Bela und die Zahnprobleme

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Alles, was hier im Forum speziell zu Krankheiten, Diagnosen, Medikamenten und deren Dosierungen zu finden ist, sind persönliche Erfahrungen, Tipps und Ratschläge.

Diese Tipps und Ratschläge ersetzen keinen Tierarztbesuch.

Es gibt sehr viele ernst zu nehmende Krankheiten, die man durch Eigenbehandlung/Eigentherapie noch verschlimmern kann.

Es ist daher wichtig, jede Medikamentenabgabe und Therapie unbedingt mit dem Arzt zu besprechen und gemeinsam nach der besten Lösung, für das jeweilige Tier zu suchen.

Also zieht bitte immer einen Tierarzt zu Rate. Selbstverständlich könnt Ihr die hier gegebenen Tipps und Ratschläge mit Eurem Tierarzt besprechen.
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daniii
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Bela und die Zahnprobleme

Beitrag von daniii » Fr 23. Apr 2010, 10:18

Hallo zusammen :)

ich wurde von MissMarple in einem anderen Forum auf dieses hier schon mehrfach aufmerksam gemacht und habe mich jetzt endlich mal selbst hier angemeldet. Mich und meine zwei Wutzen werde ich auch noch vorstellen, aber da mein Laptop gestern die Grätsche gemacht hat, komme ich im Moment nicht an meine Bilder …

Ich will die Gelegenheit dann aber trotzdem gleich nutzen und unsere Geschichte erzählen, die Geschichte von mir und meinem Zahnschwein Bela, und von all den Fehlern, die anfangs (leider) von mir und fast durchgängig von Tierärzten gemacht wurden … Da ich inzwischen an dem Punkt bin, wo ich glaube, auf dem bisherigen Behandlungsweg nicht mehr rausholen zu können als das, was wir bis hierhin erreicht haben (vielleicht bin ich auch nur zu ungeduldig?), versuche ich nun, Alternativen zu finden. MissMarple ist mir da schon eine große Hilfe. Ich versuche die Geschichte möglichst kurz zusammenzufassen, weil wir inzwischen seit fast einem Jahr kämpfen und das alles mehrere Seiten füllen würde, das will ich hier keinem zumuten :hehe: Bela ist inzwischen geschätzte 7 Jahre alt (er ist ein Tierheimtier, wurde seinen früheren Besitzern vom Ordnungsamt weggenommen, total vermilbt und abgemagert; bei mir ist er seit Mai 2005) und hat zu Beginn des Zahndramas 1100 Gramm gewogen.

Pfingsten 2009: Bela hatte recht unvermittelt das Fressen eingestellt, ein unterer Nagezahn war abgebrochen; im Notdienst wurden beide unteren Frontzähne mittels Zange auf eine „Länge“ (etwa 1 mm) abgeknipst. In der darauffolgenden Woche wurden die Backenzähne in Narkose untersucht, da Bela immer noch nichts fraß. Und zwar absolut nichts, er wurde von mir mit CC, Schmelzflocken und Karottenbrei ernährt. Der einzige Befund war eine Verletzung der Maulschleimhaut, er bekam dann Metacam und AB, fraß aber auch nach Abheilen der Verletzung nicht. Außerdem wuchsen die unteren Zähne wochenlang nicht nach. Als sie dann endlich nachwuchsen, war der rechte doppelt so dick wie vorher, gelb verfärbt und so stark nach links geneigt, dass der linke Zahn von unten gegen ihn wuchs. Durch das Nichtfressen verschlechterte sich natürlich auch der Zustand der Backenzähne, die wurden zu lang und bildeten zum Teil Zahnspitzen. Das wurde dann "fachmännisch" :roll: regelmäßig mittels Backen- und Kieferspreizer und einem sogenannten Kaninchenbesteck korrigiert. Ohne Narkose. Und Bela wollte immer noch nicht fressen oder nur kaum. Jedes einzelne Pellet, jedes einzelne Blättchen Petersilie, das er mal genommen hat, war Grund für einen nationalen Feiertag. Heu hat er komplett verweigert. Das ging monatelang so. Mir wurde von tierärztlicher Seite inzwischen gesagt, dass es "in Ordnung wäre, wenn ich ihn jetzt einschläfern lassen würde, weil es mir zu viel wird". Ich wollte den kleinen Mann aber nicht aufgeben. Weil ich die ganze Zeit das Gefühl nicht loswurde, dass man mehr für Bela tun könnte und dass all die TÄ, denen ich Bela vorgestellt hatte, nur nicht genügend Ahnung hatten.

Im September bin ich dann 400 km weit zu Dr. Schweigart gefahren – als letzte Hoffnung und allerletzten Versuch. Seine Diagnose: Die unteren Frontzähne durch das Abknipsen irreparabel geschädigt und nahezu unbrauchbar; die Backenzähne eine einzige Ruinenlandschaft aus abgekippten, schräg stehenden, zu langen Zähnen. Und das Beste: einer war zu viel. Möglicherweise eine Mutation aufgrund einer vorangegangenen Wurzelschädigung durch die "professionelle" Behandlung durch die anderen TÄ :sauer: Der überzählige Zahn hatte einen anderen abgedrängt, der wiederum in die Zunge eingewachsen war. Das haben vier Tierärzte, von denen mir zwei als Nagerspezialisten vorgestellt wurden, übersehen. Der Mutantenzahn wurde in einem 40-minütigen Eingriff gezogen. In der Woche danach ging es Bela so schlecht, dass ich dachte, ich muss ihn gehen lassen. Aber er hat sich berappelt und ist wieder aufgestanden. Und hat gaaaaanz langsam angefangen zu fressen. Von der körperlichen Konstitution wirkte er aber recht wackelig und litt unter Verdauungsstörungen, die sich in Kotabsatzschwierigkeiten äußerten; keine Verstopfung, sondern eher eine verlangsamte Darmpassage.

Schweigart-Termin Nr. 2 (Oktober): Bela büßte den unteren Nagezahn, der gegen den anderen gewachsen ist, aufgrund einer eitrigen Wurzelentzündung ein. Das Ding kippte beim Abschleifen einfach raus, die Wurzel komplett zerfressen und stinkend. Aber: In der Folgezeit klappte es mit dem Fressen ein bisschen besser, Bela startete auch erste zaghafte Heufressversuche.

Termin Nr. 3 (Oktober): Der Backenzahn, der in die Zunge eingewachsen war, hatte sich durch eine Entzündung in drei Teile zerfasert und wurde daher auch gezogen.

Termin Nr. 4 (November): Diesmal hatte sich ein Zahn neu gebildet und wurde – da laut Schweigart unbrauchbar – auch entfernt.

Termin Nr. 5 (Dezember): Zahlreiche Entzündungen der Maulschleimhaut durch Zahnspitzen.

Termin Nr. 6 (Januar): Eine Zahnbrücke, die die Zunge verletzt hat. Der noch stehende untere Nagezahn wackelte.

Termin Nr. 7 (Januar): Keine Veränderungen, erneute Brückenbildung und Zahnspitzen.

Termin Nr. 8 (Februar): Der einzeln stehende untere Nagezahn musste aufgrund einer Entzündung auch entfernt werden. Bela hat seitdem unten keine Nagezähne mehr. Aber: Das Fressverhalten hat sich schlagartig verbessert. Heu wird unter Zuhilfenahme der Zunge eingezogen, Frischfutter wird gewürfelt und/oder gesparschält gefressen. Dazu gibt es Hafer-, Dinkel- und Erbsenflocken, damit Schwein endlich mal zunimmt. Mit seinen inzwischen 912 Gramm ist er nämlich nur noch Haut und Knochen. Und: Die Backenzähne sahen passabel aus, so dass das Behandlungsintervall von drei auf vier Wochen erhöht wurde.

Seitdem hatten wir zwei weitere Termine in Holzwickede, der Stand ist jedesmal der gleiche: Die Backenzähen müssen geschliffen werden, das Loch von dem zweiten unteren Nagezahn heilt nicht ab, weil sich immer wieder Knochen- und/oder Zahngewebe nach oben schafft, es ist immer mal wieder „ein Tröpfchen“ Eiter drauf.

Er bekommt Rimadyl und Traumeel und wird nach wie vor gepäppelt, weil er trotz allen Appetits einfach nicht genügend selbst frisst. Ich will nun versuchen, ihn vom CC endlich zu entwöhnen, da ihm das langfristig wohl eher geschadet hat, auch wenn man das in Holzwickede anders sieht. Dass er nicht zunimmt, wird eher auf das wenige Fressen wegen der Entzündung des Zahnlochs zurückgeführt. Ich weiß es einfach nicht, ich hab selbst inzwischen so viele unterschiedliche Ansichten zum Thema CC und Päppeln gelesen und gehört, dass ich bald gar nichts mehr weiß. Da sich aber seit Februar an Belas Situation nichts mehr ändert und er einfach nicht zunehmen will, sondern grundsätzlich sogar eher zum Abnehmen tendiert, obwohl er die meiste Zeit besser frisst als in den ersten acht Monaten, sehe ich unsere einzige Chance momentan in einer Umstellung des Päppelbreis.
Gar nicht zu päppeln kommt leider nicht infrage, da er dann sofort Gewicht einbüßt. Momentan hat er noch Würmer, die eine Gewichtszunahme vermutlich auch verhindern. Und vermutlich auch mitverantwortlich sind für den Matschekot. Dafür gibt’s bis Samstag noch Panacur.

Bela selbst ging es bis gestern soweit recht gut, er war munter, neugierig, aufgeweckt, ist durch den Auslauf geflitzt und hat nach Futter gebettelt wie ein Weltmeister. Aktuell, also seit gestern, stelle ich leider eine Verschlechterung insofern fest, dass er rapide Gewicht verliert. Von dem bisher gehaltenen Gewicht von 910 bis 930 Gramm ist er innerhalb von 24 Stunden auf 883 eingebrochen. Das ist bisheriger Tiefstand, so wenig hat er noch nie gewogen. Er will fressen, ist auch weitgehend munter, aber heute Morgen hat er nach zwei Gurkenstreifen aufgegeben. Er verhungert mir einfach weg. An den Zähnen kann es eigentlich nicht liegen, da die erst vor einer Woche geschliffen wurden. Und wenn er kaut, sieht das eigentlich auch halbwegs gut aus. Auch das Einziehen klappt. Ich sitze jetzt hier und weiß nicht, was die Ursache ist und was ich noch weiter machen kann. Es kann natürlich an den Würmern liegen, ich werde auch noch mal eine Kotprobe untersuchen lassen. Aber ich habe auch richtig Angst, dass Bela jetzt nach der langen Zeit einfach schlapp macht … :heul:

Puh, das war sie also, Belas Geschichte in Kurzfassung – danke fürs Lesen :lieb:
Gurkenschnippler von Lisa (21.08.2015) und Jabberwocky (17.08.2012)

Unvergessen - Wuckel (1985 bis 31.12.1993) und die Uckel-Sippe (zwischen 1985 und 1994), Puschel (1993-1998) und Miranda (1993-1995), Paul (1992-1997), Frodo (1999-2004) und Sam (1999-2005), Merle (2003 bis 29.06.2010), mein Kämpfer Bela (2003 bis 11.09.2010) und viel zu früh Guybrush (20.09.2010 bis 05.07.2013), mein Herzschwein Buffy (26.05.2010 bis 05.02.2014), unsere Mamawutz Gwendoline (19.07.2009 bis 26.02.2014), mein Hoffnungssternchen Willow (29.06.2010 bis 31.05.2015) und mein Seelchen Vienna (01.05.2011 bis 10.10.2016)

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Re: Bela und die Zahnprobleme

Beitrag von Miss Marple » Fr 23. Apr 2010, 10:28

:knuddel:
Panacur bewirkt auch Lust-und Appetitlosigkeit. Könnte es auch etwas daran liegen, dass er jetzt kaum frißt?

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Re: Bela und die Zahnprobleme

Beitrag von lapin » Fr 23. Apr 2010, 10:33

Ohjeee, das nenn ich aber nen harten Kampf...und ich bin mir sicher, wenn ihr so weit gekommen seid, dann kommt ihr auch noch wesentlich weiter :daum:.

Zu dem entfernen der Zähne gibt es hier etwas im Kaninchenbereich: https://www.tierpla.net/gesundheit-kaninchen/schneidezahne-bei-fehlstellung-entfernen-t5084.html" onclick="window.open(this.href);return false; und anhand deines Berichtes ist auch zu erkennen, dass er sehr gut damit umgehen kann :top:!
Mit den oberen Zähnen hatte er aber nie Probleme, sondern nur mit den unteren richtig? Oder welche Zähne wurden alle schon "fachmännisch" gekürzt?

Ich wollte mal fragen, wie denn dein Päppelbrei so aussieht?
Welche Zutaten und bietest du Abwechslung an?

Was fütterst du sonst so (habe was von Pellets gelesen, wie frisst er die aufgeweicht?)?

Wie bietest du ihm dieses Futter an? Ich hab was von GurkenSTREIFEN gelesen...alles in Streifen?
Kann er Gras normal fressen?
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Re: Bela und die Zahnprobleme

Beitrag von schweinsnase77 » Fr 23. Apr 2010, 10:45

Hört sich verzwickt an....

Aber ich Löcher dich jetzt erstmal noch nen bischen :pfeif:


Wann würde die letzte Röntgenaufnahme vom Kiefer gemacht? Wann das letzte Blutbild?

Ist die Schmerzmitteldosis mal erhöht wurden?

Kannst du ihm Kräuterbrei anbieten?


@Miss marple: bekommst du eigentlich Provision? :lol:
Mit freundlichen Grunzern

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Re: Bela und die Zahnprobleme

Beitrag von Doro » Fr 23. Apr 2010, 11:17

Du kannst versuchen dem kleinen Kerl das komplette Futter zu raspeln, ich hab hier den Super-V-Hobel, ich kann nur sagen der ist klasse.

Ich weiß von meinem TA her dass Critical Care nur lebenserhaltend ist und vor allem auch nur für einen gewissen Zeitraum als Päppelbrei geeignet sein soll. Da Critical Care den Magen sehr schnell füllt und das Schweinchen schnell ein Sättigungsgefühl bekommt fehlen natürlich auch Kalorien. Im Normalfall würde ich schreiben misch eingeweichte Loftys drunter, aber soviel kann der kleine Kerl auch nicht davon essen als dass er zunehmen würde.

Aber, und ich hoffe ihr seit mir jetzt nicht böse, ich hab da mal eine ganz andere Frage. Ist es normal dass alle Schweinchen, die in Holzwickede in Behandlung sind, über einen sehr langen Zeitraum AB bekommen, dass Zähne gezogen werden, dass sich immer und immer Abzesse bilden und die Tiere hinterher entweder Würmer, Hefepilze und sehr oft noch Blasenentzündungen bekommen? Die Frage ist nicht böse gemeint, aber bei ca. 85% von den Schweinchen die dort in Behandlung sind lese ich immer wieder das Gleiche.

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Re: Bela und die Zahnprobleme

Beitrag von Isa » Fr 23. Apr 2010, 11:37

Meine Güte was für ein langer Leidensweg. :schnief:
Aber ich finde es ganz große Klasse wie du dich für den kleinen Mann einsetzt und er solch einen Kampfgeist zeigt! :top:

Was mir so in den Kopf schoss..... Wurde denn mal der Kieferknochen untersucht / geröntgt ob er angegriffen ist?

Ach irgendwie muss ich mich Doro anschließen... ich lese -vor allem in letzter Zeit und nicht nur hier- sehr viel von dem TA in Holzwickede. Von ewig langen AB Gaben, von Verdauungs- und/oder Blasenproblemen die (durch die Dauer-AB-Gabe?) auftreten. :?
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Re: Bela und die Zahnprobleme

Beitrag von schweinsnase77 » Fr 23. Apr 2010, 11:43

@Doro: ich bin mir was Holzwicke betrifft auch nicht sicher. Entweder wird die Praxis (wie sehr viele Spezialisten meiner Meinung nach) einfach überschätzt oder es ist wirklich so, dass da überwiegend die Superhärtefälle landen.... :hm:

Mein Tierarzt ist zwar Spezialist für Katzen und Hunde, aber zumindest hat er Cappuccino wieder (wenn auch mit meiner Hilfe udn meiner Ignoration :lol: ) wieder hinbekommen.

Ich sollte namlich auch päppeln allerdings mit Rodi Care. Ich hab ihm statdessen (und er ist arg im Gewicht gefallen) einfahc zwei Kräutertöpfe hingestellt. Irgendwann hat er sich dann sichtlich mühsam auf den Rand der Töpfe gewuchtet. Aber in dem Augenblick wußte ich er schafft es :lieb:
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Re: Bela und die Zahnprobleme

Beitrag von Doro » Fr 23. Apr 2010, 11:47

Mensch Isa, da sagst du was.

Ist denn mal anhand von einer Blutuntersuchung festgestellt worden ob Vitamine und Mineralstoffe gespalten werden können. Mein Benny kann es nicht so richtig, deshalb hat er einen deutlich höheren Vitamin- und Nährstoffverbrauch wie meine anderen Schweinchen. Bei Benny brechen in unregelmäßigen Abständen die oberen Schneidezähne ab. Mittlerweile haben wir das aber ganz gut im Griff.

Bei Nikita ist der Oberkiefer durch eine nichtbehandelte Entzündung stark in Mitleidenschaft gezogen, dass heißt Nikita hat nur noch kleine, braune Stumpen als obere Schneidezähnchen, womit sie aber sehr gut lebt. Der Kiefer ist zwar ein wenig verformt aber Schmerzen oder gar eine Entzündung hat sie keine.

Bei Bruno, der leider Anfang des Jahres an Krebs verstorben ist, haben wir einen entzündeten Backenzahn entfernen lassen müssen. Wär diese nicht entfernt worden hätte sich die Entzündung auf den kompletten Kiefer ausgeweitet.
Bruno hier mal nach der OP:
Bild

Lass auf jeden Fall mal den Kiefer röntgen, nicht dass irgendwo noch eine Entzündung oder gar ein Zahnsplitter sitzt.

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Re: Bela und die Zahnprobleme

Beitrag von Miss Marple » Fr 23. Apr 2010, 12:40

schweinsnase77 hat geschrieben:@Doro: ich bin mir was Holzwicke betrifft auch nicht sicher. Entweder wird die Praxis (wie sehr viele Spezialisten meiner Meinung nach) einfach überschätzt oder es ist wirklich so, dass da überwiegend die Superhärtefälle landen.... :hm:
Sehe ich genau so! Ich habe inzwischen schon ein paar Leute dazu gekriegt, sofort nach den ersten Zahnsymptomen nach Holzwickede zu fahren. 2, max. 3 Behandlungen haben gereicht. Wenn dann überhaupt noch regelmäßige Korrekturen fällig werden, macht das der Haustierarzt, oft auch nach persönlichem Gespräch mit Schweigart.
Die überwiegende Zahl der Zahnschweinchenhalter nimmt die Strecke erst sehr, sehr spät auf sich, wenn es gar nicht mehr geht. Dann ist durchs Päppeln, oft auch durch das Bene Bac, meist auch schon die Darmflora gekippt, das Immunsystem geschwächt, Entzündungen und andere Erkrankungen haben ein leichtes Spiel.

@Doro: Loftys beim Krankschwein? Damit haben ja gesunde Därme schon ihre Problemchen. :grübel:

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Re: Bela und die Zahnprobleme

Beitrag von Doro » Fr 23. Apr 2010, 12:59

Sehr viele Schweinchenhalter, auch wenn sie es nicht zugeben, füttern eben Loftys oder die sogenannten Böller als Leckerchen. Und, es wird von den meisten Schweinchen eben gerne gefressen. Ich hab schon so manches mal, wenn eins meiner Schweinchen wirklich das Fressen eingestellt hat, lieber zu aufgelösten Loftys gegriffen wie zu CC. Und ganz ehrlich, wenn die Hoffnung besteht das Schweinchen zu retten ist es mir egal ob CC, Rodicare, Loftybrei oder Dental Aid gefüttert wird, hauptsache es frisst.

edit:
Aber auch wenn die Tiere frühzeitig in Holzwickede in Behandlung sind wird dort mit Bene Bac und Päppelbreien ohne Ende gearbeitet. Da werden sogar Päppelbreie aus Zwieback empfohlen, den ich, wenn persönlich schlimmer finde wenn ein Schweinchen es nicht kennt wie Loftys.

Mich irritieren eben nur so ein paar Sachen an der Praxis. Zum einen soll es dort keine Sprechstundenhilfe geben, das Röntgengerät ist schon seit Monaten kaputt, Termine gibt es gar nicht, man muss warten bis man dran ist, teilweise bis spät abends. Oft wird, ohne das Tier vorher nochmal zu sehen, am Telefon eine andere Medikamentierung durchgegeben. Oder es kann angerufen werden, die Erkrankung wird geschildert und dann wird eine Ferndiagnose gestellt mit Medikamenten die man sich dann eben in einer anderen TA Praxis besorgen soll. Ich hoffe du verstehst was ich meine, ich kenn es eben nicht so sondern anders.
Zuletzt geändert von Doro am Fr 23. Apr 2010, 13:07, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Bela und die Zahnprobleme

Beitrag von Miss Marple » Fr 23. Apr 2010, 13:07

Ich habe ja früher auch "gutes Trockenfutter" und CC gegeben. Klar, war schön, dass Krankschwein überhaupt gefressen hat, aber die langfristigen Folgen, speziell bei Lea mit ihrem dadurch megaempfindlichen Darm - für sie hat es mehr geschadet als genutzt.
Beim letzten Mal als sie das Fressen eingestellt hat, hat sie aber letzten Endes doch noch auf Katzengras reagiert. Das war mir 1000 Mal lieber, als Böller & Co.

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Re: Bela und die Zahnprobleme

Beitrag von daniii » Fr 23. Apr 2010, 13:59

Ui, so viele Antworten schon :shock: Danke!!! Ja, ein harter Kampf ist es wirklich … Da fällt es mir auch zunehmend schwerer, noch zu hoffen – danke euch für den Zuspruch :lieb:

Zu den Fragen, ich hoffe, dass es mir gelingt, alle zu beantworten:
Die oberen Schneidezähne haben keine Probleme gemacht, die müssen jetzt eben nur alle zwei bis drei Wochen abgeschliffen werden, weil sie ja keine Gegenspieler mehr haben. Bei den Backenzähnen liegen die Hauptprobleme auch im unteren Bereich, sowohl der Mutantenzahn als auch der Zungenverletzer waren unten. Die Brücke natürlich auch. Oben bilden sich "nur" regelmäßig Spitzen, was am fehlenden bzw. ungenügenden Abrieb liegt. Was von den sogenannten Nagetierspezialisten alles im Einzelnen gekürzt wurde, weiß ich leider nicht genau. Abgeknipst wurden definitiv mindestens zwei untere Backenzähne (auf der Seite, wo dann auch die Mutation entstand), ansonsten wurde immer hier mal, dann da mal, dann dort mal gefeilt :roll: Oben und unten.

Päppelbrei war bisher CC mit Schmelzflocken, phasenweise gestreckt mit Karottenbrei. Dass das dem Tier langfristig eher schadet als nutzt, habe ich inzwischen auch mitbekommen. Der Versuch mit gemustem Frischfutter ist leider gescheitert. Nun will ich umstellen auf einen selbstgemachten Brei aus Heu, Kräutern und Gemüsigem, warte noch auf ein paar Zutaten.

Sonstige Fütterung: es gab letztes Jahr immer die Oxbow Healthy Guinea Pig Pro Pellets, die hatte ich immer beim TA geholt. Die werden aber inzwischen von beiden Schweinchen verschmäht. Sonstiges TroFu gibt es nicht (mehr), ich biete im Moment allerdings als Dickmacher noch eine Mischung aus Haferflocken, Dinkelflocken, Erbsenflocken, Ackerbohnenflocken, Johannisbrot, Maisflocken, Karottenstreifen und Spinatstielen an. Aufgeweichte Pellets hat er immer verweigert.
Ich muss dazu sagen, dass Bela schon immer ein sehr mäkeliger Esser war. Ich vermute, dass er bei den Vorbesitzern nur TroFu und Gurke bekommen hat, denn das war das einzige, was er anfangs bei mir überhaupt essen wollte. Nach und nach kam dann zwar mehr dazu, aber er bleibt ein „kenn ich nicht – ess ich nicht“-Schweinchen mit einem sehr eingeschränkten Speiseplan: Gurke, Paprika (gelb und rot), Möhren, Möhrengrün, Salat (Endivie, Romana, Eisberg), Apfel, Kohlrabiblätter, Löwenzahn. An Kräutern nimmt er ausschließlich Petersilie. Er frisst außerdem getrocknete Brennessel und manchmal getrockneten Spitzwegerich. Als Heu gibt es Timothy-Heu und ein Löwenzahnkräuterheu. Dazu biete ich regelmäßig mit an (weil Merle es mag und frisst): Fenchel, Banane, Stangensellerie - in der Hoffnung, dass Bela sich mal überwindet. Ich hoffe, ich hab nichts vergessen :crazy:

Das Frischfutter gibt es zurzeit in Streifen (also mit dem Sparschäler geschnitten) und das Innere der Gurke gewürfelt. Der Salat in mundgerechte Stückchen gerupft.

Gras frisst Bela gar nicht, hat er noch nie :hm: Egal wie oft ich es anbiete. Für Merle ist das Weihnachten und Ostern auf einen Tag, aber Bela rührt es nicht an.

Zu den anderen Fragen:
Bei Schweigart wird grundsätzlich nicht geröntgt (ich glaube, die haben auch gar kein Röntgen). Die letzte Aufnahme ist von einer Tierklinik hier im August gemacht worden mit der Diagnose "das könnten entzündliche Prozesse sein" und der Prognose "schlecht, weil Zahngeschichten bei Meeris nie gut ausgehen". Ob der Kieferknochen angegriffen ist, weiß ich also nicht. Das Loch von dem einen unteren Nagezahn heilt aber unter anderem deswegen nicht gescheit ab, weil sich ständig irgendwelche Knochen- und Zahngewebestückchen hochschaffen, bisher sind etwa fünf oder sechs solche Stückchen rausgeholt worden. Ein Blutbild hat noch nie jemand bei Bela gemacht. Auch nicht, wenn ich danach gefragt habe, weil angeblich alle seine gesundheitlichen Probleme von den Zähnen, sprich: vom Fressverhalten herrühren. Die Schmerzmitteldosis soll ich nicht erhöhen, laut Frau Hackert bekommt er schon die höchste Dosis (1/5 Tablette Rimadyl 20 mg pro Tag).

Das mit dem Kräuterbrei will ich jetzt versuchen, habe schon eingekauft und auch Trockenkräutermischungen bestellt, sobald die da sind, wird gemahlen und gepanscht. Ich hoffe, dass ich ihn darüber vielleicht auch dazu bringen kann, auch mal frische Kräuter zu mampfen.

Und zu deinen Fragen, Doro:
Das mit dem Raspeln werde ich wohl auch noch mal probieren, bisher wollte er das nicht, aber das war beim Gespargeschälten am Anfang ja auch so. Super-V-Hobel wird auf Einkaufszettel notiert, vielleicht klappt das auch besser als mit dem scheppen Ding, das ich hier habe. Mal ne dumme Frage: Böller kenne ich ja, aber was sind denn Loftys? :grübel:
Dass CC eigentlich nur lebenserhaltend ist, davon bin ich auch ausgegangen. Mir haben aber immer alle TÄ, sobald ich Zweifel geäußert habe, gesagt, ich soll weiter damit päppeln, solange Bela nicht genug selbst frisst. Inzwischen bezweifle ich das ja auch massiv, dass das so sinnvoll war, aber ich wusste letztes Jahr so vieles noch nicht … Es wäre sonst sicher für Bela einiges besser gelaufen.

Zu deiner anderen Frage und den anderen "Holzwickede-Kritikern": Natürlich bin ich nicht böse ;) Ich trau ja inzwischen selbst keinem TA mehr. Ich kann das natürlich jetzt auch nur von meinem Erfahrungshorizont her beantworten, ich kenne auch nur eine Handvoll anderer Schweigartpatienten. Also, mein subjektiver Eindruck:

AB: Bela selbst hat nach der Entfernung des Mutantenzahns 14 Tage AB (Cotrim-E) bekommen, dann nach einer Woche Pause noch einmal 14 Tage Baytril, nachdem der eine Nagezahn, der auf Eiter saß, rausgekippt ist. Das war im Oktober letztes Jahr. Seitdem hat Bela kein AB mehr bekommen, die Entzündung in dem Zahnloch behandeln wir mit Traumeel und Gingisan, die Verletzungen der Maulschleimhaut wurden mit Mucosa Comp. behandelt.

Zähne ziehen: Bela hat drei Zähne gezogen bekommen, einer ist ausgefallen, und einmal wurde so ein halber neu gebildeter Zahn entfernt. Von den gezogenen saßen zwei so locker, dass sie widerstandslos entfernt werden konnten, lediglich der Mutantenzahn war aufwendig. Wurde allerdings auch nicht operiert, so wie Bruno, sondern langsam (40 Minuten lang) gezogen, also außen gab es überhaupt keine Wunde. Und den einzelnen unteren Nagezahn wollte Schweigart eigentlich retten, der hat wochenlang gewackelt und wurde daher extrem kurz gehalten, um ihn nicht zu belasten und ihm die Chance zum Festigen zu geben. Hat leider nicht geklappt, stattdessen hat sich eine eitrige Entzündung drum herum gebildet, so dass er dann doch gezogen wurde. Ich selbst weiß jetzt von niemandem sonst, wo Zähne gezogen wurden, die anderen waren eigentlich auch eher überrascht, dass Bela so viele Extraktionen hatte. Schweigart steht wohl in dem Ruf, Zähne eher erhalten zu wollen, und den Eindruck hat es auf mich – trotz Belas Geschichte – auch gemacht.

Abszesse: Schwierig. Wir selber hatten noch keinen (und ich hoffe, das bleibt auch so :bet: ), ich weiß aber von Fällen, wo sich immer wieder neue Abszesse bilden, allerdings nicht nur bei Schweigartpatienten.

Hefen und Würmer: Da habe ich mir ehrlich gesagt auch schon so meine Gedanken gemacht. Ich habe meine beiden aktuellen Schweinchen seit 2004 bzw. 2005, und wir hatten NIE irgendwelche Darmparasiten. Jetzt haben wir Würmer. Bei Merle sind sie wieder weg, aber Bela hat sie noch. Und ich weiß von anderen, wo bestimmte Darmparasiten immer wieder auftreten, obwohl Gemüse gründlich gewaschen wird und die Haltung absolut sauber ist. Ich selber bin eigentlich immer von einer Anfälligkeit aufgrund der zahnbedingten Fehl- bzw. Mangelernährung ausgegangen, gerade bei langfristigen Geschichten. Ich könnte mir vorstellen, dass die meisten Zahnschweinchen eben einfach keine langfristigen Patienten sind, sondern aufgrund von (sorry) Inkompetenz oder Überforderung wesentlich früher eingeschläfert werden, so dass bei anderen TÄ diese Parasitenproblematik seltener auftritt :hm:

Ich bin bei einigen Dingen in Holzwickede skeptisch und fühle mich manchmal auch ziemlich allein gelassen, aber Tatsache ist, dass Schweigart der erste TA war, der überhaupt eine Verbesserung von Belas Zustand erreicht hat. Und ich bin überzeugt, dass Bela inzwischen tot wäre, wenn ich nicht dorthin gefahren wäre. Und das alles nur halb so schlimm gewesen wäre, wenn mir schon im Juni oder Juli ein TA gesagt hätte, dass es da in Holzwickede einen Spezialisten gibt. Vielleicht wäre ich nicht sofort gefahren, aber ich wäre deutlich früher hin als erst im September. Die Dinge, die ihr ansprecht, sind mir zum Teil auch schon durch den Kopf gegangen, aber ich kann einen möglichen Zusammenhang nicht wirklich beurteilen. Ich hoffe, du/ihr könnt was mit meinen Eindrücken anfangen.

Ansonsten: Es ist richtig, dass es keine Sprechstundenhilfe gibt, aber Termine gibt es. Es gibt offene Sprechstunden und Terminsprechstunden. Ich zum Beispiel gehe nur mit Termin hin, da allein für die 800 km Autofahrt genug Zeit draufgeht, da will ich nicht noch stundenlang im Wartezimmer sitzen. Soweit ich weiß, werden die Zahnkorrekturen sowieso nur mit Termin gemacht, weil es einfach auch länger dauert. Ich bin meistens um die Mittagszeit dort, wenn andere TÄ Pause haben, und ich weiß, dass die zum Teil bis spätabends in der Praxis sind. Zur Medikamentationsänderung und Ferndiagnosen kann ich aus persönlicher Erfahrung nichts sagen, weil ich mit sowas selbst sehr vorsichtig bin. Einmal wurde mir per Telefon eine Dosierung für Atropin durchgegeben, weil Bela permanent gespeichelt hat, ein anderes Mal wurde mir eine AB-Dosierung genannt, als die Entzündung kurz nach dem Termin deutlich schlimmer wurde und geeitert hat. Beide Male habe ich abgewartet und bin dann letztlich ohne die Medikamente ausgekommen. Allerdings ist es natürlich auch so, dass ich im Notfall eben nicht mal schnell nach Holzwickede kann, sondern auf die TÄ hier vor Ort angewiesen bin, und in so einem Fall rufe ich zur Sicherheit lieber noch in Holzwickede an, bevor hier wieder einer an meinem Tier rumpfuscht …

Ich war übrigens eben in der Mittagspause zuhause und kann zumindest mal vermelden, dass es Bela nicht körperlich schlecht geht. Er kam direkt vorgelaufen, hat angefangen am Löwenzahnheu zu mümmeln und hat sich auch ein bisschen Apfel und Gurke aus seinem Napf genommen. Und Merle bebrommselt. Aber irgendwas muss sich ändern, auf dem bisherigen Weg kommen wir nicht weiter.

(Jetzt hab ich schon wieder so einen mordslangen Text geschrieben ... :schäm: )
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Re: Bela und die Zahnprobleme

Beitrag von lapin » Fr 23. Apr 2010, 14:27

So...alles gelesen :jaja:!

Also das mit dem Päppelbrei ist ganz richtig das du das änderst...
Heu- und Kräutersud paar gemahlene Haferflocken mit rein und ruhig guten Apfelpams!!

Hast du denn nen gemischten Haufen frische Kräuter angeboten, wo du beobachten konntest, dass er sich da nur Petersilie rauszieht oder gibst du immer mal einzeln eine Kräuterart rein?

Das er gar kein Gras frisst find ich arg merkwürdig, wenn er doch Petersilie frisst...er frisst es partout nicht? Egal wie du es ihm anbietest? Zerkleinert oder aus der Hand?
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Re: Bela und die Zahnprobleme

Beitrag von schweinsnase77 » Fr 23. Apr 2010, 14:33

Ich würde auf jeden Fall mal ein Röntgenbild machen lassen um zu sehne was im Kiefer los ist und wo die Teile immer wieder herkommen. Gerade wenn Eiter da ist ist das ja nen eindutiges zeichen auf ne Entzündung. Deshalb auch meine frage nach dem Blutbild um eventuelle Entzündungsparameter zu sehen.

Wie lange gibst du das Schmerzmittel schon? Eventuell wäre es zeit mal den Wirkstoff zu wechseln, da der körper sich ja an den Wirkstoff gewöhnt und auf Dauer mehr Wirkstoff braucht.

Wegen dem Kräuterbrei: Es gibt wohl einige die gerad für die Mundschleimhazt und Wundheilung extrem günstig sind...aber da müssen die kenner ran, ich bin botansicher Tiefflieger :pfeif:
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Re: Bela und die Zahnprobleme

Beitrag von lapin » Fr 23. Apr 2010, 14:45

https://www.tierpla.net/heilkrauter/heilkrauter-fur-ratten-hamster-mause-und-t15.html" onclick="window.open(this.href);return false; ein bisschen was findet man hier ;)!
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Re: Bela und die Zahnprobleme

Beitrag von Doro » Fr 23. Apr 2010, 14:55

Wegerich ist wohl sehr gut für die Mundschleimhaut. Das ist das was mir jetzt so einfällt.

Was mir noch durch den Kopf gegangen ist, vermeide vielleicht erstmal alles was Säure enthält. Apfelsäure kann, wenn eine offene Wunde vorhanden ist, zu einem Brennen im Mundraum führen. Was du noch machen kannst ist ihm immer wieder frische kräuter anbieten, von Dill über Basilikum bis hin zur Pertersilie. Mag der denn Löwenzahn? Den könntest du z.B. rollen wie Sushi, dann ist er dicker und kann besser von den Backenzähnen erfasst werden. Endiviensalat eignet sich auch bestens zum Rollen. Gemüsebrei wurde hier immer verschmäht, geraspelt dagegen sehr gerne gefressen.

Loftys sind übrigens diese Kissen von der Firma Vita*****. Qasi Böller in Kissenform.

Ein Röntgenbild würde ich auch alle Fälle auch machen lassen, ich weiß nicht wo du her kommst aber hier bei uns liegt eine Röntgenuntersuchung bei knappen 20 Euro. Eine Blutuntersuchung bei 28 Euro, aber mit allem drum und dran.
Ich drück dem kleinen Kerl ganz dolle die Daumen und bekanke mich dass du alles so genau beantwortet hast.

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Re: Bela und die Zahnprobleme

Beitrag von daniii » Fr 23. Apr 2010, 15:04

@ lapin: Apfelpams? Geriebenen Apfel? Oder so Babyapfelbrei? Kräuter habe ich bisher immer nur einzeln oder zwei Sorten auf einmal angeboten. Wenn ich ihm was anderes als Petersilie gebe, rührt er das nicht an. Vor Dill läuft er sogar weg und verkriecht sich im Haus ...
Das mit dem Gras finde ich auch sehr merkwürdig, ich dachte bisher auch immer, Schweinchen, die kein Gras fressen, gibt es nicht. Aber er hat es auch schon vor der Zahngeschichte nicht genommen. Entweder er ignoriert es völlig, oder er nimmt einen Halm und lässt den Rest liegen. Ich fange die Tage wieder mit Gras an und versuche mein Glück weiter, aber bisher hatte ich keinen Erfolg, auch nicht aus der Hand oder ins Heu gemischt ...

@ schweinsnase77: Das Schmerzmittel bekommt Bela seit September. Von einem Wechsel wurde mir bisher abgeraten, weil die anderen Schmerzmittel (z.B. Metacam) wohl zu sehr auf den Magen gehen.
Ich muss mich mal schlau machen, ob ich eine Praxis finde, die Dentalröntgen hat, sinnvoll wäre das bestimmt.

@ Doro: Danke, ich versuche es weiter mit dem immer wieder Anbieten. Ja, Löwenzahn findet er toll, den kriegt er auch prima eingezogen, da bin ich ganz stolz auf ihn. Die Preise sind hier ähnlich, aber das spielt für mich eh nicht wirklich eine Rolle, weil ich letztes Jahr ein Vermögen für die Wutzen ausgegeben habe (Merle hatte noch einen Blasenstein und einen Tumor), und inklusive Spritkosten bin ich in Holzwickede schließlich auch jedesmal 100 Euro los, da wirds am Röntgen und einer Blutuntersuchung auch nicht scheitern ;)
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Re: Bela und die Zahnprobleme

Beitrag von lapin » Fr 23. Apr 2010, 15:10

Apfel sollte nicht durch evtl brennen im Mundraum vermieden werden...Apfel ist ein kleines Wunderobst, was schnell unterschätzt wird! Siehe: https://www.tierpla.net/pflanzen-f393/apfel-fordern-die-verdauung-t5259.html" onclick="window.open(this.href);return false;
Mit Apfelpams mein ich zu Mus verarbeiteter ROHER Apfel ;)!

Kräuter solltest du ruhig eine größere Auswahl anbieten, er wird sich das rausziehen, was er momentan am meisten benötigt...

Zieht er sich prinzipiell das Löwenzahn raus, wenn du es zusammen mit Gras anbietest?

Wie sieht es denn mit Möhrengrün aus?

Zahnprobleme deuten meist auf Kalziummangel hin...da er Petersilie und Löwenzahn bevorzugt, beweist das er auch extremen Bedarf verspürt....in diese Richtung sollte man mehr Unterstützung leisten ;)!
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Re: Bela und die Zahnprobleme

Beitrag von daniii » Fr 23. Apr 2010, 15:20

Ja, aus einer Gras-Löwenzahn-Mischung nimmt er sich immer den Löwenzahn. Wie gesagt, wie es jetzt ist - nach dem ganzen Zahndrama - weiß ich noch nicht, weil ich dieses Jahr noch kein Gras gefüttert habe.

Möhrengrün frisst er auch sehr gerne, das muss ich nur klein rupfen, weil es zu lang ist und er ja nciht mehr abbeißen kann. Würde ja auch für deine Kalziummangeltheorie sprechen. Möhrengrün bekommt Bela allerdings immer extra, weil ich es Merle wegen des Blasensteins nicht mehr anbiete.
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Re: Bela und die Zahnprobleme

Beitrag von Miss Marple » Fr 23. Apr 2010, 17:06

Ich muss das hier mal einwerfen: ich bin ganz gerührt, dass Dani hier so guten Rat bekommt. :heul: Sie und Bela kämpfen nun schon so lange. Ich dachte mehr als einmal, auch bei den Giardien damals, jetzt gehts zu Ende, aber Bela hat sich schleunigst wieder berappelt.
Ich bin sooo froh über die vielen Infos für Daniela, die hier zusammen getragen werden! :freu:

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Re: Bela und die Zahnprobleme

Beitrag von daniii » Sa 24. Apr 2010, 11:09

Miss Marple hat geschrieben:Ich muss das hier mal einwerfen: ich bin ganz gerührt, dass Dani hier so guten Rat bekommt. :heul: Sie und Bela kämpfen nun schon so lange. Ich dachte mehr als einmal, auch bei den Giardien damals, jetzt gehts zu Ende, aber Bela hat sich schleunigst wieder berappelt.
Ich bin sooo froh über die vielen Infos für Daniela, die hier zusammen getragen werden! :freu:
Ja, das geht mir genauso, vielen lieben Dank an alle!!! Das hilft mir alles wirklich schon weiter!

Ich habe jetzt gestern noch mal Kräuter eingekauft und immer mal wieder angeboten - erstaunlicherweise frisst Bela auf einmal Dill :crazy: Naja, mich hat es gefreut. Basilikum ging allerdings gar nicht. Außerdem habe ich noch ein bisschen Sauerampfer gefüttert.
An sein gesparschältes Frischfutter geht er fast gar nicht mehr (heute wird geraspelt), das Gewicht tendiert weiter nach unten, und ich zermartere mir das Gehirn und überlege, was der Auslöser sein könnte :hm: Das einzige, was mir - abgesehen von den Würmern, von denen ich aber eigentlich hoffe, dass sie weg sind - einfällt, ist, dass Bela sich seit dem Wochenende mehr bewegt hat als sonst, also im Auslauf mehr geflitzt ist und auch mal Männchen gemacht hat ... Vielleicht zu viele Kalorien verbraucht? Aber das passt dann nicht zu der phasenweisen Appetitlosigkeit, es sei denn der Gewichtsverlust hat ihn so geschwächt ... Es waren immerhin etwa 30 Gramm in 24 Stunden.
Das Päppeln geht sehr schwerfällig, aber gleich fahre ich los und hole meine bestellten Trockenkräutermischungen ab und dann sage ich dem CC erstmal Adieu ...
Heute Morgen hat er nach dem Päppeln begeistert Dill und Petersilie gemampft, und wollte bei der Petersilie sogar unbedingt die unteren, dicken Stengel haben, obwohl die ja viel schwerer zu fressen sein dürften. Irgendwann saß er da mit einem Riesen-Strauß Petersilienblätter aus dem Mäulchen hängend und hat so lange drauf rumgekaut, bis er alles vertilgt hatte. Leider hatte ich keine Kamera bereit. Endiviensalat hat er auch brav gefuttert.

Gleich rufe ich auch noch in der Tierklinik an und mache einen Termin bei dem Arzt, der bisher die Wunde kontrolliert und die oberen Zähne geschliffen hat, fürs Röntgen. Der Mann ist zwar "nur" Spezialist für Hunde- und Katzenzähne, aber vielleicht kann er ja auch ein Schweinchenzähneröntgenbild gescheit lesen.
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Re: Bela und die Zahnprobleme

Beitrag von lapin » Sa 24. Apr 2010, 11:17

Ich find das immer wieder schön, wenn Tiere lust am fressen zeigen und iwie auch am leben, wenn er ja gestern durch das Gehege geflitzt ist :freu:...ich würde ja glatt behaupten, dass er das gröbste hinter sich hat und jetzt momentan nur ne Menge Unterstützung beim Wieder Aufbau benötigt :top:!

Und da haste doch nen voll guten Weg drauf! :daum:
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Re: Bela und die Zahnprobleme

Beitrag von Doro » Sa 24. Apr 2010, 11:28

Ups, mein Beitrag ist weg :schäm:

Ich bin auch der Meinung wenn er von alleine Kräuter frisst seit ihr auf dem Weg der Besserung :freu:

Glaub mir, ab jetzt geht es wieder aufwärts :lieb:

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Re: Bela und die Zahnprobleme

Beitrag von schweinsnase77 » Sa 24. Apr 2010, 11:47

:freu:

Das sind doch Super Nachrichten. wie ist denn sein gewicht jetzt?

Cappucino war damals runter auf 630g.... :X
Mit freundlichen Grunzern

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Re: Bela und die Zahnprobleme

Beitrag von daniii » Sa 24. Apr 2010, 14:15

Es wäre soooo schön, wenn ihr recht habt mit euren Prognosen :freu: Aber ich bin ja inzwischen immer sehr skeptisch, wenn es darum geht, eine Besserung zu prognostizieren ... Das waren zu oft einfach nur Strohfeuer, und hinterher wars schlimmer als vorher. Was mich so besorgt an dem aktuellen Gewichtsverlust, ist dass es eben so rasend schnell passiert ist. Ich weiß ja, dass Bela für ein Zahnschweinchen tendenziell gar nicht mal sooooo viel Gewicht verloren hat (insgesamt etwa 200 Gramm über einen Zeitraum von 10 Monaten), aber für mich waren die 900 Gramm so eine magische Grenze. Und dann habe ich halt auch immer sein Alter im Blick.

Flitzen tut er seit Donnerstag eigentlich weniger als sonst, er wirkt schon ein bisschen schlapp. Aber ich schätze mal, dass 30 Gramm Gewichtsverlust auch irgendwie anstrengend sind :hm:

Eben habe ich ja meine Trockenkräuter abgeholt, im Karton war frisches Heu als Packmaterial, das hat so gut gerochen, dass ich meinen beiden direkt mal eine kleine Handvoll angeboten haben - ist gut angekommen :top: Das und die dicken Petersilienstengel heute Morgen lassen mich ja auch vermuten, dass die Holzwickede-Theorie, dass Bela wegen des Zahnlochs nicht genügend frisst, nicht ganz stimmt. Ich denke, da steckt mehr oder anderes dahinter als nur das Zahnloch.

Ich habe jetzt etliche Sorten Trockenkräuter hier, zwei Trockenkräutermischungen (appetitanregend und verdauungsregulierend), ein getreidefreies Pelletfutter zum Zermahlen und eine Trockengemüsemischung. Außerdem Babykarottenbrei, Babybananenbrei und Äpfel. Haferflocken und eine elektrische Kaffeemühle hole ich gleich (die handbetriebene zeitigt irgendwie nicht so tolle Ergebnisse), und dann werden hier Rezepte ausprobiert ... Mal schauen, was mein Feinschmecker mag.

Dazu habe ich noch zwei Fragen: Heusud - wie lange sollte ich den ziehen lassen? Ich habe ihn bisher immer so 5 Minuten ziehen lassen. Und Trockenkräuter: Eigentlich soll man davon ja gar nicht so viel füttern, ich les immer maximal eine Handvoll pro Woche. Wie ist das mit Bela? Kann ich ihm mehr davon anbieten?

Aktuell wiegt Bela 880 Gramm.
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Re: Bela und die Zahnprobleme

Beitrag von lapin » Sa 24. Apr 2010, 14:54

Je länger du ihn ziehen lässt, desto kräftiger im Geschmack und in seiner Intensität...
Da kann man nicht viel falsch machen, als zB bei einem Tee den man mit Hilfe eines Teebeutels zubereiten muss, dieser enthält viele Aromen und Teein, weshalb man dazu rät, ihn nicht ganz solange ziehen zu lassen, bzw sogar eine Verdünnung mit Wasser vorzieht.

Du redest von dem Myth = Kräuter verlieren ihre Wirkung, wenn man ihnen zuviel davon anbietet oder? :lach:...ist alles Humbuk...
du kannst alles reinschmeißen, sie werden sich weder den Bauch überladen, noch wird von heute auf morgen ein Kräuter aufhören zu wirken, nur weil sich Bela zb momentan am meisten davon rauszieht ;)!

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Re: Bela und die Zahnprobleme

Beitrag von schweinsnase77 » Sa 24. Apr 2010, 14:57

@lapin: ne sie meint den Myth, das Trockenkräuter Blasensteine verursachen.
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Re: Bela und die Zahnprobleme

Beitrag von lapin » Sa 24. Apr 2010, 15:02

Achja, da war ja noch die Meeridame :D, das ist leider kein Myth...sondern man sollte in dem Fall lieber auf frische Kräuter zugreifen!
Ich hab hier mal was interessantes drüber:
https://www.degupedia.de/forum/viewtopic.php?t=1004" onclick="window.open(this.href);return false;
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Re: Bela und die Zahnprobleme

Beitrag von schweinsnase77 » Sa 24. Apr 2010, 15:09

Myth für mich daran ist das getrocknete Kräuter eher Blasensteine verursachen als Heu ;) Bei Heu würde auch keiner dazu raten nur ne Handvoll pro Woche zu füttern.
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Re: Bela und die Zahnprobleme

Beitrag von lapin » Sa 24. Apr 2010, 15:20

Ja, aber echt... :roll:
Da hast du recht!
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