir immer versprochen, dich nicht leiden zu lassen, ich hoffe Du verzeihst mir.[/align]
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Re: Potentielles Zahnschweinchen nimmt ab trotz Päppeln
Das darf ja wohl nicht wahr sein
Ich hatte einen ellenlangen Text verfaßt, der ist jetzt weg.
Ich wollte ihn absenden, aus und vorbei.
Ich hatte einen ellenlangen Text verfaßt, der ist jetzt weg.
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- Nightmoon
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Re: Potentielles Zahnschweinchen nimmt ab trotz Päppeln
Manchmal hilft es, wenn man auf dem grünen Pfeilfeld Rückwärts geht, bis man zum geschriebenen Text wieder kommt. Es sei denn, man hat die Antwort in einem anderen Tab geschrieben und den geschlossen, dann ist weg = weg.

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Re: Potentielles Zahnschweinchen nimmt ab trotz Päppeln
Rückwirkend muß ich sagen: bei meiner Dame hat man schon als Jungtier feststellen können, daß sie eventuell mal ein Zahnschwein wird.
Schon als Baby hatte sie eine ganz lange, ganz spitze Schnauze, keines meiner vorherigen Schweine hatte so ausgesehen. Auch wackelte sie als Baby beim Heufressen ganz merkwürdig mit dem Kopf, ließ Halme wieder fallen. Mein Kastrat fraß ganz anders. Sie wuchs jedoch gut heran und wurde 1250 Gramm schwer.
TÄ, die zur Kontrolle ins Maul sahen, empfahlen, viel Heu zu füttern, damit sie keine Zahnprobleme bekäme. Es wurde ein Spangengebiß diagnostiziert, außerdem bemerkte eine TÄ viele, viele kleine Zahnspitzen. Das sei sehr komisch. Aber man wolle nichts machen, solange das Gewicht stimme. Bitte viel Heu füttern und regelmäßig wiegen.
Als sie 1,5 Jahre alt war, ging das Gewicht dann doch langsam runter, es wurden zwei größere Zahnspitzen gefunden ("sonst sind die Zähne top"), welche von einer sehr guten Schleiferin beseitigt wurden. Danach mußte ich ein paar Tage CC zufüttern, doch sie fraß dann eigenständig, erreichte jedoch nie wieder das alte Gewicht.
-- Donnerstag 9. Dezember 2010, 21:35 --
@Nightmoon
Danke für die Info, ich schreibe morgen weiter.
Schon als Baby hatte sie eine ganz lange, ganz spitze Schnauze, keines meiner vorherigen Schweine hatte so ausgesehen. Auch wackelte sie als Baby beim Heufressen ganz merkwürdig mit dem Kopf, ließ Halme wieder fallen. Mein Kastrat fraß ganz anders. Sie wuchs jedoch gut heran und wurde 1250 Gramm schwer.
TÄ, die zur Kontrolle ins Maul sahen, empfahlen, viel Heu zu füttern, damit sie keine Zahnprobleme bekäme. Es wurde ein Spangengebiß diagnostiziert, außerdem bemerkte eine TÄ viele, viele kleine Zahnspitzen. Das sei sehr komisch. Aber man wolle nichts machen, solange das Gewicht stimme. Bitte viel Heu füttern und regelmäßig wiegen.
Als sie 1,5 Jahre alt war, ging das Gewicht dann doch langsam runter, es wurden zwei größere Zahnspitzen gefunden ("sonst sind die Zähne top"), welche von einer sehr guten Schleiferin beseitigt wurden. Danach mußte ich ein paar Tage CC zufüttern, doch sie fraß dann eigenständig, erreichte jedoch nie wieder das alte Gewicht.
-- Donnerstag 9. Dezember 2010, 21:35 --
@Nightmoon
Danke für die Info, ich schreibe morgen weiter.
- Isa
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Re: Potentielles Zahnschweinchen nimmt ab trotz Päppeln
Kenn ich gut, ging mir schon n paarmal so.Frische hat geschrieben: Ich hatte einen ellenlangen Text verfaßt, der ist jetzt weg.
Das ist interessant. Eigentlich hört man immer, dass gerade die "Extremzüchtungen" wie Rexe o.a. mit ihren kurzen Schnauzen tendentiell eher zu Zahnproblemen neigen.Frische hat geschrieben: Schon als Baby hatte sie eine ganz lange, ganz spitze Schnauze, keines meiner vorherigen Schweine hatte so ausgesehen.
Ja, das hört man glaube ich immer noch von 99,9 % aller Tierärzte. Heu Heu Heu ist das allerwichtigste für den Zahnabrieb.Frische hat geschrieben: TÄ, die zur Kontrolle ins Maul sahen, empfahlen, viel Heu zu füttern, damit sie keine Zahnprobleme bekäme.
Bin gespannt wann dieser Myth mal ein Ende hat.
Die Aussage macht mich nun sehr stutzig.Frische hat geschrieben:
Aber man wolle nichts machen, solange das Gewicht stimme. Bitte viel Heu füttern und regelmäßig wiegen.
Also wurde praktisch das weitere Vorgehen rein vom Gewicht abhängig gemacht?
Ich find das schon sehr auf Zahlen reduziert.
Eigentlich sollte es heißen: "Noch machen wir nichts, solange der Allgemeinzustand / das Wohlbefinden stimmt. Beobachten Sie gut!"
Denn auch wenn das Gewicht noch nicht purzelt, kann das Befinden des Tieres schon im Keller sein.
(Möchte jetzt nicht behaupten, du würdest nicht beobachten!! Das war nur allgemein angemerkt!)

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Re: Potentielles Zahnschweinchen nimmt ab trotz Päppeln
Das passiert, wenn das Textfeld zu lange geöffnet ist.Isa hat geschrieben:Frische hat geschrieben:Ich hatte einen ellenlangen Text verfaßt, der ist jetzt weg.Kenn ich gut, ging mir schon n paarmal so.
Da es mir auch schon ein paar mal so erging, habe ich es mir zur Gewohnheit gemacht, lange Texte in Word oder im Editor zu schreiben, oder wenn ich im Textfeld schreibe, ihn zu kopieren.
Wenn er tatsächlich beim Absenden weg ist, dann kann ich ihn wieder einfügen.
LG
Venga
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Re: Potentielles Zahnschweinchen nimmt ab trotz Päppeln
Die Kombination spitze Schnauze/1250g Lebendgewicht schließt aus, daß es eine erbliche Geschichte ist, es schließt auch aus, daß es ein Murkel war. Es handelte sich vielmehr um ein Meerschweinchen, welches die Schnauze der ersten Hausmeerschweinchen aufwies, die nach Europa kamen.Schon als Baby hatte sie eine ganz lange, ganz spitze Schnauze, keines meiner vorherigen Schweine hatte so ausgesehen. Auch wackelte sie als Baby beim Heufressen ganz merkwürdig mit dem Kopf, ließ Halme wieder fallen. Mein Kastrat fraß ganz anders. Sie wuchs jedoch gut heran und wurde 1250 Gramm schwer.
Murkel wären deutlich kleiner, bei angeborenen Zahn- und Kieferfehlern hätte das Gewicht ebensowenig erreicht werden können, da von Anfang an die Nahrung nicht genügend hätte gekaut werden können. Im Falle eines zu kurzen Kiefers hätten sich die Vorderzähne nicht gegeneinander abschleifen können, das hätte dann schon mit nem Dreivierteljahr zwar Top-Backenzähne, aber wunderschön zu lang gewordene und in sich gebogen Nagezähne gegeben ... bleiben also als Ursache nur noch angefütterte Kieferprobleme oder aber unfallbedingte Kieferprobleme (die man übrigens nicht unterschätzen sollte!)
Bei erworbenen Zahnproblemen ist es nun so, daß erst das Problem auftritt und lange Zeit, oft bis zu einem Dreivierteljahr, nicht auffällt - erst dann sind die Stoffwechselschäden so stark geworden, daß nicht mehr richtig verdaut werden kann, erst dann nimmt das Meerschweinchen ab - also im Grunde genommen viel zu spät für irgendeine Therapie. Daß trotzdem sehr, sehr oft eine Umstellung auf Frischfutterernährung noch was bringt, liegt an der außerordentlichen Robustheit von Meerschweinchen.
Genau dieser Rat dürfte das Todesurteil gewesen sein - wenn das Meerschweinchen aufgrund einer Zufütterung von Futtermehlen (Pellets einschließlich getreidefreier Kräuterpellets, Extrudate, käufliche Päppelbreie etc) schon Stoffwechselschäden aufweist und abnimmt, braucht es eine Kost, welche in der Lage ist, diese Schäden zu reparieren - Heu ist dazu ungeeignet, da der Nährwert selbst für Meerschweinchen zu gering ist.TÄ, die zur Kontrolle ins Maul sahen, empfahlen, viel Heu zu füttern, damit sie keine Zahnprobleme bekäme. Es wurde ein Spangengebiß diagnostiziert, außerdem bemerkte eine TÄ viele, viele kleine Zahnspitzen. Das sei sehr komisch. Aber man wolle nichts machen, solange das Gewicht stimme. Bitte viel Heu füttern und regelmäßig wiegen.
Wenn also nun versucht wird, das Meerschweinchen zu animieren, mehr Heu zu fressen, werden die Stoffwechselschäden zunehmen und damit verbunden Zahnbettveränderungen, unregelmäßiges Zahnwachstum und ein Verdrehen der Backenzähne. Dies bedingt immer mehr Zahnspitzen, die in immer kleineren Abständen geschliffen werden müssen, bis irgendwann die Meerschweinchen Fütterung und regelmäßiges Schleifen nicht mehr überleben ...
Ein Spangengebiß gibt es nicht ... aber ein Zangengebiß ...
Beim Zangenbiß ist der Unterkiefer ein wenig zu lang, bei Meerschweinchen liegen in Ruhestellung normalerweise die unteren Schneidezähne mit deutlicher Lücke hinter den oberen Schneidezähnen, beim Zangengebiß kommen die Nagezahnschneidekanten in Ruhestellung direkt aufeinander zu liegen. Diese Kieferfehlstellung hat nun zur Folge, das weniger gut genagt werden kann und gleichzeitig die Nagezähne zu stark sich gegenseitig abnutzen und dadurch zu kurz sind (was dann auch die Schwierigkeiten beim Nagen erklärt, denn es kann nicht mehr die optimale Kieferkraft auf die Nagezähne gelegt werden). Eine solche Kieferfehlstellung hat auf die Backenzähne bei einer Frischkosternährung keine Auswirkung, bei einer Heumangelernährung oder aber beim Zufüttern von Futtermehlen kann dies Fehlernährung und Nährstoffmängel verstärken. Es ist also bei einer nicht optimalen Fütterung ein Risikofaktor. Die Effekte durch Nährstoffmängel oder futtermehlbedingter Überversorgung einzelner Nährstoffe sind derartig krass, daß tatsächlich die ersten Zahnspitzen bei solchen Schweinen mit einem Jahr schon auftreten können.
Das alte Gewicht konnte übrigens nicht mehr nach dem Schleifen erreicht werden, da CC zugefüttert wurde - und der Darm nun erst Recht geschädigt wurde. Wird hier kein CC zugefüttert, sondern sich voll darauf verlassen, daß Frischfutter gefuttert wird, und das in entsprechender Auswahl, können viele entstandene Schäden im Stoffwechsel noch repariert werden und die Meerschweinchen erreichen binnen von Tagen wieder ihr altes Gewicht.
- Frische
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Re: Potentielles Zahnschweinchen nimmt ab trotz Päppeln
Komme erst jetzt zum Schreiben, weil ich momentan beruflich total eingespannt bin (Weihnachtsgeschäft).
@ Venga
Danke für den Tip mit dem Kopieren.
@Alle
Es sah ja erst so aus, als ob es mit einmaligem Schleifen getan sei. Und die Abstände zwischen den Schleifereien waren recht groß (z. T. acht Monate). Langsam, aber sicher mußte öfter geschliffen werden. Das läuft jetzt seit fast zwei Jahren so. Die unteren Backenzähne, welche sich zur Zunge neigen, entwickeln mit der Zeit scharfe Kanten. Diese reizen die Zunge. Beim letzten Mal war bereits ohne Narkose mit dem Othoskop eine deutliche Brückenbildung im Unterkiefer zu erkennen.
Woran liegt die langsame Verschlimmerung? In immer kürzeren Abständen muß immer öfter geschliffen werden. Zu einem großen Teil liegt es am Können des TÄ, davon kann jeder Zahnschweinbesitzer ein Lied singen. Vielleicht auch daran, daß das Tier immer älter wird.
In der Tierklinik, die ich sonst sehr schätze, wechselt öfter das Personal. Lange war dort eine Top-Schleiferin beschäftigt, die offenbar punktgenau die Spitzen und scharfen Kanten beseitigen konnte. Diese Frau ist dort nicht mehr, und nun schleifen andere.
Der letzte Schliff, vor gut einer Woche, wurde von einer blutjungen TÄ durchgeführt. Sehr lieb und nett und sehr bemüht, aber Wollen und Können ist beim Zähneschleifen zweierlei.
Nach dem Schleifen mußte ich auch in der Vergangenheit immer zufüttern, weil das Tier nicht oder viel zu wenig gefressen hat, kontinuierlich abnahm, und z. T. auf dem Röntgenbild eine Magenaufgasung zu sehen war, aber dieses Mal war es besonders kritisch.
Allerdings hat sich die Situation momentan stabilisiert, sogar verbessert, sie frißt wieder mehr selbst, macht nicht mehr so die Kieferverrenkungen beim Fressen.
Sie hatte übrigens auch ihren Rang verloren. War immer sehr dominant und hat den Kastraten beherrscht, ihn vom Fressen und vom Schlafplatz verjagt. Kurz nach dem Schleifen war es umgekehrt, da hat er ihr die Petersilie aus dem Maul gerissen. Das zeigt, wie schlecht es ihr ging.
Dagegen wehrt sie sich jetzt schon wieder mehr.
@ Venga
Danke für den Tip mit dem Kopieren.
@Alle
Es sah ja erst so aus, als ob es mit einmaligem Schleifen getan sei. Und die Abstände zwischen den Schleifereien waren recht groß (z. T. acht Monate). Langsam, aber sicher mußte öfter geschliffen werden. Das läuft jetzt seit fast zwei Jahren so. Die unteren Backenzähne, welche sich zur Zunge neigen, entwickeln mit der Zeit scharfe Kanten. Diese reizen die Zunge. Beim letzten Mal war bereits ohne Narkose mit dem Othoskop eine deutliche Brückenbildung im Unterkiefer zu erkennen.
Woran liegt die langsame Verschlimmerung? In immer kürzeren Abständen muß immer öfter geschliffen werden. Zu einem großen Teil liegt es am Können des TÄ, davon kann jeder Zahnschweinbesitzer ein Lied singen. Vielleicht auch daran, daß das Tier immer älter wird.
In der Tierklinik, die ich sonst sehr schätze, wechselt öfter das Personal. Lange war dort eine Top-Schleiferin beschäftigt, die offenbar punktgenau die Spitzen und scharfen Kanten beseitigen konnte. Diese Frau ist dort nicht mehr, und nun schleifen andere.
Der letzte Schliff, vor gut einer Woche, wurde von einer blutjungen TÄ durchgeführt. Sehr lieb und nett und sehr bemüht, aber Wollen und Können ist beim Zähneschleifen zweierlei.
Nach dem Schleifen mußte ich auch in der Vergangenheit immer zufüttern, weil das Tier nicht oder viel zu wenig gefressen hat, kontinuierlich abnahm, und z. T. auf dem Röntgenbild eine Magenaufgasung zu sehen war, aber dieses Mal war es besonders kritisch.
Allerdings hat sich die Situation momentan stabilisiert, sogar verbessert, sie frißt wieder mehr selbst, macht nicht mehr so die Kieferverrenkungen beim Fressen.
Sie hatte übrigens auch ihren Rang verloren. War immer sehr dominant und hat den Kastraten beherrscht, ihn vom Fressen und vom Schlafplatz verjagt. Kurz nach dem Schleifen war es umgekehrt, da hat er ihr die Petersilie aus dem Maul gerissen. Das zeigt, wie schlecht es ihr ging.
Dagegen wehrt sie sich jetzt schon wieder mehr.
- halloich
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Re: Potentielles Zahnschweinchen nimmt ab trotz Päppeln
Ich frage mich hier erstmal woher kommen die Spitzen und Kanten?
Habt ihr eine Ursache warum du immer wieder zum nachschleifen musst?
Das ist doch nicht normal?
Normalerweise schleifen sich Meerschweinchen ihre Zähne selber ab.
Dafür benötigen sie allerdings viel Grünfutter und Heu und Äste und Zweige und Blätter.
Wenn sich Spitzen und Kanten und Brücken bilden muß das eine Ursache haben. Im normalfall würde ich sagen da ist irgendwas im Mundraum. Ob ein Fremdkörper, Abzess, Verletzung oder Entzündung ist egal, aber es muß was vorliegen das das Meerschweinchen nicht mehr genügend frisst oder einseitig kaut.
Ein anderer grund für nicht selber abgeschliffene Zähne sehen ich in der Fütterung von Pellet und Trockenfutter.
Das Tier ist satt und frisst zu wenig Grünfutter um die Zähne abzuschleifen.
Habt ihr eine Ursache warum du immer wieder zum nachschleifen musst?
Das ist doch nicht normal?
Normalerweise schleifen sich Meerschweinchen ihre Zähne selber ab.
Dafür benötigen sie allerdings viel Grünfutter und Heu und Äste und Zweige und Blätter.
Wenn sich Spitzen und Kanten und Brücken bilden muß das eine Ursache haben. Im normalfall würde ich sagen da ist irgendwas im Mundraum. Ob ein Fremdkörper, Abzess, Verletzung oder Entzündung ist egal, aber es muß was vorliegen das das Meerschweinchen nicht mehr genügend frisst oder einseitig kaut.
Ein anderer grund für nicht selber abgeschliffene Zähne sehen ich in der Fütterung von Pellet und Trockenfutter.
Das Tier ist satt und frisst zu wenig Grünfutter um die Zähne abzuschleifen.
- Murx Pickwick
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Re: Potentielles Zahnschweinchen nimmt ab trotz Päppeln
Das Problem ist, daß du im Grunde genommen gleich hättest auf Frischkosternährung umstellen müssen - keine Pellets mehr, keine Haferecken, kein CC und so weiter und so fort - und vor allem im Sommer möglichst viel Gras und im Winter Schachtelhalm neben dem Heu bzw ein schachtelhalmhaltiges Heu neben dem normalen Heu, um den Zahnabrieb der Backenzähne trotz leicht zulangem Unterkiefer und Kieferbettveränderung sicherstellen zu können.
Ich weiß nicht, wie weit in deinem Fall diese Prozesse schon gelaufen sind ... es gibt dann irgendwann einen Point of no Return, wo die Kieferbettveränderung so krass ist, daß sie nicht mehr mit entsprechender Kost aufgefangen werden kann. Dennoch könntest du versuchen, mit einer radikalen Umstellung auf abwechslungsreicher Frischkost mit besonderem Augenmerk auf stark abbrasive Pflanzen (Gräser, Schachtelhalme, Brennessel, im Sommer auch frischer Beinwell, Wiesenbärenklau und ähnliches, im Winter Blattgemüse, insbesondere Kohlrabiblätter, Petersilie und Selleriegrün) das Ganze in den Griff zu bekommen oder aber wenigstens zu verlangsamen.
Zufüttern solltest du tunlichst vermeiden - nach dem Schleifen erholen sich Meerschweinchen deutlich schneller vom Schleifen, wenn sie gezwungen sind, gleich von Anfang an ihre Nahrung zu kauen. Sie werden von selbst sich den Kot der anderen Meerschweinchen holen, wenn die Nahrung nicht ausreicht - wie das läuft, kannst du im Thread bei Rocco nachlesen. Rocco hat in dieser Zeit, trotzdem er nur extrem wenig gefressen hat, nur 20g verloren und hat keine Magenaufgasung.
Sollte nach dem Schleifen tatsächlich nach 12 Stunden gar kein Futter angerührt werden, also nicht mal Möhrenstifte oder Gras, können Breie angeboten werden. Dazu must du kleingeschnittenen Fenchel, Gräser, Löwenzahn, Möhren oder was du sonst noch so zur Hand hast, einfach klein. Es ist jedoch notwendig, so wenig Brei anzubieten, daß die Meerschweinchen gezwungen sind, möglichst schnell wieder Normalkost zu kauen, um Restspitzen, die immer nach dem Schleifen überbleiben, möglichst schnell abzuschleifen.
Das Anbieten von verschiedenen Futter (Kräuter, Möhrenstifte, Gras etc) mit vor dem Mund vorhalten dagegen kann hilfreich sein ...
@halloich: Wenn tatsächlich ein Zangengebiß vorliegt und dann nicht konsequent Frischfutter, so daß zur nächsten Mahlzeit was über ist, gefüttert wird, haben die Meerschweinchen das Problem, daß jegliche geringsten Nährstoffmängel noch schneller wie normal zu Kieferbettveränderungen und damit zum Verdrehen der Zähne führen - und wenn die Backenzähne nicht mehr richtig aufeinanderpassen, gibts Zahnspitzen, die in immer geringeren Abständen geschliffen werden müssen, weil die Kieferbettveränderungen immer weitergehen ...
Ich weiß nicht, wie weit in deinem Fall diese Prozesse schon gelaufen sind ... es gibt dann irgendwann einen Point of no Return, wo die Kieferbettveränderung so krass ist, daß sie nicht mehr mit entsprechender Kost aufgefangen werden kann. Dennoch könntest du versuchen, mit einer radikalen Umstellung auf abwechslungsreicher Frischkost mit besonderem Augenmerk auf stark abbrasive Pflanzen (Gräser, Schachtelhalme, Brennessel, im Sommer auch frischer Beinwell, Wiesenbärenklau und ähnliches, im Winter Blattgemüse, insbesondere Kohlrabiblätter, Petersilie und Selleriegrün) das Ganze in den Griff zu bekommen oder aber wenigstens zu verlangsamen.
Zufüttern solltest du tunlichst vermeiden - nach dem Schleifen erholen sich Meerschweinchen deutlich schneller vom Schleifen, wenn sie gezwungen sind, gleich von Anfang an ihre Nahrung zu kauen. Sie werden von selbst sich den Kot der anderen Meerschweinchen holen, wenn die Nahrung nicht ausreicht - wie das läuft, kannst du im Thread bei Rocco nachlesen. Rocco hat in dieser Zeit, trotzdem er nur extrem wenig gefressen hat, nur 20g verloren und hat keine Magenaufgasung.
Sollte nach dem Schleifen tatsächlich nach 12 Stunden gar kein Futter angerührt werden, also nicht mal Möhrenstifte oder Gras, können Breie angeboten werden. Dazu must du kleingeschnittenen Fenchel, Gräser, Löwenzahn, Möhren oder was du sonst noch so zur Hand hast, einfach klein. Es ist jedoch notwendig, so wenig Brei anzubieten, daß die Meerschweinchen gezwungen sind, möglichst schnell wieder Normalkost zu kauen, um Restspitzen, die immer nach dem Schleifen überbleiben, möglichst schnell abzuschleifen.
Das Anbieten von verschiedenen Futter (Kräuter, Möhrenstifte, Gras etc) mit vor dem Mund vorhalten dagegen kann hilfreich sein ...
@halloich: Wenn tatsächlich ein Zangengebiß vorliegt und dann nicht konsequent Frischfutter, so daß zur nächsten Mahlzeit was über ist, gefüttert wird, haben die Meerschweinchen das Problem, daß jegliche geringsten Nährstoffmängel noch schneller wie normal zu Kieferbettveränderungen und damit zum Verdrehen der Zähne führen - und wenn die Backenzähne nicht mehr richtig aufeinanderpassen, gibts Zahnspitzen, die in immer geringeren Abständen geschliffen werden müssen, weil die Kieferbettveränderungen immer weitergehen ...
- halloich
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Re: Potentielles Zahnschweinchen nimmt ab trotz Päppeln
Kann sowas auch angeboren sein?Murx Pickwick hat geschrieben:@halloich: Wenn tatsächlich ein Zangengebiß vorliegt und dann nicht konsequent Frischfutter, so daß zur nächsten Mahlzeit was über ist, gefüttert wird, haben die Meerschweinchen das Problem, daß jegliche geringsten Nährstoffmängel noch schneller wie normal zu Kieferbettveränderungen und damit zum Verdrehen der Zähne führen - und wenn die Backenzähne nicht mehr richtig aufeinanderpassen, gibts Zahnspitzen, die in immer geringeren Abständen geschliffen werden müssen, weil die Kieferbettveränderungen immer weitergehen ...
Oder entwickelt sich das er mit der Zeit?
Sorry, ich hatte bisher nur wenig mit Zahnschweinchen zu tun, mir fehlen da selber, ein Glück, die Erfahrungen
- Isa
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Re: Potentielles Zahnschweinchen nimmt ab trotz Päppeln
Ich möchte hier kurz Fjells Geschichte in groben Zügen anhängen:
Fjell kam aus sehr schlechter Haltung zu mir. Er lebte in Einzelhaltung in einem 1m-Käfig auf dem Balkon im Winter bei -20°. Zu futtern gabs Kuntibunti und ab und zu wurde mal Heu schlechtester Qualität rein gelegt, wenn er Glück hatte.
Obwohl er schon ausgewachsen war, zog er bei mir mit unter 680g ein und fühlte sich an wie ein Gerippe.
Die TÄ hat bei ihm Zahnspitzen festgestellt und eine Kiefermuskelschwäche (?). Letztere zeigte sich darin, dass er beim Mäulchen spreizen absolut keinen Wiederstand mit dem Kiefer leistete. Die TÄ meinte, die Gelenke könnten "eingefroren" sein, weil er ohne Schutz mit schlechtem Futter bei der Kälte draußen leben musste.
(Murx kann das sein? Ich hab leider keine Ahnung davon!
)
"Schlau" wie ich damals war, hab ich Fjell natürlich sein ihm bekanntes Kuntibunti erstmal gelassen, damit er zunimmt.
Außerdem hab ich ihn öfter mal am Tag mit CC gepäppelt.
Langsam gewöhnte ich ihn aber auch an Frischkost.
Fjell das schlaue Tier hat Frischkost allem anderen bevorzugt. Das Kuntibunti hat er irgendwann liegen gelassen, Heu hat er nur sporadisch gegessen (was für mich und meine Unkenntnis damals natürlich ein Problem war
), das CC wollte er irgendwann nicht mehr.
Fjell hat hauptsächlich zu 90% Gemüse gefressen. Gurken, Karotten, Fenchel, Sellerie, etc...
Seit diesem einen Mal mussten wir nie mehr wieder zum TA (außer zum Kastrieren
).
Seine Zähne sind vorbildlich geblieben.
Er hat sich praktisch aus einem Angebot von Heu, CC, Kuntibunti und Fischkost das rausgesucht, was für ihn das beste war, nämlich die Frischkost!
Heute wiegt er übrigens über 1300g.
Fjell kam aus sehr schlechter Haltung zu mir. Er lebte in Einzelhaltung in einem 1m-Käfig auf dem Balkon im Winter bei -20°. Zu futtern gabs Kuntibunti und ab und zu wurde mal Heu schlechtester Qualität rein gelegt, wenn er Glück hatte.
Obwohl er schon ausgewachsen war, zog er bei mir mit unter 680g ein und fühlte sich an wie ein Gerippe.
Die TÄ hat bei ihm Zahnspitzen festgestellt und eine Kiefermuskelschwäche (?). Letztere zeigte sich darin, dass er beim Mäulchen spreizen absolut keinen Wiederstand mit dem Kiefer leistete. Die TÄ meinte, die Gelenke könnten "eingefroren" sein, weil er ohne Schutz mit schlechtem Futter bei der Kälte draußen leben musste.
(Murx kann das sein? Ich hab leider keine Ahnung davon!
"Schlau" wie ich damals war, hab ich Fjell natürlich sein ihm bekanntes Kuntibunti erstmal gelassen, damit er zunimmt.
Langsam gewöhnte ich ihn aber auch an Frischkost.
Fjell das schlaue Tier hat Frischkost allem anderen bevorzugt. Das Kuntibunti hat er irgendwann liegen gelassen, Heu hat er nur sporadisch gegessen (was für mich und meine Unkenntnis damals natürlich ein Problem war
Fjell hat hauptsächlich zu 90% Gemüse gefressen. Gurken, Karotten, Fenchel, Sellerie, etc...
Seit diesem einen Mal mussten wir nie mehr wieder zum TA (außer zum Kastrieren
Seine Zähne sind vorbildlich geblieben.
Er hat sich praktisch aus einem Angebot von Heu, CC, Kuntibunti und Fischkost das rausgesucht, was für ihn das beste war, nämlich die Frischkost!
Heute wiegt er übrigens über 1300g.

- Murx Pickwick
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Re: Potentielles Zahnschweinchen nimmt ab trotz Päppeln
Der Zangenbiß ist angeboren und bedingt einfach eine optimale Ernährung, weil ansonsten sich mit der Zeit Kieferbettveränderungen ergeben.
Die Kiefermuskelschwäche ist ein nicht allzuseltenes Problem von Meerschweinchen, die unzureichend ernährt werden - kommt bei dir hin, wenn nur unregelmäßig mal ne Handvoll Kuntibunti reingeworfen wurde und nur alle Jubeljahre mal Heu nachgeschmissen wurde, dann ist das eine unzureichende Ernährung ... und was noch viel schlimmer ist, Kuntibunti trägt nicht gerade dazu bei, die Kiefernmuskeln zu trainieren, da Kuntibunti aus Extrudaten und Sämereien besteht - die Extrudate werden einfach geknackt und runtergeschluckt. Das Heu wurde aufgrund der schlechten Qualität vermutlich erst gar nicht gefressen ...
Unzureichender gehts doch schon bald gar nicht mehr, ohne daß das Meerschweinchen nen Abgang macht ...
Fjell hatte unendlich viel Glück, rechtzeitig bei dir gelandet zu sein und rechtzeitig viel Frisches bekommen zu haben ... eine solche Haltung und Ernährung, wie du vom Vorhalter beschreibst, ruinieren selbst das robusteste Meerschweinchen!
Die Kiefermuskelschwäche ist ein nicht allzuseltenes Problem von Meerschweinchen, die unzureichend ernährt werden - kommt bei dir hin, wenn nur unregelmäßig mal ne Handvoll Kuntibunti reingeworfen wurde und nur alle Jubeljahre mal Heu nachgeschmissen wurde, dann ist das eine unzureichende Ernährung ... und was noch viel schlimmer ist, Kuntibunti trägt nicht gerade dazu bei, die Kiefernmuskeln zu trainieren, da Kuntibunti aus Extrudaten und Sämereien besteht - die Extrudate werden einfach geknackt und runtergeschluckt. Das Heu wurde aufgrund der schlechten Qualität vermutlich erst gar nicht gefressen ...
Unzureichender gehts doch schon bald gar nicht mehr, ohne daß das Meerschweinchen nen Abgang macht ...
Fjell hatte unendlich viel Glück, rechtzeitig bei dir gelandet zu sein und rechtzeitig viel Frisches bekommen zu haben ... eine solche Haltung und Ernährung, wie du vom Vorhalter beschreibst, ruinieren selbst das robusteste Meerschweinchen!
- Isa
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Re: Potentielles Zahnschweinchen nimmt ab trotz Päppeln
Ja, Fjell hatte wohl Glück!
Ein langer Kampf war das mit der "Zwangs"-Verwandschaft.
Es handelt sich um die Exfrau + Kinder (Junge 16, Mädchen 13) meines Freundes.
Ich hab mehrere Monate gekämpft, dass sie mir den Bock geben.
Letztendlich hat Töchterlein ihn mir bereitwillig "ausgehändigt", nachdem ich ihr meinen teuren Tisch (mit hohem ideellen Wert für mich!) als Geschenk anbot, auf den sie schon lange scharf war.
Obwohl Meerschweinchen bei mir zu damaliger Zeit ja noch nur rationiert gefüttert wurden, aber ich bei ihm gemerkt habe, er frisst hauptsächlich Frisches gerne, hab ich da eine Ausnahme gemacht und wenigstens 2-3 Sorten immer in seiner Reichweite gelassen.
Intuitiv richtig, ohne zu wissen WIE richtig.
Stimmt, das Heu hat er nicht angerührt. Als er dann samt Käfig bei mir landete, war auch nicht schwer zu erkennen warum. Das Heu war dunkelbraun und total muffig.
Ja die TÄ meinte damals auch, dass er SO nur noch wenige Wochen oder gar Tage gelebt hätte.
Ein langer Kampf war das mit der "Zwangs"-Verwandschaft.
Es handelt sich um die Exfrau + Kinder (Junge 16, Mädchen 13) meines Freundes.
Ich hab mehrere Monate gekämpft, dass sie mir den Bock geben.
Letztendlich hat Töchterlein ihn mir bereitwillig "ausgehändigt", nachdem ich ihr meinen teuren Tisch (mit hohem ideellen Wert für mich!) als Geschenk anbot, auf den sie schon lange scharf war.
Obwohl Meerschweinchen bei mir zu damaliger Zeit ja noch nur rationiert gefüttert wurden, aber ich bei ihm gemerkt habe, er frisst hauptsächlich Frisches gerne, hab ich da eine Ausnahme gemacht und wenigstens 2-3 Sorten immer in seiner Reichweite gelassen.
Intuitiv richtig, ohne zu wissen WIE richtig.
Stimmt, das Heu hat er nicht angerührt. Als er dann samt Käfig bei mir landete, war auch nicht schwer zu erkennen warum. Das Heu war dunkelbraun und total muffig.
Ja die TÄ meinte damals auch, dass er SO nur noch wenige Wochen oder gar Tage gelebt hätte.

