Getrocknete Kräuter-wie oft ??

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Giftige Pflanzen die hier aufgeführt oder vorgestellt werden, stellen für Tiere die Ad Libitum ernährt werden selten eine Gefahr dar, da sie in der Lage sind zu selektieren und daher immer wissen, was fressbar und genießbar ist und was nicht.

Wie in allen Fällen auch, ist jedes Tier individuell zu betrachten und man sollte neue Pflanzen IMMER langsam anfüttern.
Jedes Tier kann unterschiedliche Dinge auch unterschiedlich vertragen.

Die User sprechen von eigenen Erfahrungen, es liegt an Euch, Eure zu sammeln.
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Getrocknete Kräuter-wie oft ??

Beitrag von mausefusses » Mi 24. Nov 2010, 10:55

Also draußen gibt es ja nun keine mehr und Küchenkräuter für 9 Tiere im Supermarkt kaufen ist nicht wirklich finanzierbar....
Ich würde also gerne auf getrocknete Kräuter zugreifen. Ich fütter Hochstadl Heu und den 2. Schnitt vom Heuandi, beides ist relativ Kräuterreich.

Nach der Fütterung der getrockneten Kräuter beobachte ich bei 1 Tier milchig-weißen Urin der sich ein bißchen wie Scheuermilch anfühlt, ist das ok ??
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Re: Getrocknete Kräuter-wie oft ??

Beitrag von Murx Pickwick » Mi 24. Nov 2010, 11:04

Nein ... getrocknete Kräuter weglassen, vertragen deine Kaninchen nicht.
Ist halt einfach so, getrocknete Kräuter werden in der Natur kaum gefressen, sind sie im Angebot, werden sie von gefangen gehaltenen Kaninchen eher zuviel gefuttert - und das bekommt ihnen nicht immer ...
Die Kräuter im Heu reichen absolut aus.

Was geht, wären höchstens getrocknete Brennesseln, weil die eben gleichzeitig harntreibend sind.

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Re: Getrocknete Kräuter-wie oft ??

Beitrag von mausefusses » Mi 24. Nov 2010, 14:26

Mhh, ok!

Mal anders gefragt: Wie viel Frischkräuter würde ich wohl benötigen das es überhaupt eine Wirkung hat ??

Ich glaub ich könnte täglich 5 ganze Töpfe Basilikum ins Gehege stellen und sie würden es fressen....das kann ich mir aber nicht leisten.
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Re: Getrocknete Kräuter-wie oft ??

Beitrag von Murx Pickwick » Mi 24. Nov 2010, 15:10

Wichtigstes Kraut im Winter wären Kohlblätter - einfach, weil sie nicht nur einen hohen Eiweißgehalt haben, sondern auch, weil sie mit ihren Senfölglycosiden auch das Immunsystem auf Trab halten - bei der eher einseitigen Winterkost ist das enorm wichtig. Wenn du vom Hauptfutter die Hälfte an Kohlblättern zur Verfügung stellen kannst, ist das schonmal sehr gut ...

Basilikum und Petersilie werden auch als normales Futter angenommen - nur du kannst das nicht bezahlen! Von der reinen Heilwirkung her dagegen wäre ein Basilikumtopf über die Woche absolut ausreichend. Ebenso bei Oregano, ein paar Blätter pro Tag im Angebot reichen aus, um Kokzidiose vorzubeugen. Rest macht der Kohl.
Petersilie wäre wichtig aufgrund des sehr hohen Kaliumgehaltes ... aber hier finden sich auch andere Gemüse, oder eben Sämereien, weilche einen ähnlich hohen Kaliumgehalt aufweisen. Dazu kommt, daß Kalium insbesondere für Kaninchen wichtig ist, welche Junge bekommen sollen - deine Kaninchen werden nie Junge bekommen, also kommen sie mit weitaus weniger Kalium sehr gut klar.

Ein weiteres, sehr wichtiges Kraut in der Kaninchenwinterernährung wäre Möhrenkraut - oft bekommt man das Möhrenkraut kostenlos. Möhrenkraut reguliert den Darm und wirkt dadurch vorbeugend vor Darmkrankheiten aller Art.

Etwas teurer, aber sollte dennoch nicht gänzlich in der Winterkost fehlen, sind die Wegwartensalate: Chicoree, Radicchio, Winterendivie (manchmal als Escariol im Handel) und, wenn du herbekommst, Wurzelcichorie ... diese Pflanzen können vom Kaninchen eingesetzt werden, um die Wirkung anderer Pflanzen zu verstärken.

Auch sehr wichtig, wenn auch kein Kraut, sondern eher Blatt und Holz, ist Brombeerranken. Sie wirken harntreibend und darmregulierend. Ein weiteres sehr wichtiges Winterfutter ist Nadelgehölz, was wiederum Atemwegserkrankungen und Darmerkrankungen vorbeugt.

Der Rest kann ersetzt werden mit dem, was die saisonale Gemüse- und Obsttheke hergibt und nicht zu teuer ist, also Mohrrüben, Runkelrüben, rote Beete, Apfel und Co ... damit hast du eigentlich schon das gesamte, für Kaninchen wichtige Wirkspektrum abgedeckt und brauchst nicht in Massen teure Küchenkräuter kaufen.
Die meisten Küchenkräuter sind so stark in der Wirkung, daß nur wenige Stiele in der Woche für die Wirkung gebraucht werden. Ich denke, du siehst einfach auch an deinen Kaninchen, wenn sie tatsächlich einen erhöhten Bedarf an einem bestimmten Küchenkraut haben, was sie über die Winterblattgemüse nicht mehr decken können ...

Wenn du nun auch noch saisonal im Herbst und Winter Sämereien zufütterst, kann eigentlich nix mehr schiefgehen, auch ohne getrocknete Kräuter.

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Re: Getrocknete Kräuter-wie oft ??

Beitrag von mausefusses » Mi 24. Nov 2010, 15:24

Wunderbar, vielen Dank, nun bin ich wieder schlauer !

Kohl bekommen sie reichlich: Rotkohl, Weißkohl, Wirsing, Rosenkohl, Grünkohl....
Möhrengrün und Kohlrabiblätter bekomme ich immer auf dem Wochenmarkt.

2 Töpfe Basilikum, Oregano in der Woche etc. ist natürlich kein Problem .

Samenmischung fütter ich seit September auch schon regelmäßig.
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Re: Getrocknete Kräuter-wie oft ??

Beitrag von Murx Pickwick » Mi 24. Nov 2010, 15:38

Ich hab eins der wichtigsten Kräuter überhaupt für den Winter vergessen ... vermutlich, weil es strenggenommen gar kein richtiges Winterkraut ist: Fenchel!

Fenchelknollen samt grün sind im Winter noch bezahlbar und haben eine enorm starke, darmreinigende und darmregulierende Eigenschaft. Was auch immer im Darm schief läuft, der Fenchel wirds schon richten ... hier muß dann einfach auf die eigenen Kaninchen geachtet werden, wieviel Fenchel sie wirklich brauchen. Meine Kaninchen beispielsweise fressen gar nicht mal so viel Fenchel, wenn ich zwei bis drei Knollen pro Kanin (die sind über 3kg schwer!) und Woche verfütter, ist das bei mir im Grunde genommen schon ad lib ... andere Kaninchen brauchen da wieder mehr Fenchel. Hier mußt du einfach sehen, was vom Geldbeutel her machbar ist und was deine Kaninchen wirklich fressen.

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Re: Getrocknete Kräuter-wie oft ??

Beitrag von ClaudiaL » Mi 24. Nov 2010, 15:40

Das finde ich ja interessant, ich habe diese Problematik mit unserer Nicci auch ab und an mal. Ich hab mir dabei gar nichts gedacht, weil ich immer dachte es seit gut, wenn das überschüssige Kalzium wieder ausgeschieden/ausgeschwemmt wird. Dann muss ich bei ihr künftig auch vorsichtiger sein.
Wenn es mir schlecht geht, gehe ich nicht in die Apotheke, sondern zu meinem Buchhändler
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Re: Getrocknete Kräuter-wie oft ??

Beitrag von mausefusses » Mi 24. Nov 2010, 15:43

Fenchel ist eh im Sortiment, danke !

Ich denke das ich ansonsten schon recht abwechslungsreich und vielfältig fütter.
Das tolle ist ja das z.B. Kohl im Winter echt günstig ist, daher kann ich davon auch reichlich geben und die Tiere lieben es....
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Re: Getrocknete Kräuter-wie oft ??

Beitrag von Murx Pickwick » Mi 24. Nov 2010, 15:52

Milchigen Urin zeigen Kaninchen häufiger mal, das ist nicht weiter tragisch ... wirklich bedenklich ist nur der milchige Urin, wenn er sich wie Scheuermilch oder wie Seife anfühlt, ein Zeichen dafür, daß zu trocken gefüttert wird.
Einige Kaninchen fressen lieber getrocknete Kräuter, wie frische Sachen und fressen dadurch zuviel Getrocknetes - genau bei diesen Kaninchen hat man dann diesen wie Scheuermilch sich anfühlenden Urin.

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Re: Getrocknete Kräuter-wie oft ??

Beitrag von Gianna » Mi 24. Nov 2010, 21:53

Kaufe einen Großteil der Küchenkräuter im türkischen Supermarkt. Da kostet ein riesen Bund Petersilie so 1,50€ (mengenmäßig vergleichbar mit einem dicken Bund Möhrengrün). Zur Zeit gibt es dort auch riesigen Dill.Aus Zeitnot habe ich heute im Supermarkt um die Ecke zwei Bund Dill und zwei Bund Petersilie für insgesamt 3€ gekauft.Alles zusammen ist höchstens ein Viertel der Petersilie im türkischen Supermarkt. Kann ich also nur empfehlen :)

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Re: Getrocknete Kräuter-wie oft ??

Beitrag von Ziesel » Do 25. Nov 2010, 00:01

mmh vertrocknete Kräuter mag hier keiner aber viele große Geschäfte reduzieren Samstagabend Küchenkräuter und auch beim türk. Gemüseladen kann man dann erfahrungsgemäß´n Schnäppchen machen..

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Re: Getrocknete Kräuter-wie oft ??

Beitrag von mausefusses » Do 25. Nov 2010, 10:17

Danke, hab hier leider keinen Gemüsetürken....
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Re: Getrocknete Kräuter-wie oft ??

Beitrag von Col » Sa 27. Nov 2010, 10:56

Jetzt bin ich auch wieder um einiges schlauer :D .
Ärgerlich ist nur, dass im Winter die ganzen frischen Sachen so schnell einfrieren. Wir haben hier zur Zeit am Tag und in der Nacht Dauerfrost. Und trotz Schutzhütte geht das ruckzuck mit dem Einfrieren. Ich kann ja auch nicht ständig neues Frischfutter servieren, vor allem nachts :hm:.
Wie macht ihr das ? Würde mich sehr interessieren :lieb: .
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Re: Getrocknete Kräuter-wie oft ??

Beitrag von Murx Pickwick » Sa 27. Nov 2010, 11:26

Ich weiche auf Dinge aus, die weniger schnell einfrieren und zudem auch noch wieder aufgetaut gefressen werden, also Kohl beispielsweise. Ansonsten werden die Kaninchen halt mit Tannengrün und Sämereien über den Winter gehungert.

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Re: Getrocknete Kräuter-wie oft ??

Beitrag von Col » Sa 27. Nov 2010, 11:36

Ahh ja...so mache ich das eigentlich auch. Mir ist nur aufgefallen, dass manche Sachen, z.B. Basilikum, nach dem einfrieren richtig matschig sind.
Und Tannengrün ignorieren sie zur Zeit noch, außer Kiefer, die wird hin und wieder gefuttert.
Also ist es auch nicht weiter schlimm, wenn sie wieder aufgetautes Frischfutter noch fressen würden.
Sorry, wenn ich so nachfragen muß :schäm: . Aber, in den letzten Jahren mußte ich meine Beiden, krankheitsbedingt durch Luise, zum Winter immer reinholen.
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Re: Getrocknete Kräuter-wie oft ??

Beitrag von Murx Pickwick » Sa 27. Nov 2010, 11:56

Ist ja kein Problem - vor dem Einfrierungsproblem dürften etliche Mitleser nun stehen ...

Die Kaninchen lassen zuverlässig liegen, was nach dem Auftauen matsche ist, bestimmte Kohlsorten, wie Wirsing beispielsweise oder Grünkohl dagegen, sind nach dem Auftauen immer noch knackig - und werden gefressen.

Basilikum und ähnliches kannst du im Grunde genommen nur noch aus der Hand füttern ... es friert einfach zu schnell ein, das ist leider ein typisches Sommerkraut. Thymian dagegen friert nicht ein - aber Thymian wird so gut wie nicht gefressen. Ist halt momentan schwierig mit den Kräutern.

Eine sehr schöne Lösung hab ich hier in der Umgebung gesehen ... da wurde ein kleines Futterhäuschen, von oben befüllbar, im Winter aufgestellt. Das Häuschen bestand aus Holz, darein wurde Stroh gefüllt und zwischen das Stroh die empfindlicheren Frischkostsachen gepackt. So fror es deutlich weniger schnell ein und die Kaninchen konnten sich die Äpfel und Co zwischen dem Stroh rausholen ... eine andere Version hab ich im Internet gefunden, leider find ich es nicht mehr wieder. Da wurden einfach nur Heu- und Strohballen so aufeinandergeschichtet, daß ein gut isoliertes Futterhäuschen entstand, wo dann Frischkost verfüttert wurde. Ich stell mir das allerdings ein wenig mühsam mit dem Befüllen vor.

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Re: Getrocknete Kräuter-wie oft ??

Beitrag von Col » So 28. Nov 2010, 11:57

Finde ich eine super Idee, dass Frischfutter zwischen Stroh zu legen :top: . Das werde ich auf jeden Fall testen ! Die Variante aus dem Internet, mit Heu und Stroh, finde ich auch etwas umständlich.
Ich habe gestern Abend das Futter in die kleine Hütte gestellt. Die steht etwas erhöht und nicht direkt auf dem Boden. Im Vergleich zur großen Hütte ist das schon ein Unterschied, wenn das Futter nicht direkt bodennah steht.

Vielen Dank für die Tipps, Murx !
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Re: Getrocknete Kräuter-wie oft ??

Beitrag von saloiv » Fr 3. Dez 2010, 13:45

Meine Kaninchen bekommen im Winter, aber auch im Frühjahr und im Herbst Trockenkräuter ad libitum. Ich mische immer wild eine breite Auswahl zusammen. Wenn man sie ad libitum füttert, geht der Konsum stark zurück, rationiert haben meine viel größere Mengen verschlungen. Je besser und blattreicher das Frischfutterangebot ist, desto weniger werden Trockenkräuter verputzt.
Ich kann jedem wärmstens empfehlen, Trockenkräuter zumindest im Winter ad libitum anzubieten. Es ist eine unglaubliche Bereicherung für die Kaninchen, da sie vorallem durch ätherische Öle und andere Pflanzenstoffe das "milde" Gemüse ausgleichen. Kaninchen sind auch so viele Pflanzenstoffe angewiesen um gesund zu sein, die sie im Gemüse nicht vorfinden. Trockenkräuter ergänmzen da prima. Frische Kräuter sind natürlich noch besser, aber wer kann schon 30 frische Kräuter jeden Tag ad libitum anbieten... Sowohl preislich als auch von der Beschaffung...
Ich füttere frische Kräuter aus diesem Grund rationiert so viel wie möglich und gebe Trockenkräuter ad libitum.

Weißer Urin ist einfach nur ausgeschiedenes Kalzium und völlig unbedenklich. Je kalziumreicher die Nahrung, desto weißer der Urin. Wird wasserreich ernährt, verdünnt sich der Urin einfach nur stärker.
Ich hatte seit ich Trockenkräuter ad libitum im Winter zufüttere ein deutlichen Vitalitäts-Aufschwung beobachtet.
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Ich wünsche Dir...
dass Du arbeitest als würdest Du kein Geld brauchen.
dass Du liebst, als hätte Dich noch nie jemand verletzt.
dass Du tanzt, als würde keiner hinschauen.
dass Du singst, als würde keiner zuhören.
dass Du lebst, als wäre das Paradies auf Erden.

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