kätzerische Mythen & Aberglaube

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kätzerische Mythen & Aberglaube

Beitrag von Ziesel » Di 19. Mär 2013, 13:10

Die verbreiteten Mythen und abergläubischen Behauptungen beziehen sich wohl hauptsächlich auf schwarze Katzen
Bild
Im Mittealter galten schwarze Katzen als Hilfsgeister der Hexen, was wohl dazu führte, dass sie wie die Hexen verfolgt und verbrannt wurden.. anderorts hieß es, schwarze Katzen wären mit dem Teufel im Bunde ...

Kennt ihr so "Weisheiten" wie: Wenn einem´ne schwarze Katze über´n Weg läuft, bringt das Unglück ? Manche sagen: läuft schwarze Katze von links nach rechts bringts Unglück aber von rechts nach links laufendes Katzi bringt Glück ..bekannt ist auch, dass ´ne schwarze Katze Unglück bringt wenn sie beim Überqueren des Weges verweilt . .

Dann wären da noch die dreifarbigen Katzen, die als "Glücksbringer" gelten/galten. Die Glückskatzen sollten angeblich Haus & Hof vor "Bösem" bewahren können ...Oder irgendwo in einem Kalender hab ich gelesen, dass es regnet wenn´ne Katze Gras frisst..auch hier auf´m Planeten finden sich Post´s dazu
Murx Pickwick hat geschrieben:oh ... Schildpatt :shock:Ich finde die ja so schööön ... solange sie als Photomotiv herhalten müssen.Aber als Haustier? - Die haben doch alle einen an der Waffel, egal ob Katz, Kanin oder Meerschwein!
(Nicht, daß es Katzen gäbe, die keinen an der Waffel hätten - nur sind die Schildpatt-Katzen in diesem Punkt einfach meist seeeeehr extrem *find*)
Mythos ? Aberglaube ? Alles Quatsch? - Spielen die Mythen und der Aberglaube trotzdem heutzutage noch´ne Rolle, zB bei der Vermittlung schwarzer Mietzen?
Anita hat geschrieben:Also große schwarze Hunde kommen so gut wie nie aus Tierheimen raus. Die will iwie keiner. Schwarze Katzen und Kaninchen auch nur schwer. .
Sagen echt Leute sowas wie " nö, eine schwarze Katze kommt nicht in Frage weil..." ?! Hört man tatsächlich noch heutztage "Abergläubisches" wegen der Fellfarbe einer Mietz ?

Gibt´s noch mehr solcher "Mythen", die sich in eurer Gegend hartnäckig halten? Erzählt mal...

PS: vielen Dank für´s "Katzenausleihen" an Anita (das Mietzi auf´m Bild)

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Re: kätzerische Mythen & Aberglaube

Beitrag von Venga » Di 19. Mär 2013, 13:24

Ich halte nichts von solchem Aberglauben, egal ob mit oder ohne Katz.
Schwarze Katzen finde ich sehr hübsch, ich hatte selbst mal einen schwarzen Kater. Schildpatt mag ich meistens nicht so gern leiden.

Gefunden bei [url=http://www.hexenrezepte.de/Aberglaube.HTM#Allerlei]Hexenrezepte[/url]
Wenn eine schwarze Katze einem über den Weg läuft, so bringt das Unglück. Um das zu verhindern, muss man drei Steine über die Katzenspur werfen oder auf einen Stein spucken.

Eine schwarze Katze bringt dem Haus Glück, eine dreifarbige Katze schützt vor Feuer.

Leckt sich die Katze gegen den Haarstrich, so folgt Regen. Frisst die Katze Gras, regnet es auch bald. Kratzt die Katze am Tischbein oder an einem Brett, dann wird es windig. Geht sie längere Zeit nicht aus dem Haus, so wird es kalt.

Auch als Orakel kannst du deinen Stubentiger nutzen: Willst du eine Frage beantwortet haben, so lege fest, welche Pfote für ja und nein steht. Je nachdem, mit welcher Pfote die Katze durch die Tür kommt, heißt die Antwort auf deine Frage ja oder nein.
Dieses bei [url=http://www.welt-der-katzen.de/hexen/aberglaube/aberglaube.html]Welt der Katzen[/url] Teilweise ganz schön brutal.
Personen, die als Alp wirken, erkennt man, wenn man in der Kirche um Mitternacht neunerlei Holz schnitzt, da kommen viele Katzen und diese erkennt man am anderen Tage in den Personen.

Hexen verwandeln sich meistens in Katzen.

Eine über den Weg laufende Katze bedeutet Unglück.

Wenn schwarze Katzen sieben Jahre alt geworden, werden sie selbst zu Hexenwesen und gehen am Walpurgistage zur Hexenversammlung - oder bewachen unterirdische Schätze.

Hexen reiten auf Katzen und man kann diese von ihnen befreien, indem man einen Einschnitt in Gestalt eines Kreuzes in ihr Fell macht.

Eine (weisse Gespenster-) Katze, die außen am Fenster erscheint, zeigt den baldigen Tod an (binnen zwei Stunden).

Miaut eine Katze, während der Rosenkranz für die Seeleute gebetet wird, so gibt es eine widrige Fahrt.

Wer die Katze ins Wasser trägt, der trägt sein Glück aus dem Haus.

Eine schwarze Katze mit weißem Fleck darf nicht im Hause geduldet werde, ihr Atem ist für Wickelkinder tödlich.

In eine neue Wohnung darf man nicht gleich die Katze mitnehmen, sonst muß jemand aus der Familie sterben.

Eine dreifarbige Katze ins Feuer geworfen, löscht dasselbe und heisst daher "Feuerkatze".

Eine Katze, die das Haus eines Kranken verläßt, kündigt dessen Tod an.

Putzt sich die Katze übers Ohr, oder niest sie, deutet das auf baldigen Regen hin.

Tritt ein junges Mädchen einer Katze auf den Schwanz, so bleibt es noch so viele Jahre ledig, wie das Tier Schreie ausgestoßen hat.

Sitzt vor der Trauung eine Katze auf dem Altar, so wird die Ehe unglücklich.

Eine dreifarbige Katze schützt das Haus vor Feuer und anderem Unglück, die Menschen vor dem Fieber.

Wer Katzen nicht mag, bekommt keine schöne Frau.
(aus China)

Ein Mädchen, das Katzen gut pflegt, wird zu seiner Zufriedenheit vermählt.
(aus Frankreich)
Auch interessant, aus
[url=http://www.die-hauskatze.de/html/katzen4.html]Die Geschichte der Katze[/url]
Die Chinesen, deren Gott des Ackerbaus als Katze dargestellt wurde, glaubten daran, dass Katzen nach ihrem zehnten Lebensjahr reden und sich in noch höherem Alter in andere Tiere verwandeln könnten.

Bei den Germanen wurden Katzen noch hoch geschätzt - in ihrer Mythologie hatte die Wildkatze als Zugtier des Wagens der sehr verehrten Göttin Freya einen festen Platz. Gerade die Tatsache, dass Freya eine Göttin der Fruchtbarkeit war, sollte den Katzen mit dem Aufkommen des Christentums einige Nachteile bringen.
LG
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Re: kätzerische Mythen & Aberglaube

Beitrag von Ziesel » Di 19. Mär 2013, 23:07

Venga hat geschrieben:Ich halte nichts von solchem Aberglauben, egal ob mit oder ohne Katz.
geht mir ähnlich..darum bin ich wohl auch immer erstaunt wenn dann jemand echt Steine wirft oder auf´n Weg spuckt uÄ wenn einem´ne schwarze Katze über´n Weg läuft oder eben "nur" so abergläubische Kommentare kommen
Venga hat geschrieben:Schwarze Katzen finde ich sehr hübsch, ich hatte selbst mal einen schwarzen Kater.
na die auf´m Bild gefällt mir beispielsweise auch aber ob ich jetzt unbedingt eine haben müsst :hm:. Ich bin ja nicht so abergläubisch aber ich glaub´ne schwarze Mietz müsste ´ne Schippe drauflegen bei der Überzeugungsarbeit, dass sie meine Katze werden will - wie ist das bei euch, schwarze Katze eher nicht oder mögt ihr schwarze Mietzen?
Venga hat geschrieben:Schildpatt mag ich meistens nicht so gern leiden.
och doch...ich eigentlich schon *Miss Mietz anschiel* aber es gibt da auch Ausnahmen und der Rest sollte irgendwie passen..

Kennt keiner weiter noch andere "Katzenmythen"?

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Re: kätzerische Mythen & Aberglaube

Beitrag von Entensusi » Mi 20. Mär 2013, 06:49

Ich denke, ich kenne ganz viele Kathenmythen, zumindest schon mal gehört...

Auswirkungen auf meine "Katzenwahl" hatte das nie. Allerdings hatte ich um unseren schwarzen Kater an diesen Tagen Walpurgisnacht, Halloween, 1. Mai mehr Angst als um die normalen Katzen - einfach aus Sorge dass ein Irrer sich für irgendwelche Hexenspielchen eine schwarze Katze sucht.

Schildpatt sind Glückskatzen, die gestromerten hat Maria gestreichelt - oder Mohammed, je nach Glaube. :hm:

Hier hatte ich nur mal das Erlebnis, dass ich mit meinem Tilli auf der Schulter im Garten saß - er war ein Schultersitzer - und ein Mann am Garten vorbei ging. Seine Reaktion war sehr spontan: "Dia hat a schwarze Katz aufm Buckl!". Das ist mir dann schon runter gerieselt, einfach weil man nie weiß, was den Leuten einfällt.. lass in der gleichen Nacht in der Nähe ein Haus abbrennen oder..? :shock:

Sprich, mir macht eher das Angst, wozu die Leute (auch heute noch) aus Aberglauben - oder aus neu entdecktem Satanskult oder was weiß ich - fähig sind.

Das war mein furchtbar gefährlicher Tilli:

Bild
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Re: kätzerische Mythen & Aberglaube

Beitrag von Ziesel » Mi 20. Mär 2013, 11:13

das hier kenn ich nicht:
Entensusi hat geschrieben:die gestromerten hat Maria gestreichelt - oder Mohammed, je nach Glaube. :hm:
was bewirkt das ?

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Re: kätzerische Mythen & Aberglaube

Beitrag von Entensusi » Mi 20. Mär 2013, 13:28

gute Frage, ich schätze das war so etwas wie "den schenk ich Dir, den hat Mohammed gestreichelt, das bringt Glück!" oder "nein, die Katze wird nicht ersäuft, das bringt Unglück, denn die hat Maria gestreichelt!" :smile:
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Re: kätzerische Mythen & Aberglaube

Beitrag von Curly » Mi 20. Mär 2013, 13:41

Sind schildpattfarbene Mietzen nicht das hier:
https://bild3.qimage.de/hopsi-weiblich-ca-foto-bild-57027143.jpg" onclick="window.open(this.href);return false;

Ziesel... deine ist doch schildpatt-weiß, oder? Also dreifarbig... :grübel:


Ich kenne den angesprochenen "wahnsinn" bei Katzen von den rot-(weißen).
Und bisher alle, die ich kennen lernte, waren auch irgendwie bekloppt.
Allerdings befürchte ich, das gibts bei jeder Katzenfarbe.

Ich hab mal einen Spruch gelesen, den fand ich sehr schön.
"Ob eine Katze Pech bringt, hängt davon ab, ob man ein Mensch oder eine Maus ist."
Wie der nun interpretiert wird, ist jedem selbst überlassen.

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Re: kätzerische Mythen & Aberglaube

Beitrag von Ziesel » Mi 20. Mär 2013, 13:52

joah, Miss Mietz ist´n dreifarbiges Glückskatzi und ich hab ihr vorgelesen (Zitat: https://www.entspannung-und-meditation.de/glueck/gluecksrezept_10.htm" onclick="window.open(this.href);return false; )

"Dreifarbige Katze: Als Glücksbringer ereilte sie ein schreckliches Schicksal. Ihr wurde nachgesagt sie könne Haus und Hof vor Feuer bewahren. Manche Menschen warfen bei Bränden kurzerhand eine dreifarbige Katze ins Feuer, sie hofften, das Tier würde das Feuer löschen. In manchen Gegenden wurden Katzen auch lebendig in die Fundamente von Gebäuden eingemauert weil sie angeblich das neue Bauwerk vor Bösem bewahre"

Nu weiss sie erst was für´n Glückskatzi sie ist weil ich wohl niemalsnicht auf die Idee käme sie in´s Feuer zu schmeissen (ich würds mit Feuerwehr rufen und löschen des Bandes versuchen) oder sie einzumauern....schon unglaublich auf was für abgefahrene Ideen man damals so kam

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Re: kätzerische Mythen & Aberglaube

Beitrag von Venga » Mi 20. Mär 2013, 14:22

Ziesel hat geschrieben:...schon unglaublich auf was für abgefahrene Ideen man damals so kam
An solchem Aberglauben ist wohl die katholische Kirche in großem Maße beteiligt.
In einigen heidnischen Glaubenrichtungen gild/gald die Katze als heilig.
Das war der Kirche ein Dorn im Auge.
Da viele Menschen Katzen hatten, schon um den Mäuse- und Rattenplagen Herr zu werden, hatten sie eine leichte Gelegenheit auch unbescholtenen aber unbequemen Bürgern was anzupflicken.
LG
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