Fragen zur naturnahen Ernährung

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Giftige Pflanzen die hier aufgeführt oder vorgestellt werden, stellen für Tiere die Ad Libitum ernährt werden selten eine Gefahr dar, da sie in der Lage sind zu selektieren und daher immer wissen, was fressbar und genießbar ist und was nicht.

Wie in allen Fällen auch, ist jedes Tier individuell zu betrachten und man sollte neue Pflanzen IMMER langsam anfüttern.
Jedes Tier kann unterschiedliche Dinge auch unterschiedlich vertragen.

Die User sprechen von eigenen Erfahrungen, es liegt an Euch, Eure zu sammeln.
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Fragen zur naturnahen Ernährung

Beitrag von Ready » So 26. Jul 2009, 12:47

Hallo,

ich bin seit 5 Minuten neu hier.
wie ich in einem anderen Forum mitbekommen habe, wird hieru.a. sehr viel Wert auf naturnahe Ernährung gelegt.

Dazu hätte ich einige Fragen:
Was ist naturnahe Ernährung ?
Wo bekommt man naturnahe Ernährung zu kaufen ?
Kann man Ninchen auch sofort auf diese Ernährung umstellen ?

Ich habe keinen Garten und wohne in einer Großstadt, sodas es mir nicht möglich ist, natürliches zu pflücken, da hier leider auch viele ihre Hunde auslaufen lassen ( was ich auch verstehen kann). Aber ich kann und möchte nicht neben Hundehaufen pflücken.

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Re: Fragen zur naturnahen Ernährung

Beitrag von lapin » So 26. Jul 2009, 12:52

Huhu Ready :willkommen:
Ich leg mal direkt los:
Ready hat geschrieben:Was ist naturnahe Ernährung ?
Eine nach den wildlebenden Kaninchen orientierte Ernährung. TroFu frei ;)!
Ready hat geschrieben:Wo bekommt man naturnahe Ernährung zu kaufen ?
Naturnah heißt, es sollte aus der Natur sein, wirklich käuflich ist dieses nicht...getrocknet bekommt man aber naturnahe Nahrung zb aus dem https://www.Hasenhaus-im-Odenwald.de" onclick="window.open(this.href);return false;
Ready hat geschrieben:Kann man Ninchen auch sofort auf diese Ernährung umstellen ?
Ein Kaninchen was eine TroFU Ernährung hinter sich hat, sollte immer langsam an neue Sachen gewöhnt werden, da das Verdauungssystem nicht das fitteste ist ;)!
Ready hat geschrieben:Ich habe keinen Garten und wohne in einer Großstadt, sodas es mir nicht möglich ist, natürliches zu pflücken, da hier leider auch viele ihre Hunde auslaufen lassen ( was ich auch verstehen kann). Aber ich kann und möchte nicht neben Hundehaufen pflücken.
Jetzt muss man natürlich schauen, ob du kleine Gebiete findest, die recht Hundefrei und Straßen entfernt liegen!
Wo genau lebst du denn?
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Re: Fragen zur naturnahen Ernährung

Beitrag von Gast Luder » So 26. Jul 2009, 13:04

Huhu und herzlich willkommen :D

Naturnahe Ernährung heißt, wie schon gesagt, sein Tier so natürlich wie eben Möglich zu ernähren. Am besten ist wirklich Wiese zu pflücken mit allen Wildkräutern die Kaninchen gerne fressen und brauchen.

Ausweichend kann man soviel Blattgemüse wie möglich verfüttern und natürlich Gemüse und Obst. Auf Trockenfutter sollte, je nach Rasse, allerdings ganz verzichtet werden.

Auch alle anderen "Leckereien" die getrocknet sind sollten nur in geringen Maßen verfüttert werden.

Im Winter geht man dann zur Gemüsefütterung über. Wobei ich es da auch wichtig soviele Küchenkräuter wie möglich anzubieten und wieder Blattgemüse und Salate. Jetzt kann man natürlich auch Trockenkräuter verfüttern, wobei ich viel Wert auf frisches lege. Auch Haselnusszweige, Obstzweige oder Weide, Birke usw. sollte angeboten werden.

Was noch wichtig wäre, ist eine ad libitum Ernährung. D.h. die Tiere bekommen immer zu fressen, so das sie selber wählen können wann und was sie jetzt fressen wollen.

Ich hoffe das ich dir helfen konnte, ansonsten frag einfach weiter ;)

Nachtrag: Übrigens findet man auch in Großstädten Gebiete wo man pflücken kann. Friedhöfe z.B. oder auch Kinderspielplätze. Auch auf manchen Hinterhöfen findet man wahre Schätze :D
Das Problem vieler Hunde ist die konsequente Inkonsequenz ihrer Halter.
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Re: Fragen zur naturnahen Ernährung

Beitrag von Ready » So 26. Jul 2009, 13:21

Huhu danke für Eure Willkommensgrüße und Antworten.

Ist ja eigenartig, hatte vorhin schon gepostet, aber mein Beitrag ist weg :hm: .

Kurz:
Meine Ninchen hatten bis Karfreitag nie getreidehaltiges Trofu bekommen.
Mein Neuzugang war es aber vom vorigen Halter so gewohnt neben Heu und Frifu prot Tag auch einen Esslöffel getreidehaltiges zu bekommen.
Und so fing ich mit Vitakuller an ( geringe Menge tgl.) denn Wiesengraspellets und Trockengemüse mag sie nicht.
Und mein Rammler mag nur Trockengemüse und keine Wiesengraspellets.

Und ich soll jetzt nur Wiese füttern ?
Nehmen sie nicht ab, wenn sie gar kein Wurzelgemüse bekommen ?

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Re: Fragen zur naturnahen Ernährung

Beitrag von lapin » So 26. Jul 2009, 13:27

Warum willst du denn kein Wurzelgemüse mehr füttern?
Natürlich gehen zB noch Möhren nebenbei zur Ad Libitum Fütterung von Wiese und Heu ;)!
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Re: Fragen zur naturnahen Ernährung

Beitrag von Gast Luder » So 26. Jul 2009, 13:35

Laryana hat geschrieben:Zusätzlich zu Wiesenkräutern bekommen sie auch noch Gemüse.
Wird das genommen bei dir?

Meiner frisst neben Wiese nur Möhren. Alles andere was ich schon Mal anbiete bleibt liegen. Es sei denn die Wiese ist über Nacht leergefuttert
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Re: Fragen zur naturnahen Ernährung

Beitrag von saloiv » So 26. Jul 2009, 13:40

Naturnahe Ernährung bedeutet eigentlich zwei Sachen:
- Großes vielfältiges Futterangebot, so dass die Kaninchen selber wählen können
- Futtermittel die den natürlichen Futter ähnlich sind (Wildkaninchen essen vorangig Kräuter, Gräser...)

Also stellst du deinem Kaninchen einfach immer mehr Futtermittel zur Verfügung und nach Möglichkeit ganz viel Blattgemüse, Wiese, Kräuter (weil das der Hauptanteil sein sollte ;)):
Blattgemüse: Alle Arten von Salaten (Kopfsalat, Lattich Chicorée, Endivie, Rucola…), Blätter vieler Kohlsorten, Karottengrün, Stangensellerie, Spinat, Radieschengrün, Fenchelgrün, Mangold, Topinambur-Pflanzen, Chinakohl…

Auch solltest du die Futtermittelanzahl immer mehr steigern ;):
- Wiesenpflanzen (soweit das in der Stadt mögl. ist ;))
- Kräuter
- Blattgemüse
- anderes Gemüse
- Obst
- Äste/zweige
- Samen
- Heu
- ...

Das sieht dann am Schluss so aus:
Du gibst deinen Kaninchen möglichst vielfältiges Futter ad libitum. Sie wählen selber aus was sie benötigen.

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Das Frischfutter, das Heu und Wasser sollten nie ausgehen, so dass die Kaninchen immer frei wählen können ;).

Schau auch mal hier, vielleicht liefert das ein paar Anregungen ;): https://www.tierpla.net/ernahrung-kaninchen/mampfbilder-kaninchen-beim-fressen-t2444.html" onclick="window.open(this.href);return false;
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Re: Fragen zur naturnahen Ernährung

Beitrag von Ready » So 26. Jul 2009, 19:45

Danke Euch nochmals.

Frischfutter haben meine außerdem immer bekommen, auch immer sehr abwechslungsreich.
Und Heu haben sie eh immer ausreichend zur Verfügung ( sie bekommen morgens und abends immer frisches Heu).

Allerdings ist mein Rammler ein ausgesprochener Heumuffel.
Da seine langjähre Partnerin über die RBB gehoppelt ist kam eben die Häsin Karfreitag als neue Partnerin für ihn.
Und sie frißt gerne Heu, zwar nicht in dem Umfang den ich mir wünsche, aber immerhin.

Ich werd dann gleich Montag Sonnenblumenkerne, Leinsamen und Haferflocken kaufen.
Kann ich dann gleich ab Montag die Vitakuller komplett weg lassen und statt dessen mit Sonnenblumenkernen & co. anfangen ?
Und Leinsamen kann man den in ganz verfüttern, oder muß der irgendwie gequetscht gekauft werden ?

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Re: Fragen zur naturnahen Ernährung

Beitrag von saloiv » So 26. Jul 2009, 20:55

Heumuffel ist nicht schlimm, wenn du ihm dafür rund um die Uhr Blattgemüse oder (noch besser) Kräuter und Wiesengrün anbietest. Es dient auch dem Zahnabrieb und bringt die Verdauung in Schwung (Rohfaser). Heu wäre ja sowieso nur der Wiesen-Ersatz (getr. Wiese), frisch ist immer besser und ziehen auch alle Kaninchen vor :D. Meine eigenen Kaninchen fressen im Sommer eigentlich garkein Heu, sondern nur Wiesenzeug und Blattgemüse, Kräuter, Blätter usw. ;)
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Re: Fragen zur naturnahen Ernährung

Beitrag von Ready » Mo 27. Jul 2009, 20:04

Kaktus hat geschrieben:Haben deine Kaninchen denn eigentlich Zahnprobleme?

...frisst ein kaninchen nicht genug Wiese, Heu und anderes zahnabschleifendes Frischfutter, kommt es häufig zu Zahnanomalien wie Backenzahn-Spitzen.
Mein Rammler hatte noch nie Zahnprobleme bisher und die neue Häsin hat laut Tierärztin supertolle Zähne, sowas hat sie bisher bei einem 6-jährigem Kaninchen selten gesehen.

Mit meinem Widderpärchen bin ich immer regelmäßig zum Check-Up zum TA gefahren alle viertel Jahre, sie hatten nie was an den Zähnen. Nun ist ja seine Partnerin seit November im Regenbogenland.
Und alls seine neue Partnerin da war, bin ich gleich mit Beiden zum TA und hab sie checken lassen.

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Re: Fragen zur naturnahen Ernährung

Beitrag von Ready » So 2. Aug 2009, 13:38

so ich hab heute "Kaninchengarten" in 3 Balkonkästen gefüllt mit Bioblumenerde ausgesäät.

Mal sehen obs was wird. Soll aber extra für Balkonkästen und Schalen sein

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Re: Fragen zur naturnahen Ernährung

Beitrag von saloiv » So 2. Aug 2009, 14:01

Gibt es dafür fertige Samenmischungen? Bekommt man die über das Internet?
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