Seit Februar 2009 nur noch Matscheköttel (Durchfall)

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Alles, was hier im Forum speziell zu Krankheiten, Diagnosen, Medikamenten und deren Dosierungen zu finden ist, sind persönliche Erfahrungen, Tipps und Ratschläge.

Diese Tipps und Ratschläge ersetzen keinen Tierarztbesuch.

Es gibt sehr viele ernst zu nehmende Krankheiten, die man durch Eigenbehandlung/Eigentherapie noch verschlimmern kann.

Es ist daher wichtig, jede Medikamentenabgabe und Therapie unbedingt mit dem Arzt zu besprechen und gemeinsam nach der besten Lösung, für das jeweilige Tier zu suchen.

Also zieht bitte immer einen Tierarzt zu Rate. Selbstverständlich könnt Ihr die hier gegebenen Tipps und Ratschläge mit Eurem Tierarzt besprechen.
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Seit Februar 2009 nur noch Matscheköttel (Durchfall)

Beitrag von Nelda » Di 8. Jun 2010, 19:23

Ein paar Einträge, gerade die über Ernährung habe ich hier schon gelesen und bin begeistert.

Mein 6jähriges Schweinchen hat leider aufgrund von Antibiotikum-Behandlung seit Februar 2009 Matscheköttel.
Im Januar 2010 waren überraschend 5 Tage lang fast "gute" Böhnchen" zustande gekommen und danach wieder nur Matsch.

Ich füttere kein Trofu, keine ungesunden Leckereien usw.
Nachdem ich mit längerem Frischkost-Entzug keinen Erfolg hatte, fütterte ich ihn ganz langsam wieder damit an und es wurde nicht schlimmer.
Letzten Samstag hat er einen Tag lang wieder fast "gute" Böhnchen produziert und am nächsten Tag wieder bis heute Matsch. Matsch überwiegt, Böhnchen sind leider eine Rarität.


Wie es aussieht, müssen "Seine Drolligkeit" und ich mit den Matschekötteln klar kommen. Zum Glück ist er nicht wund, ich säubere ihn mit Oregano-Tee (wirkt gegen Pilz usw.) und so ist er zum Glück munter.
Die Krallen bekomme ich bei aller Liebe nicht mehr sauber...


Die ausführlichen Berichte von Murks Pickwick beeindrucken mich sehr und hoffe, dass ich hier noch sehr viel lernen kann.
"Seine Drolligkeit" hatte vor dem AB eine robuste Darmflora, nach dem AB stellte er, auch das Jahr vorher, 2008, das Essen ein. Er wurde von mir zwangsernährt, wie sich hinterher herausstellte, mit den ach so gepriesenen Päppelfutter und Darmfloramittel, durch das ich wohl noch gründlich unwissentlich zur Verschlechterung der Darmflora beigetragen habe.

Monatelang fand ich nur noch 3 - 4 Stunden Schlaf und bereue keine Sekunde, denn ansonsten benimmt sich "Seine Drolligkeit" richtig fröhlich. :freu:

-- Dienstag 8. Juni 2010, 19:35 --

Huhu lapin,

ein ganz dolle liebes Dankeschön für das Abtrennen und Verschieben und den Link, damit ich gleich alles finden kann. *knuddel*

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Re: Seit Februar 2009 nur noch Matscheköttel (Durchfall)

Beitrag von schweinsnase77 » Di 8. Jun 2010, 20:56

Hast du mal versucht das Heu wegzulassen?
Mit freundlichen Grunzern

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Re: Seit Februar 2009 nur noch Matscheköttel (Durchfall)

Beitrag von Murx Pickwick » Di 8. Jun 2010, 21:17

Er hat AB bekommen - wogegen wurde er behandelt?
Wurde das AB gespritzt, oder hat er es futtern müssen?
Hat er noch mehr Medikamente bekommen?

Den Oregano-Tee kannst du ihm übrigens auch direkt zum Trinken anbieten - natürlich neben seinem Trinkwasser, also nicht das Wasser sperren, damit er Oreganotee trinkt ...

Welche Kräuter bekommt er bisher, was frißt er davon?
Bekommt er Apfel?

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Re: Seit Februar 2009 nur noch Matscheköttel (Durchfall)

Beitrag von Nelda » Di 8. Jun 2010, 22:08

Huhu Schweinsnase,

oh Schreck, das Heu weglassen?
Erklärst Du mir bitte warum?

Was mache ich denn im Winter, wo doch die Salate usw. so sehr schadstoffbelastet sind und, da gehen die Meinungen auch auseinander, wieviel Vitamine usw. diese Frischkost dann noch hat.

Das gäbe ja ein Riesenproblem mit meinem 2. Schweinchen, die müsste ich ja dann trennen und das möchte ich ganz und gar nicht.



Huhu Murx Pickwick,

von Dir habe ich ja schon tolle Beiträge gelesen. *knuddel*

Vor zwei Jahren bekam er schon das T...clin (möchte keinen Namen vollständig schreiben) injiziert, wegen einer Gesäugeentzündung. Es half nichts...
...er stellte mir nach ein paar Tagen das Essen ein und ich musste zwangsernähren, mit dem, was mir mittlerweile klar ist, schädlichen Päppelfutter und gab brav in meiner Unwissentheit das Darmfloramittel...

Voriges Jahr hatte er eine merkwürdige Augenentzündung, TA meinte, er hätte auch Schnupfen, ich dagegen denke, das war eher dieses "Angstschnauben" durch die Nase, mein Zwergerl (ist aber das grosse Schweinchen) nieste nämlich nicht, kein Ausfluss usw.

Er bekam wieder AB injiziert, darauf stellte sich der Dauermatsch ein.

Dann liess ich Kot untersuchen: Kokzidien.

Beide bekamen K...iol, sie bekamen Durst wie doof und mein Grosser brach sich wohl dann deswegen an der Tränke einen unteren Schneidezahn ziemlich tief ab.
Zähne unten korrigieren lassen.
Mit dem K...iol war ich wegen der "Messerspitze"-Dosierung nicht einverstanden, beim Googlen fand ich heraus, dass der Blutzuckerspiegel gemessen werden sollte.

Also dann das übliche, meist verträgliche Mittel B...il, 5 % (die Punkte zwischen den Buchstaben sind nicht die Anzahl der fehlenden Buchstaben).

Mein Zwergerl stellte das Essen u n d das Trinken ein, obwohl er sofort aus der Spritze Wasser nahm, aber nicht an den Wassernapf noch an die Tränke ging.

Der Matsch blieb.

Zum Glück hatte eine liebe Freundin von mir einen super Beitrag mit Oregano gefunden, den ich zur Unterstützung als Tee und getrocknet zur Verfügung stellte.

Kokzidien-Kontrollen waren alle negativ.

Jetzt bin ich gerade im Zweifel mit Trockenfutter:
Ich füttere getrocknete Kräuter, zählen die zu Trockenfutter?

Eine Zeitlang hat er gierig frischen Rosmarin und Zitronenmelisse gefuttert, mittlerweile nimmt er Reissaus.

Ich füttere Trockenkräuter:
Spitzwegerich (frisch mag er ihn seltsamerweise nicht), Melisse, Oregano, Rosmarin, Thymian, heute noch Salbeiblätter dazu.
Was wer genau futtert, lässt sich sehr schwer feststellen und es wird auch nicht immer gefuttert, ich biete an und hoffe, bei Bedarf nehmen sie sich das richtige.

Apfel hatte ich mal gerieben und luftgebräunt gegeben, dasselbe mit Möhrchen, wurde verweigert.
Möhrchen futtert er gern und ich bin am Überlegen, ob ich den "Mittelnerv" herausschneiden soll.

Apfel "normal" traute ich mich wegen des Matsches nicht mehr zu füttern, bin auch ewig irritiert, weil ich öfters (nicht hier im Forum) gelesen habe, dass man ihn wenig füttern soll und ich auch nicht so viel experimentieren möchte, weil wir wirklich zusammen sehr, sehr schwere Zeiten durchgemacht haben, was verträgt er, was nicht, woher soll ich oft wissen, was er nicht verträgt, wenn das aufgenommene Futter 3 bis 5 Tage im Körper verbleibt und ich nicht weiss welches...

Bei Paprika meine ich, dass es schlimmer wird.

Die beiden bekommen viel Gras und Löwenzahn, etwas Fenchelknolle mit Grün, deutschen Mini-Romana, bei dem ich mir auch im Zweifel bin, aber beide sehr verrückt darauf sind und Möhrchen.

Ich muss gestehen, dass ich, je mehr ich lese und versuche eine Lösung zu finden, ich immer mir irritiert bin, was nun richtig oder falsch ist.

Meine Jungs liegen mir sehr am Herzen und ich möchte, dass ich wenigstens alles richtig mache, so gut es überhaupt durchführbar ist.
Leider kann ich mir nicht töpfeweise Kräuter zulegen, ich habe nur Südfenster, keinen Balkon, keinen Garten und ich hoffe, dass mir jetzt niemand sagt, ich sollte deswegen keine Schweinchen halten.
Ist sowieso zu spät, ich liebe diese Tierchen so sehr und die sind mein ein und alles, weil ich sowieso aus gesundheitlichen Gründen schon auf sehr sehr viel verzichten muss.
Diese Tierchen haben mein Leben wieder lebenswert gemacht und ich bin wieder ein richtiger Mensch.

Ich danke für das Zuhören! *knuddel*

Ich habe AB so dick wie ein Pfund Schmierseife und habe meinem TA schon erklärt, dass mein Zwergerl auf keinen Fall mehr AB bekommt und beim Kleinen, wobei ich sehr hoffe, dass ich nie in eine Situation gezwungen werden, möchte ich es auch verhindern, sobald es vorgeschlagen wird.

Dass AB die Darmflora zerstört und das Tierchen nur noch mehr geschwächt wird, oder erst geschwächt wird, habe da schon sehr traurige Erfahrungen machen müssen, weiss ich und bin ein grosser Feind vom AB geworden.
Da würde ich lieber mit Spitzwegerichpressaft, Thymian, Oregano versuchen, da die letzten beiden ja sogar antiviral wirken -was das AB nämlich nicht kann - und die Darmflora nicht zerstört.
Im Winter bekommt man sehr schlecht frische Kräuter, daher würde ich auf trockene zurückgreifen, zusätzlich als Tee im Napf anbieten zusätzlich zum Wasser oder auch auf Presssäfte.

Jetzt muss ich meine Schweinerles "bettfertig" machen, Matscheköttel, nasse Stellen rausräumen, Wasser frisch machen (2 x täglich).

Ein ganz dolle dickes Dankeschön für Euer Interesse. *knuddels*
Zuletzt geändert von Nelda am So 1. Jan 2012, 10:23, insgesamt 4-mal geändert.
Grund: doppeltes entfernt

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Re: Seit Februar 2009 nur noch Matscheköttel (Durchfall)

Beitrag von schweinsnase77 » Di 8. Jun 2010, 22:31

Was erschreckt dich daran mal für 1-2 Wochen kein heu zu füttern, um auszuschliessen das die Problematik daher kommt? Gerade um Heu zu verdauen bracuht es extrem viele Bakterien die Celluloseaufspalten können. Sind die nicht da versiucht der körper das zeug wieder loszuwerden bevor es anfängt zu gären, mit Matschekot und Durchfall kommt ein Meerschwein wesentlich besser klar als mit Aufgasungen ;)
Mit freundlichen Grunzern

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Re: Seit Februar 2009 nur noch Matscheköttel (Durchfall)

Beitrag von Murx Pickwick » Di 8. Jun 2010, 22:40

Wenn ich es richtig verstehe, fing alles mit dieser Gesäugeentzündung an?
Und es ist ein Kerl? Ein Kastrat?

Die sechs Jahre davor war er ein gesundes, munteres Schwein?
Keine Lungenentzündung, keine Augenentzündungen oder ähnliches?
Keine ab und an mal auftretenden Matscheköttel?
Oder gab es da auch schon irgendwelche Krankheiten?

Wurde mal Cortison wegen irgendetwas gespritzt?
Wenn ja wann?

sry, die vielen Fragen ... es ist nur, man liest sehr schnell, hat schnell ein Urteil an der Hand - und hat nachher etwas wichtiges überlesen oder nicht bemerkt. Das will ich einfach in deinem Fall vermeiden und frag da jetzt lieber 100mal nach, um auch alles richtig mitzubekommen.

Wenn du willst, kannst du auch in andere Foren verlinken, wo du geschrieben hast, dann könnte ich mir das auch noch mal durchlesen. Vielleicht finde ich da dann das, was ich brauche, um möglichst korrekt zu raten ...

Ach ja ... und knuddel bitte den armen Forenkobold nicht so dolle, der ist das nicht gewöhnt - er könnte seine verkniffene Gesichtsmimik und seine Unhöflichkeit verlieren ... ;)

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Re: Seit Februar 2009 nur noch Matscheköttel (Durchfall)

Beitrag von Nelda » Mi 9. Jun 2010, 18:14

Huhu Schweinsnase,

mich erschreckt es deshalb, weil ich Angst habe, wenn er sein Heu nicht mehr hat, dass er mir wieder so schleichend abnimmt.
Er wog vor 2 Jahren 1.400g, er ist seeeehr gross.

Sein Gewicht sackte mir schleichend auf 965 g ab und ich habe mit wenig Schlaf, weil ich alle drei Stunden gepäppelt habe, mühsam das Gewicht wieder auf 1.100 g erhöhen können.
Als er eeeeendlich selbst wieder futterte, schaffte er es wieder auf 1.158 g (heute) und er ist immer noch recht schlank, aber nicht mehr klapperdürr.

Er hat zum Glück keine Aufgasungen, er fühlt sich so wie er sich benimmt, allem Anschein nach tatsächlich trotz Matscheköttel wohl.

EDIT: Im Januar hatte er 5 Tage lang mit Heu und Frischkost fast normale Köttels.


Huhu Murks Pickwick,

genau, es fing mit dieser Gesäugeentzündung, die zufällig beim TA festgestellt wurde, weil plötzlich Blut da war und keiner zunächst wusste, woher es kam. Er suchte und fand die vergrösserte Brustwarze, fühlte und meinte "eine Umfangvermehrung" und eben eine "Gesäuge-Entzündung".
Mir ging es wie Dir bei dem Begriff und sagte gleich: Das ist doch ein Kerl. Er meinte, ja das wüsste er, aber das kommt bei Jungs eben auch vor.

Das Kerlchen sollte operiert werden, der TA selbst traute sich nicht ran, er übergab es der TÄ, damals war es noch eine Gemeinschaftspraxis.
Ich brachte ihn schweren Herzens zum Termin, sie sagte mir noch, das wird eine schwierige Sache.
Kaum zu Hause angekommen, rief sie bei mir an, ich sah die Nummer im Display und befürchtete das Schlimmste.
Sie sagte mir, sie hätte ihn geröntgt, es sei nichts zu sehen, es sei mit Sicherheit kein Tumor, es sei eine Entzündung, in die darf man nicht "reinschneiden".
Das Rö-Bild wurde mir gezeigt, ich konnte an dieser Stelle auch nichts sehen, nichts "Umgrenztes Rundes".
Also wurde das T...lin gespritzt, drei Tage in Folge und nach ca. 5 Tagen stellte mein Kerlchen das Fressen ein.
Auffällig, auch beim letzten Mal (wobei ich da den Namen vom AB nicht weiss), dass die Haut aussah wie bei einem frischen Sonnenbrand. Wenn das innerlich auch alles so aussah, ist mir klar, warum das Kerlchen nicht mehr futterte.

Die Matscheköttel traten vorher nie auf, erst nach der AB-Behandlung Febr. 2009.
Er hatte nie Umstellungsprobleme, sobald es Gras und Löwenzahn von draussen gab, wobei ich bei meiner Chefschnute (voriges Jahr mit 7,5 Jahren RBB) vorsichtiger sein musste, der nur kurz mal weichere Köttels produzierte, aber die nach Stunden schon wieder vollständig weg waren.

Cortison wurde nicht gespritzt.

Ach ja:
Er ist kein Kastrat, die TÄ meinte aber damals, dass er aufgrund seiner Körperform - vorne schmal und hinten richtig rund - evtl. ein Twitter sein könnte (was mich persönlich überhaupt nicht stört).
Ob es jetzt wirklich so ist, kann ich nicht beurteilen.

Lungenentzündung hatte er noch keine.

Wegen der Augenentzündung, linkes Auge, war ich im Februar 2009 beim TA, daher das AB und diese ganz ganz schlimme Reaktion drauf, Matscheköttel und danach Kokzidien.
Das Auge wurde dennoch nicht besser.

Mit Augentrost-Augentropfen (Euphrasia) bekam ich das nach Wochen in Griff, das Auge ist wieder okay, nicht trüb, nicht tränend, nicht entzündet.
Mir fiel aber immer auf, dass diese weisse Augenflüssigkeit nicht ablief und hatte Verdacht auf eine verstopfte Tränendrüse.
OP wollte ich mit Matscheköttel nicht riskieren.

Dadurch, dass der untere Schneidezahn derart tief abgebrochen war und die Urlaubsvertretung von meinem TA meinte, die oberen Schneidezähne brauchte man nicht zu kürzen, wurden diese zu lang, ich musste einige Male zum Kürzen (abschneiden) und die unteren wurden, da der andere super nachgewachsen war, auch immer mitgekürzt und da stimmte das Zahnverhältnis nicht mehr, ich merkte, er schlug so merkwürdig die Schneidezähne beim Fressen aufeinander.
Eine Freundin fand im Inet dann glücklich heraus das die Schneidezähne oben zu unten im Verhältnis 1:2 und auch 1:3 sein können, mein TA fand die unten immer zu lang und kürzte sie zu weit zurück.
Dann knirschten die Backenzähne plötzlich beim Kauen und es wurden Unebenheiten festgestellt, die in Narkose (bei der ich wegen der Matscheköttel noch mehr Angst hatte als sonst - meine Chefschnute war ein Zahnschweinchen) abgeschliffen und ich bestand darauf, die unteren Schneidezähne in Ruhe zu lassen.
Seither war auch zum Glück nichts mehr mit den Zähnen.

Mein Kerlchen hatte laut TA vorher immer "Bilderbuch-Zähne".

Mit einem anderen Forum kann ich Dich nicht verlinken, das ist das erste Forum, in dem ich das Ganze überhaupt schreibe, weil ich den Eindruck gewonnen habe, dass hier sehr kompetente Leutchen sind.

Ich hoffe, jetzt nichts vergessen zu haben.
Es ist für mich sehr schwierig, alles noch zusammen zu bekommen, weil es doch eine sehr lange Zeit ist und ich aus meiner Müdigkeit auch nicht mehr herausfinde, weil ich immer noch zu wenig schlafe, weil ich nicht möchte, dass mein Kerlchen zu lange Matsch anhaften hat, am Po und den Füsschen.
Der Kleine soll mir ja auch nicht immer durchlaufen oder sich ungeniert reinlegen, was er aber fertig bringt.

Tagsüber gucke ich ständig und räume sofort den Matsch heraus, wenn mein Kerlchen seinen Schlaf/Ruheplatz verlässt.

Ich selbst vermute, dass evtl. die Darmwände, Schleimhäute so massiv geschädigt sind, dass es noch sehr lange braucht, wenn überhaupt, dass es wieder gut wird.
Natürlich bin ich über jede Hilfe, die ich verstehen kann und für mich durchführbar oder auch logisch ist, von Herzen dankbar.

Ihn auf eine andere Art der Nahrungsversorgung umzustellen macht mir Angst, weil er evtl. dann wieder schlecht beieinander sein könnte, bin ich doch so froh, dass er wieder munter wurde, wieder bettelt, durchs Gehege gluckst, dem Kleinen zeigt, wer der Boss ist und und und...
Das bitte ich zu verstehen.

Du bekommst jetzt "verkniffene-Gesichtsmimik-und-Unhöflichkeit-erhaltende-Knuddels", kurz "Spezial-Knuddels" von mir... ;)

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Re: Seit Februar 2009 nur noch Matscheköttel (Durchfall)

Beitrag von 2meeris » Mi 9. Jun 2010, 19:02

hallo
nelda

wir hatten das auch mit unseren moritz gehabt , bei ihm kammen allerdings noch unerklärliche blähungen dazu , der ganze mist hat ca ein dreivirtel jahr gedauert , er hatte auch immer matchköttel gehabt ,wir waren bei zig ta und haben zig untersuchungen machen lassen(laboruntersuchungen ,wir haben zig mal kot in zig laboren untersuchen lassen )aber keine untersuchung hat was gebracht , im februar bin ich zu einer sehr fähigen tä gekommen , sie hat sich den kot angeschaut (unterm mikroskop ) sie hat sofort gesehen das die bakteriestämme komplett aus dem gleichgewicht waren ,sie hat mir das versucht so zu erklären das die bakterien an einer kettezusammmenhängen , und in dieser kette sind bakterien die dort gar nicht reingehört haben und es fehlten bei moritz bakterien .moritz hat dann über ein zeitraum von 10 tagen 3 medikamente bekommen , und seitdem hat moritz keine probleme mehr , er hat keine blähungen mehr und die köttel sind auch wieder so wie sie sein sollen ,ach übberrings moritz war auch ein AB kind , er hat viel antibiotikum bekommen ,und daher kam es das die bakterienstämme zerstört waren

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Re: Seit Februar 2009 nur noch Matscheköttel (Durchfall)

Beitrag von Nelda » Mi 9. Jun 2010, 19:28

Huhu 2meeris,

ich vermute wirklich, dass das ganze Übel vom AB kommt.

So geht es meinem Spatz wirklich gut, wenn es jemand nicht weiss, merkt er ihm es nicht an.
Er hat keine Blähungen, zumindest nicht sichtbare. Er bettelt, sitzt nicht mehr zusammengekauert, wie er das lange nach dem AB und danach nach der Kokzidienbehandlung gemacht hatte, gluckst richtig fröhlich durchs Gehege und bin so froh darüber.

Mit Medikamenten bin ich seeeeeehr vorsichtig geworden, mir wäre ein "Wunderkraut" wesentlich lieber.
Mein TA hat so viel gegen Matscheköttel empfohlen, ich aber erst im Inet nach den Inhaltstoffen gesucht hatte und überall war Zucker drin.

Ich freue mich sehr, dass Dein Moritz wieder seine Blähungen los ist und er normal köttelt. *knuddel*

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Beitrag von 2meeris » Mi 9. Jun 2010, 20:10

hallo

du meinst bbb bei zucker ??? wenn ja ich gebe auch kein bbb mehr sondern symbio pet . ich an deiner stelle würde die bakterienstämme mal untersuchen lassen , aber leider braucht man dafür anscheinend ein guten ta , wie gesagt ich habe zig mal den kot in laboren untersuchen lassen ,immer ohne ergebniss ,sogar im gegenteil alle ta und labore sagten das der kot in ordnung sei ( man füllt sich schon sehr verarscht wenn man später hört das der kot nicht in ordnung ist ) moritz ging es übberrings auch immer gut der hat gefuttert ohne ende und war auch aktiv , man hat ihm nicht angemerkt das er probleme hat , und der kot war super weich bis matschig ,der arme war immer total mit kot verschmiert

wie gesagt ich kann dir nur nahe legen die untersuchung zu machen ,frauh hackert hat uns übberrings für diese untersuchung nichts berechnet ,die diagnosse hatte sie innerhalb von einer minute

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Re: Seit Februar 2009 nur noch Matscheköttel (Durchfall)

Beitrag von Nelda » Mi 9. Jun 2010, 21:13

Huhu 2meeris,

Kotuntersuchung hatte ich machen lassen, da hiess es eben auch, alles okay.

Ich weiss wirklich nicht, wo ich es machen soll, es ist ja auch oft bei Menschen so, dass es heisst, wir können nichts finden und ein anderer Arzt findet dann doch etwas.

Baktierenhemmende und antivirale Kräuter verwende ich ja, bei Medikamenten habe ich schon so Angst, dass wieder alles noch schlimmer wird.

Ja, unter anderem BBB meinte. Da gibt es einige Mittelchen, die der Darmflora helfen sollen und dann Inhaltsstoffe enthalten, die genau das Gegenteil bewirken.

Im Symbio.pet sind (gerade gegooglet) Maisstärke, Maltodextrin, Inulin drin.
Ich wage die ersten 2 Inhaltsstoffe meinem Kerlchen nicht zu geben. *knuddel*

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Re: Seit Februar 2009 nur noch Matscheköttel (Durchfall)

Beitrag von Gast0816 » Mi 9. Jun 2010, 21:27

Hallo Nelda, ich hab mit Salweide und Beifuß gute Erfahrungen bei Durchfall gemacht, egal ob frisch oder getrockent. Brombeerblätter helfen auch sehr gut, muß man die Dornen abmachen.

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Re: Seit Februar 2009 nur noch Matscheköttel (Durchfall)

Beitrag von 2meeris » Mi 9. Jun 2010, 21:35

hallo

ich bin auf symbio umgestiegen weil ich moritz ja knapp ein dreiviertel jahr das zeug gegeben habe ,bei bbb wäre der warscheinlich jetzt 2kg schwer . das einzigste was mir so spontan einfällt ist das du ein heusud machen kannst ( aber natürlich regelmässig ) das hielft zwar nur die bestehende darmflora zu stärken aber nicht die kaputte aufzubauen mit irgendwelchen diäten oder futterentzug (frischfutter ) wäre ich vorsichtig , so auf die ferne würde ich sowas nicht machen , das einzigste was ich gemacht habe ist für einige tage immer das selbe futter zu geben ,somit wollte ich schauen ob moritz auf ein bestimmtes lebensmitel schlecht reagiert ,aber auch bei dieser methode wäre ich vorsichtig , es bedeutet auch immer stress für den kleinen

ja mit der kotuntersuchung ist schon ne sache , was mir so spontan einfallen würde ( weiß aber nicht ob das geht ) ist das du eventuell mal kot zu meiner tä in unna schicken tust ( ich schätze mal das sie das kostrenlos macht ,und wenn kostet das vielleicht 5€ ) das einzigste was ich jetzt nicht weis ob diese untersuchung auch bei 1-2 tagen alten köttel geht ,da müsste ich sie fragen ( das mit der post schicken dauert ja 1-2 tage )

gruss wolfgang

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Re: Seit Februar 2009 nur noch Matscheköttel (Durchfall)

Beitrag von Murx Pickwick » Mi 9. Jun 2010, 22:52

Ich werd morgen was zu schreiben ... die Sache ist vermutlich von dem, was passiert ist, ganz einfach - aber wie man es in Ordnung bringen kann, recht knifflig und heute bin ich einfach zu müde ...

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Re: Seit Februar 2009 nur noch Matscheköttel (Durchfall)

Beitrag von Nelda » Do 10. Jun 2010, 00:03

Huhu Elvi,

Brombeerblätter getrocknet habe ich da, da sie aber derart kleingeschnippelt sind, muss ich immer mühsam die Dornen raus sammeln.

Danke für den Tipp mit Salweide und Beifuss.
Mit trockenen Heidelbeerblättern versuche ich auch schon, die sollen auch gegen Durchfall helfen. Die getrockneten Heidelbeeren treiben ihn in die Flucht.
*Extra-Dankes-Knuddels*


Huhu 2meeris,

beim Füttern achte ich schon immer darauf, was es sein könnte, auf was er reagiert. Aber da ja das Futter 3 - 5 Tage im Körper verbleibt (wenn ich richtig informiert bin) und ich nicht weiss welches, weiss ich es nicht wirklich, was es sein könnte.
Ich habe den Verdacht, dass er auf Paprika reagiert, aber ich weiss es leider nicht wirklich.

Danke für das Angebot mit Deiner Ärztin.
Bezahlen würde ich selbstverständlich dafür, das ist keine Frage.
Was meinst Du, was ich schon für das Kerlchen (gern) ausgegeben habe. Ich brauche auch viel mehr Streu und Heu.
Ich muss ja alles immer rausräumen, weil das mit den Matscheköttel "verzierte" kann ich ja nicht drin lassen.
Das wäre auch ein Problem mit "nur" Frischkost, denn die würde innerhalb kürzester Zeit nicht mehr zumutbar sein, weil sich doch Schweinerles so gern ins Essen setzen.

Bei BBB wurde der Kot immer flüssiger und daher kam ich auf die Idee, erstmal die Inhaltsstoffe nachzugucken und dachte, mit tritt ein Pferd.
Mein Spatz sieht auch immer ziemlich aus, wenn ich aufstehe, solange ich wach bin, bin ich wirklich ständig am Gucken wo was liegt und wie er aussieht.
Mit Oregano-Tee, den ich zum Säubern nehme, ist er weder wund geworden, noch ist ein Pilz vorhanden, noch Haarausfall.
Er lässt sich so geduldig säubern und erzählt mir nebenbei noch etwas, ein richtiger Schatz.

Stressen möchte ich ihn auf keinen Fall.
Ich danke Dir ganz dolle lieb. *Knuddel*


Huhu Murx Pickwick,

auf keinen Fall möchte ich Dich stressen, wenn Du müde bist, dann sollst Du auch Deinen wohlverdienten Schlaf haben.
Ich bin schon so froh, dass hier wirklich gute Ratschläge kommen. *Spezial-Forenkobold-Knuddels*

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Re: Seit Februar 2009 nur noch Matscheköttel (Durchfall)

Beitrag von 2meeris » Do 10. Jun 2010, 09:04

hallo

gut ich werde frau hackert morgen fragen (wir sind morgen sowieso da , wir haben momentan 2 krasse zahnschweinchen ) wie gesagt ich weis nicht ob man 1-2 tagen alten kot auf bakterien untersuchen kann ,vielleicht weis das hier auch jemannd , ich kann dir nachempfinden wie es dir gerade so geht man rennt von a nach b und von b nach c und am ende hat man nie ein ergebniss jeder vermutet nur und jeder behandelt auf seine vermutung , wir waren mit moritz bei ca 15 verschiedene tä in ganz deutschland , am ende waren wir so verzweifelt das wir sogar zum tierheilpraktiker gegangen sind ,aber auch er hatte nur vermutungen gehabt , aber wir haben nie eine diagnosse bekommen die stimmte , man wollte moritz damals schon zig mal einschläfern ,er würde sich soooooooo quälen ,und wie gesagt wir sind dann nach unna gefahren und die frau hackert hatte die diagnose innerhalb von einer minute ,und die stimmte sogar ,ich habe für moritz alleine ca 2000-3000 € ta kosten bezahlt ( inc. medis aber ohne fahrwege ) die hätte ich mir sparen können wäre ich damals sofort zu meiner jetzigen tä gefahren . jetzt fahren wir immer da hin ist zwar immer ne mörderstrecke aber was solls . wie gesagt entweder versuche ich gleich anzurufen oder ich frag sie morgen , ein versuch wäre es wert oder ???? und wenn du paprika vermutest warum lässt du sie dann nicht weg ( du hast nicht geschrieben das du das machst ) und du schreibst das das futter 3-5 tage im körper bleibt , ich weis es selbst nicht und habe auch nie davon gehört aber das kommt mir sehr lange vor und ich kann mir das fast nicht vorstellen , aber wie gesagt das weis ich nicht , aber vielleicht hier jemannd aus dem forum

gruss wolfgang

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Re: Seit Februar 2009 nur noch Matscheköttel (Durchfall)

Beitrag von Miss Marple » Do 10. Jun 2010, 10:21

Man kann auch 2, 3 Tage alten Kot untersuchen lassen. Bei einer Sammelprobe macht man das ja auch, um nach Bakterien suchen zu lassen, die nur periodisch ausgeschieden werden.
2meeris hat geschrieben:das einzigste was mir so spontan einfällt ist das du ein heusud machen kannst ( aber natürlich regelmässig ) das hielft zwar nur die bestehende darmflora zu stärken aber nicht die kaputte aufzubauen.
Ich habe das nun schon paar Mal gelesen, verstehe es aber noch immer nicht. Durchfall und Matsche hin oder her - es wird doch immer noch Blinddarmkot produziert und aufgenommen. Lt Hamel befinden sich in einem Gramm Blinddarmkot durchschnittlich 9,56 Milliarden Keime, die der Verdauung zugute kommen.
Tiere, die keinen Blinddarmkot aufnehmen können, wegen starkem Überegewicht usw., erkranken sehr schnell.
Natürlich gelangen über diesen Kreislauf z. B. auch sauerstoffempfindliche Flagellaten wieder ins Schwein, die außerhalb des Körpers schnell absterben. Aber das zeigt ja nur, dass tatsächlich Bakterien aus dem Blinddarm zirkulieren.
Ich sehe an keiner Stelle, dass der Blinddarm die Produktion gram - positiver Bakterien stoppt, solange das Tier Cellulose frißt. Und jede Pflanzenzelle besteht zu einem großen Teil aus Cellulose.

Gast0816
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Re: Seit Februar 2009 nur noch Matscheköttel (Durchfall)

Beitrag von Gast0816 » Do 10. Jun 2010, 10:46

Hm, du kannst doch jetzt frische Brombeerblätter sammeln :grübel:

Die getrockneten Heidelbeeren haben meine auch nie gefressen, ich glaub, das is vergebene Liebesmüh :sauer:

Malvetee fällt mir da noch spontan ein ;)

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Re: Seit Februar 2009 nur noch Matscheköttel (Durchfall)

Beitrag von Murx Pickwick » Do 10. Jun 2010, 11:55

Der Heusud hat ja auch nicht die Aufgabe, irgendwas an der Darmbesiedlung zu drehen - geht auch gar nicht, da keines der Organismen aus dem Heusud lebendig im Darm ankommt (wenn das passieren würde, wäre der Heusud tödlich! Gibt inzwischen die Versuche, wo irgendwelche Leute auf die Idee kamen, mit Heusud nen Einlauf zu machen - die sind genauso im Krankenhaus gelandet wie Tiere, mit denen das probiert wurde ... )
Der Heusud ist vielmehr eine relativ ungefährliche Methode, das Immunsystem auf Trab zu bringen, denn schon im Mundraum wird die außerordentliche Vielfalt und Konzentration an potentiellen Krankheitserregern vom Körper erkannt und es wird sofort darauf reagiert, indem wirklich ALLE Abwehrmechanismen gegen Krankheiten aktiviert werden. Bei Allergien und Entzündungen (auch Gelenksentzündungen, wie sie bei verschiedenen Skeletterkrankungen in den Gelenken auftreten) ist Heusud deshalb schädlich, bei Erkältungskrankheiten und einem angeschlagenen Immunsystem jedoch Gold wert.

Was die Darmpassagezeiten angeht ... die ist abhängig von dem, was da so in Magen und Darm gelangt ...
Giftige Substanzen werden regelrecht aus dem Darm gespült - vielleicht hat das schon mal hier der ein oder andere bei seinen Meerschweinchen beobachtet, das sind dann kurzfristige Durchfallgeschichten, wo teilweise einfach nur noch Wasser geschissen wird oder richtiggehend weiche Pampe - aber nur einmal, danach ist der Spuk vorrüber und es wird wieder normale Köttel ausgeschissen. Giftige Substanzen sind deshalb gerade mal ein paar Minuten im Darm, das reicht bei weitem nicht aus, damit diese was Böses im Darm anstellen können.

Unverdauliche Bestandteile und zu große oder zusammenhängende Cellulosefasern und Ligninmoleküle werden am Blinddarm vorbeigeschleust und innerhalb von Stunden ausgeschieden.

Kleinere Cellulosemoleküle, Pektine, teilweise auch kleinere Ligninmoleküle, Fruktane und andere komplexe Zucker, Zuckeralkohole verzweigte Stärke, komplexe Eiweiße, Fetteiweiße (Lipidproteine) und vieles mehr, was nicht im Dünndarm aufgenommen werden kann, gelangt in den Blinddarm, wo es zur Gärung angesetzt wird. Daraus wird Blinddarmkot gemacht. Die Darmpassagezeit für solche Futtermittel liegt also tatsächlich bei ein bis vier Tagen, jenachdem wie lange die Vergärung braucht ...

Aus Futtermehlen hergestelltes Futter, wie Extrudate, Pellets und Päppelbreie, verstopfen den Darm und haben nun eine tatsächliche Darmpassagezeit von mehr wie fünf Tagen! Aufgrund der langen Zeit, welche diese Futtermittel im Darm zubringen und aufgrund der feingemahlenen Struktur, welche eine sehr gute Angriffsfläche für Organismen im Darm haben, führen diese Futtermehle dazu, daß diverse Organismen über den After erst in den Dickdarm, dann in den Dünndarm einwandern können und dort prima von dem Nahrungsbrei leben können - und zu gefährlichen Dünndarmblähungen führen können! Speziell der Dünndarm ist normalerweise fast frei von Organismen ...
In diesem Fall versucht der Meerschweinchenkörper das Ganze noch abzumildern, indem er einfach Wasser in den Darm schleust und so probiert, die Organismen genau wie Gifte aus dem Darm zu schieben - es gibt also den berühmt berüchtigten Matschkot!
Ausnahmslos alle Angaben für Darmpassagezeiten über vier Tagen sind mit Pellets gemessen worden! Solange bleibt der Futterbrei normalerweise nicht im Darmtrakt eines Meerschweinchens!

Unverzweigte Stärke, die meisten wasserlöslichen Zucker, einfach abzubauende Eiweiße und Fette, halt alles, was auch für uns Menschen verdaulich ist, haben keine Darmpassagezeit, da sie zerlegt und im Dünndarm in den Körper aufgenommen werden.

Und nun zu diesem Fall ... ich weiß nicht, wieviel Zeit ich hier brauche, kann sein, daß ich das in mehrere Teile über den Tag aufteilen muß, der Fall ist nämlich nicht einfach auf ne Fehlbesiedlung im Darm zurückzuführen - wäre ja auch viel zu einfach ...

Angefangen hat alles mit einer Gesäugeentzündung ... wir haben es mit einem vollwertigen Kerl zu tun, da spielen nun auch etliche Hormone, die ein Meerschweinchenbock halt so in seinen Hoden produziert, eine Rolle.
So eine Entzündung ist normalwerweise bei Meerschweinchenböcken recht selten, da die Brustwarzen aufs Lebenszeit zugepfropfte Milchgänge haben - ist ja klar, so ein Meerschweinchenbock muß ja nie in seinem Leben Milch produzieren und Kinder säugen. Also sind die Gänge von Natur aus schon viel weniger ausgeprägt und enger und eben auf Lebenszeit zugepfropft, da kann nix rein oder raus.
In seltenen Fällen kann es dennoch passieren, daß so ein Pfropf sich auflöst und durchlässig wird, der genaue Vorgang ist meines Wissens noch nicht erforscht. Die Folge ist nun, daß Bakterien in diese engen Gänge, die ja bei der Meersau für den Milchfluß da sind und eben auch weniger ausgeprägt beim Bock da sind, einwandern. Aufgrund der Enge und weil anders wie bei der Meersau da niemals irgendwas durchfließt, bleiben die Bakterien in der Brustwarze drin - da gehören sie nur leider nicht hin!
Also reagiert nun das Immunsystem und bekämpft diese Bakterien mit aller Macht. Es werden weiße Blutkörperchen dort in die Brustwarzen geschickt, Antikörper in rauhen Mengen produziert und die Angriffspunkte, wo meerbock am besten die Bakterien schädigen und töten kann, gelernt und abgespeichert. Die Brustwarze, die normalerweise einfach nur da ist und verhältnismäßig wenige Zellen enthält, die da durch die Gegend wuseln, wird nun zu einem ganz eigenen Biotop, bestehend aus lebenden und sterbenden Bakterien und lebenden und sterbenden weißen Blutkörperchen. Die Brustwarze wird hart, schmerzempfindlich, schwillt an und wird rot (weil gut durchblutet, um eben weiße Blutkörperchen und Antikörper in die Brustwarze zu schleusen). Bessern kann sich hier nix - es ist keine Meersau, die Brustwarzen der Meerschweinchenböcke sind für sowas einfach nicht ausgelegt, es muß behandelt werden ...

In dem Falle wurde Tetracyclin gespritzt. Tetracyclin ist ein echter chemischer Hammer, der plättet alles - also all die weißen Blutkörperchen, Bakterien und was da sonst noch in der Brustwarze rumkreucht und fleucht, Brustwarze geheilt, Patient krank ... ups ...
Was derartig heftig auf Bakterien wirkt, wirkt nämlich nicht nur in der Brustwarze, sondern im gesamten Meerschweinchen! Tetracyclin behindert die Bildung der roten Blutkörperchen, es vernichtet weiße Blutkörperchen und viele Zellen, welche für die Antikörperherstellung und Speicherung von Angriffspunkten von Krankheitserregern zuständig sind. Es schädigt Körperzellen ... im Schlimmsten Fall der Fälle kommt es nun zu Herzschäden, welche zu Herzrhytmusstörungen führen, dadurch bedingt Blutdruckabfall, der Stofftransport im Körper kann dadurch nicht mehr effektiv laufen, Körperzellen können nicht mehr optimal mit Nährstoffen versorgt werden und hungern, das Immunsystem kann nicht mehr richtig arbeiten, weil die einzelnen Komponenten des Immunsystems nicht mehr kostengünstig und effektiv transportiert werden können und die aktiv wandernden Komponenten, also die weißen Blutkörperchen, schwer geschädigt oder sogar getötet sind. Das Ganze wird verstärkt durch Lösungsmittel im Antibiotikum selbst, welche ihrerseits Körperzellen vergiften ...
... die Folge:
Die Brustwarze ist wieder hergestellt - aber das Meerschweinchen ist stark vergiftet! Es muß also nun zusehen, daß es das Gift (das Tetracyclin samt Lösungsmitteln und Beistoffen) möglichst schnell aus dem Körper befördert und gleichzeitig die Schäden repariert, ansonsten wird es sterben!
Um die Reparaturarbeiten voll einleiten zu können, braucht es Energie, Mineralstoffe, Spurenelemente, Aminosäuren und Fettsäuren - alles andere ist mehr hinderlich, als das es dem Meerschweinchen weiterhilft.
Die Verdauung verbraucht allerdings erstmal diese Energie und Rohstoffe, um Energie und Rohstoffe zur Verfügung stellen zu können - da die Gewinnung von Energie und Rohstoffen aber über die Verdauung aufgrund der Vergiftung mit Tetracyclin kaum mehr möglich ist, spart das Meerschweinchen einfach nur, es stellt die Nahrungsaufnahme ein ... und lebt von dem, was der Körper und der Blinddarm zur Verfügung stellen. Bei 1400g Meerschweinchen können auf die Art und Weise kurzfristig bis zu 700g (also bis zur Hälfte des ) Körpersubstanz für Reparaturarbeiten verbraucht werden, ohne daß das Meerschweinchen stirbt oder noch kränker wird, wie es eh schon ist. Das einzige echte Problem, was das Meerschweinchen als ein sehr kleines Säugetier hat, ist der Wasserverbrauch - der ist übermäßig hoch und kann durch Trinken nicht kompensiert werden, da die Aufnahme von Wasser aus dem Darm Energie verbraucht, welche das Meerschweinchen jedoch für die Reparaturarbeiten benötigt ... das Wasser aus dem Blinddarmkot hilft hier nur über die ersten Tage und liegt unterhalb des Wasserverbrauches bei Reparaturarbeiten. Das Meerschweinchen agiert hier also an der Grenze dessen, was es noch managen kann, der Zustand ist deshalb lebensgefährlich ... es wird also Wasser abgezogen, wo es nur irgend geht, je länger dieser lebensbedrohende Zustand anhält, desto mehr Wasser wird nun auch aus der Haut gezogen - einschließlich diverser Nährstoffe. Die Haut wird immer dünner und papierartiger.

Nun wurde wieder in das durchaus noch an der Grenze des Machbaren arbeitenden Systems reingepfuscht - es wurde zwangsernährt!
Nahrungsbrei gelangt also nun in den Magen, es müssen energieaufwendig und rohstoffaufwendig eiweiß- und fettabbauende Enzyme hergestellt werden, im Maul und im Zwölffingerdarm müssen aufwendig Enzyme zum Abbau von Stärke und Zucker hergestellt werden, für den Magen wird zusätzlich Magensäure in großen Mengen hergestellt und Galle produziert, um Organismen im Nahrungsbrei abzutöten - das Immunsystem funktioniert ja nicht mehr richtig, so muß hier also chemisch alles abgetötet werden, was über den Magen einwandert. Im Zwölffingerdarm muß diese saure Suppe wieder mit Natronlauge neutralisiert werden, die auch erstmal energieaufwendig hergestellt werden muß. Der Dünndarm ist immer noch wegen Reparaturarbeiten geschlossen - trotzdem muß da nun der Nahrungsbrei durchgeschleust werden. Die inaktivierten Nährstofftransporter müssen wieder mit Energie versorgt werden, damit sie notdürftig funktionieren, damit wenigstens ein bischen der verschwendeten Baumaterialien und Energie aus der Nahrung zurückgeholt werden kann - funktioniert aber nicht wirklich gut, weil die Dünndarmschleimhaut ausgelegt ist mit Schleim, um die Reparaturarbeiten effektiv und schnell ablaufen zu lassen, ein Schutz vor etwaigen einwandernden Organismen aus dem Dickdarm ... und durch diese Schleimschicht können nur wenige Nährstoffe überhaupt durchkommen, sie bleiben regelrecht in der Schleimschicht stecken und werden nach und nach ungenutzt nach draußen geschoben. Das Einzigste, was nun noch funktioniert, ist die Gärkammer selbst - die ist nun in der Lage, den Nahrungsbrei, der da ankommt zu verarbeiten und unschädlich zu machen, denn in den Dickdarm darf nix gelangen, was Baktierien und Einzeller gut und schnell verdauen können, das würde zu tödlichen Blähungen führen.
Trotzdem nimmt nun das Meerschweinchen oft leicht zu oder hält halbwegs das Gewicht - aber nicht, weil es Nährstoffe aufnimmt, sondern vielmehr, weil es nun, da ja eh Energie und Rohstoffe zur Verdauung verschwendet werden müssen, auch die aktiven Wassertransporter im Dickdarm angeschmissen werden und alles an Wasser aus dem Nahrungsbrei holen, was sie da herauspressen können - das Wasser wird im Körper gebraucht, dringend gebraucht! Das Meerschweinchen hält also nur deshalb sein Gewicht, weil es Körpersubstanz mit Wasser auffüllt zu gut deutsch!

Die bessere Alternative an dieser Stelle wäre gewesen, das Meerschweinchen hungern zu lassen und zu beobachten - beim geringsten Hinweis von Wassermangel (papierdünne Haut, trockene Haut, beim Anheben der Haut bleibt die Haut stehen und legt sich nicht mehr zurück etc) hätte besser Wasser unter die Haut gespritzt werden sollen - möglichst noch mit Elektrolyten, also den Mineralstoffen, welche nun für die Reparaturarbeiten am nötigsten gebraucht werden. Selbst Glucosewasser unter die Haut gespritzt ist eine Hilfe für das Meerschweinchen, einfach, weil mit der Glucose auf direktem Wege unter Umgehung des sehr energieaufwendigen Verdauungstraktes Energie geliefert wird. Den Rest kann das Meerschweinchen allein viel besser managen - es repariert sich selbst, solange auch nur genügend Wasser im Körper ist und kann die bei den Reparaturarbeiten anfallenden Abfälle über die Niere und Blase ausscheiden. Wäre nicht zwangsgefüttert worden, hätte das Meerschweinchen in ein bis vier Tagen von allein wieder angefangen, Stroh, Heu, Rinde und Blätter zu fressen - das, was es halt als erstes braucht, um die Schleimschicht, welche ja noch im Dünndarm über der Dünndarmschleimhaut liegt, wieder wegzukratzen und den Darm bereit zu machen, für die Nährstoffe, die demnächst wieder im Darm ankommen. Nur einen Tag später hätte das Meerschweinchen diverse darmstimmulierende Kräuter gefressen, wie Dill, Fenchel, Oregano, Thymian, Basilikum, Majoran, um die während der Reparaturarbeiten fast zum Erliegen gekommene Darmperistaltik wieder in Gang zu bringen. Danach hätte es sehr energiehaltiges Futter gefressen, Knaulgras, Apfel, Möhre ... und schließlich wäre es wieder ganz hergestellt ...

Hab mom keine Zeit mehr, muß ein wenig was tun, ich mach später weiter ... wenn Fragen jetzt hierzu da sind, fragen, weil um eine Lösung zu finden, die seine Drolligkeit hilft, sich selbst wieder ins Gleichgewicht zu bringen, die Grundlagen verstanden sein müssen - hierzu wirst du vermutlich auch nen guten Homöopathen brauchen, einfach weil in diesem Fall die Homöopathie ein sehr effektiver Weg ist, den Körper dazu zu bringen, aus seinem jetzigen Quasi-Gleichgewichtszustand in einen gesunden Gleichgewichtszustand zu kommen. Druck dir dazu am Besten meinen Text aus, wenn der Homöopath das versteht, wird er selbst sehr genau wissen, wo er ansetzen kann und braucht nicht lange rumprobieren.

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Re: Seit Februar 2009 nur noch Matscheköttel (Durchfall)

Beitrag von schweinsnase77 » Do 10. Jun 2010, 12:23

Das mit dem Basilkum ls "Erstfutter" kann ich bestätigen. Hat Cappucino nach den drei Tagen ohne Futter auch zuerst gefuttert. Sah schon extrem grenzwertig aus wie sich das arme Schwein auf den basilikumtopf gequält hat. :X :heul:

aber wer den Basilikumtopf erfolgreich enteert ist im wahrsten Sinne des Wprtes über den Berg :D
Mit freundlichen Grunzern

Annette

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Re: Seit Februar 2009 nur noch Matscheköttel (Durchfall)

Beitrag von Isa » Do 10. Jun 2010, 13:56

Wow Murx, ich bin grad total platt! :shock: :shock:
Ich hab jetzt das erste Mal den Hintergrund des Nicht-Päppelns wirklich wahrhaftig verstanden!
Und auch der Abschnitt zu den Futtermehlen und was sie "anrichten" können, super beschrieben! :top:
Vielen Dank für deinen Beitrag!! :kiss:

Liebe Nelda, ich bin mir sicher, durch die super Tipps der Leute hier wird "Seiner Drolligkeit" ein gutes Stück geholfen werden können, bzw. gezeigt welchen Weg man gehen muss.
Bild für den kleinen Mann!
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Re: Seit Februar 2009 nur noch Matscheköttel (Durchfall)

Beitrag von Miss Marple » Do 10. Jun 2010, 14:09

Murx Pickwick hat geschrieben:Das einzige echte Problem, was das Meerschweinchen als ein sehr kleines Säugetier hat, ist der Wasserverbrauch - der ist übermäßig hoch und kann durch Trinken nicht kompensiert werden, da die Aufnahme von Wasser aus dem Darm Energie verbraucht, welche das Meerschweinchen jedoch für die Reparaturarbeiten benötigt ... das Wasser aus dem Blinddarmkot hilft hier nur über die ersten Tage und liegt unterhalb des Wasserverbrauches bei Reparaturarbeiten. Das Meerschweinchen agiert hier also an der Grenze dessen, was es noch managen kann, der Zustand ist deshalb lebensgefährlich ... es wird also Wasser abgezogen, wo es nur irgend geht, je länger dieser lebensbedrohende Zustand anhält, desto mehr Wasser wird nun auch aus der Haut gezogen - einschließlich diverser Nährstoffe. Die Haut wird immer dünner und papierartiger....
... - es repariert sich selbst, solange auch nur genügend Wasser im Körper ist und kann die bei den Reparaturarbeiten anfallenden Abfälle über die Niere und Blase ausscheiden.
Hamel schreibt ja im Buch "Das Meerschweinchen" S. 89:
"Der Wasseranteil im Verdauungstrakt des Meerschweinchens ist sehr hoch. Er beträgt je nach Fütterung 10 bis 20% des Körperwassers, bezogen auf das Körpergewicht." (Eine Ratte hat z. B. nur 3 - 7% Wasser im Verdauungstrakt.)
Wenn ich nun bei einer Erkrankung nicht warten will, die ausgetrocknete Haut als Indikator für Wassermangel zu nutzen, Schwein von selbst nicht ausreichend trinkt, sollte ich denn dann als nicht spritzender 08 15 - Halter Wasser päppeln? Oder bleibt nur der TA mit der Spritze als Alternative?

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Re: Seit Februar 2009 nur noch Matscheköttel (Durchfall)

Beitrag von Murx Pickwick » Do 10. Jun 2010, 14:50

Es bleibt nur der Tierarzt mit Spritze als Alternative - es sei denn, man hat die Ausbildung, selbst Elektrolyte unter die Haut zu spritzen, und das dürften die wenigstens 0815-Halter haben ... allerdings scheint, bis auf den Streß, den so ein Tierarztbesuch nunmal mit sich bringt, diese Spritzen kaum zusätzlichen Schaden zu machen, es gibt genügend Leute, die vorsorglich spritzen lassen und damit gute Erfolge haben ... wenn nicht zwangsernährt wird, sind die Erfolge am besten sichtbar.

Das Problem ist tatsächlich, daß die Wasserrückführung im Dickdarm nur zu einem Teil passiv über Diffusion funktioniert, wird viel getrunken, müssen aktive Transporter eingeschaltet werden, welche das Wasser aus dem Darm in den Körper schleusen.

Es gibt noch ein Problem mit dem Wasser ... ab einer gewissen Menge verdünnt es die Magensäure derartig, daß energieaufwendig Magensäure zusätzliche Magensäure produziert werden muß, die dann aber wieder im Zwölffingerdarm energieaufwendig mit Natronlauge neutralisiert werden muß. Bleibt der Mageninhalt nicht sauer genug, wird der Magen zur gefährlichen Eintrittspforte für Darmparasiten und Krankheitserreger - insbesondere, wenn das Immunsystem eh schon angeschlagen ist, ein fataler Vorgang, das Meerschweinchen hat dann nix mehr, um Krankheiten zu bekämpfen!

Das Meerschweinchen wird gewöhnlicherweise die energieschonendere Methode wählen, also das Wasser ausscheißen - nennt sich dann Matschköttel oder Durchfall, je nachdem, ob es noch breiig oder schon wässrig ist ... und das wiederum führt dazu, daß die Nährstoffe aus dem Blinddarmkot zwar noch zerlegt und aufbereitet werden können, aber nicht mehr im Dünndarm passiv aufgenommen werden können.

Vielleicht gibt es dennoch eine Möglichkeit, über Trinken genug Flüssigkeit zuzuführen ...
Ein altes Hausmittelchen war bei Appetitlosigkeit und starkem Wasserverlust, Kraftbrühe zu kochen und diese dem Kranken (der bei Bewußtsein war!) einzuflößen. Zur Herstellung der Kraftbrühe wurden Knochen in Salzwasser ausgekocht. Oft wurden noch bestimmte Pflanzen mitgekocht, wie beispielsweise Sellerie oder Petersilie. Auffällig dabei ist, daß es sich ausnahmslos um Pflanzen mit hohem Mineralstoff- oder hohem Spurenelementanteil handelte. Das Ganze wurden nach stundenlangem Kochen durch ein Sieb oder ein Tuch gedrückt, damit nur die Brühe selbst überblieb.
Denkbar ist nun, daß dieses mit Mineralstoffen und Fettsäuren stark angereicherte Wasser ausreicht, um genügend Mineralstoffe passiv über die Dünndarmwand zu schleusen - was automatisch die passive Wasseraufnahme im Dickdarm erhöht. Gleichzeitig würden mit dem Wasser auch Fettsäuren über die Dickdarmwand passiv aufgenommen werden können.
Ob das beim Meerschweinchen funktioniert, weiß ich jedoch nicht, ich hab sowas bisher noch nie ausprobiert! Wenn es nicht funktioniert, würde es mehr schaden wie nützen ...

Zur Erklärung mit dem Blinddarmkot:
Blinddarmkot besteht zu einem großen Teil aus leichtverdaulichen Bakterien und diversen weiteren Microorganismen. Anders, wie schwerverdauliche Pflanzen oder Päppelbreie enthalten speziell Bakterien Eiweiße, welche klein und handlich sind, die ideale Aminosäurenzusammensetzung haben und so gefaltet, daß nur wenige Enzyme zum Zerlegen benötigt werden. Eventuell werden hierzu nicht mal Enzyme benutzt, welche das Meerschweinchen herstellt, sondern Bakterienenzyme, welche im Säurebad des Magens frei werden und durchaus kurzfristig noch arbeiten können, bevor sie durch die Säure inaktiviert werden. Das ist aber bisher nur Spekulation, gibt nur wenige Hinweise dafür, daß es tatsächlich so sein könnte.
Einen Päppelbrei zu zerlegen braucht ein Vielfaches an Enzymen.
Die aus den Bakterien im Blinddarmkot gewonnenen Vitamine und Aminosäuren können zu einem kleinen Teil durch den Schleim und durch die Dünndarmwand passiv aufgenommen werden, ein winziger Teil der Mineralstoffe und Spurenelemente auch, da Zucker und Stärke weitestgehend fehlen, fehlt auch der Reiz, die aktiven Nährstofftransporter in der Dünndarmwand einzuschalten - alles, was nicht passiv aufgenommen werden kann, gelangt wieder zurück in den Blinddarm. So verhindern Meerschweinchen, während solcher Hungerzeiten, die zu Reparaturarbeiten des Körpers benötigt werden, zu verhungern. Das ist jedoch nur eine absolute Notversorgung und geht beim Meerschweinchen nur über wenige Tage. Der Rest wird über Körperreserven bereitgestellt, alles, was nicht unmittelbar lebenswichtig ist, wird abgebaut und zu Reparaturarbeiten recycelt. Das Meerschweinchen verliert deshalb an Gewicht und hört irgendwann auf zu kötteln.

Fortsetzung folgt ...

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Re: Seit Februar 2009 nur noch Matscheköttel (Durchfall)

Beitrag von Nelda » Do 10. Jun 2010, 17:09

Huhu 2meeris,

das finde ich so lieb von Dir, dass Du nachfragst. *Knuddel*
Es ist wirklich zermürbend und ich hatte zu dieser Zeit nur höchstens drei Stunden täglich geschlafen, habe mich meist zum TA fahren lassen, wenn ich niemanden hatte, bin ich selbst gefahren, zum Glück nicht weit weg.
Ich bin immer noch sehr müde und fertig und jetzt auch aufgeregt, weil ich so sehr hoffe, Ihr könnt mir helfen.


Huhu Elvira,

hier in der Nähe wachsen Brombeeren, aber genau an diesen Stellen sind stark befahrene Strassen. *knuddel*


Huhu Miss Marple,

Du erinnerst mich mit dem Blinddarmkot an etwas ganz Wichtiges:

2008 und 2009 hatte mein Zwerg sämtliche Böhnchen des Partners aufgefuttert und ihn belagert, um Blinddarmkot zu erhaschen.
Mir wurde erklärt, dass es der Selbsterhaltungstrieb ist und da die Hoffnung sehr gross ist, dass mein Kerlchen wieder gesund wird. *knuddel*

Mein Zwerg hatte lange keinen eigenen Blinddarmkot aufgenommen, weil er wohl keinen brauchbaren produzierte.
Mittlerweile sah ich, wie er zweimal "Matsch" aufnahm. *knuddel*



Huhu Murks Pickwick,

ich glaube alles verstanden zu haben. Du hast ein fantastisches Wissen und hast auch die Gabe, es gut weiterzuvermitteln.

Mir fällt langsam immer mehr ein, verzeiht mir auch bitte, durch die ständige Aufregung, vergesse ich dann auch etwas zu schreiben.


2008 nach dem Tetracyclin wegen der Gesäugeentzündungs beidseits, normalisierte sich links alles, aber rechts nicht.
Nach wie vor ist die Brustwarze vergrössert, wie bei Schweini-Damen die Gebärmutterzysten haben.
Die Schwellung wurde in den zwei Jahren grösser, es tritt ab und zu eine leichte wässrige Blutung durch die Brustwarze auf, sie ist also noch offen.
AB verweigere ich und eine andere Lösung weiss mein TA derzeit nicht. OP ist fraglich, ob sie gut wäre und er würde sich auch nicht dranwagen. Wenn er es wagen würde, würde er sofort wieder AB einsetzen.
Seine Drolligkeit möchte ich so einer OP mit seiner derart gestörten Darmflora nicht zumuten.


Noch während der Kokzidienbehandlung 2009 stellte er das Futtern ein. Ich hatte ihn zwangsernährt, denn beide Schweinchen hatten nach dem K...iol wahnsinnigen Durst!
Ich wusste, dass Seine Drolligkeit riesen Durst hatte, er trank aber nicht freiwillig, nur aus der Spritze und da 20 - 24 ml (kein Schreibfehler) pro Päppelmahlzeit, die ich so 6 x über den Tag ihm "aufzwang".!!!
Zu dieser Zeit war es auch noch so irre heiss, ich hatte nur noch Angst.
Die Haut blieb nicht stehen, ist auch nicht dünn geworden, aber ich denke schon, dass das eine ganz heftige Reaktion auf das AB ist, wobei ich 2009 nicht erfuhr, was er für AB injiziert hatte. Die Reaktion war aber seeeehr ähnlich, nur hatte mein Süsser 2008 nur mal kurz weiche Köttels, dann wurden die aber bretthart. Als das wieder, ich glaube nach vier Wochen, okay war, waren nie wieder wie auch vorher nicht, Köttelprobleme.
Das trat erst im Febr. 2009 auf und hält sich leider immer noch.

Als er nach mehr als 6 Wochen endlich wieder selbst das Futtern anfing, ich bot ihm erstmal nur Heu an, hatte er den unteren Schneidezahn abgebrochen und konnte nicht.
Ich also das Heu ganz klein geschnippelt, es ging aber dennoch sehr schlecht, also zugefüttert mit CC.
Also wieder alles ganz falsch.

Aber dann:
Ich versuchte ihn ganz langsam mit Frischfutter anzufüttern. Nach einem winzigen Stückchen Fenchen (vermutlich wohl nicht die Ursache) trat ca. 1 Stunde später Darmbluten auf...
...mir wird jetzt noch ganz schlecht vor Schreck...
...und er war ganz matt.

Schnell gegooglet, mein TA macht erst um 16.00 Uhr auf und um ca. 12.30 war es, fand eine Seite, dass es nach Kokzidien vorkommen kann und man unbedingt darauf achten soll, dass das Schweinchen, am besten Haferbrei, etwas in den Magen bekommt,
denn nach 12 Stunden ohne Nahrung im Körper kann es zur tödlichen Ketose aufgrund Nierenversagens kommen.
Jetzt irritiert mich natürlich, dass Du schreibst, 1 - 4 Tage das Schweinchen lieber hungern lassen.
Du kannst meine Angst sicher verstehen, die ich hätte, denn er war auch immer wahnsinnig matt und nach dem Zwangsernähren wurde er etwas munterer und interessierter an allem.
Allerdings leuchtet mir ein, wenn der TA Nährlösungen subkutan verabreicht, dass da eine Chance besteht.
Ich hatte das, als ich es las (die Seite von diesem TA finde ich einfach nicht mehr) es so verstanden, dass im Darm unbedingt noch Nahrung sein muss und falls nicht, besteht nach bereits 12 Stunden die Gefahr einer tödlichen Ketose durch Nierenschädigung, Nierenversagen.

Eine Freundin hatte mir einen Tag vorher Schmelzflocken geschickt, über die ich mich noch wunderte, die brachte ich sofort zum Einsatz.
Mein Kerlchen war noch fit genug um zu schlucken, ich war auch gaaaanz vorsichtig.

Ich rief um 16.00 Uhr gleich beim TA an, durfte sofort zu seiner Urlaubsvertretung (in seiner Praxis) kommen.
Mein Kerlchen war wieder relativ fit!
Sie meinte, Darmbluten ist bei Schweinerles nicht ganz so gefährlich wie beim Menschen, muss natürlich auch sofort behandelt werden.

Sie injizierte ein blutstillendes Mittel, fragte nach Okoubaka, das ich aber nur in Globulis hatte und die wegen Milchzucker oder so, nicht geben wollte. Sie gab mir aufgezogen in eine Spritze flüssiges mit und ich befolgte ihre Anweisungen.
Zum Glück ist nie wieder eine Darmblutung aufgetreten. *schweissabwisch*

Was mir noch einfällt zu schreiben, verzeiht das Durcheinander:

Paprika habe ich abgesetzt, weil ich den Verdacht habe, dass er ihn nicht verträgt.


Oder hat Paprika eine entgiftende Wirkung? Da gibt es ja auch meist Durchfall.


Heute jeweils 1 Töpfen Basilikum, Thymian und Oregano gekauft.
Angeboten: Kein Interesse, er zog, nachdem er tüchtig Gras vorher gefuttert hatte, Möhrchen (Mittelnerv habe ich jetzt mal entfernt, vielleicht nützt es was) vor.

Ich lasse jetzt mal die Blättchen im Gehege liegen, solange sie nicht "eingematscht" werden.


Hoffentlich habe ich Dir geantwortet, dass ich Dich nicht noch mehr beanspruche.
Ich danke Dir von Herzen für Deine liebe Mühe! *Forenkobold-Extra-Spezial-Knuddels*

Vermutlich fällt mir nach und nach immer noch mehr ein, verzeiht mir das bitte, durch diesen riesigen Schlafentzug kann ich manchmal nicht mehr von 12 Uhr bis Mittag denken. Ich schlafe zwar wieder etwas mehr, aber ausgeschlafen habe ich seit über einem Jahr nicht mehr.

So, das Kleinschwein mag auch keines der frischen Kräuter. *lach*
Aber liebe probiere ich es und weiss, ich schade ihnen nicht.



Huhu Isa,

ein ganz dolle liebes Dankeschön und ich wünsche mir so sehr, dass das Kerlchen wieder normale Köttels prodzieren kann.
So ist er aber wirklich munter, Fell glänzt, keinen Pilz, nicht wund, hat Appetit...

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Re: Seit Februar 2009 nur noch Matscheköttel (Durchfall)

Beitrag von franzi87 » Fr 11. Jun 2010, 00:04

Wow, jetzt hab ich das auch erst mal richtig gecheckt mit dem nicht Päppeln und was das für Schaden macht... Echt super erklärt Murx! :top:

Dann weiß jetzt auch was ich damals alles falsch gemacht hab nach den Kokzidien und der Darmentzündung und das dass ganze päppeln es nur verschlimmert und verlängert hat.

Wünsch dir und deinem Schwein viel Glück das es schnell wieder Berg auf geht und ihr bald endglültig keine Matsche Köttel mehr habt....

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Re: Seit Februar 2009 nur noch Matscheköttel (Durchfall)

Beitrag von Nelda » Fr 11. Jun 2010, 00:19

Huhu Franzi,

vielen lieben Dank für Deine lieben Wünsche.

Die Erklärung von Murx Pickwick ist wirklich genial.
Ich wusste dann, als ich die Bestandteile von Päppelbrei und BBB zu spät gelesen hatte, dass schon allein dadurch das Päppeln zur Heilung bestimmt nicht beigetragen hatte.

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franzi87
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Re: Seit Februar 2009 nur noch Matscheköttel (Durchfall)

Beitrag von franzi87 » Fr 11. Jun 2010, 00:37

Hatten nach dem ganzen auch Monate lang nur Matsche Köttel und von TA kam auch immer nur BBB und Pelett Zeug was gut sein sollte. Aber richtig geholfen haben dann auch nur Kräuter und viele andere Tipps die ich hier bekommen hab um den Darm natürlich wieder aufzubaun...

Hab aber noch mal ne Frage zum Päppeln, wenn das Schwein jetzt nach vier Tagen hungern nicht wieder von allein anfängt zu fressen sollte man dann evt. mit selbstgemachten Päppelbrei zufüttern? Oder sonst wie unterstützen?

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Re: Seit Februar 2009 nur noch Matscheköttel (Durchfall)

Beitrag von saloiv » Fr 11. Jun 2010, 00:57

Hab aber noch mal ne Frage zum Päppeln, wenn das Schwein jetzt nach vier Tagen hungern nicht wieder von allein anfängt zu fressen sollte man dann evt. mit selbstgemachten Päppelbrei zufüttern? Oder sonst wie unterstützen?
Päppeln sollte man immer dann, wenn das Meerschweinchen freiwillig fressen möchte aber nicht kann. Beispielsweise bei Zahnproblemen.
In allen anderen Fällen ist es sehr wichtig das Meerschweinchen behandeln zu lassen (was hat es? Die Krankheit behandeln!) und es gut im Auge zu behalten.
Zudem verweigern die meisten Meerschweinchen nur kurze Zeit das Fressen, päppelt man so zieht sich das ewig hin weil das Meerschweinchen sehr lange braucht um die Krankheit zu bekämpfen. Hat es die Möglichkeit zu fasten, so trinkt es normalerweise etwas ein bis zwei Tage nur, dann nimmt es die ersten Nahrungsbestandteile auf und schließlich weitet es ganz von alleine Menge und Vielfalt wieder aus. Ganz wichtig ist, dass man ihm sehr sehr viel Auswahl bietet. Sämtliche im Handel erhältliche Kräuter und Gemüse, alles was man in freier Natur findet...
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Re: Seit Februar 2009 nur noch Matscheköttel (Durchfall)

Beitrag von Nelda » Fr 11. Jun 2010, 15:32

Huhu Saloiv,

mein Schweinchen wurde ja behandelt und deswegen stellte es das Futtern ein, vorher hatte es ja völlig normal gefuttert und immer superschöne Köttels produziert..
Manchmal liegt es leider auch an der Behandlung.
Ich habe verstanden woran es liegt, aber ich weiss nicht, ob das eher günstig für eine nicht medikamentös provozierte Futterverweigerung geeignet ist, denn gerade beim Tetracylin, welches massive negative Wirkungen hat, tatsächlich gewartet werden soll mit dem Päppeln.
Die Haut sah aus wie bei einem Sonnenbrand und wenn innen alles brennt, futtert vielleicht das Schweinchen nicht, weil es sehr schmerzt, obwohl es gern möchte.
Ich frage mich halt einfach durch, so kann ich, vor allem bei Euch hier, wirklich eine Menge lernen.

Nun habe ich schon eine Menge gelernt.
Sobald Murks Pickwick wieder Zeit hat, wird sie sicher uns die Fragen, die wir nun haben, wieder super beantworten.

Ein liebes Dankeschön an alle für Eure Anteilnahme an meinem grossen Problem.

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Re: Seit Februar 2009 nur noch Matscheköttel (Durchfall)

Beitrag von 2meeris » Fr 11. Jun 2010, 18:28

hallo
nelda
so ich bin wieder da ,ich habe frau hackert gefragt ,es ist möglich den kot ihr zu schicken , es müssten aber für den transport ein paar dinge beachtet werden,ich schicke dir ein pn für die details

gruss wolfgang

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