Sorry fürs OffTopic ... aber, Antje, woran genau sieht man denn, dass der Magen leer ist (sorry für die blöde Frage
Und was wäre zum Beispiel das hier:

Sorry, ich war grad zu doof, den weißen Rand abzuschnippseln ...
Moderatoren: Emmy, Heike, Miss Marple



Ist schon wichtig Dani. Auf Deinem Bild der Magen ist leer.daniii hat geschrieben:Sorry fürs OffTopic ... aber, Antje, woran genau sieht man denn, dass der Magen leer ist (sorry für die blöde Frage)? Oder andersrum gefragt, wie sieht den Futtermatschpatsch im Magen im Gegensatz zu Tillys leerem Magen aus?
Und was wäre zum Beispiel das hier:
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Aber wenn Schwein jetzt ein paar Tage kaum etwas frisst (wie meine Pü jetzt), dann ist der Magen doch auch fast ganz leer.Miss Marple hat geschrieben:Wenn ich von der Fachliteratur und degupedia ausgehe, haben Nager immer einen vollen Magen, uns sei´s Kot, womit sie ihn füllen. Der Magenpförtner reagiert dann auf Menge und Flüssigkeitsgehalt.
Wenn ein Tier keinen vollen Magen hat, deutet das z. B. auf einen Magenpförtnerdefekt hin. Aber das ist dann wirklich ein anderes Thema.



Hast Du Pü´s aktuelle Bilder? Der Magen dürfte nicht leer sein, weils sie irgendetwas frisst, und sei´s eben Blinddarmkot.Isa hat geschrieben: Aber wenn Schwein jetzt ein paar Tage kaum etwas frisst (wie meine Pü jetzt), dann ist der Magen doch auch fast ganz leer.
Ist das dann trotzdem immer ein Hinweis auf einen defekten Magenpförtner?

Ähm Sorry, aber ich konnte im ersten Moment mit dem Begriff Magen Thympanien nichts anfangen....daniii hat geschrieben:Ist übrigens Merles Magen bei einer ihrer Magentympanien.



Nightmoon hat geschrieben:Offtopic:Ähm Sorry, aber ich konnte im ersten Moment mit dem Begriff Magen Thympanien nichts anfangen....
Wäre das nicht etwas für unser Lexikon?
Nein leider habe ich die aktuellen Bilder nicht. Kann ich aber noch besorgen.Miss Marple hat geschrieben:Hast Du Pü´s aktuelle Bilder? Der Magen dürfte nicht leer sein, weils sie irgendetwas frisst, und sei´s eben Blinddarmkot.Isa hat geschrieben: Aber wenn Schwein jetzt ein paar Tage kaum etwas frisst (wie meine Pü jetzt), dann ist der Magen doch auch fast ganz leer.
Ist das dann trotzdem immer ein Hinweis auf einen defekten Magenpförtner?


https://www.degupedia.de/forum/viewtopic.php?t=1710" onclick="window.open(this.href);return false;Der Vorgang im Kaninchenmagen ist ähnlich wie beim Menschen - jedoch gibt es Unterschiede einfach nur aus der Tatsache heraus, daß immer Material im Magen zurückgehalten wird. Der Magen vom Kaninchen ist also immer gleichmäßig voll ... der Magen vom Menschen wird regelmäßig geleert.
Für das Kaninchen bedeutet dieser immerwährend volle Magen einen gewissen Schutz der Magenwände vor aggressiven Pflanzengiften, da die Pflanzengifte im Nahrungsbrei ordentlich verteilt und mit harmlosen Nahrungsbrei verdünnt werden. Sowas ist beim Menschen nicht möglich. Weiterhin ist es dem Kaninchen durch den ewig vollen Magen möglich, in Hungerzeiten Pepsine deutlich länger auf den Nahrungsbrei einwirken zu lassen - somit wird also auch noch das letzte Eiweiß in seine Aminosäuren zerlegt. Auch das stellt einen gewissen Entgiftungsmechanismus da, in Aminosäuren zerlegte Eiweiße sind nunmal nicht mehr giftig. In Magerzeiten wird gleichzeitig auch das bischen Eiweiß, was das Kaninchen noch findet, deutlich besser ausgenutzt. Kaninchen entpuppen sich also bei näherer Betrachtung als Hungerkünstler, die notfalls sich noch mit Rinde oder wertlosen Blättern über wirklich harte Zeiten retten können ...
Dieser ewig volle Magen bewirkt allerdings noch mehr ... Kaninchen sparen sich auf diese Art und Weise teure Regelmechanismen, um zu ermitteln, wann Pepsine, Magensäure und Co in den Magen abgegeben werden müssen. Damit wird die Bauchspeicheldrüse der Kaninchen deutlich weniger belastet wie beim Menschen, da sie viel gleichmäßiger arbeiten kann. Auch die Magenwände werden weit weniger durch Magensäure belastet, das Kaninchen kann sich die enorme Schleimschicht über der Magenwand, die wir Menschen haben, auch gleich noch sparen.
Und noch mehr wird eingespart ... wenn wir hier schon beim Sparen sind.
Kaninchen sparen sich jede Menge sehr verschwenderisch arbeitender Magenmuskeln ein! Dadurch, daß der Magen immer proppevoll ist, braucht nur der (genausogut wie beim Menschen bemuskelte) Magenpförtner geöffnet werden und schon wird ein Teil des Nahrungsbreies ganz freiwillig in den Zwölffingerdarm rutschen - der Druck im Magen wird dabei durch Fressen und der Tätigkeit des Magenpförtners mehr oder weniger konstant gehalten. Es werden also nur noch die Magenmuskeln für die Grundperistaltik gebraucht ...
https://www.degupedia.de/forum/viewtopic.php?t=1209&highlight=blinddarmkot" onclick="window.open(this.href);return false;Die Anpassung ist ein ausgereiftes Verdauungssystem - fast die Hälfte des Meerschweinchens besteht aus Magenfüllung, dazu kommt ein absolut perfekt als Gärkammer eingerichteter Blinddarm und ein entsprechend langer Dünndarm, welcher unter anderem auch Futterbreispeicherfunktion übernimmt. Mit einer eiweiß- und kohlehydratreichen Ernährung kommen Meerschweinchenartige kaum klar, wenn dann auch noch die üblichen Fraßschutzstoffe diverser Kräuter hinzukommen, müssen Meerschweinchenartige passen.
Die Haustierform mußte über 10.000 Generationen zusätzlich mit einer fast sämereifreien Nahrung zurechtkommen, zusätzlich kam als Futter Gemüseabfälle, wie zum Beispiel Kartoffelgrün, ins Spiel. Gut die Hälfte der menschlichen Kulturpflanzen im ursprünglichen Vorkommensgebiet der Meerschweinchen waren solaninhaltige Nachtschattengewächse! Die Meerschweinchen haben sich auch daran angepaßt - der Magen ist noch größer wie bei der Wildform, Hausmeerschweinchen sind evolutionsmäßig auf dem Weg zum Vorratsfresser! Sie kommen also aufgrund ihres enormen Magenvolumens durchaus über längere Hungerstrecken. Der Dünndarm ist deutlich länger, Blinddarm ist größer und der Dickdarm ist noch länger, es war offenbar einfacher für die Meerschweinchen, die Verlängerung ihres Darmtraktes weiter voranzutreiben, wie den Darm zu verkürzen. Die Verlängerung speziell des Dünndarmes wurde aufgrund des Solaningehaltes ihrer neuen Nahrung erst möglich, denn Solanin unterbindet zuverlässig die wilde Vermehrung von Bakterien im Dünndarm. Dadurch kann es nicht zu Fehlgärungen durch eine deutlich längere Darmpassagezeit kommen.
Der Vorteil eines langen Dünndarmes liegt auf der Hand - je länger der Dünndarm ist, desto besser können die wenigen Eiweiße und Kohlenhydrate, die in ihrer neuen Nahrung vorhanden waren, aufgenommen werden. Man darf nicht vergessen, egal welche Anden- oder mittelamerikanische Kultur, sie alle hatten sehr effektiv ihre Nahrung genutzt, bei den Meerschweinchen wurden nur die für den Menschen nicht mehr nutzbaren Gemüsereste und Gras entsorgt ... Körner gelangten als Saat wieder aufs Feld oder in den Magen der Menschen, die Meerschweinchen bekamen davon gar nix ab!
Der Blinddarm wurde größer, weil diese Nahrung noch schwerer aufzuschließen geht, als wenn ab und an wenigstens ein paar harmlose und gut verdauliche Kräuter zwischendurch gefressen wurden. Gut verdauliche Kräuter gelangten erst gar nicht mehr zu den Meerschweinchen - die Menschen konnten sie essen, also blieben nur noch die für Menschen unverdaulichen Stiele, Strünke oder eben giftige Pflanzenteile ...
Der Dickdarm vergrößerte sich, er wurde länger und bekam einen größeren Durchschnitt ... auch wieder prima Raum zur Nachfermentierung alles dessen, was im Blinddarm nicht fertigfermentiert werden konnte ... Hausmeerschweinchen fressen bei einer Ernährung von 100% Heu ihren Kot fast vollständig - dieser enthält sowohl gut verdauliche Blinddarmbakterien als auch gut verdauliche Dickdarmbakterien. Also eine sehr nährstoffreiche Nahrung, welche sich die Meerschweinchen sich aus den unverdaulichen Abfällen und dem Gras der Menschen herstellen lassen.
https://www.tierpla.net/post119606.html?hilit=blinddarmkot#p119606" onclick="window.open(this.href);return false;Ist ja eigentlich auch nicht möglich, wie soll das gehen ... wie soll denn das Gas in den Verdauungstrakt kommen, wen nix gefressen wird?
Der Magen ist so sauer, daß da nix gären kann ... und dort wird das Futter halt erstmal gesammelt. Der Darm leert sich nach und nach und es wird zum Schutz davor, daß er nicht zusammenfällt, ein Schleim abgesondert. Dieser Schleim kann nicht gären, da er nicht von Bakterien gefuttert werden kann.
Im Blinddarm gärt es zwar munter vor sich hin, aber das tut es auch, wenn Futter nachgeschoben wird - der Blinddarm ist eine Gärkammer, die ist dafür ausgelegt.
Wird jedoch Rodicare gefüttert, kann es leicht passieren, daß es zu Gärungen im Dünndarm kommt - und damit zu Aufgasungen! Rodicare ist ein Futtermehl, das ist so fein gemahlen, daß es viel zu langsam durch den Dünndarm geschoben wird. Dazu kommt, daß dieses feine Mehl sich zudem auch noch an die Darmzotten kleben kann, so wie ein Mehl, was man mit Wasser anrührt, ja auch an den Fingern kleben bleibt.
Das lockt dann regelrecht Bakterien in den Dünndarm, welche dieses Futtermehl fressen - und Gase produzieren!
Das kann im Worst Case (der zum Glück recht selten ist) zu tödlichen Aufgasungen führen!


