[Verteidigungsinstinkt] Wie Beute zum Jäger wird
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[Verteidigungsinstinkt] Wie Beute zum Jäger wird
Hier in diesem Thread:
[url=http://www.tierpla.net/post107211.html#p107211]heimische Feinde[/url] wurde das Thema, "wenn Jäger Opfer von der Beute werden" ja schon angeschnitten und dazu fiel mir wieder dieses Video ein!
Es ist im ersten Moment etwas "hart" anzuschauen, aber es zeigt sehr gut, zu was "Beute" in der Lage ist, wenn es sich von einem potenziellen Feind bedroht fühlt.
In dem Video geht es um ein Reh + Rehkitz, einer Katze und einem Hund!
[youtube]https://www.youtube.com/watch?v=bvtksgsUu50[/youtube]
[url=http://www.tierpla.net/post107211.html#p107211]heimische Feinde[/url] wurde das Thema, "wenn Jäger Opfer von der Beute werden" ja schon angeschnitten und dazu fiel mir wieder dieses Video ein!
Es ist im ersten Moment etwas "hart" anzuschauen, aber es zeigt sehr gut, zu was "Beute" in der Lage ist, wenn es sich von einem potenziellen Feind bedroht fühlt.
In dem Video geht es um ein Reh + Rehkitz, einer Katze und einem Hund!
[youtube]https://www.youtube.com/watch?v=bvtksgsUu50[/youtube]
Lg lapin"Das Leben ist 10% was dir passiert und 90%, wie du darauf reagierst."
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Re: [Verteidigungsinstinkt] Wie Beute zum Jäger wird
das würde ich simpel und ergreifend als mutterinstinkt werten
das der hund gefahr bedeutet, das versteh ich, aber könnte die katze auch eine gefahr für das kitz darstellen
?
das der hund gefahr bedeutet, das versteh ich, aber könnte die katze auch eine gefahr für das kitz darstellen
- lapin
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Re: [Verteidigungsinstinkt] Wie Beute zum Jäger wird
Jap, das ist Mutterinstinkt, zeigt aber eben auch zu was Fluchttiere in der Lage sind, da machen sie vor KEINEM Raubtier halt.
Das eine ist das verteidigen des eigenen Nachwuchses, dass andere das verteidigen des Reviers, ich denke das Video ist eben einfach nur super anschaulich, wie wenig Jäger anrichten kann, wenn er zum falschen Zeitpunkt, am falschen Ort ist
!
Ich denke das große Interesse der Katze an dem Kitz lässt Reh Muttern zumindest skeptisch werden und Raubtier ist und bleibt Raubtier!
Das eine ist das verteidigen des eigenen Nachwuchses, dass andere das verteidigen des Reviers, ich denke das Video ist eben einfach nur super anschaulich, wie wenig Jäger anrichten kann, wenn er zum falschen Zeitpunkt, am falschen Ort ist
Ich denke das große Interesse der Katze an dem Kitz lässt Reh Muttern zumindest skeptisch werden und Raubtier ist und bleibt Raubtier!
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Re: [Verteidigungsinstinkt] Wie Beute zum Jäger wird
Boah krass.Der arme Hund!
Aber schon erstaunlich wie sehr sich ein Fluchttier verändern kann wenn es sich bedroht fühlt und dann auch noch mit so einer Kraft.
Aber schon erstaunlich wie sehr sich ein Fluchttier verändern kann wenn es sich bedroht fühlt und dann auch noch mit so einer Kraft.
- Murx Pickwick
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Re: [Verteidigungsinstinkt] Wie Beute zum Jäger wird
Es handelt sich hier um einen Weißwedelhirsch ... Weißwedelhirsche fliehen normalerweise und überlassen ihr Kitz ihrem Schicksal - sogar sehr zuverlässig.
Diese Dame allerdings hat dazugelernt, das dürfte eine sehr erfahrene Hirschkuh sein. Die weiß, daß die wirklich gefährlichen Gegner sich nicht in die Stadt trauen, sie kann also ganz beruhigt in der Nähe ihres Kitzes äsen gehen, braucht sich nicht weit zu entfernen und kann trotzdem ihr Kitz verteidigen ... so kommen einfach alle ihre Kitze auch tatsächlich hoch.
Dennoch merkt man in dem Film, wie unsicher diese Hirschkuh ist und wie sehr sie mit sich kämpft, bis sie endlich angreift - schon alleine die Katze hatte sie als Freßfeind eingestuft - hatte jedoch noch nix gemacht, weil sie noch stark mit dem Drang zu kämpfen hatte, die Beine in die Hand zu nehmen und um ihr Leben zu rennen ... der Hund tauchte dann halt nur zusätzlich auf, sie fühlte sich in die Enge getrieben und das gab den Ausschlag, daß das erlernte Verhalten Angriff die Oberhand gewinnen konnte. Der Hund wurde nach Strich und Faden verprügelt und nachdem die Katz dann ihrerseits Mutter und Kind nicht in Ruhe ließ und zudem auch noch deutliches Angriffsverhalten zeigte (so viel Fremdsprache, als daß zurückgelegte Ohren und Fauchen als Angriff gewertet werden würde, hat diese Hirschart durchaus drauf), gabs da auch noch mal ordentlich Prügel!
Weißwedelhirsche sind allerdings wegen eines ganz anderen aggressiven Verhaltens berühmt berüchtigt geworden ... die männlichen Exemplare dieser Art empfinden aufrecht stehende Wesen, wie wir Menschen es sind, als drohende Konkurrenten - sie unterscheiden nicht sauber zwischen den Arten!
Die Folge ist dann das hier:
[youtube]https://www.youtube.com/watch?v=LNGGbozilko[/youtube]
Normalerweise wird unter Hirschen ritualisiert Geweih gegen Geweih gekämpft ... das Problem für diese Hirsche ist nur, daß der Mensch weder ein Geweih hat noch auf das Angebot mit dem ritualisierten Geweih gegen Geweih eingeht - also wird gleich umgeswitched auf den ernsten Beschädigungskampf Hufe gegen egal was ...
Von Rothirschen und Damhirschen in Zooanlagen ist dasselbe Verhalten bekannt, auch hier sind es die Hirsche, die während der Paarungszeit erst kurz mit dem Geweih den Kommentkampf per Geweih anbieten und wenn der aufrecht gehende und somit drohende Mensch nicht auf den Kommentkampf eingeht, wird halt oft mit den Vorderhufen verprügelt - teilweise hat das schon Zoopfleger ins Krankenhaus gebracht!
Wer das kennt, wird sich beim ersten Drohen auf den Boden schmeißen und sein Gesicht wegdrehen - also das Signal zur Aufgabe geben.
Diese Dame allerdings hat dazugelernt, das dürfte eine sehr erfahrene Hirschkuh sein. Die weiß, daß die wirklich gefährlichen Gegner sich nicht in die Stadt trauen, sie kann also ganz beruhigt in der Nähe ihres Kitzes äsen gehen, braucht sich nicht weit zu entfernen und kann trotzdem ihr Kitz verteidigen ... so kommen einfach alle ihre Kitze auch tatsächlich hoch.
Dennoch merkt man in dem Film, wie unsicher diese Hirschkuh ist und wie sehr sie mit sich kämpft, bis sie endlich angreift - schon alleine die Katze hatte sie als Freßfeind eingestuft - hatte jedoch noch nix gemacht, weil sie noch stark mit dem Drang zu kämpfen hatte, die Beine in die Hand zu nehmen und um ihr Leben zu rennen ... der Hund tauchte dann halt nur zusätzlich auf, sie fühlte sich in die Enge getrieben und das gab den Ausschlag, daß das erlernte Verhalten Angriff die Oberhand gewinnen konnte. Der Hund wurde nach Strich und Faden verprügelt und nachdem die Katz dann ihrerseits Mutter und Kind nicht in Ruhe ließ und zudem auch noch deutliches Angriffsverhalten zeigte (so viel Fremdsprache, als daß zurückgelegte Ohren und Fauchen als Angriff gewertet werden würde, hat diese Hirschart durchaus drauf), gabs da auch noch mal ordentlich Prügel!
Weißwedelhirsche sind allerdings wegen eines ganz anderen aggressiven Verhaltens berühmt berüchtigt geworden ... die männlichen Exemplare dieser Art empfinden aufrecht stehende Wesen, wie wir Menschen es sind, als drohende Konkurrenten - sie unterscheiden nicht sauber zwischen den Arten!
Die Folge ist dann das hier:
[youtube]https://www.youtube.com/watch?v=LNGGbozilko[/youtube]
Normalerweise wird unter Hirschen ritualisiert Geweih gegen Geweih gekämpft ... das Problem für diese Hirsche ist nur, daß der Mensch weder ein Geweih hat noch auf das Angebot mit dem ritualisierten Geweih gegen Geweih eingeht - also wird gleich umgeswitched auf den ernsten Beschädigungskampf Hufe gegen egal was ...
Von Rothirschen und Damhirschen in Zooanlagen ist dasselbe Verhalten bekannt, auch hier sind es die Hirsche, die während der Paarungszeit erst kurz mit dem Geweih den Kommentkampf per Geweih anbieten und wenn der aufrecht gehende und somit drohende Mensch nicht auf den Kommentkampf eingeht, wird halt oft mit den Vorderhufen verprügelt - teilweise hat das schon Zoopfleger ins Krankenhaus gebracht!
Wer das kennt, wird sich beim ersten Drohen auf den Boden schmeißen und sein Gesicht wegdrehen - also das Signal zur Aufgabe geben.
- steffi
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Re: [Verteidigungsinstinkt] Wie Beute zum Jäger wird
wow, ich will nicht wissen, wieviele blaue flecken der jäger hatte 
- Murx Pickwick
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Re: [Verteidigungsinstinkt] Wie Beute zum Jäger wird
Ich seh gerade beim zweiten mal Ansehen des ersten Filmes ... die Katz hat nicht nur gefaucht, sondern auch gekrallt!
Naja, daß das eindeutiger Angriff des Freßfeindes ist, liegt auf der Hand ...
Naja, daß das eindeutiger Angriff des Freßfeindes ist, liegt auf der Hand ...
- Isa
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Re: [Verteidigungsinstinkt] Wie Beute zum Jäger wird
Dass so lieblich aussehende Tierchen so böse werden können...

- Entensusi
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Re: [Verteidigungsinstinkt] Wie Beute zum Jäger wird
Katzen!!! Muss die dem Reh noch eines auf die Nase geben....
na ja, der Rückzug war nahezu perfekt.
Aber wir haben das in USA in den Nationalparks auch oft und oft gehört: "Gerate NIEMALS zwischen Mama-Reh und Baby-Reh!" - eindeutige Warnung.
Zum zwiten Film: Sorry, eine gewisse Schadenfreude schleicht sich bei mir schon ein, wenn ein Jäger derart verprügelt wird...
Aber wir haben das in USA in den Nationalparks auch oft und oft gehört: "Gerate NIEMALS zwischen Mama-Reh und Baby-Reh!" - eindeutige Warnung.
Zum zwiten Film: Sorry, eine gewisse Schadenfreude schleicht sich bei mir schon ein, wenn ein Jäger derart verprügelt wird...
Liebe Grüße, Entensusi und ihre Tiere
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Re: [Verteidigungsinstinkt] Wie Beute zum Jäger wird
Ja der tut mir auch gar nicht leid.Viel mehr der Hund im ersten Vid.
- Murx Pickwick
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Re: [Verteidigungsinstinkt] Wie Beute zum Jäger wird
Mir am ehesten noch das Kitz - das ist nämlich wegen dem ganzen Streß um seine wohlverdiente Milchmahlzeit gekommen!
Zum Hund kann ich nur sagen, warum ist Frauchen so weit weg vom Schuß, daß sie da nicht eingreifen kann?
Vielleicht seh ich das zu deutsch, aber das ist eine übersichtliche Villengegend, wo man weit gucken kann ... da sollte doch so ein ausgewachsener Hirsch auffallen, oder nicht?
Und gilt in den USA nicht, daß man seinen Hund nicht ans Wild läßt, sondern ranruft oder niederpfeifft?
Zwar wurde Stark schon gerufen, als das Reh sich gerade zu ihm umdrehte, aber es brauchte noch weitere zweimal Rufen, bis der Hund endlich sich umdrehte und sich langsam aufmachte, vielleicht zu Frauchen abzudrehen ... tja, und da war dann auch schon die Hirschkuh am Hund ... man sieht den Augenblick kurz vorm Angriff in diesem Vid, wo der Hund gerade am Umdrehen ist, sei es, weil ihm ein so großes Vieh, was auch noch so derartig "ohne Angst" auf ihn zugerannt kommt, unheimlich wurde oder sei es, weil er doch beschlossen hatte, daß das Gekreische von Frauchen irgendeinen hinteren für ihn nicht erkennbaren Sinn hatte ...
Ich will mal zum Thema Hund hier richtig gemein sein:
Die Frau kann froh sein, daß ihr das passiert ist, das nächste Mal wird ihr Hund gleich beim ersten Mal Rufen vorsichtshalber kommen! Die Prügel hat im richtigen Moment gesessen!
Wenn das nächste Tier ein Schwarzbär ist, dann ist das sofortige Kommen auf Ruf für den Hund lebensrettend, denn ein Schwarzbär macht mit Hunden kurzen Prozeß! Und die kommen im gleichen Lebensraum vor, wie Weißwedelhirsche!
Zum Hund kann ich nur sagen, warum ist Frauchen so weit weg vom Schuß, daß sie da nicht eingreifen kann?
Vielleicht seh ich das zu deutsch, aber das ist eine übersichtliche Villengegend, wo man weit gucken kann ... da sollte doch so ein ausgewachsener Hirsch auffallen, oder nicht?
Und gilt in den USA nicht, daß man seinen Hund nicht ans Wild läßt, sondern ranruft oder niederpfeifft?
Zwar wurde Stark schon gerufen, als das Reh sich gerade zu ihm umdrehte, aber es brauchte noch weitere zweimal Rufen, bis der Hund endlich sich umdrehte und sich langsam aufmachte, vielleicht zu Frauchen abzudrehen ... tja, und da war dann auch schon die Hirschkuh am Hund ... man sieht den Augenblick kurz vorm Angriff in diesem Vid, wo der Hund gerade am Umdrehen ist, sei es, weil ihm ein so großes Vieh, was auch noch so derartig "ohne Angst" auf ihn zugerannt kommt, unheimlich wurde oder sei es, weil er doch beschlossen hatte, daß das Gekreische von Frauchen irgendeinen hinteren für ihn nicht erkennbaren Sinn hatte ...
Ich will mal zum Thema Hund hier richtig gemein sein:
Die Frau kann froh sein, daß ihr das passiert ist, das nächste Mal wird ihr Hund gleich beim ersten Mal Rufen vorsichtshalber kommen! Die Prügel hat im richtigen Moment gesessen!
Wenn das nächste Tier ein Schwarzbär ist, dann ist das sofortige Kommen auf Ruf für den Hund lebensrettend, denn ein Schwarzbär macht mit Hunden kurzen Prozeß! Und die kommen im gleichen Lebensraum vor, wie Weißwedelhirsche!

