Behinderte Tiere erlösen?

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Behinderte Tiere erlösen?

Beitrag von saloiv » So 29. Nov 2009, 20:39

Das Thema hatten wir schoneinmal angeschnitten im Thema "ich will einmal Kaninchenbabys haben", denn dort ging es um Kaninchen die ohne Gelenkpfannen geboren wurden.

Ich habe schon so viele Schicksale erlebt, bei denen die Tiere eine Behinderung wahnsinnig gut ausgeglichen haben, das ich mittlerweile davon überzeugt bin, dass die Tiere in vielen Fällen auch mit Behinderung sorgenfrei leben können. Früher hätte ich wohl sofort ans Einschläfern gedacht. ;D

Hier habe ich ein Video gefunden, es handelt von einem jungen Hund, der keine Vorderbeine hat. Man sieht wie gut Tiere eine Behinderung ausgleichen und ihre Lebensfreude behalten. Allerdings würde ich ihn lieber ohne das Laufrad halten, ohne scheint er glücklicher. :X

[youtube=0W4s48sCUAY&feature=player_embedded][/youtube]
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Re: Behinderte Tiere erlösen?

Beitrag von Gast Luder » So 29. Nov 2009, 21:03

Ohne Hilfe sehe ich auch schwarz für die Gelenke und den Rücken.

In Privathand sehe ich das auch noch einmal anders. Wenn ich so einen Hund habe, weil meine Hündin einen im Wurf hatte o.ä. dann würde ich wohl auch sehen ob er so klarkommt. Mir bewusst so einen Hund holen? Nein!

Ich bin nur kritischer was im Tierschutz passiert. Wenn ich an die Bilder zurückdenke die ich mal sah wird mir jetzt noch schlecht. Kaninchen mit kleinen Rollstühlen an den Hinterbeinen :shock: DA frage ich mich allen Ernstes ob es DA nicht angebrachter wäre, Geld und Energie in die gesunden anderen Tiere zu stecken

Mir fällt grad auf das ich das Thema leicht verfehlt habe :D Erlösen ja oder nein? Ich würde sagen, es kommt auf die Behinderung an und wo das Tier ist. In Privathand wie gesagt abwägen ob es WIRKLICH klarkommt oder ob wir das nur gern so sehen würden. Ich mein, was soll der Hund z.B. machen um zu zeigen das er so NICHT glücklich ist? Auch fressen ist ja ein Instinkt.

Im Tierschutz muss ich sagen, gehöre ich eher zu denen die zum einschläfern tendieren. Eben aus den Gründen die ich oben schon nannte.
Das Problem vieler Hunde ist die konsequente Inkonsequenz ihrer Halter.
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Re: Behinderte Tiere erlösen?

Beitrag von Nightmoon » So 29. Nov 2009, 21:09

Genau Laryana, ich sehe es auch so, wie Du.

Das Schlimme daran spielt sich scheinbar nur vor unserem Auge ab. Wenn man dem Hund in die Augen guckt, dann sieht man sehr gut, dass er sich mit seinen fehlenden Vorderbeinen sehr gut arrangiert hat.
Ich würde dem Hund auch so einen Wagen angewöhnen, weil die Körperhaltung dadurch wesentlich geschont wird. Der unsichere Blick des Hundes, während er auf dem Wagen liegt, kommt glaube ich deshalb zu Stande, weil er den Wagen noch nicht all zu lange hat? Davon mal abgesehen finde ich den Wagen auch ein bisschen sehr groß. Irgendwie hab ich da schon kleinere Modelle gesehen.
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Meine süße kleine Tessamaus, ich hab dir immer versprochen, dich nicht leiden zu lassen, ich hoffe Du verzeihst mir.[/align]

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Re: Behinderte Tiere erlösen?

Beitrag von Gast0816 » Mo 30. Nov 2009, 08:10

Es ist der Mensch, der mit Behinderungen der Tiere nicht zurechtkommt, die Tiere haben damit die wenigsten Probleme :grübel:

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Re: Behinderte Tiere erlösen?

Beitrag von serafina » Mo 30. Nov 2009, 08:29

Ich bin wie die meisten ja wissen noch in einem anderen Forum für Bernersennen Hunde in Not.
Dort gibt es einige Tiere,denen Beine fehlen.Wir haben taube Tiere,Blinde und Hunde mit anderen schweren Behinderungen. Tiere kommen viel besser damit zu recht,wie Menschen. Solange ein Tier sich nicht quält oder,und unter Schmerzen leidet,hat es auf jeden Fall ein Leben verdient.

LG
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Re: Behinderte Tiere erlösen?

Beitrag von Die Wilde7 » Mo 30. Nov 2009, 08:41

serafina hat geschrieben:Ich bin wie die meisten ja wissen noch in einem anderen Forum für Bernersennen Hunde in Not.
Dort gibt es einige Tiere,denen Beine fehlen.Wir haben taube Tiere,Blinde und Hunde mit anderen schweren Behinderungen. Tiere kommen viel besser damit zu recht,wie Menschen. Solange ein Tier sich nicht quält oder,und unter Schmerzen leidet,hat es auf jeden Fall ein Leben verdient.

LG
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Dem schließ ich mich mal an... es kommt eben immer darauf an welche Behinderung ist es, wie gut kann ein Tier damit leben, oder hat es schmerzen?
Wenn Schmerzen ins Spiel kommen würden wäre ich fürs erlösen, sofern das aber nicht ist kann ein Tier auch damit gut leben.

Ich sehe es gerade hier... obwohl ob man das Behinderung nennen kann weiß ich nicht, aber Snoopy hört nix mehr, und er kommt sehr gut damit zurecht! Ist halt Altersbedingt!

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Re: Behinderte Tiere erlösen?

Beitrag von saloiv » Mo 30. Nov 2009, 12:37

Einen Unterschied zwischen Mensch und Tier sehe ich in dem Fall schon. Menschen haben ganz andere Betätigungsmöglichkeiten. Ein Mensch ohne Arme und Beine wird viel lesen, Fernseh schauen... Was macht ein Kaninchen ohne Beine?
Beim Menschen hat man noch dazu sehr gute Hilfsmittel entwickelt. Ein Mensch ohne Gliedmaßen kann im Rollstuhl sich bewegen. Was macht ein Tier ohne Beine?

Aber sofern es die Möglichkeit gibt und die Behinderung nicht zu stark ist, bin ich davon überzeugt, dass Tiere es super ausgleichen können!
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Re: Behinderte Tiere erlösen?

Beitrag von Dogmaniac » Mo 30. Nov 2009, 13:16

Ich denke das man solche Fälle nicht pauschalisieren darf. Ein Tier kommt mit so einer behinderung gut zurecht, ein anderes eben nicht.
Man darf auch nicht nur primär das Problem sehen, sondern auch welche Folgen so eine Behinderung mit sich zieht. Dieser Hund wird sehr früh an etlichen Arthrosen und Spondylosen leiden. Sowas ist sehr schmerzhaft und kann widerum andere Probleme mit sich ziehen. Er wird anfälliger für Knieprobleme, Bänderrisse, Bandscheibenprobleme etc. deshalb wird ihm diese Behinderung primär vielleicht nicht töten, aber die sekundären Probleme werden sicherlich, viel früher als bei einem "gesunden" Hund, die Entscheidung fällen.

Grundsätzlich finde ich es nicht verkehrt einem Behinderten Tier ein Leben zu ermöglichen. Aber leider ist es meistens so das die Besitzer teilweise Grenzen überschreiten die nichts mehr mit Lebensqualität zutun haben. Und gerade was körperliche Behinderungen angeht habe ich schon viel Leid erfahren müssen.

Gehhilfen, bzw. Apparate gibt es in der Tierwelt genug, der kreativität sind keine Grenzen gesetzt, nur ist immer die Frage im Vordergrund ob ein Tier solche Hilfen akzeptiert.
www.sporty-dogs.de

Glücklich wer, das was er liebt, voll Mut zu verteidigen wagt.

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Re: Behinderte Tiere erlösen?

Beitrag von Mucki » Mi 9. Dez 2009, 16:17

Puh, das ist aber ein heikles Thema.

Ich kenne beide Seiten. Mensch und Tier.

Manchmal denke ich es wäre besser für einen Menschen er müsste sein Leid nicht ertragen müssen und bin dann froh, dass ich das einem Tier ersparen kann.
Soviel dazu, gehen wir über zum Tier.

Ich bin Züchter. Ich muss nicht alles retten, aber als ich mir Tiere angeschafft habe, habe ich die Verantwortung übernommen dem Tier zu helfen. Helfen heißt aber nicht immer um jeden Preis.
Durch die Jahre habe ich Erfahrungen gemacht, die mich manchmal (vielleicht zu schnell) handeln lassen, aber ich weiß das Tier muss sich nicht weiter quälen.

Ich hatte einen Wurf vom einer schwarzen Meerschweinchensau. Nur ein Baby. Dieses Tier konnte die Augen nicht öffnen. Wir haben viel versucht aber es brachte nichts. Hope ist komplett blind. Was machen? Einschläfern? Wie gesagt, ich bin Züchter, was soll ich mit so einem Tier? Behalten!!
Hope ging mit ihrer Mutter in meine Rentnergang. Hier konnte sie sich an alles gewöhnen und wird da bleiben bis sie einschläft. Viele Menschen wollten Hope haben, was mich wirklich wundert. Doch sie bleibt.

Ich denke wir sollten die Tiere nicht vermenschlichen. Wenn ein Leben mit der Behinderung ohne Schmerzen möglich ist und das Tier glücklich ist, dann sollten wir mit der Behinderung keine Probleme haben.
Doch wir sollten nicht vergessen, dass es unsere Pflicht ist, dass Tier gehen zu lassen wenn es sich quält. Angst vor Verlust ist keine Tierliebe.

Hope ist nicht das einzige Tier, welches mit einer Behinderung bei uns alt werden darf. Hier bleiben sogar Böcke.

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