Gratwanderung, wie Du sagst. Bleibt nur, das Tier genau zu beobachten und schauen, was ihm gut tut. Wenn es partout kein Futter will, bringt Zwang nichts. Möglich ist es aber mitunter, durch eine Stimulation, wieder die "Idee" Fressen, interessant zu machen.Melli hat geschrieben:das mit dem Fressen ist halt immer auch ne Gratwanderung oder..hab ich hier zumindest das Gefühl gehabt. Denn sie soll ja nicht radikal abnehmen & der Darm soll ja auch in Schwung bleiben. Aber ich wills auch nicht in sie reinzwingen. V.a. wenn da bei Gallensachen auch noch Übelkeit o.ä. mit dazukommt.
Ich habe mal einen Bericht über Schimpansen gelesen. Als die ersten Feigen des Jahres reif wurden, kannten die neuen Schimpansenkinder diese Früchte noch nicht, frassen so viel wie die Erwachsenen, und bekamen übles Bauchweh und Durchfall. Daraufhin suchten die Schimpansenmütter Wurzeln und Kräuter, zerkauten diese und spuckten den Brei in die Kindermäuler, und zwar mit Zwang, solange, bis die Mütter der Meinung waren, es ist genug Medizin im Kindermaul angekommen und geschluckt worden. Die Kleinen haben sich hinterher die Mäulchen mit Gras ausgewischt, weil der Geschmack so widerlich war.
Während der ganzen Übelkeit und dem Durchfall gab es die Medizin und die Mütter reinigten die Kinder, aber in Sachen Fressen liessen sie sie in Ruhe und die Kinder wollten auch gar nichts fressen.
Auch ein Nager hat Darmperistaltik. Gerade die wird ja durch das MCP auch verstärkt. Dazu fressen sie immer noch Kot. Die einzigen Röntgenbilder, wo Nagermägen leer aussehen, sind die, wo eine Aufgasung den Mageninhalt verdeckt.
Also, genau beobachten und schauen, was dem individuellem Tier gut tut!






