Häsin vorsorglich kastrieren?

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Alles, was hier im Forum speziell zu Krankheiten, Diagnosen, Medikamenten und deren Dosierungen zu finden ist, sind persönliche Erfahrungen, Tipps und Ratschläge.

Diese Tipps und Ratschläge ersetzen keinen Tierarztbesuch.

Es gibt sehr viele ernst zu nehmende Krankheiten, die man durch Eigenbehandlung/Eigentherapie noch verschlimmern kann.

Es ist daher wichtig, jede Medikamentenabgabe und Therapie unbedingt mit dem Arzt zu besprechen und gemeinsam nach der besten Lösung, für das jeweilige Tier zu suchen.

Also zieht bitte immer einen Tierarzt zu Rate. Selbstverständlich könnt Ihr die hier gegebenen Tipps und Ratschläge mit Eurem Tierarzt besprechen.
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Re: Häsin vorsorglich kastrieren?

Beitrag von Feli » Mi 15. Feb 2012, 07:56

Venga hat geschrieben:Steht da auch irgendwo, wie viele Kaninchen während der vorsorglichen Kastra sterben?
Ich mach mal meine persönliche Statistik :D: 1x kastriert und direkt durch die OP gestorben. 4 unkastriert, 2 davon leben noch gesund und munter, die anderen beiden sind im hohen Alter an anderen Gebrechen gestorben.

Und irgendwer warf noch die Frage nach Scheinschwangerschaften in In- und Außenhaltung auf:

Meine sind, gefühlt(!), sehr selten scheinschwanger (Innenhaltung). Vllt. 1-2mal im Jahr. Vllt. sind sie auch nur rollig. Irgendwie gabs hier mal viele Threads in denen da ein Unterschied aufgezeigt wurde. Nicht jedes Bauchrupfen=scheinschwanger.

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Re: Häsin vorsorglich kastrieren?

Beitrag von ClaudiaL » Mi 15. Feb 2012, 08:48

Also bei mir sind alle Häsinnen kastriert. Rosi und Nicci kamen schon kastriert zu mir und Nele hab ich wegen Auffälligkeiten kastrieren lassen. Allerdings wurden hier nur die Eierstöcke entfernt und nicht die ganze Gebärmutter, das ist der "kleinere" Eingriff. Nele hatte Zysten an den Eierstöcken.

Ich persönlich würde aber keine Vorsorgekastras machen, hält meine TÄin auch nichts von, sondern nur kastrieren lassen, wenn wirklich Auffälligkeiten da sind. Das Risiko, dass was schief geht in der OP wäre mir zu hoch. Es ist nunmal kein kleiner Eingriff.....
Wenn es mir schlecht geht, gehe ich nicht in die Apotheke, sondern zu meinem Buchhändler
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Re: Häsin vorsorglich kastrieren?

Beitrag von Bigfoot63 » Mi 15. Feb 2012, 09:57

Ich werde keine meiner Häsinnen vorsorglich kastrieren lassen.
Trotzdem mussten 2 meiner Häsinnen kastriert werden.
Baby Sue wurde mit 14 monaten kastriert da sie eine Scheinschwangerschaft an die nächste hatte.
Sie hatte tatsächlich bereits starke Veränderungen. Meine andere Häsin wurde im Alter auffällig.
Meine Riesin ist unauffällig und nie mehr als 2 mal scheinschwanger, da sehe ich keinen Grund zur Kastra.
Möglicherweise bedingt durch die zunehmende Wildkaninchenpopulation im Garten bleibt mir jetzt keine Wahl mehr.
Bei unseren Vereinstieren mussten wir öfter kastrieren lassen, da vielen Halter Symptome übersehen z.b. eitriger Ausfluss usw.

Es gab keinen Todesfall bei Kastra OP s . In den letzten Jahren waren es ca. 20 OPs.

Trotzdem wrde ich niemals rein vorsorglich kastrieren lassen. Ich befürworte aber immer eine
Kastra bei Auffälligkeiten. Eine auffällige Häsin ohne Befund hatten wir nur ein mal.
Immer würde ich dazu raten einen wirklich kaninchen erfahrenen Tierarzt operieren zu lassen.
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Re: Häsin vorsorglich kastrieren?

Beitrag von saloiv » Mi 15. Feb 2012, 11:39

Ich schrieb dazu schon mal...

Zu diesem Thema streiten sich die Kaninchenliebhaber...

Es gibt die eine Position, die darauf hinweist, dass Gebärmutterkrebs & -veränderungen bei Kaninchen recht häufig sind und einige Kaninchen daran erkranken. Das Problem ist, dass diese Erkrankungen meist zu spät/gar nicht diagnostiziert werden, so die Kaninchen daran sterben. Daher empfiehlt diese Seite, die Kaninchen grundsätzlich zu kastrierten. Zudem machen sie darauf aufmerksam, dass junge Kaninchen die Kastration besser wegstecken als ältere. Und viele Halter lassen ihre Kaninchen nicht regelmäßig untersuchen bzw. nicht speziell auf Gebärmutterprobleme, einige sind auch kaum feststellbar und viele Halter reagieren nicht auf typische Symptome solcher Erkrankungen.

Die andere Seite weist darauf hin, dass zwar Gebärmuttererkrankungen häufig sind, aber das noch kein Grund ist das Kaninchen unnötig einer so schweren Operation auszusetzen. Streng genommen verstößt eine vorsorgliche Kastration auch gegen das Tierschutzgesetz in Deutschland, weil kein Grund vorliegt (sie ist nicht nötig um Nachwuchs zu verhindern und medizinisch besteht auch kein Grund). Die Gesetzesgrundlage ist § 6 TschG "Verboten ist das vollständige oder teilweise Amputieren von Körperteilen oder das vollständige oder teilweise Entnehmen oder Zerstören von Organen oder Geweben eines Wirbeltieres.". Die Gebärmutter ist ein Organ, die dabei entnommen wird. Man bedenke auch das Narkoserisiko, das mit einer solchen Operation verbunden ist. Stirbt das junge Weibchen durch die Narkose oder OP-Folgen so ist es unnötig gestorben. Stirbt es bei einer Kastration die medizinisch notwendig war, sieht es anders aus.
Zudem gehört die Gebärmutter zum Körper des Kaninchens. Auch der Geschlechtstrieb ist eine ganz natürliche Sache und Scheinschwangerschaften ganz normal. Warum muss man das Kaninchen an die Bedürfnisse des Menschen ("pflegeleicht") anpassen? Einem gesunden Kaninchen ohne Grund die Gebärmutter zu nehmen und sie somit hormonell auch extrem zu beeinflussen ist für das Kaninchen eigentlich nicht in Ordnung.
Die entstehenden Narben behindern das Kaninchen (der Bauch wird von oben bis unten aufgeschnitten, dadurch ist die Haut später weniger elastisch usw. usf.). Die meisten Krebserkrankungen an der Gebärmutter entstehen erst im voran geschrittenen Alter (ab etwa dem 5 Lebensjahr) auch wenn es Ausnahmen gibt. Tierärzte warnen oftmals zu früh, da sie eben besonders häufig solche Veränderungen an der Gebärmutter sehen. Allerdings sehen Tierärzte auch viele Zahnerkrankungen was aber kein Grund ist, den Kaninchen vorsorglich die Vorderzähne zu ziehen. Das die Ärzte die Erkrankung so oft sehen liegt daran, dass sie eben vor allem kranke Kaninchen mit Verdacht auf eine solche Erkrankung operieren und nicht die breite Masse der gesunden Tiere. Zudem ist nicht jede Gebärmutterveränderung gleich der Tod. Wenn ein Kaninchen mit 8 Jahren eine solche Veränderung leicht aufweist, stirbt es sehr wahrscheinlich eher an etwas anderen als an dieser. Denn erst im fortgeschrittenen Stadium ist sie tödlich. Der Tierarzt sieht sie beim 8 Jahre alten Kaninchen aber dieses Tier hätte eigentlich nie operiert werden müssen...

Meine Meinung dazu:
Alle jungen Weibchen zwangsweise zu kastrieren halte ich für übertrieben und unnötig und auch (siehe oben) als tierschutzwidrig.
Ich empfehle aber sich genau zu den Symptomen zu informieren, die auf Erkrankungen der Gebärmutter auftreten können:
Aggressivität, Unruhe, Schmerzen beim Abtasten, häufige Scheinschwangerschaften (bis zu 2 oder 3x im Jahr ist ganz normal, ist das Weibchen dauerhaft schweinwanger ist es hingegen auffällig), Schweidenausfluss, allgemeine Krankheitszeichen wie Mattigkeit, geringe Nahrungsaufnahme, Abmagerung bei einem recht dicken Bauch oder sogar einer Gewichtszunahme...
Wer sicher gehen möchte macht lieber bei Verdacht oder vorsorglich eine Röntgenaufnahme oder ein Ultraschall (eher nur bei Verdacht) und lässt das Tier von einem guten Tierarzt abtasten. Diese Vorkehrungen zusammen mit der Kenntnis über die Symptome sind für das Kaninchen deutlich schonender aber genauso sicher.

Bei Freilaufkaninchen in deren Nähe Wildkaninchen oder andere unkastrierte Rammler leben, ist eine Kastration der Weibchen hingegen nötig. Ebenso bei auftretenden Auffälligkeiten, die eine Erkrankung der Gebärmutter vermuten lassen oder bei einer Diagnose, die eine Kastration sinnvoll/nötig macht.
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Re: Häsin vorsorglich kastrieren?

Beitrag von Aellin » Mi 15. Feb 2012, 12:00

Hallo saloiv,

du hast sicherlich sehr viel Erfahrung, aber ich habe gestern sehr oft gelesen, dass Erkrankungen der Gebärmutter weder durch Röntgen noch durch Ultraschall sichtbar wurden. Sie wurden dann erst während der OP sichtbar. In dem einen Fall war es sogar so, dass das Ninchen 1Woche nach Ultraschalluntersuchungen notoperiert werden musste, weil das Kaninchen eine stark entzündete Gebärmutter hatte.
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Re: Häsin vorsorglich kastrieren?

Beitrag von ClaudiaL » Mi 15. Feb 2012, 15:39

Das ist richtig, das hab ich auch schon gelesen und war bei Nele so. Daher würde ich persönlich, wenn ich Auffälligkeiten habe, wie Viola schrieb, z. B. starke Aggressivität, häufige Scheinschwangerschaften etc. kastrieren lassen. Nur in der OP kann man sicher gehen. Hier überlasse ich dann meiner TÄin, ob nur die Eierstöcke entfernt werden oder die Gebärmutter gleich mit, je nach Befund.

Ich würde jedoch nicht kastrieren lassen, wenn eine Häsin sich vollkommen normal verhält.

Da kann man wieder schön das Beispiel nehmen, ich lass mir ja auch nicht die Brust abnehmen, weil ich Brustkrebs bekommen könnte.
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Re: Häsin vorsorglich kastrieren?

Beitrag von ElHappy » Mi 15. Feb 2012, 16:17

Um auf eine andere Frage mal zurückzukommen .
Mein Ta nimmt nur Eierstöcke raus , Uterus nur wenn er Veränderungen aufweisst .
Ich denke mal bei Ninchen macht er es genauso . Wie handhaben dass andere Tierärzte egal ob nun bei Nins oder bei KAtzis ?
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Re: Häsin vorsorglich kastrieren?

Beitrag von Feli » Mi 15. Feb 2012, 16:24

Ich finde das Brustkrebsbeispiel auch sehr treffend. Es hat Gründe warum man gesunden Frauen keine Brüste abnimmt oder höchstens erst nach einer ganzen Reihe von psychischen Untersuchungen, Ethikkomissionen usw. (Z.B. beim "Mann der im Körper einer Frau geboren" ist)
Bei Tieren scherts keinen, da kann man machen wie man lustig ist. Wobei ich denke, dass es auch genug Tierärzte geben wird die so einen Eingriff bei einem gesunden Tier nicht vornehmen.

Seltsame gesellschaftliche Doppelmoral.

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Re: Häsin vorsorglich kastrieren?

Beitrag von Kaktus » Mi 15. Feb 2012, 16:36

ElHappy hat geschrieben:Mein Ta nimmt nur Eierstöcke raus , Uterus nur wenn er Veränderungen aufweisst .
Mein TA auch, er meint, dass die Gebärmutter nur im Notfall abgenommen werden sollte, weil sie wichtige Funktionen erfüllt. "Nur" Eierstöcke sei für die Häsin weniger schwerwiegend. Die Klinik ließ bei Twixi da auch nicht mit sich diskutieren und wollte die Gebärmutter nicht mit rausnehmen, weil sie gesund war.
Es grüßt Flora mit den geliebten Plüschbällchen
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Re: Häsin vorsorglich kastrieren?

Beitrag von Entensusi » Mi 15. Feb 2012, 16:54

Feli hat geschrieben:
Seltsame gesellschaftliche Doppelmoral.
Stimmt. Aber wenn Du das konsequent weiter denkst, dürfte man die Tiere auch nicht kastrieren, sondern höchstens sterilisieren. Der Nachwuchs würde so auch verhindert...
Liebe Grüße, Entensusi und ihre Tiere

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Re: Häsin vorsorglich kastrieren?

Beitrag von Kim » Mi 15. Feb 2012, 16:56

Kaktus hat geschrieben:
ElHappy hat geschrieben:Mein Ta nimmt nur Eierstöcke raus , Uterus nur wenn er Veränderungen aufweisst .
Mein TA auch, er meint, dass die Gebärmutter nur im Notfall abgenommen werden sollte, weil sie wichtige Funktionen erfüllt. "Nur" Eierstöcke sei für die Häsin weniger schwerwiegend. Die Klinik ließ bei Twixi da auch nicht mit sich diskutieren und wollte die Gebärmutter nicht mit rausnehmen, weil sie gesund war.
Twixi hatte bei ihrer Kastra hier starke Veränderungen der Gebärmutter.

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Re: Häsin vorsorglich kastrieren?

Beitrag von ClaudiaL » Mi 15. Feb 2012, 17:17

Meine TÄin hat mir das so erklärt, dass sie nur die Eierstöcke entfernt, insofern die Gebärmutter noch keine Veränderungen aufweist. Die Wahrscheinlichkeit, dass dann noch Veränderungen der Gebärmutter auftreten, sei nach Entfernung der Eierstöcke sehr gering.
Wenn es mir schlecht geht, gehe ich nicht in die Apotheke, sondern zu meinem Buchhändler
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Re: Häsin vorsorglich kastrieren?

Beitrag von ElHappy » Mi 15. Feb 2012, 17:20

Feli hat geschrieben:
Seltsame gesellschaftliche Doppelmoral.
Dann sind wir wieder so weit einen Tier "menschliche Rechte " zu geben !? und was ist mit unkontrollierten Vermehrungen von möchtergern Züchtern die keine ahung von Genetik /zuchtalter haben usw. und mit den Tieren die auf den Strassen der südlichen Länder bzw osteuropa leben und sich unkontrolliert vermehren ??? Tierschutz fängt bei einer Kastra an ! Und bei welchen Tieren will man die Grenze ziehen ?? Katzen jaaaaaa , Kaninchen nein ??

Wir Menschen verhüten jaa auch um nicht schwanger zu werden ! Was ja auch zum Teil ein ganz schöner Eingriff in den Hormonhaushalt ist . Und auch nicht ganz Risikolos ist. Um wieder mal mit dem menschlichen Vergleich zu kommen .

Also bei KAtzen sehe ich grundsätzlich Grund zur Kastra,obwohl das Narkoserisiko dürfte in beiden Fällen gleich hoch sein . Beim Nin. muss es schon trifftige Gründe sein,wie extreme Scheinschwangerschaften. Wie auch schon erwähnt sollte Amy nochmal so extrem Scheinschwanger /brüftig werden . Wird der KAstra. termin gemacht.
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Re: Häsin vorsorglich kastrieren?

Beitrag von Feli » Mi 15. Feb 2012, 17:42

Ich bin nirgendwo... und ich bin sicher kein Hardcore-Tierschützer. Ich bin das nicht mal ohne hardcore davor.

Es ist einfach mein persönlicher Standpunkt, dass dieser Eingriff nur zur Verhütung oder bei bestehenden gesundheitlichen Gründen durchgeführt werden sollte. Bei der Verhütung muss man ganz individuell schauen: habe ich eine Kaninchengruppe die in einem begrenzten Gebiet (Innenhaltung, Garten, Gehege) ohne Wildkaninchen-Zugang lebt, ist es sinnvoll nur die Männer zu kastrieren, da dort der Eingriff deutlich kleiner ist. Habe ich Freigänger-Kaninchen wie sie eine Userin hier im Forum mal hatte die auf Wildkaninchen treffen, dann kannst du schlecht alle Wild-Rammler kastrieren, sondern du musst bei deinen Weibchen ran.
Gleiches gilt dann bei Katzen.
Die gesundheitlichen Gründe wurden hier schon zu genüge dargestellt. Es gibt genügend Anzeichen an denen man (= im zweifelsfall ein geschulter Tierarzt) erkennt, dass ein Eingriff bei einem Weibchen Sinn macht. Jemand der seine Tiere beobachtet kriegts auch früh genug mit. Und wenn nicht, dann soll es vielleicht nicht sein.

Ein vorsorglicher Eingriff bei einem völlig gesunden Tier ist für mich völlig absurd. Da können wir direkt auch jedem Baby-Meerschwein die Zähne ziehen -> es könnte ja ein Zahnschwein werden. Und wir könnten direkt jedes Scheckenbaby nach der Geburt ersäufen, es könnte ja chronische Verdauungsprobleme haben.

Ich persönliche finde diese vorsorglichen Eingriffe unnatürlich! Wo soll das hinführen? Wieder Back to Einzel-Käfighaltung weil dort die bösen Gefahren des Lebens am geringsten sind? Weil da, wenns man es möglichst steril hält keine fiesen Bakterien lauern, keine Greifvögel, keine bösen Artgenossen die böse Wunden reißen können?

Auch Gebärmutterveränderungen gehören nun mal zu manch einem Kaninchenleben dazu. Bei einem passierts, beim anderen nicht. Egal wie überfürsorglich und vorsorglich man ist, es kann immer etwas passieren. So ist die Natur, so ist das Leben.

Und nun hab ich nicht einmal Bezug auf den Menschen genommen :D. Wenn ich damit auch noch anfange (Tiere mit Kindern gleichsetzen zum Beispiel), dann wirds hier noch länger ;).

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Re: Häsin vorsorglich kastrieren?

Beitrag von Kim » Mi 15. Feb 2012, 18:10

Nach der Logik, Feli, dann können wir jede tierärztliche Behandlung unserer Tiere lassen.
Kein Einschläfern mehr, keine Krankheitsbehandlungen, sie still und leise leiden lassen. Denn es ist ja Natur.

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Re: Häsin vorsorglich kastrieren?

Beitrag von Venga » Mi 15. Feb 2012, 18:16

Ich weiß nicht, wie es bei Kaninchen ist.
Bei Katzen bedeutet einen Kastration, die Entfernung der Eierstöcke und Eileiter und nicht die automatische Mitentfernung der Gebärmutter. Die wird nur entfernt, wenn es dort Veränderungen gibt.
Der Eingriff wäre wesendlich größer als die Kastra an sich.
Kein gewissenhafter Tierarzt wird den Eingriff ohne dringende Indikation vornehmen.
Kim hat geschrieben:Nach der Logik, Feli, dann können wir jede tierärztliche Behandlung unserer Tiere lassen.
Kein Einschläfern mehr, keine Krankheitsbehandlungen, sie still und leise leiden lassen. Denn es ist ja Natur.
Feli hat nicht geschrieben, dass sie ein krankes Tier nicht behandeln oder operieren lassen würde.
Sie schrieb, dass sie kein gesundes Tier vorsorglich operieren lassen würde.

Wo wir grad bei menschlichen Vergleichen sind.
Wie wäre es schon im Vorfeld eine Blinddarm OP machen zu lassen. Wie viele sterben auch heute noch daran.
LG
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Re: Häsin vorsorglich kastrieren?

Beitrag von ElHappy » Mi 15. Feb 2012, 18:31

Venga hatte ich auch gefragt, Mein Ta macht es auch beim Nin so und hier war es auch bei andern genauso ;)
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Re: Häsin vorsorglich kastrieren?

Beitrag von Feli » Mi 15. Feb 2012, 18:36

Joa, die Reaktion war mir schon beim Schreiben klar. Letztendlich muss jeder seine Grenzen selber setzen. Meine persönliche Grenze zieh ich eben genau dazwischen: Gesundes Tier operieren nö, wenn es krank ist, wird bis zu einem gewissen Grad (der wieder individuell gesetzt wird) behandelt.

Just m2c

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Re: Häsin vorsorglich kastrieren?

Beitrag von Entensusi » Mi 15. Feb 2012, 18:56

Feli, glaube mir, ich denke über das Thema ernsthaft nach und ich frage mich wirklich, warum man nicht sterilisiert statt kastriert. Bei den Männern, zumindest, die ja nicht von Rolligkeit oder Scheinschwangerschaft geplagt werden.
Weil es einfacher ist? Billiger?
Bei den Pferden ist es klar, ein Hengst ist einfach wesentlich schwieriger zu handeln als ein Wallach. Aber bei den Hunden, den Katzen? Kaninchen, da kommt dann das Gruppen-Element dazu, aber warum nicht "natürlich" bleiben und sagen, gut, ein Rammler in der Gruppe muss reichen?

Falls das jetzt als OT empfunden wird, bitte ein neues Thema draus machen! ;) Möchte nicht vom eigentlichen ablenken.
Liebe Grüße, Entensusi und ihre Tiere

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Re: Häsin vorsorglich kastrieren?

Beitrag von Feli » Mi 15. Feb 2012, 19:10

Entensusi hat geschrieben:Feli, glaube mir, ich denke über das Thema ernsthaft nach und ich frage mich wirklich, warum man nicht sterilisiert statt kastriert. Bei den Männern, zumindest, die ja nicht von Rolligkeit oder Scheinschwangerschaft geplagt werden.
Weil es einfacher ist? Billiger?
Öh, mit meinem ganzen Geschwafel hatte ich dich gar net im Kopf, also wenn du es persönlich genommen hast, war nicht meine Absicht. Sorry.

Zu deiner Frage: ich hab keine Ahnung. Ich kenne die Preise nicht. Die eine Kastration (oder was es auch immer war) die meine eine Dame getötet hat ist (über?) 20 Jahre her - da weiß ich weder was es genau war noch was es gekostet hat. Auf jeden Fall waren es noch DM, vielleicht sogar noch Mark ;). Und bei Roi hat lapin diese barbarische Sitte glücklicher Weise durchgezogen :D - also auch da hab ich keine Ahnung was es gekostet hat, dadrüber haben wir nicht gesprochen.

Mein Standpunkt ist also kein bisschen auf irgendwelche Kosten gefußt, von denen hab ich keine Ahnung. Ich hab mich auch noch nie aktiv mit Sterilisation und Kastration bei Weibern beschäftigt (damals wars Mamas Job) - also auch da keine Ahnung was mehr oder weniger umfangreich/gefährlich/whatever ist.

Mein Standpunkt fußt einzig und allein auf dem "vorsorglich bei gesundem Tier". Mehr net :)
Und wie gesagt, mir liegts fern hier irgendwen belabern zu wollen. Am Ende muss es jeder handhaben wie er es für richtig hält, wie es sich für ihn gut anfühlt. Aber eine Meinung wird man ja noch sagen können :)

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Re: Häsin vorsorglich kastrieren?

Beitrag von Venga » Mi 15. Feb 2012, 19:17

Weil bei einer Sterilisation die Keimdrüsen erhalten bleiben und der Geschlechtstrieb nicht verhindert wird.
Die Katze wird weiter rollig, das Nini weiter heiß, der Bock duldet keine anderen Böcke neben sich, jedenfals nicht, wenn Zippen in der Gruppe sind, die Kater haben mehr Kämpfe, die Rüden drehen weiter durch, wenn ´ne Hündin läufig ist, die wird weiter scheinschwanger und der Hengst dreht ab, wenn er eine rossige Stute wittert....
Es bleibt alles beim Alten, nur, dass es keinen Nachwuchs gibt.

Eine Sterilisation gibt auch keine hundertprozentige Gewissheit, dass es klappt.
Die Eileiter und Samenstränge können wieder zusammenwachsen und das Tier bleibt fruchtbar.
LG
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Re: Häsin vorsorglich kastrieren?

Beitrag von Mrs Rabbit » Mi 15. Feb 2012, 19:22

Ich weiss nicht ob's OT ist.
Aber meine Bijou (Katze) ist trotz Sterilisation zur Welt gekommen.

Ich selber würde auch nur eine Kaninchendame kastrieren wenn's nicht anders geht. Wenn's einen gesundheitlichen Grund gibt oder der Rammler kann nicht kastriert werden (Herzfehler, was auch immer) oder Wildkaninchen in der Nähe sind etc.
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Re: Häsin vorsorglich kastrieren?

Beitrag von ElHappy » Mi 15. Feb 2012, 19:46

Zum einen bleiben nach einer Sterilisation alle "hormonellen Nachtteile " bestehen , wie Scheinschwangerschaft usw ) zum andern ist eine Sterilisation sehr unsicher ,da eileiter entweder nicht sicher getrennt werden bzw.auch die Möglichkeit besteht ,so blöd es klingen mag , wieder zusammenwachsen können!

@Feli :verstehen kann ich Dich schon warum gesundes Tier operien . Aber wir lassen ja auch unsere gesunden Böcke kast. ,auch wenn der Eingriff leichter ist ,aber es ist eine Op- Zum andern werden dauernd gesunde Katzen bzw KAter kast. ,was auch wichtig ist . Was ich nicht verstehe wo willst Du die Grenze ziehen ??

Wie ich schon mal sagte ob Häsin kastrieren oder nicht muss jeder Halter für sich selber treffen ,selbstverständlich mit pro und kontra. Bei meiner Happy hätte ich nie nur im Ansatz drüber nachgedacht bei Tweenie und Happy schon . Und wie erwähnt bei Amy denke ich auch drüber nach ,den der Streß der ersten Scheinschwangerschaft war schon heftig für die kleine und kann auch nicht wirklich gut für sie sein .
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Re: Häsin vorsorglich kastrieren?

Beitrag von Feli » Mi 15. Feb 2012, 20:10

Sei mir nicht böse ElHappy, aber das hab ich doch nun schon 3mal geschrieben.

Mein persönlicher Standpunkt:
Kastra nur zur Verhütung oder bei bestehenden gesundheitlichen Problemen. Bei dem Verhütungsgrund je nach Umständen. Sind Wildtiere im Revier, dann das Weibchen, ist das Revier eingegrenzt und sicher vor Wildtieren (Innenhaltung, Gehege, Garten), dann im Falle von Kaninchen das Männchen, weil es dort der kleinere Eingriff ist.

Das ist nur meine Meinung und mein Standpunkt. Ich habe den nun zum 4. Mal dargelegt, ein 5. Mal mach ichs nicht. Ich lass jedem seine Meinung und mir isses, und wer mir gelegentlich zu ließt weiß das, scheiß egal wie das andere handhaben. Ich red da keinem rein. Wird nach Meinungen gefragt und ich habe eine, dann tue ich die kund. Nicht mehr und nicht weniger.

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Re: Häsin vorsorglich kastrieren?

Beitrag von ElHappy » Mi 15. Feb 2012, 20:54

Ok jetzt sind hab ich kapisch und stelle fest wir sind fast der gleichen Meinung und Nein ich bin dir nicht böse ,warum auch ?? :lieb:
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Re: Häsin vorsorglich kastrieren?

Beitrag von Entensusi » Mi 15. Feb 2012, 20:55

Venga hat geschrieben: Es bleibt alles beim Alten, nur, dass es keinen Nachwuchs gibt.
Ja, und damit können wir nicht umgehen.
Eigentlich schon krass, oder? Klar, wenn es für die Tiere gesundheitlich schwierig wird, haben wir schnell das Argument "zum Wohl des Tieres".
Ich habe mich öfter mal dabei ertappt, dass ich den Erpel gerne kastriert hätte. Weil er so böse und gemein zu den Enten war.
Bei den Katern geht es mir ja auch darum, dass sie nicht rumpissen, nicht streunen, nicht raufen. Alles für meine Bequemlichkeit.
Ich tu es trotzdem, ich werde weiterhin männliche Kaninchen, die mit Weibchen zusammen leben, kastrieren und ebenso alle meine Katzen, egal ob männlich oder weiblich. Aber im Grunde schäme ich mich dafür. Auch deshalb würde ich es nicht "vorsorglich" tun, um einer Krankheit, die vielleicht nie auftritt, vorzubeugen. Um wieder den Bogen zum Thema zurück zu finden...

Feli, ich hab gar nichts persönlich genommen, ich bin hier ja mit Dir konform, mich hat nur interessiert, ob Du eine Sterilisation anders sehen würdest als eine Kastration.
Liebe Grüße, Entensusi und ihre Tiere

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Re: Häsin vorsorglich kastrieren?

Beitrag von Feli » Mi 15. Feb 2012, 21:46

Entensusi hat geschrieben: Feli, ich hab gar nichts persönlich genommen, ich bin hier ja mit Dir konform, mich hat nur interessiert, ob Du eine Sterilisation anders sehen würdest als eine Kastration.
Kann ich leider nicht beantworten, da kenn ich mich nicht aus. Aber wenn eine Sterilisation beim Weibchen ein vergleichbar kleiner Eingriff ist wie die Kastra beim Männchen, dann würde ich es wohl von der Gruppenzusammensetzung abhängig machen? Sinds mehr Männer, dann sind die Weiber dran, sinds mehr Weiber, dann die Männer :D. Also keine Ahnung, kann ich nicht beantworten. Ist ja auch davon abhängig wie gesund das einzelne Tier allgemein ist. Irgendwer erwähnte einen Herzfehler. Hab ich nun 2 Rammler und ein Weib, aber einer der Rammler hat einen Herzfehler so, dass er nicht operiert werden sollte, dann müsste wohl das Weibchen "dran glauben".

Ich hatte btw. bis zu Roi nie ein Männchen, weil ich das Kastrieren ansich (wenn auch notwendig) total barbarisch finde :D. Und wenn ich mir meinen kleinen, süßen Roi ansehe, der aber Null Sexualtrieb hat.... hachja, da leide ich schon mal solidarisch mit.

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Re: Häsin vorsorglich kastrieren?

Beitrag von Venga » Mi 15. Feb 2012, 22:15

Entensusi hat geschrieben:Bei den Katern geht es mir ja auch darum, dass sie nicht rumpissen, nicht streunen, nicht raufen. Alles für meine Bequemlichkeit.
Da geht es nicht nur um deine Bequemlichkeit.
Es geht auch um die Gesundheit des Katers.
Kater die mehr streunen, überqueren öfter die Strassen und werden leichter überfahren.
Sie sind mehr auf der Suche nach rolligen Katzen, die Reviere sind größer und stromern weiträumiger, werden vielleicht eher erschossen.
Potente Kater bilden einen Katerkopf aus, werden von anderen Katern eher für Konkurrenz gehalten und öfter in Kämpfe verwickelt und dadurch steigt die Gefahr einer Ansteckung mit schweren Krankheiten, wie zB. Katzenaids.
Die Gefahr von starken Bisswunden ist größer.
Doch.. ja.. es geht auch um Bequemlichkeit. Nämlich, vielleicht seltener zum TA zu müssen, um Wunden zu behandeln.
LG
Venga

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Re: Häsin vorsorglich kastrieren?

Beitrag von RuJo » Mi 15. Feb 2012, 23:42

Zum Thema Weiberkastration will ich mich gar nicht kongret äußern. Ich hatte bisher nie Weibchen von Tieren, die normalerweise kastriert werden. Ich habe als Außenstehende aber Verständnis für beide Seiten und ich könnte nicht sagen, wie ich tatsächlich vorgehen würde, wenn ich mal vor der Wahl stünde. Ich find enicht, dass eine der beiden Seiten die überzeugenderen Argumente hat.

Mal zu diesem Themenzweig:
Entensusi hat geschrieben:
Venga hat geschrieben: Es bleibt alles beim Alten, nur, dass es keinen Nachwuchs gibt.
Ja, und damit können wir nicht umgehen.
Ich möchte hier mal eine andere Sichtweise anführen, die ich persönlich schon ziemlichüberzeugend finde.
Warum sollte man ein Haustier unnötigerweise einer Sexualität aussetzen, die es niemals ausleben darf?
Gehen wir mal vom Kaninchen aus. Die sind im Prinzip biologisch im Prinzip fast ausschließlich darauf ausgelegt, zu fressen, zu scheißen und vor allem ihr Leben lang jede Menge Kinder zu machen und aufzuziehen. In Menschenhand ist zumindest letzteres oft unerwünscht und wird unterbunden. Warum sollte man auf dieser Basis unbedingt ein natürliches Verhalten erhalten wollen welches womöglich das Tier unnötig belastet, weil das Verhalten niemals von Erfolg gekrönt sein wird? Zumal, wenn eh schon ein Eingriff gemacht wird?
"Ein gutes Buch, das von majestätischer Unerschlossenheit an seiner Stelle im Regal steht, stellt die aufmunternste Form intellektueller Wandverkleidung dar!" (David Quammen "Die Hörner des Rhinozeros")

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Re: Häsin vorsorglich kastrieren?

Beitrag von Feli » Do 16. Feb 2012, 05:35

Venga hat geschrieben:Potente Kater bilden einen Katerkopf aus
Was ist das?

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