Ad Libitum im WInter
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Giftige Pflanzen die hier aufgeführt oder vorgestellt werden, stellen für Tiere die Ad Libitum ernährt werden selten eine Gefahr dar, da sie in der Lage sind zu selektieren und daher immer wissen, was fressbar und genießbar ist und was nicht.
Wie in allen Fällen auch, ist jedes Tier individuell zu betrachten und man sollte neue Pflanzen IMMER langsam anfüttern.
Jedes Tier kann unterschiedliche Dinge auch unterschiedlich vertragen.
Die User sprechen von eigenen Erfahrungen, es liegt an Euch, Eure zu sammeln.
Giftige Pflanzen die hier aufgeführt oder vorgestellt werden, stellen für Tiere die Ad Libitum ernährt werden selten eine Gefahr dar, da sie in der Lage sind zu selektieren und daher immer wissen, was fressbar und genießbar ist und was nicht.
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- RuJo
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Ad Libitum im WInter
Huhu!
In einem anderen Forum ist wieder das Thema richtige Ernährung am Start.
Wir sind nun an dem Punkt: Im Sommer ist ad libitum (wenn für den einzelnen machbar) top, im Winter nicht machbar, weil ad libitum mit Gemüse und Obst keine gesündere alternative zu Obstfütterung wäre.
Problem wird hier im erhöhten Stärke- und Zuckergehalt gesehen, was zu Durchfall führen würde.
Richtig ist sicherlich das Argument, dass Gemüse sicherlich in vielen Belangen auch nicht gerade der natürlichen Ernährung von Wildkaninchen entspricht (wobei für mich das Wasserargument nach wie vor schwer wiegt.. Blasengeschichten sind nunmal eine häufige Diagnose bei der üblichen rationierten Fütterung)
Ich muss gestehen, meine beiden haben solche Probleme mit Durchfall nicht. Ich denke auch, wenn man nicht immer sofort wieder zurückrudern würde, und natürlich den Umstand berücksichtigen würde, dass die Darmflora auch erstmal eine Zeit braucht um wieder ins Gleichgewicht zu kommen, wären viele Durchfallgeschichten entgülzig auszumerzen (weiß ich aber nicht, wäre einfach eine Vermutung...aber wie gesagt, mit Durchfällen bei kaninchen hab ich keine Erfahrung). Ich weiß aber, dass es anfällige Tiere gibt (sicherlich durch ungünstige Ernährung im Vorfeld begünstigt), die bei viel Frischfutter (zumindest zunächst) sofort reagieren, wo die Verknüpfung zum "zuviel Frischfutter" schnell gezogen wird natürlich... also ich kann die Vorsicht schon verstehen, wenn man als Direktfolge erstmal feststellt: "meinen Tier gehts schlechter gerade". mich würde interessieren, ob man diese Ängste logisch nehmen kann?
Ich hab gerade keine Zeit zu schauen, ob und wie Zucker/Stärkegehalte tatsächlich Durchfall bewirken könnten aus physiologischer Sicht.
Ich glaube ich hatte hier irgendwo dazu schon mal eine Ausführung von Murx gelesen...kann das sein?
Findes es gerade auf die schnelle nicht.
Ansonsten wäre ich an konstruktiven Gegenargumenten interessiert dazu. Ist an der Annahme was dran oder Humbug? Wie gesagt, das Wasserargument wäre eh erstmal persönlich mein stärkster Meinungsgeber.
lieben gruß und danke schonmal
Aj
In einem anderen Forum ist wieder das Thema richtige Ernährung am Start.
Wir sind nun an dem Punkt: Im Sommer ist ad libitum (wenn für den einzelnen machbar) top, im Winter nicht machbar, weil ad libitum mit Gemüse und Obst keine gesündere alternative zu Obstfütterung wäre.
Problem wird hier im erhöhten Stärke- und Zuckergehalt gesehen, was zu Durchfall führen würde.
Richtig ist sicherlich das Argument, dass Gemüse sicherlich in vielen Belangen auch nicht gerade der natürlichen Ernährung von Wildkaninchen entspricht (wobei für mich das Wasserargument nach wie vor schwer wiegt.. Blasengeschichten sind nunmal eine häufige Diagnose bei der üblichen rationierten Fütterung)
Ich muss gestehen, meine beiden haben solche Probleme mit Durchfall nicht. Ich denke auch, wenn man nicht immer sofort wieder zurückrudern würde, und natürlich den Umstand berücksichtigen würde, dass die Darmflora auch erstmal eine Zeit braucht um wieder ins Gleichgewicht zu kommen, wären viele Durchfallgeschichten entgülzig auszumerzen (weiß ich aber nicht, wäre einfach eine Vermutung...aber wie gesagt, mit Durchfällen bei kaninchen hab ich keine Erfahrung). Ich weiß aber, dass es anfällige Tiere gibt (sicherlich durch ungünstige Ernährung im Vorfeld begünstigt), die bei viel Frischfutter (zumindest zunächst) sofort reagieren, wo die Verknüpfung zum "zuviel Frischfutter" schnell gezogen wird natürlich... also ich kann die Vorsicht schon verstehen, wenn man als Direktfolge erstmal feststellt: "meinen Tier gehts schlechter gerade". mich würde interessieren, ob man diese Ängste logisch nehmen kann?
Ich hab gerade keine Zeit zu schauen, ob und wie Zucker/Stärkegehalte tatsächlich Durchfall bewirken könnten aus physiologischer Sicht.
Ich glaube ich hatte hier irgendwo dazu schon mal eine Ausführung von Murx gelesen...kann das sein?
Findes es gerade auf die schnelle nicht.
Ansonsten wäre ich an konstruktiven Gegenargumenten interessiert dazu. Ist an der Annahme was dran oder Humbug? Wie gesagt, das Wasserargument wäre eh erstmal persönlich mein stärkster Meinungsgeber.
lieben gruß und danke schonmal
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"Ein gutes Buch, das von majestätischer Unerschlossenheit an seiner Stelle im Regal steht, stellt die aufmunternste Form intellektueller Wandverkleidung dar!" (David Quammen "Die Hörner des Rhinozeros")
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schweinsnase77
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Re: Ad Libitum im WInter
Zum Thema Durchfall und Ad lib läuft gerade nen aktueller Tread bei den Meerschweinen.
Ich pers bin der Meinung, dass man für mich nen bischen zuviel die Ernährung mit dem Stuhlgang verknüpft. Bei uns variert das ja auch relativ häufig, ohne das wir das gleich auf Nahrung schieben würden
Zum eigentlichen Thema: Ich glaub man muss erstmal genau definieren was as lib für einen pers. heißt.
Ich find auch unmöglich wirklich ad lib mit massig Obst, gemüse und Frischkräutern anzubieten, einfahc weil es bei ner größeren Gruppe finaziell nicht machbar ist und teilweise (je nach Herstellungsort) auch ökonomischer Schwachsinn. Wenn es halt nur Paprika aus Isarael gibt, müssen die Schweinis mal drauf verzichten.
Ansonsten finde ich dass man auch im Winter sehr großzügig "rationieren" kann. Halt nicht unbedingt in der Vielfalt wie im Sommer.
Ich pers bin der Meinung, dass man für mich nen bischen zuviel die Ernährung mit dem Stuhlgang verknüpft. Bei uns variert das ja auch relativ häufig, ohne das wir das gleich auf Nahrung schieben würden
Zum eigentlichen Thema: Ich glaub man muss erstmal genau definieren was as lib für einen pers. heißt.
Ich find auch unmöglich wirklich ad lib mit massig Obst, gemüse und Frischkräutern anzubieten, einfahc weil es bei ner größeren Gruppe finaziell nicht machbar ist und teilweise (je nach Herstellungsort) auch ökonomischer Schwachsinn. Wenn es halt nur Paprika aus Isarael gibt, müssen die Schweinis mal drauf verzichten.
Ansonsten finde ich dass man auch im Winter sehr großzügig "rationieren" kann. Halt nicht unbedingt in der Vielfalt wie im Sommer.
Mit freundlichen Grunzern
Annette
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- RuJo
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Re: Ad Libitum im WInter
Also ich persönlich fasse unter Ad libitum einfach erst mal Frischfutter unbegrenzt auf.
Das allein macht natürlich noch keine Selektionsfähigkeit aus. Aber um ehrlich zu sein ist das für mich nur ein willkommener Nebeneffekt, nicht Hauptargument. Wie eben schon gesagt, finde ich das mit der Flüssigkeitszufuhr am wichtigsten, weil die Nebenwirkungen, wenn man eben stark rationiert füttert eben bekannt und nicht so selten sind.
Im Winter füttere ich auch nicht komplett Ad libitum...einfach weil ich die dafür meines erachtens nötige Sortenauswahl täglich nicht aufbringen kann. Ich selbst füttere im WInter halt viel Frisch, aber es gibt auch mal kurze Phasen, wo sie nur Zweige udn Heu haben.
Aber, und da steht das Gespräch im anderen Forum eben gerade, ich finde, wenn man den finanziellen Aufwand leisten kann und will, hätte ich halt gesagt, spricht da nichts dagegen, im Gegenteil. Ich habe mich noch nicht bis ins kleinste damit auseinander gesetzt, eben weil es im Moment bei mir eh nicht zur Debatte steht. Ich füttere so viel ich kann in die feuchte richtung, und reguliere dann nach gefühl (meist im SOrtenangebot eher als in der Futtermenge). Mich würde daher eben interessieren, ob da wirklich Sachend agegen sprechen würden, außer die Finanzen...
Das allein macht natürlich noch keine Selektionsfähigkeit aus. Aber um ehrlich zu sein ist das für mich nur ein willkommener Nebeneffekt, nicht Hauptargument. Wie eben schon gesagt, finde ich das mit der Flüssigkeitszufuhr am wichtigsten, weil die Nebenwirkungen, wenn man eben stark rationiert füttert eben bekannt und nicht so selten sind.
Im Winter füttere ich auch nicht komplett Ad libitum...einfach weil ich die dafür meines erachtens nötige Sortenauswahl täglich nicht aufbringen kann. Ich selbst füttere im WInter halt viel Frisch, aber es gibt auch mal kurze Phasen, wo sie nur Zweige udn Heu haben.
Aber, und da steht das Gespräch im anderen Forum eben gerade, ich finde, wenn man den finanziellen Aufwand leisten kann und will, hätte ich halt gesagt, spricht da nichts dagegen, im Gegenteil. Ich habe mich noch nicht bis ins kleinste damit auseinander gesetzt, eben weil es im Moment bei mir eh nicht zur Debatte steht. Ich füttere so viel ich kann in die feuchte richtung, und reguliere dann nach gefühl (meist im SOrtenangebot eher als in der Futtermenge). Mich würde daher eben interessieren, ob da wirklich Sachend agegen sprechen würden, außer die Finanzen...
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Re: Ad Libitum im WInter
Jopp. Ab und an ist das wirklich auch mein Eindruck.schweinsnase77 hat geschrieben:Ich pers bin der Meinung, dass man für mich nen bischen zuviel die Ernährung mit dem Stuhlgang verknüpft.
Falsch, wenn wir nen Flotten haben fragen wir uns normal als aller Erstes, was wir Falsches gegessen haben könnten, vielmehr, was da jetzt durchgerauscht sein könnte.schweinsnase77 hat geschrieben:Bei uns variert das ja auch relativ häufig, ohne das wir das gleich auf Nahrung schieben würden![]()
Ich persönlich habe manchmal eher den Eindruck, dass man zu schnell bei Durchfall reagiert. Okay, wenn ein Tier diesbezüglich vorbelastet/bekannt dafür ist, dann ist das etwas ganz anderes, ebenso, wenn es vorher noch nie Durchfall hatte. Aber normal scheint mir, dass die Festigkeit des Stuhlganges/Kotes bei einigen Tieren durchaus ebenso leichten Schwankungen unterlegen sein kann, wie es bei uns Menschen ist.
Ich meine, wenn bei mir etwas zu Fettes "durchgefetzt" ist, dann renne ich auch nicht gleich in die nächste Apotheke und kaufe mir Tannacomp oder ein anderes Medikament oder flitze zum Dok., dass sofort wieder alles fit ist.
Ich würde auch im Winter den Tieren das bieten, was möglich ist und nicht nur das, was in der Natur gerade vorkommt. Begründung? Wie wir Menschen, versuchen Tiere auch immer an ihr bestes Fresschen heranzukommen. Wenn Tiere also die Möglichkeit haben, dass sie im Winter Gras futtern könnten, dann würden sie es sich holen. Man kann oft beobachten, dass wenn irgendwo Vogelhäuschen stehen, die regelmäßig aufgefüllt sind, sich da auch zahlreiche andere Tierarten zu schaffen machen, als nur die kleinen Vögelchen, für die es ursprünglich gedacht war.

Meine süße kleine Tessamaus, ich hab dir immer versprochen, dich nicht leiden zu lassen, ich hoffe Du verzeihst mir.[/align]
- Isa
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Re: Ad Libitum im WInter
Also für mich wird es ja nun der erste ad libitum -Winter.
Finanziell leisten möchte ich es mir auf jeden Fall.
Da sehe ich für mich nicht das Problem.
Ich möchte einfach -wie du schon schreibst, Rujo- dass sie genügend Flüssigkeit weiterhin aufnehmen.
Außerdem ist mir die Selektion wichtig. Dass sie einfach das auswählen können, was ihr Körper braucht.
Als ich noch rationiert gefüttert habe, hab ich einfach alles gekauft, was man auch im Sommer bekommt.
Ich hab nur mäßig aufs Herkunftsland geachtet.
Das möcht ich jetzt evtl. ändern wenn das möglich ist.
Eben z.B. Paprika aus Israel meiden.
Allerdings denke ich, dass die Auswahl sehr darunter "leiden" würde.
Welche Länder sollte man grundsätzlich meiden wegen der Pestizide? Oder gibt es da keinen generellen Grundsatz, sondern schwankt das?
M.E. spricht außer den möglichen Kosten und den eingeschränkteren Sorten nix gegen ad libitum im Winter.
Wenn man ohnehin schon ad libitum füttert, sowieso nicht.
Es fallen ja "nur" das Gras / die Wildkräuter weg, das Gemüse, die Küchenkräuter bleiben.
Für die Verdauung wäre eine Umstellung von ad libitum im Sommer zu rationiert im Winter und umgekehrt eher schwer, als ad libitum durchzuziehen.
Möglicher Durchfall/ Matschkot kommt ja nicht von ad libitum an sich, sondern von möglichen Pestiziden, Ernährungssünden (aus der Vergangenheit),...EDIT: Und eben den natürlichen Schwankungen, wie Moony das eben ansprach (danke!!).
Finanziell leisten möchte ich es mir auf jeden Fall.
Da sehe ich für mich nicht das Problem.
Ich möchte einfach -wie du schon schreibst, Rujo- dass sie genügend Flüssigkeit weiterhin aufnehmen.
Außerdem ist mir die Selektion wichtig. Dass sie einfach das auswählen können, was ihr Körper braucht.
Als ich noch rationiert gefüttert habe, hab ich einfach alles gekauft, was man auch im Sommer bekommt.
Ich hab nur mäßig aufs Herkunftsland geachtet.
Das möcht ich jetzt evtl. ändern wenn das möglich ist.
Eben z.B. Paprika aus Israel meiden.
Allerdings denke ich, dass die Auswahl sehr darunter "leiden" würde.
Welche Länder sollte man grundsätzlich meiden wegen der Pestizide? Oder gibt es da keinen generellen Grundsatz, sondern schwankt das?
M.E. spricht außer den möglichen Kosten und den eingeschränkteren Sorten nix gegen ad libitum im Winter.
Wenn man ohnehin schon ad libitum füttert, sowieso nicht.
Es fallen ja "nur" das Gras / die Wildkräuter weg, das Gemüse, die Küchenkräuter bleiben.
Für die Verdauung wäre eine Umstellung von ad libitum im Sommer zu rationiert im Winter und umgekehrt eher schwer, als ad libitum durchzuziehen.
Möglicher Durchfall/ Matschkot kommt ja nicht von ad libitum an sich, sondern von möglichen Pestiziden, Ernährungssünden (aus der Vergangenheit),...EDIT: Und eben den natürlichen Schwankungen, wie Moony das eben ansprach (danke!!).

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schweinsnase77
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Re: Ad Libitum im WInter
@Nighti: Klar bei reinem Durchfall schon, aber so bei den normalen Konsistenzvariationen nicht
Außerdem gehen wir dann ja eher von verdorbenen/kontaminierten Sachen aus und nicht von der Sorte an sich.
Ich hab ja schon oft gehört das Leute nahc dem Genuß "fremdländisch" zubereiteten Fleisches Durchfall hatten, aber die haben das dann immer auf die Hygienebedingungen geschoben und nie auf Fleisch als solches
@RuJo: Was für mich außer der finaziellen Sache halt teilweise dagegen spricht ist die ökonomische (weite Transportwege) und gesundheitliche in Bezug auf diverse Sprtzmittel. Aber das betriftt immer nur einzelne Sorten und nicht reichliches Angebot an sich.
@Isa: Israel nehm ich aus etnischen gründen, weniger wegen der Pestizide. Ansonsten Spanien, wobei das ja noch EU ist, dann Marokko und Afrika, sowie Südamerika. Aber da auch teilweise weniger wegen der Pestizide als wegen der Kinderarbeit. Müssen meine Schwene im Winter halt mit holländischem udn belgischem gemüse vorlieb nehmen.
Außerdem gehen wir dann ja eher von verdorbenen/kontaminierten Sachen aus und nicht von der Sorte an sich.
Ich hab ja schon oft gehört das Leute nahc dem Genuß "fremdländisch" zubereiteten Fleisches Durchfall hatten, aber die haben das dann immer auf die Hygienebedingungen geschoben und nie auf Fleisch als solches
@RuJo: Was für mich außer der finaziellen Sache halt teilweise dagegen spricht ist die ökonomische (weite Transportwege) und gesundheitliche in Bezug auf diverse Sprtzmittel. Aber das betriftt immer nur einzelne Sorten und nicht reichliches Angebot an sich.
@Isa: Israel nehm ich aus etnischen gründen, weniger wegen der Pestizide. Ansonsten Spanien, wobei das ja noch EU ist, dann Marokko und Afrika, sowie Südamerika. Aber da auch teilweise weniger wegen der Pestizide als wegen der Kinderarbeit. Müssen meine Schwene im Winter halt mit holländischem udn belgischem gemüse vorlieb nehmen.
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Re: Ad Libitum im WInter
Also ich bekomme ja auch im Winter die Ökokiste von Bauern aus der Region Berlin - Brandenburg. Da ist auch im Winter jede Menge Abwechslung möglich. Wobei ich mir vorgenommen habe, diesen Winter mehr aus der Natur anzubieten. Und Montag abend gibts in der Bio - Company Riesentüten Mix - Gemüse für 1 €.
https://www.tierpla.net/ernahrung-meerschweinchen/frisches-aus-der-natur-winter-t4842.html" onclick="window.open(this.href);return false;
Gut zusammengefaßt:
EDIT: Myth 41 von kaninchenwiese.de klärt auch noch mal auf, dass unser Kulturgemüse ja ursprünglich wild war.
https://www.tierpla.net/ernahrung-meerschweinchen/frisches-aus-der-natur-winter-t4842.html" onclick="window.open(this.href);return false;
Gut zusammengefaßt:
https://diebrain.de/k-futter.html" onclick="window.open(this.href);return false;Fazit: Ad libitum bedeutet nicht, dass jederzeit viele Futtermittel aus jedem Bereich zur Verfügung stehen müssen (es müssen also keine Gemüseberge im Gehege liegen). Es bedeutet, dass die Tiere zu jeder relevanten Futtermittelgruppe jederzeit Zugang haben müssen, damit der Darm und die Verdauung immer gleichmäßig belastet werden und die Nährstoffe gleichmäßig zur Verfügung stehen, und damit die Tiere selektieren können.
EDIT: Myth 41 von kaninchenwiese.de klärt auch noch mal auf, dass unser Kulturgemüse ja ursprünglich wild war.
Viele Gemüsesorten sind sehr eng mit Wiesenkräutern verwandt. Endivie und Chicorée stammen von der Gemeinen Wegwarte ab, unsere Karotte/Möhre ist eng mit der Wilden Möhre verwandt, die von Wildkaninchen sehr gerne verputzt wird und die Steckrübe steht in Enger Verwandtschaft zum Raps. Chinakohl, Mairübe und viele mehr stehen systematisch sehr nah an den Rübsen, die ein Wildkraut darstellen. Die Urform der normalen Gartensalate ist der auch bei uns weit verbreitete Wilde Zaunlattich, die kultivierten Kohlsorten sind in der Zusammensetzung dem Wildkohl sehr ähnlich, der von Wildkaninchen in Massen verspeißt wird. Macht es einen großen Unterschied ob das Kaninchen Löwenzahn vom Feld oder Speise-Löwenzahn frisst?
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schweinsnase77
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Re: Ad Libitum im WInter
Also wenn ich gucke was hier die Biokiste gekostet hat, kannst das vergessen, die hätte heir max. 2 Tage gereicht..... 
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Re: Ad Libitum im WInter
Ich selbst habe letzten Winter die Kaninchen wieder wie früher deutlich extrem stärkereich und zuckerreich ernährt, indem ich eben auch Mehlsaaten und viel Obst angeboten hab - über einen bestimmten Anteil jedoch fressen die Kaninchen weder Saaten (egal ob Mehl- oder Öl-) noch Obst ... sie verlangen auch im Winter nach Kräutern und Blattgemüse, daneben eben Wurzelgemüse.
Wiesenheu gab es nur in Form von Rotkleeheu (ca. 80% Rotklee, ca. 20% Knaulgras, unter 1% anderes) - und das nicht mal täglich ... als Grasersatz für die Meerschweinchen gabs Waldgräser, Borstgras, Hirsenheu und Hirsenstroh, Knaulgras und das im Winter gesammelte getrocknete Schilf.
Letzten Winter gab es nur eines wirklich so viel, daß es nie ausging - Nadelgehölz ...
Die Meerschweinchen bekamen zwar keine Saaten, aber auch sie bekamen zusammen mit den Kaninchen sehr viel Obst - anders wie die Kaninchen hatten sie das Angebot angenommen gehabt und sich mit Obst und Heu den Bauch vollgeschlagen, dazu halt Futterrüben und Blattgemüse und Salate, nur hätte halt das Gemüse deutlich mehr sein können, sie hätten auch das doppelte gefressen, wenn ich es verfüttert hätte. Genauso konnten sich die Schweine am Nadelgehölz bedienen und hatten noch mehr wie die Kaninchen ihren Hunger auf Frisches am Nadelgehölz befriedigt. Ab Januar/Februar gab es dann zusätzlich noch Keimfutter.
Die Kaninchen und Meerschweinchen waren fit wie Turnschuh, im Frühjahr gab es weder Umstellungsschwierigkeiten auf Wildkraut und Wiese, noch gab es Startschwierigkeiten mit den Würfen. Die Muskeln waren trotz Stallhaltung extrem ausgeprägt, bei den Schlachtkaninchen war das Nierenfett so wie bei den Wildkaninchen zur gleichen Jahreszeit, ebenso das Unterhautfett, selbst die Farbe des Fleisches war so dunkel wie bei Wildkaninchen!
Die Lebern waren top, kein einziger Nachweis von Leberkokzidiose - und das bei fast 30 Schlachtkaninchen!
Als ich versucht habe, die Kaninchen und Meerschweinchen mit Heu und zwischen 150g und 200g Frischfutter pro Kilo Lebendgewicht (die Meerschweinchen eher weniger, da ich die Kaninchen extra gefüttert hatte) zu füttern, sah das Ergebnis erschreckend aus. Die Frischfuttermenge ist dabei schon deutlich höher gewesen, wie sie auf einschlägigen Seiten empfohlen wurde, trotzdem waren die Tiere schon im Dezember halb verhungert! Sie hatten Eiweißmangel und fingen an ihre Muskeln abzubauen! Die Schlachtkaninchen hatten rabenschwarze, fettfreie Leber, kein Unterhautfett und kein Nierenfett - Wildkaninchen haben das gesamte Jahr über deutlich sichtbares Nierenfett und im Winter Unterhautfett und die Leber ist braun.
Weiterhin hatte ich den Heuwinter über das erste Mal überhaupt nach Weglassen von Pellets, Weizen und Dinkel Leberkokzidiose - und zwar bei ausnahmslos allen Schlachtkaninchen, die nach zwei Monaten einer solchen Heufütterung ausgesetzt waren! Damit ist der Anteil an Leberkokzidiose bei Schlachtkaninchen sogar dreimal so hoch wie mit Pellet-Gemüse-Fütterung oder doppelt so hoch, wie bei Kuntibuntifütterung!
Im Frühjahr hatte ich mit der Heufütterung das erste mal seit Jahren wieder Matschkot! Das kenne ich nur von der Verfütterung von Pellets, der Verfütterung von Brot und der Verfütterung der Brotgetreide Weizen (einschließlich Dinkel, Emmer und Co) und Roggen!
Das Ergebnis ist eindeutig, eine rationierte Frischfuttermenge für Kaninchen oder Sämereien dazu funktioniert nicht! Sie ist noch schlechter für die Kaninchen, wie Pellets oder Kuntibunti!
Die Schäden treten bei normal ernährten Kaninchen schon nach zwei Monaten auf und sind mit einiger Sicherheit nach einem halben Jahr schon irreversibel. Nur mit Mastpellets und Kuntibunti abgefüllten Kaninchen braucht es länger, bis die ersten Mangelerscheinungen nachweisbar werden - einfach, weil diese Kaninchen mehr Reserven haben, wie ein naturnah ernährtes Kaninchen.
Die Schäden bei Kuntibunti und Pellets treten nach frühestens einem halben Jahr auf und werden nach frühestens einem Dreivierteljahr bzw bei Mastpellets nach eineinhalb Jahren irreversibel, also deutlich später wie mit der Heuernährung!
Bei den Meerschweinchen dagegen funktioniert das Durchhungern mit Heu - aber auch hier war deutlich zu merken, daß die Meerschweinchen weniger aktiv waren und heißhungrig über jedes Bischen grün hergefallen sind ...
Wiesenheu gab es nur in Form von Rotkleeheu (ca. 80% Rotklee, ca. 20% Knaulgras, unter 1% anderes) - und das nicht mal täglich ... als Grasersatz für die Meerschweinchen gabs Waldgräser, Borstgras, Hirsenheu und Hirsenstroh, Knaulgras und das im Winter gesammelte getrocknete Schilf.
Letzten Winter gab es nur eines wirklich so viel, daß es nie ausging - Nadelgehölz ...
Die Meerschweinchen bekamen zwar keine Saaten, aber auch sie bekamen zusammen mit den Kaninchen sehr viel Obst - anders wie die Kaninchen hatten sie das Angebot angenommen gehabt und sich mit Obst und Heu den Bauch vollgeschlagen, dazu halt Futterrüben und Blattgemüse und Salate, nur hätte halt das Gemüse deutlich mehr sein können, sie hätten auch das doppelte gefressen, wenn ich es verfüttert hätte. Genauso konnten sich die Schweine am Nadelgehölz bedienen und hatten noch mehr wie die Kaninchen ihren Hunger auf Frisches am Nadelgehölz befriedigt. Ab Januar/Februar gab es dann zusätzlich noch Keimfutter.
Die Kaninchen und Meerschweinchen waren fit wie Turnschuh, im Frühjahr gab es weder Umstellungsschwierigkeiten auf Wildkraut und Wiese, noch gab es Startschwierigkeiten mit den Würfen. Die Muskeln waren trotz Stallhaltung extrem ausgeprägt, bei den Schlachtkaninchen war das Nierenfett so wie bei den Wildkaninchen zur gleichen Jahreszeit, ebenso das Unterhautfett, selbst die Farbe des Fleisches war so dunkel wie bei Wildkaninchen!
Die Lebern waren top, kein einziger Nachweis von Leberkokzidiose - und das bei fast 30 Schlachtkaninchen!
Als ich versucht habe, die Kaninchen und Meerschweinchen mit Heu und zwischen 150g und 200g Frischfutter pro Kilo Lebendgewicht (die Meerschweinchen eher weniger, da ich die Kaninchen extra gefüttert hatte) zu füttern, sah das Ergebnis erschreckend aus. Die Frischfuttermenge ist dabei schon deutlich höher gewesen, wie sie auf einschlägigen Seiten empfohlen wurde, trotzdem waren die Tiere schon im Dezember halb verhungert! Sie hatten Eiweißmangel und fingen an ihre Muskeln abzubauen! Die Schlachtkaninchen hatten rabenschwarze, fettfreie Leber, kein Unterhautfett und kein Nierenfett - Wildkaninchen haben das gesamte Jahr über deutlich sichtbares Nierenfett und im Winter Unterhautfett und die Leber ist braun.
Weiterhin hatte ich den Heuwinter über das erste Mal überhaupt nach Weglassen von Pellets, Weizen und Dinkel Leberkokzidiose - und zwar bei ausnahmslos allen Schlachtkaninchen, die nach zwei Monaten einer solchen Heufütterung ausgesetzt waren! Damit ist der Anteil an Leberkokzidiose bei Schlachtkaninchen sogar dreimal so hoch wie mit Pellet-Gemüse-Fütterung oder doppelt so hoch, wie bei Kuntibuntifütterung!
Im Frühjahr hatte ich mit der Heufütterung das erste mal seit Jahren wieder Matschkot! Das kenne ich nur von der Verfütterung von Pellets, der Verfütterung von Brot und der Verfütterung der Brotgetreide Weizen (einschließlich Dinkel, Emmer und Co) und Roggen!
Das Ergebnis ist eindeutig, eine rationierte Frischfuttermenge für Kaninchen oder Sämereien dazu funktioniert nicht! Sie ist noch schlechter für die Kaninchen, wie Pellets oder Kuntibunti!
Die Schäden treten bei normal ernährten Kaninchen schon nach zwei Monaten auf und sind mit einiger Sicherheit nach einem halben Jahr schon irreversibel. Nur mit Mastpellets und Kuntibunti abgefüllten Kaninchen braucht es länger, bis die ersten Mangelerscheinungen nachweisbar werden - einfach, weil diese Kaninchen mehr Reserven haben, wie ein naturnah ernährtes Kaninchen.
Die Schäden bei Kuntibunti und Pellets treten nach frühestens einem halben Jahr auf und werden nach frühestens einem Dreivierteljahr bzw bei Mastpellets nach eineinhalb Jahren irreversibel, also deutlich später wie mit der Heuernährung!
Bei den Meerschweinchen dagegen funktioniert das Durchhungern mit Heu - aber auch hier war deutlich zu merken, daß die Meerschweinchen weniger aktiv waren und heißhungrig über jedes Bischen grün hergefallen sind ...
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Re: Ad Libitum im WInter
Naja, kann man nicht so pauschalisieren. Ich weiß, dass viele hier auch im Sommer Gemüse und Obst anbieten. Das mache ich eigentlich nicht, sie bekommen quasi ausschließlich Sachen die ich draußen sammle. Hin und wieder biete ich ihnen mal bisschen Gemüse an, wenn von meinem persönlichen Konsum da was dabei ist... aber interessanterweise verschmähen sie das im Sommer eh. Selbst ihre Winterlieblingssorten wie Brokkoli und Karotten lassen sie liegen oder knabbern nur mal eher lustlos dran herum.Isa hat geschrieben:
M.E. spricht außer den möglichen Kosten und den eingeschränkteren Sorten nix gegen ad libitum im Winter.![]()
Wenn man ohnehin schon ad libitum füttert, sowieso nicht. Es fallen ja "nur" das Gras / die Wildkräuter weg, das Gemüse, die Küchenkräuter bleiben.
Und das von meiner Gesprächspartnerin hervorgebrachte Argument gegen Gemüse satt sehe ich damit nicht ausgehebelt.
Möglich bei empfindlichen Tieren... bei meinen konnte ich das zu den letzten beiden Wintern nicht feststellen. Wie gesagt, wenn man im Winter vielleicht nicht ad libitum anbietet, heißt das ja nicht sofort, dass man dann streng rationiert... sie bekommen trotzdem recht viel Frisches. Zudem passen sich die beiden Ernährungsweisen ja quasi automatisch an, weil sich das Wildfutterangebot ja nach und nach ausschleicht, und nicht von einem auf den anderen tag wegfällt (der gleiche Effekt ist ja im Frühjahr, wo allein die begrenzte Verfügbarkeit vom ersten Grün dafür sorgt, dass es sich allmählich wieder einpegelt)Für die Verdauung wäre eine Umstellung von ad libitum im Sommer zu rationiert im Winter und umgekehrt eher schwer, als ad libitum durchzuziehen.
Naja, irgendwie waren dass für mich noch keine Argumente, die mich überzeugen würden, wenn ich es so sehen würde wie meine Gesprächspartnerin.Möglicher Durchfall/ Matschkot kommt ja nicht von ad libitum an sich, sondern von möglichen Pestiziden, Ernährungssünden (aus der Vergangenheit),....
Gerade der Verweis mit den Ernährungssünden... das mag stimmen, aber würde mich eher noch überzeugen, es dann lieber sein zu lassen, wenn mein Tier mit sündiger Vergangenheit eben nunmal auf Frischfutter so reagiert..
Nö. Ich weiß in der Regel genau an welcher Zutat es lag, wenn ich die Flitze habe... andersrum weiß ich auch genau wenn ich bestimmte Sachen esse, dass ich das dafür in Kauf nehmen muss dann.Außerdem gehen wir dann ja eher von verdorbenen/kontaminierten Sachen aus und nicht von der Sorte an sich
Allerdings mache ich mir da gerade deswegen auch keinen Kopf. Wenn das Zeug aus dem System ist, ist ja alles wieder gut ;-)
@Miss Marple: Vielen Dank, das ist schonmal etwas, mit dem ich kongret im Bezug auf die erwähnte Diskussion was anfangen kann. Allerdings bin ich trotzdem skeptisch. Grundverwandschaft bestimmter Sachen schön und gut...aber die wurden ja zum teil schon extrem verändert wärend ihrer Selektionszucht durch den Menschen und haben eben wie erwähnt ganz anderen Zusammensetzungen.
Allen anderen trotzdem auch danke! Finde eure Gedanken und Erfahrungen dazu persönlich sehr interessant...
Weiß denn jemand was zu Stärke/Zucker vs Durchfall? Könnte da stimmen?
Stärke kann ja Hefen im Darm begünstigen soweit ich weiß... allerdings, haben ad libitum-Tiere überhaupt so mit Hefen zu tun? Schlagen sich die Gehalte der Stoffe insgesam, tatsächlich so negativ nieder oder relativiert sich das eventuell durch die ad libitum-Geschichte an sich (also ähnlich wie mit Kalzium in Frischkräutern zb )
edit: ich habe gerade folgendes im Netz gefunden
"Damit diese physiologische Darmflora funktioniert, bedarf es eines deutlichen basischen Darmmilieus. Bei der Verfütterung o.g. Futtermittel ist dies gewährleistet, bei der Fütterung von zucker- und stärkereichen Futtermitteln (z.B. Getreide und Getreideprodukte wie Brot und Bisquits) hingegen nicht: Stärke wird zu Zucker abgebaut, wodurch das Darmmilieu von basischen zu stark sauren Verhältnissen umkippt. Die Folge ist ein Absterben der lebenswichtigen gesunden Darmflora und ein Überwuchern mit unerwünschten säureliebenden Bakterien, die die Zellulose nicht abbauen können. Der von ihnen gebildete Zucker wird vom Tier als ein Übermaß an Energie (Kalorien) aufgenommen und in Fettdepots gespeichert, sodass eine Fehlernährung dem Tierhalter nicht sofort auffällt."
Wobei ich ja denke, man verfüttert ja auch im Winter nicht nur Wurzelgemüse und sowas, sondern kann das ganze ja durch gehaltärmere Sachen wie Blattsalate, Feldsalat, Broccoli, Chicoree, Endivie, Fenchel, Löwenzahn, Gurke, Staudensellerie, Spinat, Tomate, Küchenkräuter und Zucchini usw abrunden... hier liegt wohl der Denkfehler bei meiner Gesprächspartnerin... man bietet dann ja nicht bergeweise nur Obst und ähnliches an...
"Ein gutes Buch, das von majestätischer Unerschlossenheit an seiner Stelle im Regal steht, stellt die aufmunternste Form intellektueller Wandverkleidung dar!" (David Quammen "Die Hörner des Rhinozeros")
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Re: Ad Libitum im WInter
Bei mir gibt es Herbst/Winter ganz viel Kohl(Rotkohl,Weißkohl, Kohlrabi, Wirsingkohl, Spitzkohl, Blumenkohl, Broccoli...), der ist nebenbei auch noch günstig. Dazu dann Knollensellerie, Steckrüben, Karotten, Fenchel.... und an Obst Äpfel, Birnen, Pflaumen, Nektarine.....
Ich guck immer was gerade bezahlbar ist da ich 9 Mäuler zu stopfen habe.
Feldsalat fütter ich gar nicht (stark belastet), Staudensellerie und Zucchini mögen meine nicht, vom Chinakohl fressen sie nur die obere Hälfte, den kauf ich also auch eher weniger weil ich es nicht einsehe die Hälfte wegzuwerfen.
Und dazu was ich draußen so finde, Laub /Zweige, Kräuter.....
Samen bite ich rationiert an, da sie sonst auch 1kg davon fressen würden.
Ich guck immer was gerade bezahlbar ist da ich 9 Mäuler zu stopfen habe.
Feldsalat fütter ich gar nicht (stark belastet), Staudensellerie und Zucchini mögen meine nicht, vom Chinakohl fressen sie nur die obere Hälfte, den kauf ich also auch eher weniger weil ich es nicht einsehe die Hälfte wegzuwerfen.
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schweinsnase77
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Re: Ad Libitum im WInter
@Mausefusses: Eben und wer keienn Kohl mag hat eben Pech gehabt. 
Mit freundlichen Grunzern
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Re: Ad Libitum im WInter
Meine lieben Alle Kohl, zum Glück !!
Mit Durchfall hatte ich noch nie Probleme.
Momentan wird leider nix aus meiner Idee im Sommer Futterkosten für den Winter sparen weil man im Sommer ja Wiese pflücken kann....bei uns ist Alles verdörrt durch die Hitze, selbst die Blätter der Bäume sind teilweise verdörrt ....
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Re: Ad Libitum im WInter
Die Idee hatt ich auch
Wobei dieses jahr meiner Meinung nach die gemüsekosten auch im Sommer wesentlich höher sind als letztes Jahr.
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Re: Ad Libitum im WInter
Ja ! Dir Dürre hat die Ernte sicher nicht so ertragreich gemacht= Preis hoch !

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Re: Ad Libitum im WInter
Kaninchen sind an eine saisonal erhöhten Anteil an Stärke/Zucker angepaßt, dazu kommt, sie können mit Cellulose genauso viel anfangen wie wir Menschen. Es gibt weder einen Hinweis aus der Beobachtung von Wildkaninchen, noch einen Hinweis aus der Kaninchenfütterungsfachliteratur noch einen Hinweis aus der Praxis, daß ein erhöhter Anteil an Stärke/Zucker, wie sie bei der Zufütterung von Mehlsaaten zu verzeichnen ist, zu Durchfall führen könnte.Weiß denn jemand was zu Stärke/Zucker vs Durchfall? Könnte da stimmen?
Wenn ich ein Kaninchen mit Mehlsaaten als Hauptfutter ernähre, wie es beispielsweise mit der Verfütterung eines Strukturmüslis als ausschließliches Futter der Fall ist, werden die Kaninchen zwar im Vergleich zum Wildkaninchen empfindlicher gegenüber Darmerkrankungen, jedoch bekommen sie selbst mit einer solchen Ernährung deutlich seltener Durchfall wie mit einer Heu als Haupternährung gefütterte Kaninchen.
Es gibt also den Zusammenhang an Durchfall durch Stärke/Zucker bei Kaninchen gar nicht!
Die erhöhte Empfindlichkeit gegenüber Darmerkrankungen ist einfach nur die Reaktion auf ein nicht artgemäßes, weil zu trockenes und mit zu wenig sekundären Pflanzenstoffen und eventuell noch zusätzlich mit Supplementen versehenes Futter!
Der Darm bei Kaninchen funktioniert wie bei allen Säugetieren, die Besonderheit ist einzig ein Blinddarm, welcher mit einem sehr komplexen Sortiermechanismus ausgestattet ist, der kleine Moleküle, wie Stärke, Pektine etc in den Blinddarm läßt, große Moleküle jedoch wie Lignine und Cellulose jedoch nicht ...Damit diese physiologische Darmflora funktioniert, bedarf es eines deutlichen basischen Darmmilieus. Bei der Verfütterung o.g. Futtermittel ist dies gewährleistet, bei der Fütterung von zucker- und stärkereichen Futtermitteln (z.B. Getreide und Getreideprodukte wie Brot und Bisquits) hingegen nicht: Stärke wird zu Zucker abgebaut, wodurch das Darmmilieu von basischen zu stark sauren Verhältnissen umkippt. Die Folge ist ein Absterben der lebenswichtigen gesunden Darmflora und ein Überwuchern mit unerwünschten säureliebenden Bakterien, die die Zellulose nicht abbauen können. Der von ihnen gebildete Zucker wird vom Tier als ein Übermaß an Energie (Kalorien) aufgenommen und in Fettdepots gespeichert, sodass eine Fehlernährung dem Tierhalter nicht sofort auffällt.
Und nun schauen wir uns doch mal den Verdauungstrakt und die Stärke/Zuckerverdauung etwas genauer an ...
Mundhöhle- und Speiseröhre
In der Mundhöhle wird der Nahrungsbrei zu Brei zermahlen. Es werden mit dem Speichel Amylasen zugesetzt, die durch das Zermahlen mit den Zähnen gut in den Nahrungsbrei eingearbeitet werden. Der pH-Wert ist stark abhängig vom Futtermittel.
Amylasen zerlegen auf dem Weg vom Mund in den Magen Stärke in Zweifachzucker. Im Magen kommt also schon gar keine Stärke mehr an! Wir können die Stärke also wie Zucker behandeln ...
Magen
Im Magen wird das Futter mit Magensäure und Pepsinen versetzt. Der Mageninhalt wird beim Kaninchen auf einen pH-Wert von 2, also einem stark sauren Milleu, eingestellt. Weiterhin werden Pepsine in den Magen abgegeben. Die Säure sorgt für das Absterben der meisten Mikroorganismen, sie inaktiviert Eiweiße und sorgt dafür, daß diese sich entknäueln und auffalten, Pepsine spalten diese Eiweiße in Aminosäuren. Auf diesem Wege wird die Amylase inaktiviert und in Aminosäuren zerlegt.
Im Magen sind so gut wie keine Bakterien enthalten ...
Dünndarm
Im Zwölffingerdarm wird der extrem saure Nahrungsbrei mit Lauge versetzt und dadurch der Nahrungsbrei neutralisiert. Bei Kaninchen wird der Nahrungsbrei tatsächlich leicht alkalisch eingestellt. Gleichzeitig werden Ptyalin, Maltase und Sucrase dem Nahrungsbrei zugegeben, welche die noch nicht zerlegte Stärkebruchteile und die Zweifachzucker in Einfachzucker überführen. In den folgenden Dünndarmabschnitten kommen also nur Einfachzucker und unverdauliche Stärken an! Weiterhin werden im Zwölffingerdarm weitere Peptidasen und Gallensäure abgegeben, welche noch verbliebene Eiweißbruchstücke und Fette in Aminosäuren und Fettsäuren zerlegen sollen.
Die nachfolgenden Dünndarmabschnitte sind dazu da, die Einfachzucker, Aminosäuren, Fettsäuren, Vitamine etc aufzunehmen ...
Der gesamte Dünndarm ist genauso wenig besiedelt wie der Magen, es findet KEINE Celluloseverdauung statt, auch nicht in einem gesunden Kaninchen. Da die Zuckermoleküle über die Dünndarmschleimhaut aufgenommen werden, bleibt auch kein Zucker für irgendwelche Mikroorganismen über! Der Nahrungsbrei ist am Ende des Dünndarmes faktisch Stärke- und Zuckerfrei, egal, wieviel das Kaninchen an Stärke und Zucker gefuttert hat. Einzig unverdauliche Stärke ist hier noch enthalten ... unverdauliche Stärke kann von den meisten Mikroorganismen genauso wenig zerlegt werden wie vom Kaninchen selbst.
Eindringende Bakterien werden durch den Nahrungsbrei in gleicher Geschwindigkeit rausgeschoben, wie sie in der Lage sind in den Dünndarm reinzuwandern - über den Magen können keine Bakterien einwandern. Der basische Bereich des Darmes bleibt also extrem bakterienarm!
Schnittstelle Dünndarm, Dickdarm, Blinddarm
An dieser Stelle unterscheidet sich der Kaninchendarm deutlich vom Darm anderer Säugetiere - an dieser Stelle haben wir einen recht raffinierten Sortiermechanismus, der die einzelnen Bestandteile des Nahrungsbreies nach Größe sortiert. Pflanzenfasern, welche zu groß sind, werden gleich zu Hartkot gepreßt, kleine Moleküle werden in den Blinddarm geschleust. Cellulosen, Hemicellulosen und Lignine sind zu groß für den Sortiermechanismus, sie landen zu 100% im Hartkot.
In den Blinddarm gelangen unverdauliche Stärken, Pektine, Fettsäuren etc ... halt alles was klein ist.
Diese Übergangsstelle ist bakterienreicher, wie Dünndarm und Magen, einfach weil Bakterien aus dem Blinddarm in dieses Zwischenstück und Dickdarmbakterien in dieses Zwischenstück wandern können.
Blinddarm
Im Blinddarm befindet sich die Gärkammer der Kaninchen. In dieser Gärkammer findet man eine sehr hohe Dichte unterschiedlichster Mikroorganismen, also Bakterien und Einzeller, welche den ankommenden Nahrungsbrei nach verwertbaren Molekülen durchforsten und sich dick und fett futtern. Diese Mikroorganismen zerlegen nun die noch enthaltenen Kohlenhydrate unverdauliche Stärke, Fructooligosacharide, Pektine etc in ihre Bestandteile, auch bislang nicht crackbare Eiweißbruchstücke werden hier zerlegt in Aminosäuren, alles, was noch irgendwie zerlegbar ist, wird zerlegt und gefressen ... durch die Ausscheidungsprodukte der Bakterien stellt sich ein leicht saures Milleu ein.
Wird stärke- und zuckerfrei gefüttert, stellt sich trotzdem ein leicht saures Milleu ein, da Pektine genauso in Zucker zerlegt werden, welche wiederum unter Milchsäurebildung und Essigsäurebildung zu Bakterieneiweißen, Bakterienvitaminen etc ab und aufgebaut werden.
Selbst wenn Cellulose in den Blinddarm gelangen würde, würde diese in Einfachzucker zerlegt werden und selbst dann würde sich demzufolge ein leicht saures Milleu einstellen! Man kann das sehr gut im Pansen der Wiederkäuer oder im Blinddarm der Meerschweinchen beobachten, welche tatsächlich Cellulose verdauen können.
Wir haben also ein leicht saures Milleu genau dort, wo Strukturkohlenhydrate abgebaut werden! Kaninchen können jedoch keine Cellulose verdauen, da diese nicht durch den Sortiermechanismus in den Blinddarm paßt ...
Wird so gefüttert, daß im Blinddarm keine Kohlenhydrate mehr ankommen, verhungert die Blinddarmgesellschaft schlichtweg, nach ca. einem Jahr spätestens hat man ein faktisch mikroorganismenfreien Blinddarm - das heißt, wenn das Kaninchen eine solche Fütterung solange überlebt ... aber immerhin würde sich nun ein neutraler pH-Wert einstellen ...
Das Kaninchen gibt Blinddarminhalt als Weichkot ab, dieser ist sehr bakterienreich und enthält hochwertiges Bakterieneiweiß, Vitamine und Fettsäuren, welche vom Kaninchen leicht zerlegt und aufgenommen werden können. Dabei entstehende komplexe Verbindungen, welche das Kaninchen nicht zerlegen kann, wird wieder in den Blinddarm zurückverfrachtet.
Dickdarm
Der Dickdarm ist beim Kaninchen genauso dicht besiedelt, wie beim Menschen. Die Bakterien und Einzeller rekrutieren sich aus Bakterien und Einzeller, die über den After einwandern, dementsprechend ist die höchste Mikrobendichte am Dickdarmendstück zu finden und die niedrigste Mikrobendichte am Anfangsteil des Dickdarmes. Die Dickdarmgesellschaft ist ähnlich wie beim Menschen. Hier wird tatsächlich genau wie beim Menschen auch Lignin und Cellulose abgebaut - nur leider hat das Kaninchen davon genausowenig wie der Mensch, es kann nämlich nur noch die dabei freiwerdenden Fettsäuren aufnehmen - genau wie der Mensch auch!
Cellulose kann also vom Kaninchen gar nicht verdaut werden, da es nicht durch den Sortiermechanismus zur Gärkammer paßt!
Ich denke, damit hat sich das, was du da im Netz gefunden hast, als das erwiesen, was es ist - eine nette Hypothese, aufgestellt vor Jahren von Frau Birgit Drescher, um zu erklären, weshalb Kuntibunti für Kaninchen schädlich ist - tatsächlich jedoch gibt es dafür eine weitaus bessere Erklärung: die Struktur!
Aus Futtermehlen hergestellte Futtermittel werden aufgrund der fehlenden Struktur deutlich langsamer im Darm weitergeschoben, wie zerkauter Nahrungsbrei, da die Zähne das Futter niemals so fein mahlen können, wie es mit Maschinen möglich ist.
Der Effekt, der daraus entsteht, ist erwünscht - Nährstoffe werden erstmal deutlich besser aufgenommen, weil die einzelnen Nährstoffe durch die langsame Geschwindigkeit garantiert an die Dünndarmwand gelangen und damit an die entsprechenden Transporter bzw an die Stellen, wo sie passiv durch die Dünndarmwand geschleust werden können.
Es gibt jedoch einen Effekt, der eigentlich nicht erwünscht ist ... durch die langsame Geschwindigkeit im Dünndarm ist die Einwanderungsgeschwindigkeit der Mikroorganismen aus dem Dickdarm und dem Blinddarm in den Dünndarm höher, wie die Geschwindigkeit des Nahrungsbreies! Es wandern also diverse Bakterien in den Dünndarm ein, unter anderem auch Celluloseabbauer, welche ihrerseits anfangen, den Nahrungsbrei im Dünndarm zu futtern.
Die Folge ist, daß sie Gase und Säuren freisetzen in einem Bereich, der nicht daran angepaßt ist - DAS ist es also, was da so falsch erklärt wurde!
Wir haben also Fehlgärungen durch das Einwandern von Mikroben in den Dünndarm durch eine zu langsame Geschwindigkeit des Nahrungsbreies und damit verbunden Blähungen, Durchfall (das Kaninchen versucht mit Wasserzugabe in den Dünndarm die Geschwindigkeit des Nahrungsbreies zu erhöhen und damit die einwandernden Bakterien wieder aus dem Dünndarm rauszuspühlen) und eine Ansäuerung des Dünndarmmilleus ...
Die bei Kuntibunti zu beobachtenden Durchfall/Matschkot-Geschichten sind also nicht die Folge von Stärke und Zucker, sondern die Folge von fehlender Faserlänge des Futters!
Kaninchen brauchen, um optimal über den Winter zu kommen, eine ebenso eiweißreiche Ernährung, wie im Sommer ... ist diese nicht gegeben, sind sie in der Lage, aus stärkehaltiger und pektinhaltiger Kost hochwertiges Eiweiß herstellen zu lassen - wem also eine entsprechend eiweißreiche Frischfutterfütterung nicht möglich ist, sollte gerade stärkehaltige Sämereien und stärkehaltige/zuckerhaltiges Wurzelgemüse zufüttern, um eben dem Kaninchen es zu ermöglichen, sich daraus Eiweiß herstellen zu lassen!
Selbst Wildkaninchen futtern im Herbst und Winter Sämereien, Früchte und vermehrt Speicherwurzeln, je nach Angebot. Einzig, wenn sie zufälligerweise am Rapsfeld leben, brauchen sie das nicht, da der Raps eiweißhaltig genug ist - und genau deshalb sind die Schäden in Rapsfeldern durch Kaninchen teilweise Totalschäden ... die Kaninchen müssen erst gar nicht mühsam nach Grasssamen und Eicheln suchen, die gehen einfach aufs Rapsfeld und nehmen das Eiweiß direkt über den Raps auf!
Wer also im Winter ohne Sämereien auskommen will, muß kohlreich und wurzelgemüsereich füttern ... Kohl enthält viel Eiweiß, Wurzelgemüse und Knollengemüse enthält notwendige komplexen und kleinen Kohlenhydrate, welche im Blinddarm auch ankommen (rohe Kartoffel beispielsweise, die Stärke der Kartoffel kommt zu großen Teilen im Blinddarm an). So wird der geringere Eiweißgehalt der meisten Gemüsesorten im Winter ausgeglichen ...
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Re: Ad Libitum im WInter
Wenn ich das richtig herauslese, geht es dir vorallem um das Kohlenhydrat-Argument. Also dass Kaninchen eine kohlenhydratarme Kost benötigen um ihre Darmflora aufrecht zu erhalten.
Das ist nach meinem Kenntnisstand ein großer Mythos. Kaninchen fressen in der Natur doch recht stärke- und zuckerreich. Die ganzen Wildkräuter sind nicht so arm an Stärke und Zucker wie sie in der Kaninchen-Szene dargestellt werden, im Gegenteil. Kaninchen sind also auf so eine Kost angepasst. Die Darmflora kippt nur wenn das Kaninchen ungesund ernährt wird (meist einseitige Ernährung, Verdorbenes oder ungeeignetes Futter) oder wenn sie Infektionen bekommen. Natürlich gibt es noch weitere Gründe wie z.B. Zahnspitzen, wodurch die Nahrung nicht richtig vorverdaut wird und schlecht zerkaut in den Verdauungstrakt gelangt.
Werte (gerundet):
100g Löwenzahn enthalten 8,5g Zucker
100g Heu enthalten 10g Zucker
100g Apfel enthalten 10g Zucker
100g Karotte enthalten 5g Zucker
Meine Kaninchen sind alle zusammen frei von Verdauungsproblemen, trotz ganzjähriger Ad libitum-Ernährung und entsprechenden Krankheitsvorgeschichten (frühere chronische Verdauungsprobleme etc.).
Wenn man sich zwischen Gemüse und Heu als Hauptfutter im Winter entscheiden möchte, sollte man sich vorallem anschauen welche Nährstoffe die Kaninchen bekommen müssen. Ich hatte darüber schon mal etwas geschrieben, du kannst unter https://www.kaninchenwiese.de" onclick="window.open(this.href);return false; -> Hintergründe -> "Zwischen Mangel & Überfluss" im unteren Teil des Textes Vergleichsdaten zu Heu contra Gemüse als Hauptnahrung finden die für mich die Entscheidung leicht gemacht haben...
Das ist nach meinem Kenntnisstand ein großer Mythos. Kaninchen fressen in der Natur doch recht stärke- und zuckerreich. Die ganzen Wildkräuter sind nicht so arm an Stärke und Zucker wie sie in der Kaninchen-Szene dargestellt werden, im Gegenteil. Kaninchen sind also auf so eine Kost angepasst. Die Darmflora kippt nur wenn das Kaninchen ungesund ernährt wird (meist einseitige Ernährung, Verdorbenes oder ungeeignetes Futter) oder wenn sie Infektionen bekommen. Natürlich gibt es noch weitere Gründe wie z.B. Zahnspitzen, wodurch die Nahrung nicht richtig vorverdaut wird und schlecht zerkaut in den Verdauungstrakt gelangt.
Werte (gerundet):
100g Löwenzahn enthalten 8,5g Zucker
100g Heu enthalten 10g Zucker
100g Apfel enthalten 10g Zucker
100g Karotte enthalten 5g Zucker
Meine Kaninchen sind alle zusammen frei von Verdauungsproblemen, trotz ganzjähriger Ad libitum-Ernährung und entsprechenden Krankheitsvorgeschichten (frühere chronische Verdauungsprobleme etc.).
Wenn man sich zwischen Gemüse und Heu als Hauptfutter im Winter entscheiden möchte, sollte man sich vorallem anschauen welche Nährstoffe die Kaninchen bekommen müssen. Ich hatte darüber schon mal etwas geschrieben, du kannst unter https://www.kaninchenwiese.de" onclick="window.open(this.href);return false; -> Hintergründe -> "Zwischen Mangel & Überfluss" im unteren Teil des Textes Vergleichsdaten zu Heu contra Gemüse als Hauptnahrung finden die für mich die Entscheidung leicht gemacht haben...

Ich wünsche Dir...
dass Du arbeitest als würdest Du kein Geld brauchen.
dass Du liebst, als hätte Dich noch nie jemand verletzt.
dass Du tanzt, als würde keiner hinschauen.
dass Du singst, als würde keiner zuhören.
dass Du lebst, als wäre das Paradies auf Erden.
- RuJo
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Re: Ad Libitum im WInter
Ich danke euch. Eure Ausführungen waren sehr aufschlussreich!
"Ein gutes Buch, das von majestätischer Unerschlossenheit an seiner Stelle im Regal steht, stellt die aufmunternste Form intellektueller Wandverkleidung dar!" (David Quammen "Die Hörner des Rhinozeros")