ich bin neu hier und habe auch eine Frage zur Ernährung bei Nierensteinen. Meine Tierärztin gehört leider auch zu denen, die nicht so die Ahnung davon haben.
Eine kurze Vorstellung: Ich habe seit Anfang August zwei Kaninchen aus dem Tierheim. Die beiden sind Fundtiere, man weiß also nichts darüber, wie sie vorher gehalten wurden. Sie wurden auf 1-3 Jahre geschätzt. Brownie (m, anscheinend kastriert, Zwergwidder) und Snowy (w, Stehohr-Zwergkaninchen) haben sich erst bei uns kennengelernt und sind inzwischen ein Herz und eine Seele. Leider wurde bei Snowy ca. 3 Wochen nachdem sie bei uns eingezogen ist, ein Nierenstein festgestellt. Sie zeigte Schmerzen (saß oder lag nur noch an einer Stelle und hat sich unruhig immer wieder anders hingelegt) und wollte nicht fressen. Bei der Tierärztin wurde der Stein durch Röntgen diagnostiziert, sie bekam Schmerzmittel, mehr könne man nicht machen. Trotz Schmerzmittel lag sie eine Nacht auf der Wärmflasche, da sie sich kalt anfühlte und leicht zitterte und auf Empfehlung der TA habe ich sie einen Abend/Nacht mit CC zwangsernährt. Am nächsten Morgen fing sie zum Glück wieder an zu fressen. Seitdem hab ich Schmerzmittel zu Hause, falls wieder Schmerzen auftreten sollten. Zum Glück war es seitdem nie wieder so schlimm, nur einmal hab ich ihr was gegeben, als sie so komisch rumlag, aber dann war es direkt wieder ok.
Die TA riet mir, calciumarm zu füttern, damit sich keine weiteren Nierensteine bilden. Ich hab dann sehr viel rumgelesen (auch hier natürlich
Inzwischen kriegen sie täglich ca. 10 verschiedene Gemüsesorten (meist 1-2 Salatsorten: Raddiccio, Eisberg, Feldsalat, Romana...; mehrere Knollengemüse: Steckrübe, Möhren, Sellerie, Pastinaken...; Kohl: Spitzkohl, Kohlrabi, Wirsing, Rotkohl, Weißkohl, Chinakohl..., Gurke, manchmal etwas Paprika mit Samen (seit ich gelesen hab, dass die gesund sind), Fenchel, Stangensellerie, ab und zu Maiskolben) und 1-2 Handvoll frische Kräuter (meist Basilikum, Melisse, Oregano, Minze). 2-3 mal pro Woche gibt es Zweige. Außerdem bekamen sie Wiese, sofern ich geschafft habe, sie zu pflücken. Seitdem es kühler ist, kriegen sie auch Sämereien.
Snowy war zwischenzeitlich recht dünn, aber inzwischen hat sie zum Glück wieder etwas mehr auf den Rippen - wahrscheinlich auch dank der Sämereien, denke ich. Sie bekommt täglich auf Anraten der Ärztin Allrodin UTI Aid Kn Tabletten. Die kriegt sie zermatscht mit etwas Wasser, Haferflocken und Leinsamen, das liebt sie.
Jetzt aber endlich zu meiner eigentlichen Frage: Ich habe gelesen, dass man bei Blasen-/Nierensteinen keine oxalsäurehaltigen Pflanzen füttern soll, weil das Oxalsäure zusammen mit dem Calcium die Steine bilden kann... Dann hab ich gelesen, dass Murx irgendwo geschrieben hatte, dass Kaninchen die Oxalsäure brauchen, um das Calcium regulieren/ausscheiden (?) zu können. Hm... bisher hab ich mich nicht getraut, irgendwas Oxalsäurehaltiges zu füttern (Mangold etc.). Könnte das ggf. sogar schädlich sein (das nicht zu füttern)?
Freue mich auch sonst über Tipps und Anmerkungen!
Viele Grüße
Juviena

