Zähne und Verdauung

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Alles, was hier im Forum speziell zu Krankheiten, Diagnosen, Medikamenten und deren Dosierungen zu finden ist, sind persönliche Erfahrungen, Tipps und Ratschläge.

Diese Tipps und Ratschläge ersetzen keinen Tierarztbesuch.

Es gibt sehr viele ernst zu nehmende Krankheiten, die man durch Eigenbehandlung/Eigentherapie noch verschlimmern kann.

Es ist daher wichtig, jede Medikamentenabgabe und Therapie unbedingt mit dem Arzt zu besprechen und gemeinsam nach der besten Lösung, für das jeweilige Tier zu suchen.

Also zieht bitte immer einen Tierarzt zu Rate. Selbstverständlich könnt Ihr die hier gegebenen Tipps und Ratschläge mit Eurem Tierarzt besprechen.
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halloich
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Zähne und Verdauung

Beitrag von halloich » Mo 13. Sep 2010, 09:06

Jetzt will ich mal die Krankengeschichte von Finchen erzählen und habe bedingt dadurch einige Fragen und möchte Eure Meinung/Erfahrungen hören.

Beim regelmässigen wiegen war mir aufgefallen das Finchen 100g weniger hatte. Ein paar Gramm sind nicht schlimm, aber 100g finde ich zu viel. Sie hatte knapp 1200g und jetzt knapp 1100g.
Also wurde sie beim futtern genau beobachtet.
Sie hat ihre Nase in alles reingesteckt, im Heu gewuselt, sah aus als ob sie frisst, dann schnappte sie sich ein Blatt Salat und ich habe gesehen das sie es nur geschnappt hat und nicht gefressen hat, also will sie fressen, kann aber scheinbar nicht.

Am nächsten Tag direkt ab zum Tierarzt.

Ich war in der Praxis wo ich immer hingehe, diesmal war ich bei einer Ärztin, bei der ich vorher noch nicht war.
Beim einsetzten des Maulspreizer machte es laut "knack" :shock:
"Tschuldigung"
"Waren das die Schneidezähne"
"Ja, ist aber nicht schlimm, die wachsen wieder nach" :jordi:
Nachdem dann der Spreizer eingesetzt war und sie das Mäulchen von innen gesäubert hat hat sie eine andere Ärztin zur Hilfe gerufen, sie hat sich scheinbar nicht mehr getraut.
Die andere Ärztin hat dann eine beginnende Zahnbrücke gefunden, aber nur von einer Seite.
Sie meinte die währe Ursächlich für das nicht fressen, hat die Brücke entfernt, Schmerzmittel mitgegeben.
Ich sollte sie jetzt Füttern, Füttern, Füttern und nächste Woche wieder kommen.

Ich habe Finchen dann jeden Tag 5 mal ein Buffet aufgebaut mit diversen gemüseschnippel und diversen gepflückten sachen und frischen Kräutern.
Selber gefuttert hat sie nicht, wenn man ihr was in/an den Mund gehalten hat hat sie gefuttert, aber nur das was sie wollte.
Das war immer was anderes, deswegen wurde das Buffet immer mehr erweitert.
Abends hatte sie immer ca. 25g mehr als morgens, aber jeden Morgen waren mehr Gramm weg als am Vortag, so das das gewischt stetig aber langsam und ca. 5g Pro Tag nach unten ging.

Woche war vorbei, als wieder ab zum Tierarzt.
Zähne sähen sehr gut aus, man sieht das sie frisst, Brücke hat sich neu gebildet, keine Zahnspitzen, aber bei der kleinsten Berührung der abgebrochenen unteren Schneidezähne fingen die an zu bluten an.
"Die sind Entzündet"
Dann habe ich AB bekommen und sollte weiter Füttern, Füttern, Füttern und wieder eine Woche später wieder kommen.

An dem Montag, Dienstag und Mittwoch hat sie aus der Hand gefuttert wie eine Weltmeisterin, hat sich Stücke selber aus dem Napf gepuhlt und Mittwochabend saß sie im Heuberg und hat komplett selber gefuttert. :freu:
Donnerstag und Freitag hat sie dann nichts mehr fressen wollen, ich musste ihr das regelrecht reinzwingen. Brei angeboten, selber schlecken war nicht, also mit Spritze ins Maul rein.
War der Brei zu fest hat sie ihn ausgespuckt, war er zu dünn hat sie ihn aus dem Mund laufen lassen, Frischfutter ging gar nicht.
Da ich sie oft morgens und abend für 2-3 Stunden alleine hatte konnt ich beobachten das seit Dienstag, also 4 Tage nicht ein Köttel rausgekommen ist.
Freitags ging es ihr sichtlich sehr schlecht und sie wog nur noch 900g
Ich hatte Angst das sie das Wochenende nicht übersteht, also Samstag ab zum Tierarzt.

Zähne wären super, nichts locker, nichts entzündet, keine Brücke, keine Spitzen, Schneidezähne waren wieder gut gewachsen, also hätte sie futtern müssen.
Wenn sie was genommen hat hat sie auch gekaut, das ging ganz gut.
Was hat sie? Erst konnte sie nicht fressen, jetzt will sie nicht :hm:
Die Tierärztin meinte das käme von der vollkommen fehlenden verdauung, die wäre komplett zum erliegen gekommen.
Bauch war komplett leer.
Ich solle sie Zwangsernähren, also Brei so weiter in den Mund rein, so das sie schlucken muß.
Montag hatte ich Termin und sollte natürlich wieder kommen.

Übers Wochenende hat sie weiter so gut wie nichts selber gefuttert, es kamen immer noch keine Köttel, Brei habe ich ihr verpasst, sie hat in den 2 Tagen 50g zugelegt.
Allerdings war sie sehr abwesend und apathisch und hat mich immer wieder traurig angeschut, so nach dem Motto "Lass mich, ich habe keine Lust mehr". Es ging ihr sichlich richtig schlecht.

Montags beim Tierarzt wurden die Zähne erneut kontrolliert, alles perfekt, sie wussten auch nicht warum sie nicht frisst.
Röntgen und Ultraschall wollten sie ihr in ihrem Zustand nicht antun.
Ich sollte sie die nächsten Tage da lassen, das sie sie ordentlich päppeln und wenn sie etwas bei Kräften ist sollte sie komplett untersucht werden.

2 Stunden später kam ein Anruf das sie sich nicht päppeln lässt, sie schluckt einfach nicht, sie bekommt eine Spritze Zeugs ins Maul und bleibt dann ganz apathisch hocken und macht nichts, genau wie bei mir auch.

Am Telefon sagte man mir das sie sie einschläffern wollen und es kein Zweck hat, da das Tier sich quält.
"Kann man nicht noch irgendwas machen? Ultraschall? Röntgen?"
"Nee, das sind die Zähne, alles entzündet und Zähne duch den Kiefer gebrochen, da ist nichts mehr zu machen"
"Sie sagten eben doch die Zähne wären OK?!"
"Wenn sie Beweise brauchen quälen wir sie weiter. Das hat aber keinen Sinn mehr".

Dann habe ich mein Ok zum einschläfern gegeben und aufgelegt.

So jetzt zu meinen Fragen.
1. Hätte ich auf weitere Untersuchungen bestehen müssen?
2. Was hätte noch gemacht werden können?
3. Warum wollte sie nicht mehr fressen?
4. Hat sie nicht gefressen und sich dadurch erst die Brücke gebildet oder war die Brücke zuerst da?

Was ich mich aber am meisten Frage.
Was kann man tun wenn die Verdauung derart zum erliegen gekommen ist, so das das Tier 4-5 tage nicht köttelt?
Klar wenn vorne nichts rein kommt kann hinten nichts rauskommen.
Wie bekomme ich vorne genug rein?
Wie kann ich die Schmerzen der Aufgasung nehmen?
Wie bekomme ich sie zum fressen annimiert?
Wie bekomme ich die Verdauung wieder in Schwung?

Was gibt es für Medikamente ausser Sab und BeneBac? Ich denke in so einem akuten Fall ist mit Kräutern auch nicht viel zu machen, zumal sie ausser Petersilie, Dill und Basilikum (immer nur geringste Mengen) keine Kräuter fressen wollte. Oregano, Tymian, Majoran, Rosmarin, Melisse hat sie immer ausgespuckt.

Ich freue mich schon über Eure Tips und Eure Erfahrungen, auch wenn sie leider negativ sind, vielleicht helfen sie zukünftig den Schweinchen ;)
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Gast0816
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Re: Zähne und Verdauung

Beitrag von Gast0816 » Mo 13. Sep 2010, 09:51

Meine Susi war auch ein Zahnschweinchen, aber solche Probleme hatten wir nicht, ganz im Gegenteil.

Susi hatte eine Zahnfelstellung der ersten beiden unteren Backenzähne und wie üblich, bemerkt man das eigentlich kaum.

Sie war 9 Monate, da bekam sie einen ganz fürchterlichen Durchfall, wir ab zum TA und die Zähne sind immer das Erste, was er kontrolliert und da stellte sich eben diese Brückenbildung heraus. Die Brücke war fast geschlossen, so dass Susi nicht mehr abschlucken konnte, die Zunge war da unter der Brücke eingeklemmt.

Der TA hat die Zähne korrigiert, ohne das ein anderer Zahn zu Bruch ging und ich habe gehofft, jetzt frisst sie wieder. Nein leider tat sie das nich und ich habe sie gepäppelt und ihr immer wieder zu trinken gegeben. Es war echte schlimm, was dünn oben rein kam, kam auch dünn hinten wieder raus. Da viel mir noch ein, in der TK verkaufen sie Heu, da sind die Schweinchen ganz wild drauf und das hab ich geholt und ihr einen riesigen Berg in den Stall gelegt in dem sie dann sofort verschwunden ist und ganz langsam fing sie dann an, dieses Heu zu futtern.

Mein TA hat mir folgenden Tipp gegeben, Ich sollte Susi´s freßverhalten immer genau beobachten und wenn sie kein Heu mehr futtert, sofort zur Zahnkorrektur kommen. Das hat zwar nich gleich beim ersten mal geklappt, aber dann hatte ich den Dreh raus, Frifu ist weich, das können sie auch noch abschlucken, wenn die Brücke schon weit vorangeschritten is, aber Heu eben nich mehr und dadurch bekommen sie dann diesen schlimmen Durchfall.

Lange Zeit sind wir aller 3 Monate zur Zahnkorrektur gegangen, mit zunehmenden Alter hat sich der Abstand auf 8 Wochen reduziert.

Susi ist leider nur 4 1/2 Jahre alt geworden, aber die Zahnbrücke war nicht todesursächlich. Mit der Zahnbrücke hätte sie noch uralt werden können, aber sie ist an einem Behandlungesfehler einer TÄ gestorben, als mein TA Urlaub hatte :heul:

Was ich bei deinem Schweinchen jetzt vermuten würde, kommt natürlich auch aufs Alter des Schweinchens an, wäre eine Kaumuskelschwäche oder eine Kiefernarthrose, letzteres hätte man leicht auf nen Röntgenbild sehen können und beides wäre gut homöopathisch zu behandeln.

Das sie nich geköttelt hat ist logisch, da der Nachschub gefehlt hat und wenns um Blähbauch oder Durchfall geht, gibts bei mir schon seit Jahren nix anderes als Nux vomica und das hilft immer ganz super.

Nach allen Ursachen forschen ist immer so ne Sache, also ich kann meinem TA da voll vertrauen, wen er sagt, das es für das Tier besser ist, es erlösen zu lassen und dem Rat folge ich dann auch, aber ich meine in deinem Fall hätte er noch ein Röntgenbild gemacht, das wäre keine Quälrei gewesen, aber das hätte er bestimmt abgeklärt.



Tut mir leid das die kleine gehen mußte :heul:

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Re: Zähne und Verdauung

Beitrag von Isa » Mo 13. Sep 2010, 09:51

Erst mal drück ich dich ganz fest!! Das ist ja furchtbar was du und das Schweinchen da durchmachen musstet. :heul:
halloich hat geschrieben: "Nee, das sind die Zähne, alles entzündet und Zähne duch den Kiefer gebrochen, da ist nichts mehr zu machen"
Hab ich das jetzt richtig verstanden, dass die Ursache die unsachgemäße Behandlung (ich nenne es Pfusch! :X ) der ersten Zahnuntersuchung mit dem Spreitzer ist? :shock:
halloich hat geschrieben: So jetzt zu meinen Fragen.
1. Hätte ich auf weitere Untersuchungen bestehen müssen?
2. Was hätte noch gemacht werden können?
3. Warum wollte sie nicht mehr fressen?
4. Hat sie nicht gefressen und sich dadurch erst die Brücke gebildet oder war die Brücke zuerst da?

Was ich mich aber am meisten Frage.
Was kann man tun wenn die Verdauung derart zum erliegen gekommen ist, so das das Tier 4-5 tage nicht köttelt?
Klar wenn vorne nichts rein kommt kann hinten nichts rauskommen.
Wie bekomme ich vorne genug rein?
Wie kann ich die Schmerzen der Aufgasung nehmen?
Wie bekomme ich sie zum fressen annimiert?
Wie bekomme ich die Verdauung wieder in Schwung?

Was gibt es für Medikamente ausser Sab und BeneBac? Ich denke in so einem akuten Fall ist mit Kräutern auch nicht viel zu machen, zumal sie ausser Petersilie, Dill und Basilikum (immer nur geringste Mengen) keine Kräuter fressen wollte. Oregano, Tymian, Majoran, Rosmarin, Melisse hat sie immer ausgespuckt.

Ich freue mich schon über Eure Tips und Eure Erfahrungen, auch wenn sie leider negativ sind, vielleicht helfen sie zukünftig den Schweinchen ;)
Das sind ganz wichtige Fragen, die ich auch einmal geklärt haben möchte.
Gott sei Dank hatte ich so einen Fall noch nicht, dass ein Schweinchen nicht schlucken wollte / konnte.
Es hat immer gut geklappt. Den "Schluckreflex" konnte ich immer anregen, indem ich über den Kopf gestreichelt habe, nachdem ich das Spritzchen in den Mund gegeben habe.
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Re: Zähne und Verdauung

Beitrag von Murx Pickwick » Mo 13. Sep 2010, 09:55

Solche Fälle sind sehr schwer, aber leider alltäglich ... wenn bei mir der Verdacht auf marode Zähne fällt, bestehe ich inzwischen schon aus Prinzip auf Röntgen - und nicht etwa einfach so ohne Narkose, sondern mit Narkose.
Aus dem gleichen Grund bestehe ich inzwischen auch bei Kaninchen und Meerschweinchen bei jeglicher Zahnkorrektur auf Narkose - ich will vorher nen Röntgenbild von oben und der Seite, wenn sie die Tierärzteschaft überreden läßt, auch von vorne und unten ...

Der Grund ist, daß solche Zahnbrücken nie ohne Grund entstehen. Bei angefütterten Zahnspitzen verschwinden diese innerhalb von nur zwei Wochen, wenn ordentlich Frischfutter gemampft werden darf. In sehr schwerwiegenden Fällen, wenn schon durch Mineralstoffmängel Veränderungen im Zahnbett eingesetzt haben und dadurch die Zähne schief und krumm stehen, braucht es ca. 2 - 3 Monate, dann sind Kiefer und Zähne wieder Top ... wenn die Zähne so verquer sitzen, daß nicht mehr gefressen werden kann, muß also noch etwas viel heftigeres wie nur ein fütterungsbedingt verändertes Kieferbett oder ein paar Zahnspitzen entstanden sein!

Wird mal kurz das Maul mit Gewalt aufgestemmt (nix anderes ist es, wenn einem Tier bei vollem Bewußtsein gegen die angespannten Kaumuskeln das Maul mit dem Kieferspreizer aufgestemmt wird) und dann mit dem Othoskop reingeschaut, wird nur die Kaufflächen der Zähne gesehen, nix weiter. Man kann auf diese Art und Weise nicht sehen, was mit dem Kiefer los ist! Man kann so keine Vereiterungen im Kieferbereich feststellen!
Kurzum, so ist es nicht möglich, die eigentliche Ursache des nicht fressen könnens herauszufinden!

Dazu findet eine Schädigung des Tieres statt ...
Wenn der Kiefer unter Narkose geöffnet wird, sind die Muskeln in Ruhestellung, dadurch läßt sich das Maul mit sanftem Druck gut öffnen, ohne daß den Muskeln oder dem Kiefer was passieren kann.
Ist das Tier bei vollem Bewußtsein, wird es sich gegen das Maulöffnen wehren - es spannt die Kaumuskeln an, kneift sein Maul zu und verkrampft dadurch die Muskeln. Das machen Kaninchen genauso wie Meerschweinchen!
Beim Aufstemmen gegen diese angespannten Kaumuskeln werden einzelne Muskelfasern regelrecht gezerrt und oft sogar gerissen, dies kann bis zum Muskelriss oder sogar Muskeldurchriss führen ... starke Blutungen im Muskelbereich dort, wo ein Muskelriss oder Muskeldurchriss stattgefunden hat, ist die Folge. Das Ganze bleibt fast immer unerkannt, weil fatalerweise anders, wie bei Sportverletzungen beim Menschen mit Muskelriss, die betroffenen Stellen kaum anschwellen und zudem die Verfärbung durch das austetende Blut innerhalb des Gewebes bei dunkelpigmentierter Maulhöhle nicht von der Pigmentierung unterscheidbar ist. Der Halter wundert sich nur, daß sein Tier weiterhin nicht kauen will, wenn es zuhause ist ...
Es passiert jedoch durch das Stemmen gegen den Willen des Tieres noch mehr im Kiefer, vor allem, wenn Nährstoffmängel die Ursache für die Veränderungen im Kiefer und den Zähnen sind:
- Spröde Nagezähne werden regelrecht abgesprengt, dabei können winzige Risse innerhalb des Zahnes bis hin zur Wachstumszone der Nagezähne entstehen, durch die Bakterien und Co einwandern können und zu heftigen Entzündungen im Kiefer führen können.
- Ein weicher Kiefer wird regelrecht durch den Kieferspreizer eingedellt an den Stellen, wo der Kieferspreizer auf den Kiefer drückt. Diese Veränderung ist teilweise sogar auf scharfen Röntgenbildern sichtbar!
- Spröde Kiefer werden genauso gesprengt, wie spröde Nagezähne ... es entstehn winzige Risse im gesamten Kieferbereich, die wiederum Einwanderungsstellen für Bakterien werden können, sobald eine Verletzung im Mundraum oder Parodontose (Meerschweinchen meist in Form von Zahnfleischtaschen, da unterscheiden sie sich ein wenig von uns Affen, wo es fast immer nicht bei der Parodontose bleibt, sondern gleich ne Parodontitis, also eine Entzündung, entsteht, ohne Taschenbildung) hinzukommt!
Im Extremfall wird der Kiefer sogar gebrochen mit meist tödlichem Ausgang!
- Durch Abwehrbewegungen des Tieres während des Schleifens kommt es sehr oft zu Verletzungen im Mundraum, die zu bösen Entzündungen werden können. Todesfälle durch nicht erkannte Verletzung der Zunge mit Absterben von Zungenteilen sind belegt und mehrfach beschrieben worden! Etwas weniger fatal sind Verletzungen der Backenschleimhaut.

Es gibt bei Säugetieren und Vögeln ein Griff, mit dem man die Kiefermuskulatur gegen den Willen des Tieres entspannen kann und so den Kiefer ohne Narkose und ohne Kieferspreizer öffnen und aufhalten kann ... ich habe jedoch diesen Griff noch nie beim Aufstemmen an Kleintieren aus tierärztlicher Hand gesehen! Vermutlich sind die Kiefer von Nager und Kaninchen einfach für diesen Griff zu empfindlich ... also geht man mit Kieferspreizer ohne Narkose ran und stemmt den Kiefer gegen die angespannte Muskulatur des Tieres auf - klar, ist logisch!

Jetzt wieder zurück zum Röntgenbild ...
Auf dem Röntgenbild ist die Lage der Zähne mehr oder weniger gut erkennbar, Entzündungsherde können erkannt werden, Schädelveränderungen fallen auf (nicht immer ist die Brückenbildung eine Folge von Kieferbettänderungen - kaut das Tier schief, weil der Schädel verletzt ist und sich entzündet hat, kann es genauso zur Brückenbildung kommen - es muß dann aber ganz anders behandelt werden, wie bei einer Schiefstellung der Zähne oder Entzündungen im Kieferbereich! Die Sanierung der Zähne macht in so einem Fall keinen Sinn, da muß erstmal der Schädel behandelt werden - die Zahnspitzen verschwinden bei richtigem Kauen nach der Behandlung ganz ohne Zahnsanierung!)
Die gefährlichste Kieferveränderung, das retrograde Zahnwachstum, also wenn die Zähne in die falsche Richtung wachsen, ist ebenso auf dem Röntgenbild sichtbar - und der TA kann zum Einschläfern raten, denn eine solche Veränderung ist ein äußerst schmerzhafter Prozeß mit Todesfolge, es gibt hier keine Heilung!

Auch erkennbar werden genetisch bedingte Veränderungen, wie schief wachsende Zähne oder wenn der Kieferschluß aufgrund einer gebogenen Kauebene nicht mehr gegeben ist.

Leider nicht erkennbar sind die feinen Risse, die durch vorhergehendes Öffnen des Kiefers per Kieferspreizer ohne Narkose entstanden sind ... jedoch läßt die Backenzahnstellung auf solche feinen Risse schließen, denn man sieht auf dem Röntgenbild sehr wohl, wenn sich die Backenzähne verdreht oder gar verschoben haben. Weiterhin sichtbar wird die Kauebene der Zähne - etwas, was von vielen Tierärzten gar nicht so wirklich beachtet wird, weil es einfach dank Kuntibunti und Heu als Hauptnahrung normal geworden ist, daß die Kauebene viel zu weit im Mundraum liegt. Die Tierärzte haben keinen Vergleich mehr mit einer gesunden Kauebene!

Nur indirekt erkennbar sind fütterungsbedingte Veränderungen der Zahnstruktur und der Kiefer, weil sie fast immer ein leichtes Verdrehen der Zähne oder unregelmäßigen Zahnstand mit weit in den Mundraum reinreichender Kauebene bedingen.

Anhand des Röntgenbildes ist dann zu entscheiden, wie weiter vorgegangen werden muß ... so kann manch eine unnötige Zahnsanierung eingespart werden und dem Tier schneller geholfen werden.

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Re: Zähne und Verdauung

Beitrag von halloich » Mo 13. Sep 2010, 10:12

Erstmal Danke für Eure Erfahrungen und Berichte.

Finchen wäre im November 4 Jahre alt geworden, also in der Blüte ihres Lebens.

Bei Charlie und Gizmo wurde sofort ein Röntgenbild gemacht, warum hier nicht, weiß ich nicht. :hm:

Bisher habe ich den Ärztinnen dort vertraut. Vielleicht hätte eine andere Ärztin in der Praxis das gemacht :hm:

Ich denke nicht das die zwei abgebrochenen Schneidezähne den Zustand verschlimmert haben.
Was mich halt nur wundert, beim kontrollieren haben sie keine Fehlstellung mehr gefunden, nachdem die eine kleine Brücke entfernt wurde.
Die ersten 1,5 Wochen, nach der Brückenentfernung hat sie ja auch reichlich gekaut und geschluckt und dann von heute auf morgen eingestellt.

Kann es sein das die Kaumuskeln so verletzt worden sind, das die Auswirkung erst später spürbar ist?
Nach dem ersten Kontrolltermin und wieder einsetzten des Spreizers hat sie ja drei Tage gekaut und sogar selber wieder Heu gefressen.
Elvira hat geschrieben:schon seit Jahren nix anderes als Nux vomica und das hilft immer ganz super
Wo bekommt man das Mittel?

Wobei es in ihrem Bauch auch nicht gegluckert hat, der Bauch war auch weich, er war halt komplett leer.
Womit kann man Appetit anregen und Übelkeit vertreiben?
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Re: Zähne und Verdauung

Beitrag von Murx Pickwick » Mo 13. Sep 2010, 10:23

Das Problem ist einfach, es wurde nie die Ursache gefunden ... es wurde einfach dem nicht nachgegangen, trotzdem es in diesem speziellen Fall sogar echte Hinweise gab, wo zu suchen gewesen wäre ...

Der Hinweis sind die abgebrochenen Zähne - schon hier war etwas entweder an der Fütterung falsch oder der Darm war schon zu diesem Zeitpunkt geschädigt ... abbrechende Zähne sind ein Hinweis auf Störungen im Calciumhaushalt. Einem Meerschweinchen mit gesundem Zahnwachstum brechen die Zähne selbst dann nicht, wenn man es darauf anlegt, die Zähne herauszubrechen ... bei Meerschweinchen, deren Zähne durch Störungen im Calciumhaushalt spröde geworden sind, können die Zähne schon bei geringen Hebelwirkungen regelrecht springen.

Es hätte also an dieser Stelle schon die Ernährung überprüft werden müssen und über Röntgenbild nach Veränderungen im Kieferbereich und beim Zahnwachstum geschaut werden müssen, die dann wiederum weitere Hinweise auf die eigentliche Ursache geliefert hätten.

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Re: Zähne und Verdauung

Beitrag von schweinsnase77 » Mo 13. Sep 2010, 10:34

Tja, im Prinzip dasselbe Spiel wie bei Amico.....nur das sich das bei uns wesentlich länger hinzog.

Generell habe ich daraus gelernt, dass ich bei Verdacht auf Zahnprobleme gleich zu einem Zahnspezialisten gehen werde. In Lohmar ist auf jeden Fall einer, Bonn glaub ich auch.

Was die Aufasungen betrifft: MCP und Schmerzmittel, eventuell mit Imogas den Päppelbrei anreichern.

Den Rest hat MUrx ja eh schon geschrieben.
Mit freundlichen Grunzern

Annette

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Re: Zähne und Verdauung

Beitrag von halloich » Mo 13. Sep 2010, 11:22

Da ich ja nur Frischfutter fütter und auch reichlich frische und getrocknete Kräuter und so einiges von diversen Wiesen anbiete denke ich der Calziummangel kommt von zu wenig bis nichts futtern.

Wie lange sie schon schlecht/nichts gefuttert hat kann ich nicht beurteilen, die "kleinen Biester" sind zu geschickt im Verstecken. Ich wiege immerhin alle 2 Wochen.

Ursache für nichts futtern hätte man demnach nur mit röntgen rausbekommen.

@Lohmar ist OK, Bonn weiß ich nicht. Ich wollte vielleicht auch mal die Tierklinik in Pulheim/Stommeln testen.
Hoffe allerdings so schnell nicht ;)

Somit werde ich ab sofort immer auf Zahnkontrolle/Zahnkorrektur unter Narkose und Röntgen bestehen.

Bin mal gespannt ob noch mehr Berichte kommen und Erfahrungen ;)
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Re: Zähne und Verdauung

Beitrag von schweinsnase77 » Mo 13. Sep 2010, 11:30

Warst du schon mal bei dem in Lohmar?
Mit freundlichen Grunzern

Annette

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Re: Zähne und Verdauung

Beitrag von daniii » Mo 13. Sep 2010, 11:40

Erstmal tut es mir sehr leid, was Finchen (und dir) passiert ist ... Ich kann gar nicht beschreiben, was für eine Wut ich inzwischen auf Tierärzte haben, die bei Zahnbehandlungen so derart rumstümpern :jordi: Und dann immer wieder dieses "Das Schweinchen müste aber fressen ..."

Ich hab grad wenig Zeit, lass mir deine Geschichte aber noch mal durch den Kopf gehen, denn vieles kenne ich ja auch - nur in deutlich langsamerem Verlauf - von Bela. Gerade die Verdauung war bei ihm ja auch sehr in Mitleidenschaft gezogen.

Ansonsten habe ich mit Bela auch drei Dinge (unter vielen anderen, ich sag nur CC) auf äußerst schmerzhafte Weise gelernt:
1. Niemals, nienienie, wird jemals wieder ein TA bei einem meiner Tiere einen Kieferspreizer einsetzen (das wurde bei Bela von Juni bis Mitte September 2009 fast wöchentlich gemacht - danke, Murx, du hast mir an dieser Stelle noch eines der größten Bela-Rätsel gelöst; meinst du, es kann sein, dass die Schädigung durch diese Spreizer - gegen die Bela sich mehr als heftig gewehrt hat - so nachhaltig war, dass sie sich auch Monate später noch bemerkbar gemacht hat? Bela hat ja nie in der ganzen Zeit normal fressen können, was ihn von den meisten anderen Zahnschweinchen unterschieden hat ...)!
2. Keine Zahnbehandlung und -untersuchung ohne Narkose.
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Re: Zähne und Verdauung

Beitrag von Miss Marple » Mo 13. Sep 2010, 11:54

@Dani: In den Zahnbehandlungsstand werden sie auch nur narkotisiert eingehängt? Wie muss man sich ein Schweinemaul im Zahnbehandlungsstand genau vorstellen? :grübel:

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Re: Zähne und Verdauung

Beitrag von daniii » Mo 13. Sep 2010, 12:12

@ Antje: Ja, nur narkotisiert. Bela war immer in Inhalationsnarkose. Hast du mal ein Bild gesehen von einem Schweigartschen Zahnbehandlungsstand?
Hier: [url]http://www.erbrich-instrumente.de/HTML/Downloads/Nagerzahn_Katalog.pdf[/url] gibts eine Abbildung. Das Tier wird auf das Brett gelegt, die beiden Querstreben in das Mäulchen hinter die Nagezähne (oder in Belas Fall oben hinter die Nagezähne und unten hinter die Stelle, an der mal welche waren) und dann wird das mittels einer Schraube ganz langsam auseinander gedreht. Zum Schluss wird noch ein Wangenspreizer eingesetzt und mittels Kopf-LED-Leuchte der gesamte Maulraum bei der Behandlung ausgeleuchtet.

Bei Schweigart war es so, dass zur Sicherheit Frau Hackert Bela noch festgehalten hat, weil die Gasnarkose ja nicht so tief ist. Außerdem hat sie ihm den Schlauch mit dem Gas auf die Nase gehalten.

Weiter unten auf der Seite sieht man auch ein Bild mit einem Kaninchen im Behandlungsstand. Und leider auch Bilder von Zangen ...
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Re: Zähne und Verdauung

Beitrag von halloich » Mo 13. Sep 2010, 12:32

Nee, in Lohmar war ich noch nicht, bin auf grund von Amico und deinem Thread drauf gekommen.. Die entfernung ist aber Ok und der Arzt höhrt sich ja doch recht manierlich an.

Meine Therorie bissher war das ein Schweinchen was fressen will und nicht kann, was im Mundbereich hat, aber ein Schweinchen was fressen kann aber nicht will, was anderes hat.
Muß ich meine Therorie neu überdenken?

Bei Charlie und Gizmo war duch röntgen klar was los ist, hier habe ich ja nur Ungewissheit und ich glaube das ist das schlimmste überhaupt, das frisst einen auf. Dann lieber doch eine klare Diagnose, auch wenn sie noch so hart ist.
Zudem Finchen mein Lieblingsschweinchen war :schäm: habe ich vermutlich noch mehr ein schechtes gewissen.
Ich habe auch oft an Belas Geschichte gedacht und parallelen gezogen.

Dank der Erfahrungen und Meinungen von Euch werden wir gemeinsam nach bestmöglichen Diagnosen und Behandlungsmöglichkeiten finden.
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Re: Zähne und Verdauung

Beitrag von schweinsnase77 » Mo 13. Sep 2010, 12:39

Die Frage ist: Wer bestimmt ob ein Schwenchen fressen kann oder nicht?

Woher soll ein Schweinchen denn, wenn es vorher Schmerzen beim fressen hatte, wissen das es keine mehr hat?

Warum darf Angst vor Schmerzen nur bei 2Beinern ein Grund sein?

Und wer weiß ob da nach der Behandlung nicht irgendwo ne scharfe Zahnkante war, die keien bemerkt hat?


Der TA in Meschede wo ich war scheint auch sehr kompetent zu sein, immerhin päppelt er mit Herbi Care.

Aber noch mal würde ich nicht so weit fahren.
Mit freundlichen Grunzern

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Re: Zähne und Verdauung

Beitrag von Murx Pickwick » Mo 13. Sep 2010, 14:58

Der Kieferspreizer selbst ist nicht das Problem - das Problem ist die Angst vor dem, was passiert, denn genau das ist es, was die Tiere (genau wie uns Menschen) dazu treibt, ihr Maul zuzukneifen und eben nicht zu öffnen ...
Wenn unter leichter Sedation oder Vollnarkose der Kiefer langsam geöffnet wird, ist es fast egal, ob auf Zahnbehandlungsstand oder mit Kieferspreizer, beides kann so sanft angesetzt werden, daß keine weiteren Schäden entstehen. Der Zahnbehandlungsstand hat jedoch offenbar den Vorteil, daß die Tierärzte noch viel genauer schauen können.

Und damit kommen wir zu einigen sehr wichtigen Fragen:
Wer bestimmt ob ein Schwenchen fressen kann oder nicht?
Das Meerschweinchen, wer sonst?
Das Problem ist einzig die Interpretation, welche der Mensch vornehmen muß, da Meerschweinchen einfach nicht deutsch lernen! Anhaltspunkte dafür, daß Meerschweinchen fressen wollen, wären beispielsweise, Meerschweinchen nimmt Futter auf und läßt es wieder fallen. Es fängt an zu kauen, wenn man gestifteltes Gemüse zwischen die Backenzähne schiebt. Es schleckt freiwillig Brei, den man hinhält. Es leckt sich die Lippen ab, wenn man Brei oder Flüssigkeit auf die Lippen verstreicht. Es leckt Brei vom Finger.

Fehlinterpretationen sind häufig bei der Spritzenfütterung - Beißen in die Spritze kann durchaus eine gelehrnte Abwehrhaltung sein, geschluckt wird dann nur deshalb, damit das Meerschweinchen nicht erstickt!
Das Beißen in die Spritze ist nicht interpretierbar - es kann heißen, daß das Meerschweinchen mehr will, es kann jedoch auch das Gegenteil heißen. Da Meerschweinchen sich recht schnell aufgeben, wird bei beiden Verhaltensweisen das Meerschweinchen nach einiger Zeit den Kopf wegdrehen, statt reinzubeißen.
Woher soll ein Schweinchen denn, wenn es vorher Schmerzen beim fressen hatte, wissen das es keine mehr hat?
Schmerz ist eines der stärksten Gefühle überhaupt ... hau dir mit nem Hammer auf den Daumen mit voller Wucht und nimm dann ein Schmerzmittel, ich denke, du wirst sehr schnell merken, wann der Schmerz im Daumen aufhört!
Meerschweinchen werden versuchen zu fressen, auch wenn sie Schmerzen haben - durch den Schmerz jedoch lassen sie ihr Futter wieder fallen oder kauen nicht richtig ... das sind deutlich sichtbare Zeichen, daß Meerschweinchen fressen wollen, aber nicht können. Fressen ist so lebenswichtig, daß es immer wieder versucht wird, egal, wieviel Schmerzen über lange Zeiträume beim Fressen auftreten ... es sei denn, der Körper sorgt für Appetitlosigkeit, weil dringende Reparaturarbeiten im Magen und Darm notwendig werden oder eine Vergiftung stattfindet. In beiden Fällen ist Fressen lebensgefährlich!
Fressen ist so lebenswichtig, daß oftmals selbst dann noch gefressen wird, wenn die Schmerzen unmenschlich stark und nicht mehr mit Schmerzmitteln zu bekämpfen sind ...
Warum darf Angst vor Schmerzen nur bei 2Beinern ein Grund sein?
Weil sonst viele Behandlungsmethoden sich sonst von selbst verbieten würden - beispielsweise das Anlegen eines Kieferspreizers ohne Narkose!
Und wer weiß ob da nach der Behandlung nicht irgendwo ne scharfe Zahnkante war, die keien bemerkt hat?
Wenn diese scharfe Zahnkante so unauffällig ist, daß sie übersehen werden konnte, wird sie sich entsprechend beim Fressen eh wieder abschrubbeln - die Verletzungen, die durch scharfe Zahnkanten entstehen, verursachen keinen Schmerz, der stark genug sein könnte, daß das Fressen und Kauen auch nur eingeschränkt wäre!
Eventuell wird langsamer und bedächtiger gefressen, wenn die Backen durch die scharfe Zahnkante in Mitleidenschaft gezogen werden - aber das gibt sich mit dem durch das Kauen abschleifen der Zahnkante innerhalb von Tagen!
Wenn jedoch scharfe Zahnkanten entstehen und die Ursache nicht beseitigt wird, wird sich eine übersehene Zahnkante irgendwann vergrößern, bis sie sichtbar ist und in der Lage ist, richtig böse Verletzungen im Mundraum zu verursachen!
Da ich ja nur Frischfutter fütter und auch reichlich frische und getrocknete Kräuter und so einiges von diversen Wiesen anbiete denke ich der Calziummangel kommt von zu wenig bis nichts futtern.

Wie lange sie schon schlecht/nichts gefuttert hat kann ich nicht beurteilen, die "kleinen Biester" sind zu geschickt im Verstecken. Ich wiege immerhin alle 2 Wochen.
Wenn Calciummangel durch schlecht futtern entsteht, wird sowenig gefressen, daß das bei den Mengen, die allein ein Meerschweinchen an Frischfutter verschlingt, selbst in einer Gruppe von 10 Tieren an den übergebliebenen Resten auffällt!
Meerschweinchen verstecken da nix ... sie brauchen nur 100g ausgesuchte, calciumreiche Kost, um genügend Mineralstoffe und Co für ihren Mineralstoffhaushalt aufzunehmen!

Du mußt vielmehr, wenn Zahnprobleme auftauchen, immer in die Vergangenheit schauen ... bis Zähne durch eine Störung des Calciumstoffwechsels spröde werden, vergehen zwei bis drei Monate mind. ... du mußt also schauen, was war zwei bis drei Monate zuvor, gab es da Auffälligkeiten?
Dazu kommt, daß gerade der Calciumstoffwechsel recht empfindlich reagiert ... schon allein ein erhöhter Anteil an Aflatoxin oder an Lolitrem B, Ergovalin oder anderen Mutterkornalkaloiden kann den Calciumstoffwechsel durcheinanderbringen. Auch eine Darminfektion kann zu Störungen im Calciumstoffwechsel führen. Sind genügend Kräuter zur Selbstmedikation vorhanden, fällt die Darminfektion unter Umständen nicht mal auf, weil sie zu schnell geheilt wird - aber auf die Zähne kann es schon einen Einfluß haben.

Besonders tückisch sind in diesem Zusammenhang Darmtumore - die tun nicht weh, die machen meist nicht mal Unwohlsein, das Meerschweinchen bekommt gar nicht mit, daß es tödlich krank ist (Menschen in solchen Fällen meist auch nicht)! Aber so ein Darmtumor bringt alles durcheinander und führt letztendlich im empfindlichen Kieferapparat Störungen, die sonst nur durch absolute Fehl- oder Mangelernährung möglich sind!

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Re: Zähne und Verdauung

Beitrag von schweinsnase77 » Mo 13. Sep 2010, 15:05

@Murx: Du Falschversteher. Naturlich bestimmt das Meerschweinchen wann es Schmerzne hat. :lieb: Nur oft befindet halt er Tierarzt das kein Grund dafür vorliegt. also hat das Schweinchen keine Shcmerzen...sagt der TA.
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Re: Zähne und Verdauung

Beitrag von daniii » Mo 13. Sep 2010, 15:19

Murx Pickwick hat geschrieben:Meerschweinchen werden versuchen zu fressen, auch wenn sie Schmerzen haben - durch den Schmerz jedoch lassen sie ihr Futter wieder fallen oder kauen nicht richtig ... das sind deutlich sichtbare Zeichen, daß Meerschweinchen fressen wollen, aber nicht können. Fressen ist so lebenswichtig, daß es immer wieder versucht wird, egal, wieviel Schmerzen über lange Zeiträume beim Fressen auftreten ... es sei denn, der Körper sorgt für Appetitlosigkeit,
Das deckt sich mit meiner Beobachtung - Bela hat bis zum letzten Moment immer fressen wollen. Er hat das Futter fallen lassen oder drauf rumgekaut und wieder ausgespuckt. Die TÄ, die ihn nun eingeschläfert hat, hat ihn vorher ja noch mal untersucht und meinte, dass Bela im Grunde genommen gesund ist, ein total kräftiges Herz und einen stabilen Kreislauf hat. Und solange das so wäre, würde sein Körper ihm sagen "Friss!", egal wie groß die Schmerzen sind.

Zum Päppeln: In der Anfangszeit gab es das oft, dass Bela gespuckt hat oder rauslaufen lassen hat. Dass ich nicht wusste, wie viel kann ich ihm geben, wann kann er nicht und wann will er nicht. Nach der Extraktion des Mutantenzahns zum Beispiel wollte er, glaube ich, einfach nicht. Mit der Zeit habe ich seine Signale gelernt und er hat gelernt, wie er mir was zeigen muss: Wenn ich zu schnell war oder die Portionen zu groß waren, hat er mit der Pfote leicht gegen meine Hand gedrückt, in der ich die Spritze hatte. Wenn er nicht mehr wollte, hat er deutlich enegischer gedrückt und dann den Kopf weggedreht, sich umgedreht und ist auf meinen linken Arm gekrabbelt. Dann habe ich auch nicht weiter insistiert.
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Re: Zähne und Verdauung

Beitrag von halloich » Mo 13. Sep 2010, 15:22

Murx Pickwick hat geschrieben:Wenn Calciummangel durch schlecht futtern entsteht, wird sowenig gefressen, daß das bei den Mengen, die allein ein Meerschweinchen an Frischfutter verschlingt, selbst in einer Gruppe von 10 Tieren an den übergebliebenen Resten auffällt!
Nur nicht wenn man die Frischfuttermenge erheblich erhöht hat oder neue diverse neue Sorten anbietet die vorher noch nicht gefressen wurde, dann bleibt leider immer viel übrig ;)
Murx Pickwick hat geschrieben:bis Zähne durch eine Störung des Calciumstoffwechsels spröde werden, vergehen zwei bis drei Monate mind. ... du mußt also schauen, was war zwei bis drei Monate zuvor, gab es da Auffälligkeiten?
OK, am 05.07. hat sich ihr Leben ein wenig geändert. Sie ist von der 4er Haremsgruppe zu einem einzelnen Kastrat gesetzt worden (als Charlie gegangen ist, damit Leo nicht alleine ist)
Vergesellschaftung verlief recht ruhig, Klar der herr hatte vorher keine Dame und musste ihr nachsteigen, sie lag öffter unter der Weidenbrücke, aber da so wenig gefressen? Nee.

OK, vielleicht war ja doch irgendwas innerliches?
Wie erkennt man z.B. Darmtumore? Ultraschall?

Finchen wollte 1,5 Wochen lang definitiv fressen, wenn ich ihr z.B. Löwenzahn mit den Stiel zuerst so ca. 2-3 mm in den Mund geschoben hatte, hat sie ein ca. 15cm langes Blatt innerhalb von ein paar Minuten komplett weggefressen und Stiftchen hat sie auch selber genommen, wenn sie die verloren hat, habe ich die Hand unterstützend drunter gehalten und schon wurd gefuttert.
Nur die letzten Tage wollte sie nicht mehr, sie hat gar keine anstalten zum kauen und schlucken gemacht.

Ich finde die Diskusion immer interesannter :top:
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Re: Zähne und Verdauung

Beitrag von Murx Pickwick » Mo 13. Sep 2010, 15:44

Wie erkennt man z.B. Darmtumore? Ultraschall?
Meine traurige Erfahrung: bei der Obduktion ... :(
Zumindest Baby (Kaninchen) war bis auf die letzten zwei Wochen vor Tod noch richtig munter und agil ... es war ihm nix anzusehen gewesen, trotzdem er da schon vermutlich kaum mehr verdauen konnte ...
Ob man Darmtumore auch im Ultraschall erkennen kann, weiß ich nicht, vermute jedoch schon ... ist ja Gewebe an Stellen, wo kein Gewebe sein sollte.

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Re: Zähne und Verdauung

Beitrag von Isa » Mo 13. Sep 2010, 15:45

halloich hat geschrieben:
Murx Pickwick hat geschrieben:Wenn Calciummangel durch schlecht futtern entsteht, wird sowenig gefressen, daß das bei den Mengen, die allein ein Meerschweinchen an Frischfutter verschlingt, selbst in einer Gruppe von 10 Tieren an den übergebliebenen Resten auffällt!
Nur nicht wenn man die Frischfuttermenge erheblich erhöht hat oder neue diverse neue Sorten anbietet die vorher noch nicht gefressen wurde, dann bleibt leider immer viel übrig ;)
Genau das fände ich jetzt schwer herauszufinden. Es gibt tatsächlich Tage, da bleibt viel übrig und Tage, da war es zu wenig und ich muss öfter Gemüse "auffüllen".
Man muss schon sehr genau hinschauen, sich oft Zeit nehmen und auch einen geschulten Blick entwickeln, um zu bemerken, ob das Schweinchen momentan einfach nur keine Lust / keinen Bedarf an z.B. Gemüse hat oder ob es nicht fressen kann / will. :grübel:
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Re: Zähne und Verdauung

Beitrag von halloich » Mo 13. Sep 2010, 17:03

Erschwerend kommt noch dazu das die meerschweinchen ja Sessionbedingt oder teils auch tagesbedingt ihr Lieblingsfutter haben.
Was heute beliebt ist fütter ich morgen mehr, morgen kann es sein das es aber schon nicht mehr beliebt ist :hm:

Oft habe ich morgens nicht viel Zeit, da wird Futter ins Gehege gepackt und wenn alle kommen und anfangen zu wuseln ist OK, wenn einer nicht kommt, schrillen die Alarmglocken.
Ich konnt jetzt tätsächlich beobachten das sie ihre Nase im Heu vergraben oder auch im frischfutter, aber nicht wirklich fressen.
Also ob sie nicht zeigen das sie nicht richtig fressen :hm:
Zur besseren Konrolle gibt es morgens immer ein Stück aus der Hand und Nachmittag/Abend habe ich mehr zeit, da gibt es oft ganze Portionen Stückweise aus der Hand, dann sieht man schnell wer wie oft kommt und nachschub holt, oder ob langsam gefuttert wird.
Man hat nur leider noch andere verpflichtungen und nicht immer die zeit die man sich nehmen möchte/müsste :jordi:
8 Stunden arbeiten, 1 Stunde hin, 1 zurück (tageszeitabhänig auch nur jeweil 35 Minuten) dann brauche ich meine 8 Stunden schlaf :schäm: die Hausarbiet muß erledigt werden, da bleiben dann maximal 2 Stunden zum intensiven beobachten, schauen geht immer mal, aber richtig beobachten halt nicht immer.
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Re: Zähne und Verdauung

Beitrag von schweinsnase77 » Mo 13. Sep 2010, 17:36

Deshalb wiege ich jeden Sonntag. Wer einmal abnimmt wird besonders gut beobachtet, zweimal hinterander kommt aufs Gewicht an, aber beim 3. Mal gehts zum TA.
Mit freundlichen Grunzern

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Re: Zähne und Verdauung

Beitrag von Miss Marple » Mo 13. Sep 2010, 18:12

Bei mir ist der Bock die Florence Nightingale.
Wenn einer nicht zum Fressi kommt, mache ich mir keinen Kopp mehr, solange der Bock nicht übermäßig besorgt neben dem potentiellen Krankschwein sitzt. Er macht auch Tages - Checks bei seinen Mädels. Wenn sie ihn weg jagen ist alles okay! :mrgreen:
Er selber isoliert sich wenn er krank ist und wehrt jeden Versuch der Mädels ab, integriert zu werden.

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Re: Zähne und Verdauung

Beitrag von Isa » Mo 13. Sep 2010, 18:29

@ Marpelchen: Oh so ein tolles Böckchen hätt ich auch gern. :liebe:

@ Annette: Ich hab auch immer sehr regelmäßig gewogen. Immer gleicher Tag, in etwa gleiche Uhrzeit.
In letzter Zeit hab ich das leider vernachlässigt, weil es echt schwer ist, in einem über und über mit Geäst, Gräsern, Kräutern und Gemüse voll gestopften Gehege, das eher einem Terrarium gleicht *g*, ein scheues Schwein raus zu fangen. :roll: Grad Fjell wird da schnell rabiat. Und Maia ist dann immer ganz schön flink.
Mimm hingegen könnt ich sogar halbstündlich wiegen. :jaja:
Aber ich finde es auch wichtig, zumindest einmal wöchentlich zu wiegen. Ich könnte es ja jeden Samstag bei Gehegereinigung tun, wenn ich sie eh raus fischen muss. :schäm:

@ Susanne: Mir gehts auch so, oft fehlt einfach die Zeit zum ganz genauen Beobachten. :sauer: Bin täglich über 11 Std. ausm Haus.
Bin sogar schon so weit gegangen, dass ich mir morgens extra 30 min früher den Wecker stelle, damit ich nicht nur Zeit habe, Gemüse und CO. aufzufüllen, sondern auch die Schweine genau zu beobachten: Was verschwindet WIE im Mund!! Abends nehm ich mir mindestens nochmal die gleiche Zeit.
Verrückt, ich weiß. :D
Ja, meine Nächte sind SEHR kurz. :püh:
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Re: Zähne und Verdauung

Beitrag von halloich » Mo 13. Sep 2010, 18:45

Jetz wo Finchen gefüttert werden musst bin ich auch extra 2 Stunden früher aufgestanden, so hatte ich mehr Zeit.
Hatte sehr kurze Nächte.
Die Schweinchen sind es zwar Wert, aber was ist wenn nachher der besitzer auf dem Zahnflieisch geht.
Man muß schon irgendwie eine gute Mischung finden.

Gewogen wird hier immer beim Misten und Liste, die auch hier im Wikipet ist habe ich immer noch und ist auch brav weitergeführt worden, muß mal Update reinpacken.

Abend bin ich eigentlich nur auf die Schweine am schauen, hab schon oft Sachen im Fernsehn schauen wollen die dann nur halb mitbekommen habe, muß dann immer Mann fragen was passiert ist :D
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Re: Zähne und Verdauung

Beitrag von daniii » Mo 13. Sep 2010, 18:54

Ich hab ja seit Monaten nicht mehr als 5 bis 6 (am Wochenende) Schlaf pro Nacht gekriegt :hehe: Und jetzt kann ich gar nicht mehr durchschlafen, weil der innere Päppelwecker noch läuft. Und auf einmal hab ich ganz viel Zeit zum Schweinebeobachten, Buffy und Gwen werden den halben Tag angestarrt :D Wird Zeit, dass ich wieder zur Arbeit gehe ...

Bela hat die Anfangsphase der Probleme übrigens auch gut getarnt, das sah immer so aus, als würde er futtern. Bis ich dann mal gesehen habe, dass er nur hin un herschiebt - trotz Kaubewegungen. Dann hab ich ihn auf die Waage gesetzt, da hatte er etwa 50 Gramm weniger, und dann hab ich ihm ins Maul geschaut und den abgebrochenen Nagezahn und den daneben, der ne Ecke zu lang war, gesehen. Dann bin ich zum Notdienst, und den Rest kennt ihr ja.
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