Die Lösung aller Probleme: E. Cuniculi!
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Es gibt Kaninchenhalter, erfahrene Kaninchenhalter und sehr erfahrene Kaninchenhalter.
Nicht jeder kennt sich mit diversen Krankheiten aus.
Selbst als sehr erfahrener Kaninchenhalter kann man nicht alles kennen und wissen.
Alles, was hier im Forum speziell zu Krankheiten, Diagnosen, Medikamenten und deren Dosierungen zu finden ist, sind persönliche Erfahrungen, Tipps und Ratschläge.
Diese Tipps und Ratschläge ersetzen keinen Tierarztbesuch.
Es gibt sehr viele ernst zu nehmende Krankheiten, die man durch Eigenbehandlung/Eigentherapie noch verschlimmern kann.
Es ist daher wichtig, jede Medikamentenabgabe und Therapie unbedingt mit dem Arzt zu besprechen und gemeinsam nach der besten Lösung, für das jeweilige Tier zu suchen.
Also zieht bitte immer einen Tierarzt zu Rate. Selbstverständlich könnt Ihr die hier gegebenen Tipps und Ratschläge mit Eurem Tierarzt besprechen.
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- saloiv
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Die Lösung aller Probleme: E. Cuniculi!
Encephalitozoon Cuniculi ist wohl die umfassenste Krankheit überhaupt.
Früher war sie einfach die "Schiefkopf-Krankheit", alle Tiere mit diesem Symptom wurden untersucht und wenn sich andere Ursachen außer Encephalitozoon Cuniculi ausschließen liesen, war der böse Erreger schuld.
Den Erreger tragen nach verschiedenen Angaben die Mehrheit der Kaninchen in sich, ohne dass es zu einem Ausbruch kommt. Wie viele Kaninchen ihn in sich tragen wird recht verschieden angegeben, vereinzelt wird es bis zu 100% der Kaninchen betreffend angegeben.
Mittlerweile wird E. Cuniculi auch als Ursache vieler anderer Erkrankungen genannt, obwohl man E. Cuniculi als Ursache nie 100% bestimmen kann, eine Diagnose ist nur per Ausschlussverfahren möglich und daher sehr kritisch.
Interessant wird es dann, wenn man Berichte von Haltern liest, die Kaninchen haben welche die gleichen Symptom wie bei E-Cuniculi zeigen sich aber keine Ursache findet obwohl alles abgeklärt wurde und diese Kaninchen auch nicht E. Cuniculi haben da kein Titer vorhanden ist. Und noch interessanter wird es, wenn man dann liest dass solche Leute trotzdem einfach so behandeln wie bei E.Cuniculi weil sie nicht machtlos zuschauen wollen und keinen anderen Rat wissen. Und am interessantesten fand ich dann wenn die Behandlung erfolgreich ist!
Das heißt man hat hier eine Krankheit deren Erreger fast jedes Kaninchen hat (latent infiziert), die sich nicht diagnostizieren lässt und deren Behandlung auch bei Kaninchen mit gleichen Symptomen aber ohne E. Cuniculi anschlägt!
Dementsprechend kann man sie für fast alles verantwortlich machen... Denn die Diagnose geht per Ausschlussverfahren und wenn man keine andere Ursache findet kann man immer sagen, dass es E.Cuniculi ist. Außerdem hat fast jedes Kaninchen den Erreger in sich. Sehr praktisch.
In manchen Foren geht es soweit, dass alles was ungeklärt ist auf E.Cuniculi geschoben wird, egal was es ist. Und weil man keine anderen Ursachen (wie z.B. Mangelernährung, Stress etc.) sehen möchte passt das auch super.
Die Behandlung von E.Cuniculi ist ein Erfahrungswert der sich langsam entwickelte und so komplex ist, dass man fast alles abdeckt.
- Wurmmittel
- evtl. Cortison
- Antibiotikum
- Vitamin B-Komplex
Diese Mittel decken ein weites Feld ab und sind somit fast in jedem Fall wirksam.
Nur mal so ein paar Gedanken von mir zu dieser durchweg interessanten Krankheit. Vorallem ist auch interessant, dass sie in manchen Halterbereichen riesige Ausmaße annimmt, manche Foren-Kranken-Bereiche diagnostizieren bei jeder ungeklärten Krankheit E. Cuniculi im Eigenverfahren. Dort ist die E. Cuniculi-Rate extrem hoch während sie bei anderen Leuten garnicht erst vorhanden oder äußerst gering ist.
Früher war sie einfach die "Schiefkopf-Krankheit", alle Tiere mit diesem Symptom wurden untersucht und wenn sich andere Ursachen außer Encephalitozoon Cuniculi ausschließen liesen, war der böse Erreger schuld.
Den Erreger tragen nach verschiedenen Angaben die Mehrheit der Kaninchen in sich, ohne dass es zu einem Ausbruch kommt. Wie viele Kaninchen ihn in sich tragen wird recht verschieden angegeben, vereinzelt wird es bis zu 100% der Kaninchen betreffend angegeben.
Mittlerweile wird E. Cuniculi auch als Ursache vieler anderer Erkrankungen genannt, obwohl man E. Cuniculi als Ursache nie 100% bestimmen kann, eine Diagnose ist nur per Ausschlussverfahren möglich und daher sehr kritisch.
Interessant wird es dann, wenn man Berichte von Haltern liest, die Kaninchen haben welche die gleichen Symptom wie bei E-Cuniculi zeigen sich aber keine Ursache findet obwohl alles abgeklärt wurde und diese Kaninchen auch nicht E. Cuniculi haben da kein Titer vorhanden ist. Und noch interessanter wird es, wenn man dann liest dass solche Leute trotzdem einfach so behandeln wie bei E.Cuniculi weil sie nicht machtlos zuschauen wollen und keinen anderen Rat wissen. Und am interessantesten fand ich dann wenn die Behandlung erfolgreich ist!
Das heißt man hat hier eine Krankheit deren Erreger fast jedes Kaninchen hat (latent infiziert), die sich nicht diagnostizieren lässt und deren Behandlung auch bei Kaninchen mit gleichen Symptomen aber ohne E. Cuniculi anschlägt!
Dementsprechend kann man sie für fast alles verantwortlich machen... Denn die Diagnose geht per Ausschlussverfahren und wenn man keine andere Ursache findet kann man immer sagen, dass es E.Cuniculi ist. Außerdem hat fast jedes Kaninchen den Erreger in sich. Sehr praktisch.
In manchen Foren geht es soweit, dass alles was ungeklärt ist auf E.Cuniculi geschoben wird, egal was es ist. Und weil man keine anderen Ursachen (wie z.B. Mangelernährung, Stress etc.) sehen möchte passt das auch super.
Die Behandlung von E.Cuniculi ist ein Erfahrungswert der sich langsam entwickelte und so komplex ist, dass man fast alles abdeckt.
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- evtl. Cortison
- Antibiotikum
- Vitamin B-Komplex
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Nur mal so ein paar Gedanken von mir zu dieser durchweg interessanten Krankheit. Vorallem ist auch interessant, dass sie in manchen Halterbereichen riesige Ausmaße annimmt, manche Foren-Kranken-Bereiche diagnostizieren bei jeder ungeklärten Krankheit E. Cuniculi im Eigenverfahren. Dort ist die E. Cuniculi-Rate extrem hoch während sie bei anderen Leuten garnicht erst vorhanden oder äußerst gering ist.

Ich wünsche Dir...
dass Du arbeitest als würdest Du kein Geld brauchen.
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Gast Luder
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Re: Die Lösung aller Probleme: E. Cuniculi!
Das ist echt ein interessanter Gedanke. Ich habe mich auch schon über die vielen vielen E.C. Fälle gewundert und auch über die Erfahrenheit in Sachen Medikamente mancher User.
Da braucht man quasi gar nicht mehr zum Arzt gehen um die Behandlung zu starten. ICH wüsste echt nicht was ich da machen müsste, aber nach einigen Threads in verschiedenen Foren bin ja ich schon fast Experte
Meinst du also, das viele Krankheiten gar nichts mit E.C. zu tun haben, aber einfach mal aufgrund diverser Symptome wild drauflos behandelt wird?
Da braucht man quasi gar nicht mehr zum Arzt gehen um die Behandlung zu starten. ICH wüsste echt nicht was ich da machen müsste, aber nach einigen Threads in verschiedenen Foren bin ja ich schon fast Experte
Meinst du also, das viele Krankheiten gar nichts mit E.C. zu tun haben, aber einfach mal aufgrund diverser Symptome wild drauflos behandelt wird?
Das Problem vieler Hunde ist die konsequente Inkonsequenz ihrer Halter.
Oliver Jobes, (*1966)
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- saloiv
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Re: Die Lösung aller Probleme: E. Cuniculi!
E. Cuniculi betrachte ich sehr kritisch, weil mittlerweile wirklich alle ungeklärten Fälle auf diese Krankheit geschoben werden. Und das kann nicht sein...
Vorallem: Die Diagnose sagt ja kaum etwas aus, weil man E. Cuniculi garnicht diagnostizieren kann... Wie will man also wissen ob es diese Krankheit überhaupt ist oder die Krankheitssmptome andere Hintergründe haben?
Ich wollte beim nächsten Tierarztbesuch meinen Tierarzt mal direkt darauf ansprechen und schauen was er meint.
Vorallem: Die Diagnose sagt ja kaum etwas aus, weil man E. Cuniculi garnicht diagnostizieren kann... Wie will man also wissen ob es diese Krankheit überhaupt ist oder die Krankheitssmptome andere Hintergründe haben?
Ich wollte beim nächsten Tierarztbesuch meinen Tierarzt mal direkt darauf ansprechen und schauen was er meint.

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chien
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Re: Die Lösung aller Probleme: E. Cuniculi!
Nunja, bei Menschen ist es doch ähnlich! mal unabhängig von Krankheit, kannst du fast alles mit einem Breitbandantibiotikum und ggf. Cortison behandeln.
Wenn man jetzt Wurmmittel, Cortison, Antibiotikum und Vitamin B-Komplex verabreicht, braucht man auch fast keine Diagnose mehr. Man würde ja fast alles damit bekämpfen.
Die Diagnose EC ist oft eine Ausrede für die Unwissenheit des TA, klingt wichtig und dem Halter bleibt fast gar nichts anderes übrig als diese Diagnose hinzunehmen.
Wenn man jetzt Wurmmittel, Cortison, Antibiotikum und Vitamin B-Komplex verabreicht, braucht man auch fast keine Diagnose mehr. Man würde ja fast alles damit bekämpfen.
Die Diagnose EC ist oft eine Ausrede für die Unwissenheit des TA, klingt wichtig und dem Halter bleibt fast gar nichts anderes übrig als diese Diagnose hinzunehmen.
- saloiv
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Re: Die Lösung aller Probleme: E. Cuniculi!
Ich denke auch der Schrei nach der Diagnosen lässt die Tierärzte so handeln. Im Internet wird immer mehr verbreitet, dass ein Tierarzt, der keine Diagnose fällt, kein guter Tierarzt ist. Was eigentlich Unsinn ist, denn es gibt ja zick Erkrankungen die sich garnicht richtig zuordnen lassen und nicht immer ist eine Diagnose möglich, es sind ja noch nichteinmal alle Erkrankungen am Kaninchen erforscht... Dann sagen die Tierärzte lieber "das ist E. Cuniculi" als den Halter ohne Diagnose dastehen zu lassen.

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chien
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Re: Die Lösung aller Probleme: E. Cuniculi!
Ich weiss nicht ob du dich an die Augensache mit Karlchen erinnern kannst?
Da fiel das Wort EC mehrmals, als sie dann hörten das wir ein EC nickel haben, versuchte man noch mehr darauf einzugehen. Das war mir damals schon klar, die wissen nichts und jetzt haben sie einen Anker
Da fiel das Wort EC mehrmals, als sie dann hörten das wir ein EC nickel haben, versuchte man noch mehr darauf einzugehen. Das war mir damals schon klar, die wissen nichts und jetzt haben sie einen Anker
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Re: Die Lösung aller Probleme: E. Cuniculi!
EC-Kaninchen, das Wort finde ich schon kotzig.
Wenn sowieso bis zu 100% der Kaninchen infiziert sind, wie kann man dann ein Kaninchen als EC-Kaninchen bezeichnen? Kaninchen tragen allerhand Erreger in sich die nie zum Vorschein kommen. Demnach bräuchten sie irgendwie 5 Meter lange Namen: Schlappe das Schnupfen-E. Cuniculi-Päppel-Kaninchen.
Wenn sowieso bis zu 100% der Kaninchen infiziert sind, wie kann man dann ein Kaninchen als EC-Kaninchen bezeichnen? Kaninchen tragen allerhand Erreger in sich die nie zum Vorschein kommen. Demnach bräuchten sie irgendwie 5 Meter lange Namen: Schlappe das Schnupfen-E. Cuniculi-Päppel-Kaninchen.

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Re: Die Lösung aller Probleme: E. Cuniculi!
Du hast die Kokzidien vergessen
!
Lg lapin"Das Leben ist 10% was dir passiert und 90%, wie du darauf reagierst."
- saloiv
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Re: Die Lösung aller Probleme: E. Cuniculi!
Stimmt, und noch allerhand anderes Zeugs. Ich könnte auch noch alle bekannten Schnupfenerreger einzeln nennen. 
Ich habe auch so schrecklich verseuchte Kaninchen. Sunny hatte E. Cuniculi bei der Vorbesitzerin und hat sicherlich meine ganze Truppe infiziert wenn ich das fachlich nachlese, also wenn sie nicht schon vorher infiziert waren. Die Riesen hatten bei den Vorbesitzern Schnupfen und meine Kaninchen hatten auch schon mit anderen Schnupfen-Kaninchen Kontakt. Also habe ich eine Schnupfen-E. Cuniculi-Kaninchengruppe.
Kokzidien und Hefen hat ja auch fast jedes Kaninchen, eben latent. Demnach ist meine Gruppe eine:
Hefen-Kokzidien-Schnupfen-E. Cuniculi-Kaninchengruppe. Und was ist mit Milben? Jetzt wird es kompliziert....
Mal ehrlich, es gibt keine einzige andere Tierart bei der man das so sieht.
Ich habe auch so schrecklich verseuchte Kaninchen. Sunny hatte E. Cuniculi bei der Vorbesitzerin und hat sicherlich meine ganze Truppe infiziert wenn ich das fachlich nachlese, also wenn sie nicht schon vorher infiziert waren. Die Riesen hatten bei den Vorbesitzern Schnupfen und meine Kaninchen hatten auch schon mit anderen Schnupfen-Kaninchen Kontakt. Also habe ich eine Schnupfen-E. Cuniculi-Kaninchengruppe.
Kokzidien und Hefen hat ja auch fast jedes Kaninchen, eben latent. Demnach ist meine Gruppe eine:
Hefen-Kokzidien-Schnupfen-E. Cuniculi-Kaninchengruppe. Und was ist mit Milben? Jetzt wird es kompliziert....
Mal ehrlich, es gibt keine einzige andere Tierart bei der man das so sieht.

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chien
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Re: Die Lösung aller Probleme: E. Cuniculi!
Viel interessanter ist ja im "Karlchen Fall" die Frage: Haben die das mit dem Auge geheilt (was ja nicht der Fall ist) oder haben sie EC im Anfangsstadium bekämpft 
- saloiv
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Re: Die Lösung aller Probleme: E. Cuniculi!
Ich sollte Warnschilder am Gartenzaun anbringen! 
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.

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chien
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Re: Die Lösung aller Probleme: E. Cuniculi!
Gefährliche Sache bei dir

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Gast Luder
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Re: Die Lösung aller Probleme: E. Cuniculi!
Um noch mal aufs Internet zurückzukommen. Ich hatte meine TÄ mal nach was gefragt, was ich tatsächlich im Internet gelesen hatte. Ihre erste Frage und ein seeehr skeptischer Blick dabei: Sind sie viel in Internetforen??
Nein natürlich nicht Frau Doktor, wie kommen sie denn daaa rauf??
Es scheint tatsächlich so zu sein, das die TÄ mittlerweile etwas unter "Druck" stehen. Wenn man schon liest wie oft TÄ Dinge machen sollen, die sie eigentlich für unnötig halten, der Halter aber Druck macht (weil es ihm von zig Usern so gesagt wurde), finde ich das schon krass.
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Oliver Jobes, (*1966)
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Re: Die Lösung aller Probleme: E. Cuniculi!
Die Internetwelt stellt auch manchmal merkwürdige Vorgaben, die für einen Tierarzt realitätsfremd klingen. Ich habe auch schon einiges angefordert, z.B. habe ich meinen Tierarzt, der aufgrund langjähriger Erfahrung bei einem Meerschweinchen sofort Zysten diagnostizierte nicht geglaubt und wollte eine Pilzprobe (denn der kahle Fleck sah wie ein Pilz aus). Er hat sie sogar angelegt aber sie war negativ.
Gut er macht auch ab und zu Fehler und da ist es ganz gut wenn man immer schön nachfragt und zusätzlich Sachen anfordert, aber ich denke das ergänzt sich dann auch wieder ganz gut...

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Re: Die Lösung aller Probleme: E. Cuniculi!
„Diese Angst vor Wildtieren ist in der menschlichen Psyche tief verwurzelt. Der europäische Igel (die kleine stachlige Heldin der Beatrix-Pottter-Geschichte) wurde kürzlich von dem Pathologen Ian Keymer vom Londoner Zoo als „eines der gefährlichsten Tiere Europas“ bezeichnet, weil Igel Überträger von mindestens 16 Krankheiten sein können, die auch beim Menschen vorkommen. Und dies „könnte nur die Spitze eines Eisberges sein“ fügte er hinzu. „Wenn wir noch genauer untersuchen, könnten wir noch weitere Krankheiten finden.“(4) Howard Hughes hätte das verstanden, aber wenn wir diesen extremen Standpunkt einnehmen, dann dürfen wir niemals die gleiche Luft wie andere Personen atmen oder Körperflüssigkeiten austauschen und wir müssten alle anderen Arten auf der Erde ausrotten – nur um ganz sicherzugehen!“
„Später ging Schaller nach Kanha in Indien, wo er feststellte, dass im Freiland lebende und wohlgenährte Axishirsche Gauer (wild lebende Verwandte der Hausrinder) nur wenige Krankheiten aufwiesen. Er schloss daraus, dass die Gesundheit wilder und domestizierter Huftiere in erster Linie von der Qualität des Lebensraums abhängig ist und dass Tiere mit schlechten Lebensbedingungen aufgrund von Mangelerkrankungen viel anfälliger für Parasiten und Krankheiten sind. Zu dem gleichen Schluss sind auf Wildtiere spezialisierte Tierärzte gekommen, die berichten, dass Beuteltiere in Australien selten Probleme mit ansteckenden Krankheiten, Parasiten und Krebs haben, solange weder Dürreperioden noch Überschwemmungen auftreten und sie in ihrem Lebensraum nicht beschränkt werden.(7)
Weiterhin wird anhand von versch. Beispielen gezeigt, dass die meisten Wildtiere zick Erreger in sich tragen (z.B. afrikanische Büffel u.a. Blauzungenkrankheit, Maul- und Klauenseuche usw.) ohne daran zu erkranken (sie sind also latent infiziert).
„Wie Blut- und Kotuntersuchungen mehrfach gezeigt haben, waren Tiere mit Pathologenen oder Parasiten infiziert, obwohl sie äußerlich gesund erschienen. Daraus müssen wir schließen, dass es für Wildtiere normal und natürlich ist, mit einer geringen Anzahl an Pathogenen und Parasiten infiziert zu sein, wobei diese aber auf irgendeine Wiese auf einem so niedrigen Niveau gehalten werden, dass keine Krankheitssymptome auftreten. […] Ob man solche Tiere als gesund ansieht oder nicht, hängt davon ab, ob man annimmt, das Vorhandensein von Krankheitserregern sei gleichbedeutend mit Vorhandensein der Erkrankung.“
Das Buch widmet sich anschließend der Frage „Was machen wilde Tiere, damit sie gesund bleiben und diese Erreger nicht ausbrechen?“. Und genau das ist die eigentliche Frage, die sich jeder Halter bei einer Krankheit stellen sollte, nur etwas anders: Was kann ich tun um die Abwehrkräfte meiner Tiere zu stärken? Das ist meiner Meinung nach der Schlüssel zu einer guten Gesundheit bei Tieren.
Faktoren sind u.a. Stress, Haltung, Ernährung, Hygiene… Besonders die Selbstmedikation, welche bei einer idealen Ernährung und Haltung ermöglicht wird spielt hier eine große Rolle.
Quelle aller Zitate: Wild Health – Gesundheit aus der Wildnis. Wie Tiere sich selbst gesund erhalten und was wir von ihnen lernen können. Von Cindy Engel, animal leran, 2004
Eines meiner absoluten Lieblingsbücher, sehr unterhaltsam und toll geschrieben!
„Später ging Schaller nach Kanha in Indien, wo er feststellte, dass im Freiland lebende und wohlgenährte Axishirsche Gauer (wild lebende Verwandte der Hausrinder) nur wenige Krankheiten aufwiesen. Er schloss daraus, dass die Gesundheit wilder und domestizierter Huftiere in erster Linie von der Qualität des Lebensraums abhängig ist und dass Tiere mit schlechten Lebensbedingungen aufgrund von Mangelerkrankungen viel anfälliger für Parasiten und Krankheiten sind. Zu dem gleichen Schluss sind auf Wildtiere spezialisierte Tierärzte gekommen, die berichten, dass Beuteltiere in Australien selten Probleme mit ansteckenden Krankheiten, Parasiten und Krebs haben, solange weder Dürreperioden noch Überschwemmungen auftreten und sie in ihrem Lebensraum nicht beschränkt werden.(7)
Weiterhin wird anhand von versch. Beispielen gezeigt, dass die meisten Wildtiere zick Erreger in sich tragen (z.B. afrikanische Büffel u.a. Blauzungenkrankheit, Maul- und Klauenseuche usw.) ohne daran zu erkranken (sie sind also latent infiziert).
„Wie Blut- und Kotuntersuchungen mehrfach gezeigt haben, waren Tiere mit Pathologenen oder Parasiten infiziert, obwohl sie äußerlich gesund erschienen. Daraus müssen wir schließen, dass es für Wildtiere normal und natürlich ist, mit einer geringen Anzahl an Pathogenen und Parasiten infiziert zu sein, wobei diese aber auf irgendeine Wiese auf einem so niedrigen Niveau gehalten werden, dass keine Krankheitssymptome auftreten. […] Ob man solche Tiere als gesund ansieht oder nicht, hängt davon ab, ob man annimmt, das Vorhandensein von Krankheitserregern sei gleichbedeutend mit Vorhandensein der Erkrankung.“
Das Buch widmet sich anschließend der Frage „Was machen wilde Tiere, damit sie gesund bleiben und diese Erreger nicht ausbrechen?“. Und genau das ist die eigentliche Frage, die sich jeder Halter bei einer Krankheit stellen sollte, nur etwas anders: Was kann ich tun um die Abwehrkräfte meiner Tiere zu stärken? Das ist meiner Meinung nach der Schlüssel zu einer guten Gesundheit bei Tieren.
Faktoren sind u.a. Stress, Haltung, Ernährung, Hygiene… Besonders die Selbstmedikation, welche bei einer idealen Ernährung und Haltung ermöglicht wird spielt hier eine große Rolle.
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Gast Luder
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Re: Die Lösung aller Probleme: E. Cuniculi!
Ich glaube das kommt auf meinen Wunschzettel 
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Re: Die Lösung aller Probleme: E. Cuniculi!
Ja, es ist wirklich sehr lesenswert und gibt ein besseres Verständnis von Ernährung, Haltung und Gesundheit als jeder Tierratgeber, auch wenn er noch so gut ist! Das Buch gehört zu meinen absoluten Lieblingsbüchern...

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Re: Die Lösung aller Probleme: E. Cuniculi!
ähm... Titer ...wäre was für die Erklärbärfunktion, falls man gerade mal kein Erklärlärry
im MSN hat