Tiere glücklich und zufrieden?

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Tiere glücklich und zufrieden?

Beitrag von Nightmoon » Sa 25. Jun 2011, 12:14

In Anlehnnung des Threads/Postings: https://www.tierpla.net/post159268.html#p159268" onclick="window.open(this.href);return false;
bzw. des Postings, was mich nun wieder grübeln lässt...
lapin hat geschrieben:Doch Moony, ich halte es nur für anmaßend zu behaupten das meine Tiere glücklich sind.

Meine Kaninchen verhalten sich ähnlich wie Wildkaninchen, was mir zeigt es nicht falsch zu machen...
alles andere ist aus Meiner Sicht, also macht es Mich glücklich ;)!

Was meint Ihr, woran man es erkennen oder gar festmachen kann, ob unsere Tiere bei uns glücklich oder gar zufrieden sind? Kann man ihre momentanen Gefühle wirklich richtig deuten?

Kann man seine Tiere denn überhaupt glücklich oder zufrieden machen? :grübel:

Also bei meiner Tessa fand ich es ziemlich leicht zu erkennen bzw. zu wissen, denn sie zeigte es mir eindeutig, was sie gerade davon hielt - zumindest dachte ich es immer, dass ich es erkennen kann. :grübel:

Hier Mal nur ein paar Mimiken/Facetten, was ich meine...

Du kannst mich mal...
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Glücklich..
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Cheffe...
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Geh da weg, das ist mein Platz...
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Meine süße kleine Tessamaus, ich hab dir immer versprochen, dich nicht leiden zu lassen, ich hoffe Du verzeihst mir.[/align]

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Re: Tiere glücklich und zufrieden?

Beitrag von schweinsnase77 » Sa 25. Jun 2011, 14:28

die Frage ist: Wie definiert man Glück bei Tieren?

Ich denke das muss man von Tier zu Tier sehen. Generell halte ich meine Tiere auch für glücklich. Aber sind sie es wirklich, bei Rangordnungskämpfen, im Hochsommer oder im Dauerfrost?

Müssen Tiere immer glücklich sein? Also zumindest meine Knder sind es nicht :kiga:
Mit freundlichen Grunzern

Annette

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Re: Tiere glücklich und zufrieden?

Beitrag von lapin » Sa 25. Jun 2011, 14:37

Ich kanns nur so sagen, wenn meine Kaninchen Freudenhaken schlagend über das Grundstück donnern oder gemeinsam kuscheln, dann erfüllt es Mich mit Glück.
Mich erfüllt es deshalb mit Glück, weil das meine Vorstellung von glücklichen Tieren wiederspiegelt.

Ob ich jetzt deshalb aber steif und fest behaupten würde, dass meine Kaninchen glücklich sind...
find ich eben, wie schon gesagt, anmaßend.

Ninchen hat in einem 80cm Käfig angefangen das Leben bei mir kennen zu lernen.
Später bekam sie einen Doppestockkäfig und ein ganzes Zimmer + Karlchen dazu.

Dann kam die Wohnungshaltung hinzu und immer mehr Freunde...
heute gibts das Grundstück.

Ich denke schon, dass sie diese "Verbesserung" ihrer Lebenssituation erkennen und sich halt entsprechend eingewöhnen.
Aber ob sie glücklich sind. :hm:

Ist eben vermenschlicht gedacht, genau wie zu sagen, meine Tiere lieben mich. :lieb:
Lg lapin"Das Leben ist 10% was dir passiert und 90%, wie du darauf reagierst."

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Re: Tiere glücklich und zufrieden?

Beitrag von schweinsnase77 » Sa 25. Jun 2011, 14:47

Genau das meine ich ja, ich denke das man zwar relativ gut sagen kann, ob ein Tier zufrieden ist oder nicht, aber glücklich im Sinne von Menschen? Jeder 2 Beiner definiert den Zustand ja schon anders :mrgreen:
Mit freundlichen Grunzern

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Re: Tiere glücklich und zufrieden?

Beitrag von Isa » Sa 25. Jun 2011, 14:48

Sind meine Tiere glücklich? :grübel:
Ich hoffe es. Manchmal denke ich ja, manchmal nein.
Manchmal finde ich, sie sehen sehr zufrieden aus, wenn ich z.B. Frischfutter nachreiche und sie deswegen wilde Bocksprünge machen und ein aufgeregtes "brrr" von sich geben.
Oder wenn meine Mimm lang ausgestreckt auf meinem Bauch liegt, zufriedene Muck-Muck-Töne von sich gibt, herzhaft gähnt und dann einschläft.
MICH macht das glücklich, weil es so zufrieden aussieht und friedlich wirkt. Und dann hoffe ich, sie sind auch glücklich!
schweinsnase77 hat geschrieben: Müssen Tiere immer glücklich sein?
Ja, zumindest ist das mein ganz großes Ideal.
Ob es realisierbar ist "in Menschenhand".... :hm:
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Re: Tiere glücklich und zufrieden?

Beitrag von schweinsnase77 » Sa 25. Jun 2011, 15:01

Klar, aber können Tiere glücklich (im menshclichen Sinne sein?)
Mit freundlichen Grunzern

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Re: Tiere glücklich und zufrieden?

Beitrag von Isa » Sa 25. Jun 2011, 15:04

schweinsnase77 hat geschrieben:Klar, aber können Tiere glücklich (im menshclichen Sinne sein?)
Die Frage der Fragen!
Sie können zumindest Freude, Trauer, Zufriedenheit, Unmut,... ausdrücken.
Von dem her würde ich meinen: Ja warum nicht?! :grübel:
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Re: Tiere glücklich und zufrieden?

Beitrag von Nightmoon » Sa 25. Jun 2011, 15:34

Sagen wir Mal so, wenn es NICHT das Bestreben der Menschen oder besser gesagt einiger Menschen wäre, dann gäbe es keine Tierschutzorgas keine Wiederfinde-Orgas und keine Tierheime oder überhaupt Menschen, die sich für Tiere einsetzen. Dann würde ich vermutlich nicht stundenlang auf der Lauer leigen und versuchen tolle Bilder von freilebenden Insekten machen. Ich würd sie einfangen, aufspießen und dann in aller Ruhe Bilder von allen Seiten von ihnen machen oder vielleicht würde ich es, wie Gunther von Haagen machen, alles plastinieren, was mir an Tierchen "unter und in die Finger" käme. :hm:
Andere Lebewesen tun uns einfach gut und ich glaube, dass es im Menschen tief verankert ist, dass er nach Anerkennung strebt. Mag sein, dass unsere Tierliebe irgendwo ein bisschen Egoismus ist, weil wir in ihnen unsere Anerkennung suchen, die wir vielleicht sonst nicht so bekommen. :hm:
Ich meine ich bin in meinem Leben weitesgehend zufrieden und meine Tessamaus hats für mich einfach noch ein bisschen kompletter und zufriedener gemacht. Sie war halt mein Seelenhund. Mag auch mit daran liegen, weil Tiere einfach instinktiv handeln und nicht nach Aussehen gehen. Tiere "gucken uns ins Herz" und schätzen uns auf diese Weise ein. Menschen untereinander haben die Fähigkeit oft nicht, wissen aber komischer Weise, dass tierliebende Menschen oft die besseren Mitmenschen sind.
Hmmm, irgendwie sauschwer zu beschreiben...
Einige Tierarten, wie z. B. Hund oder Katze übernehmen kleine Verhaltensmuster von uns Menschen. Somit sind sie in der Lage Freude zu zeigen, z.B. durch freudiges Gebell oder im Kreis hüpfen und/oder breit zu lächeln, wie es bei Tessa sehr oft vorkam, selbst noch an dem Tag, an dem sie gehen musste, lächelte sie mich so lieb an und schlappte mir über meine Hand, als wolle sie Danke sagen... :heul:
Mag vielleicht Einbildung sein, aber es kam mir jedenfalls so vor. Überhaupt, bekam sie etwas Neues oder Familie kam nach Hause, wurde man freudig begrüßt, wozu auch der Schlapp über die Hand gehörte.
Kam ich nach einer längeren oder auch kürzeren Zeit wieder nach Hause, sei es durch Urlaub, Krankheit, Arbeit oder sowas, dann gab es ein anderes Begrüßungsritual von ihr. Nach längerer Abwesenheit, musste ich mich auf alle Viere knieen und Tessa kroch regelrecht unter mich drunter und fiepste und winselte und wuffte mich in unheimlich vielen verschiedenen Tönen voll. Ging es ihr in meiner Abwesenheit gut, wurde selbst das Begrüßungsritual rel. kurz gehalten, erging es ihr weniger gut, so dauerte das Vollwinseln ziemlich lange, so, als würde sie mir berichten, was alles mit ihr, in meiner Abwesenheit passiert sei. Manchmal klang es wie ein Beklagen. :jaja:
So kam es z.B., dass ich Mal von der Arbeit kam und mein Schatz hatte kurz zuvor ein bisschen gemeckert - keine Anung mehr, um was es ging. Jedenfalls ich kam nach Hause und Tessa schnellte zu mir und forderte mich zum Ausheul-Begrüßungsritual auf. Klar, ich kannte sie ja nun schon lange genug, also kniete ich mich hin uns sie fing an zu lamentieren, zu fiepsen und was weiß ich alles. Als sie sich einigermaß0en beruhigte, guckte ich meinen Schatz an und fragte ihn, ob er mit ihr gemeckert habe. Das Gesicht von ihm könnt Ihr euch vielleicht vorstellen. :shock:
Er war total erstaunt, woher ich das wusste und ich so zu ihm; Na das hat mir Tessa doch gerade gesagt..., dass Du mit ihr geschimpft hast. Er konnte es gar nicht glauben und meinte dann nur "Olle Petze" zu ihr und schüttelte den Kopf, wofür er widerum nur einen verächtlichen Brummton von ihr erntete. :jaja:
Ich fands total süß von Tessa und er fühlte sich ertappt. :lach:
Er hatte früher noch nie mit großartig was mit Tieren zu tun und Tessa war für ihn ein absolutes Neuland. Tessa konnte ihn so oft überraschen, was für mich da eigentlich schon völlig normal war. Er und ich, wir haben so unendlich viel durch und von Tessa gelernt, aber wenn man es genau nimmt, so bin ich dennoch die Blöde, weil ich es nie komplett schaffte, ihre Sprache zuerlernen, sie passte sich vielmehr unserer Körpersprache und unseren Gestiken an, wie man oben sehen kann, das Zunge rausstrecken, aber auch das breite Lächeln, wenn sie sich wohlfühlte. Hunde, die nichts zu lachen haben, nach menschlichem Maßstab, die Lächeln auch nie, obwohl sie menschlichen Bezug haben - zumindestens ist mir das im Laufe der Jahre aufgefallen. :jaja: Hätte Tessa mir einen Vogelzeigen können, ich glaube, dann hätte sie das auch noch gemacht. :lach:
Ich denke schon, dass es bei einigen Tieren sehr deutlich zu erkennen ist, ob sie sich wohlfühlen oder nicht und bei anderen Tierarten könnte ich mir vrostellen, dass es da sehr schwer ist, irgend etwas zu deuten. :hm: Ich würd mich z.B. bei einem Camäleon, Fisch oder einer Schildi schwer tun. Für mich gucken die immer gleich... :hm: :hehe:
Wie kann eine Schildi Freude ausdrücken? Ich meine, die springen weder ausgelassen im Kreis herum, noch grinsen sie breit oder vergießen Freudentränen - höchstens in nem Zeichentrickfilm :lach: .... :hm:
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Re: Tiere glücklich und zufrieden?

Beitrag von Entensusi » Sa 25. Jun 2011, 15:34

Also, ich finde das alles sehr schwierig.
Allein schon die Frage nach "Glück".. mit dem Begriff "Zufriedenheit" kann ich besser umgehen.

Prinzipiell denke ich, dass Tiere, die näher am Menschen sind, auch eher "Glück" zeigen können - eben wie Tessa oder eine schnurrende Katze. Ich erinnere mich z.B. an eine Nacht, da kam Ronja am Abend verletzt heim und ist dann bis in der Früh nicht von mir gewichen, sie hat geschnurrt und geschnurrt, vor "Glück" bei mir zu Hause zu sein. Sie ist quasi in mich rein gekrochen...

Die Kaninchen, Hühner, Enten... da scheint mir Zufriedenheit besser zu passen. Klar, "glückliche Hühner" dürfen scharren, Eier legen, wo es ihnen gefällt, aber vielleicht dürfen sie auch brüten, haben einen wunderschönen Gockel und müssen sich nicht mit Enten streiten? Dafür gibt es in jeder anderen Hühnergemeinschaft ein Omega-Huhn, das von den anderen geprügelt wird, und das ist vielleicht dann auch nicht glücklich. Ohne seine Gruppe aber vielleicht noch unglücklicher.
OK, sagen wir, Tiere empfinden durchaus Glücksmomente. Wenn z.B. meine Patty in die Welt hinausbrüllt, dass ihr Ei gelegt ist, habe ich schon das Gefühl, dass sie darüber glücklich ist. Und wer so einem Huhn mal beim Legen zugeschaut hat, kann durchaus verstehen, dass es eine Erleichterung ist, das wieder hinter sich zu haben.
Also eher "körperlich", denn emotional?

Oder guckt Euch die Serafina an... Pferde sind ja auch nahe beim Menschen, und ein "glückliches" Pferd blüht auf. Und gerade Pferde sind ja auch Gewohnheitstiere, so sind wir uns z.B. sicher, dass giri ganz ohne Box "unglücklich" wäre. Warum? Weil er im Sommer oft die Koppel freiwillig verlassen hat, um in seine Box zurück zu gehen. Nachdem er die Wiese nebenan leer gefressen hat. Kann aber eine große Fehlinterpretation sein.. weil die Box eben seit seiner Fohlenzeit zu seinem Leben gehört.

Und so vieles mehr...
Das Dumme ist, dass wir Menschen ja oft Gesundheit und langes Leben bei einem Tier mit "Glück" gleichsetzen. So wie Nachbars Kaninchen, das uralt und gesund in Einzelhaltung lebte. Er kannte es nicht anders, bis nebenan unsere Mädels einzogen, und er plötzlich seine Triebe entdeckte. War das nun Glück für ihn?
Unsere Chica war ohne Schneeflocke unglücklich, sie hat auch wirklich erfreut auf den kleinen Ramses reagiert. Ich denke, die beiden waren zusammen "glücklich". Aber wie bei den hühnern, ist ein Kaninchen alleine immer unglücklicher als ein Kaninchen, das z.B. in der Gruppe eine schlechte Stellung hat? Oder andersrum?
Ist meine Helga-Ente jetzt in rein weiblicher Gesellschaft glücklicher als mit Erpel, der sie dauernd am Hals packt?

:autsch: :autsch: :autsch: :autsch: :autsch:
Liebe Grüße, Entensusi und ihre Tiere

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Re: Tiere glücklich und zufrieden?

Beitrag von Feli » Sa 25. Jun 2011, 16:22

Ich mach das für mich gar nicht so kompliziert. Machen meine Kaninchen Freudensprünge oder liegen ganz entspannt auf dem Rücken, dann sind die gut drauf, freuen sich, fühlen sich sicher oder von mir aus auch: sind sie glücklich. Sind doch nur Worte, ich philosophier da gar nicht so viel rum :). Solange sie nicht das Reden anfangen werd ich es eh nie genau wissen.

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Re: Tiere glücklich und zufrieden?

Beitrag von freigänger » Sa 25. Jun 2011, 16:53

ich bin der meinung wir menschen interpretieren unsere empfindungen, wünsche, ängste in die tiere. wir haben sie uns untertan gemacht. sie 'funktionieren' nach unseren vorstellungen. was wirklich ihrer eigenen persönlichkeit, existenz entspricht ist uns, zumindest großteils, unbekannt.

es gab eine sehr interessante doku 'universum/ der einfluß der hunde auf unser leben/menschen' oder so ähnlich.
derzeit läuft bei uns fast tgl. ein lied 'und die erde braucht uns nicht, doch wir brauchen die erde' oder so ähnlich.
sowohl doku als auch lied haben einige gedankengänge bei mir geweckt.
liebe grüße freigänger

vom 18.6.00 bis 14.4.12 begleitete mich cano treu und in liebe, wie nur ein hund kann. danke cano. Wer wagt, kann verlieren. Wer nicht wagt, hat schon verloren. (b.brecht)

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Re: Tiere glücklich und zufrieden?

Beitrag von Miss Marple » Do 20. Okt 2011, 16:29

Ich glaub, der kurze Film passt hier rein. "Wie Tiere fühlen":

[youtube]https://www.youtube.com/watch?v=q1ollWZHeM0[/youtube]

Schon interessant, wie Wohlbefinden per Cortisolspiegel im Speichel messbar ist.
"Der Clown ist die wichtigste Mahlzeit des Tages.

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Re: Tiere glücklich und zufrieden?

Beitrag von saloiv » Do 20. Okt 2011, 20:33

Ohje ist das traurig.

Aber ich finde die Beobachtung sehr spannend. Die Schimpansen-Mutter verabschiedet sich so von ihrem Baby, wie man es einem Menschen nie zustehen würde. Der Tod wird viel zu sehr tabulisiert, würde eine Mutter mit ihrem toten Baby im Kinderwagen und auf dem Arm herumrennen, wäre das ein Verbrechen...

Für die Meerschweinchenhaltung finde ich das Video auch sehr interessant. Allein oder in Zwanggesellschaft macht also kaum einen Unterschied... Außer vielleicht der Abwechslung (mehr Aktivität im Gehege).

Was ist denn Glück überhaupt?
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dass Du arbeitest als würdest Du kein Geld brauchen.
dass Du liebst, als hätte Dich noch nie jemand verletzt.
dass Du tanzt, als würde keiner hinschauen.
dass Du singst, als würde keiner zuhören.
dass Du lebst, als wäre das Paradies auf Erden.

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Re: Tiere glücklich und zufrieden?

Beitrag von ElHappy » Do 20. Okt 2011, 21:56

War das nicht ein gorilla?????

Saloiv jeder definiert es anders für sich . Ich denke tiere auch .
wie wohl wildlebende tiere glück definieren ? ein Zebra das ständig auf der hut vor löwen sein muss? Ein löwe der ausreichend Beute machen muss? um zu überleben?

Ich glaub wirklich dass wir viel zuviele menschliche eigeschaften viel zu sehr auf tiere übertragen . Den tiere funktionieren anders mehr instinktmäßig bzw gesteuert !

Obwohl wenn wir uns "höherentwicklte" säugetieren ansehen wie Orcas oder große Primaten ansehen sieht die Geschichte wieder anders aus .
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Re: Tiere glücklich und zufrieden?

Beitrag von Sana » Do 20. Okt 2011, 22:10

Hmm ich finde auch das man das nicht speziell sagen kann, ob meine Tiere glücklich sind oder nicht. Der Mensch interpretiert es einfach. Genauso wie beim Wunschdenken. Einem ist bewusst das es ihm nicht gut geht aber will es nicht wahrhaben. Aber Menschen interpretieren es ja nicht nur bei Tieren, sondern teilweise auch bei sich selbst und den Mitmenschen. Ich weiß nicht wieso wir das tun aber es ist irgendwie so.

Allerdings manchmal glaube ich schon das man sieht das es ihnen gut geht, sonst würden Kaninchen doch nicht einfach ausgestreckt auf der Wiese liegen oder einfach ankommen und gestreichelt werden wollen.
Die meiste Zeit interpretieren wir aber das, was wir gerne haben wollen.
->Wunschdenken eben..
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Re: Tiere glücklich und zufrieden?

Beitrag von Isa » Fr 21. Okt 2011, 09:32

ElHappy hat geschrieben:Ich glaub wirklich dass wir viel zuviele menschliche eigeschaften viel zu sehr auf tiere übertragen . Den tiere funktionieren anders mehr instinktmäßig bzw gesteuert !
...
Obwohl wenn wir uns "höher entwickelte" säugetieren ansehen wie Orcas oder große Primaten ansehen sieht die Geschichte wieder anders aus .
Ich finds immer schlimm, wenn man Tieren nur "gesteuerte" "Funktionen" und "Instinkte" zuspricht.
(Bzgl. gesteuerte Funktionen: Reden wir hier von Maschinen oder Lebewesen? :strange: )
Und was sind denn höherentwickelte Säugetiere? Wieder nur eine Definition des Menschen!
Warum kann man z.B. Meerschweinchen kein Glück, keine Furcht und Trauer, keine Zufriedenheit eingestehen?
Gerade das von Miss Marple eingestellte Video zeigt doch deutlich die verschiedenen optischen UND chemischen Reaktionen des Körpers in verschiedenen Situationen!

Beutetiere können nicht glücklich sein, weil sie Beutetiere sind?
"Höher entwickelte" Tiere können glücklich sein, weil der Mensch sie als höher entwickelt einstuft?
Und alle anderen Tierarten, die durch das Raster Beutetier und höher entwickeltes Tier durchfallen, haben nur Instinkte?

Meine Meinung ist, dass wir teilweise nicht zu viel in Tiere rein interpretieren, sondern sie im Gegenteil viel zu sehr unterschätzen und sie rein auf Instinkte runter reduzieren!
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Re: Tiere glücklich und zufrieden?

Beitrag von ElHappy » Fr 21. Okt 2011, 20:42

Ich denke das ein artgerechtes Zuhause für ein Haustier der beste Schlüssel zum glücklichen LEben ist. Ich meine doch nur das Wildtiere ganz anderes "geeicht" sind als unsere Haustiere . Und eine Beutetier oder auch der Jäger dieses braucht einen wachen Instinkt zum überleben . Ich hab Tiere nicht auf ihre Instinkte REDUZIERT! Ich finde es auch schlimm wenn man tiere drauf runterrduziert . aber ich find es genauso schlimm wenn man etwas nicht richtig liest und falsch versteht ;)

Ich hab nur gesagt sie sind MEHR Instinkt gesteurt(wie wir oder auch unsere domestizierten Haustiere) und NICHT sie sind nur instinkt gesteuert . Sie brauchen ihre Instinkte zum überleben ! Ich hab ihnen weder Gefühle noch bewußte handlungen abgesprochen . Ich finde wieso das uns unsere tiere mehr gegeben als wir ihnen geben können .
Ausserdem hab ich mich nur gefragt wie ein Beutier oder der jeweilige Jäger Glück definiert ?oder allgemin ein Wildtier ? und ob unsere mehr oder weniger behüteten Haustiere Glück anderes definieren ?
Zuletzt geändert von ElHappy am Fr 21. Okt 2011, 23:25, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Tiere glücklich und zufrieden?

Beitrag von saloiv » Fr 21. Okt 2011, 20:53

Der Instinkt nach "Wachsamkeit" (Umgebung absichern um Feinde rechtzeitig zu erkennen und sich schützen zu können) wächst mit dem Gebrauch. Ein Tier das in einer feindlichen Umgebung aufwächst ist deutlich wachsamer als eines, das noch nie in einer gefährlichen Umgebung war. Den "Instinkt" wachsam zu sein haben alle Tiere und Menschen! Viele brauchen ihn jedoch einfach nicht. Wenn du dir Menschen im Krieg anschaust sind sie deutlich wachsamer als ein Mensch der plötzliche Gefahren die mit Gewalt und Tod einhergehen nur aus dem Fernsehprogramm kennt.
Als Beispiel möchte ich meinen Sunny nehmen der 4 Jahre im Käfig lebte. Er war am Anfang alles andere als wachsam, mittlerweile ist er sehr wachsam, weil er ein Freiland-Kaninchen geworden ist und es dort viel mehr Umweltreize gibt auf die er reagieren muss.
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Re: Tiere glücklich und zufrieden?

Beitrag von ElHappy » Fr 21. Okt 2011, 23:22

Saloiv kann ich nur zustimmen !
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Re: Tiere glücklich und zufrieden?

Beitrag von WELLEN » Di 25. Okt 2011, 15:19

Ich gehe mal davon aus, dass all unsere Tiere auf dem Planeten wissen was Glück ist und sich auch die meiste Zeit sehr wohl fühlen, also glücklich sind :mrgreen:

Unglücklich (= sich schlecht fühlen, traurig sein, etc...) sind nur die, die sehr schwer krank sind und Schmerzen haben, einen Partner verloren haben, stark hungern müssen, extrem eingeengt leben, sich gar nicht mit den Artgenossen verstehen und arrangieren können.

Aber das Problem beim Glück ist ja, wenn es einem zu gut geht, dann wird man unglücklich, da man zu sehr Zeit hat über das Glück nachzudenken :lol:
Wer viel damit beschäftigt ist zu überleben, wie ein Tier in der Wildnis, hat keine Zeit sich glücklich oder unglücklich zu fühlen. ;)
Ein Zootier dem alles vor die Nase gestellt wird hat zu viel Zeit und wird unglücklich. Mal so salopp gesagt.
Die Zeit kann aber auch anders genutzt werden, z.B. durch spielen, lernen, intelektuellere Sachen, hihi ;)
Dann ist es wieder so, dass die Zeit wieder knapp wird um unglücklich zu sein :lol:

Frage ist jetzt, ob ein Wolf, der ja natürlich lebt, glücklicher ist als ein Hund, der sich um nix (wirklich nix!!! ;) ) kümmern muss, aber der dafür "beschäftigt" wird. z.B. Hundeschule, Parcours, etc.....

Frage ist auch, ist die Langeweile wirklich ein Auslöser für Unglücklichsein? Ist denn eine Katze unglücklich wenn sie den ganzen Tag schläft und dick und fett wird? Wäre sie glücklicher wenn sie jetzt ums überleben kämpfen müsste?
Beschäftigung ist gut, aber ist sie immer gut?

Ist z.B. ein Pferd, dass vor eine Kutsche gespannt ist oder beritten wird glücklich? Es wird doch so gut beschäftigt, also muss das doch besser sein als in der Box zu stehen. Aber wäre es dem Tier vielleicht lieber in der Box zu stehen? Oder ist es froh vor der Kutsche zu sein? Ist es besser, weil es so nicht gelangweilt sein kann und somit keine Zeit hat unglücklich zu sein so wie in der Box?

Ich frag mich grad hier laut selber so ein paar Sachen wie ihr merkt.

Ab wann ist man denn überhaupt glücklich/unglücklich. :hm:
Meist ist man doch glücklich nachdem man so unglücklich war, also als VERGLEICH beider Zustände. :mrgreen:

Sind jetzt dann aber die Tiere die wir aus den schlechten Verhältnissen gerettet haben glücklicher als welche die immer schon so gelebt haben. Wissen die es mehr zu schätzen? Oder wird das schnell wieder normal?

Glücklich sein, ist das nicht eine seltene Gabe, eine Kunst? :mrgreen:

Glücklich ist wahrscheinlich der, der sich nie Gedanken darüber machen muss. :lol:

Ach, ich glaub ich sollte aufhören zu schreiben..... :hehe:

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Re: Tiere glücklich und zufrieden?

Beitrag von ElHappy » Di 25. Okt 2011, 18:24

Du hast recht Wellen :-) dem ist nix mehr hinzuzufügeb
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