Ein Beispiel: Jemand wurde von einer Biene gestochen und leidet unter den Folgen (Rötung, Schwellung, Brennen, allergische Reaktion,...) und bekommt dann Apis mellifica verabreicht. (Apis mellifica ist die gesamte Biene und ihr Gift.)
Das ist falsch!! Denn der Körper HAT ja bereits die Information des Stichs im Körper und reagiert entsprechend. Wozu dem Körper erneut eine Information geben, die er schon erhalten hat?
(Es wäre vereinfacht das gleiche, wenn Person A einen roten Pullover anhat und von Person B gesagt bekommt: „Du hast einen roten Pullover an“. Person A wird sich (sofern sie nicht farbenblind ist) lediglich „Aha und jetzt?“ denken.
2. Je mehr Globuli ich gleichzeitig einnehme / gebe, desto stärker die Wirkung.
Nicht immer! Die Information, die im Körper ankommt ist die gleiche.
Beispiel: Ob nun eine Person oder mehrere Personen gleichzeitig deutlich sagen „Vorsicht Stufe“..... die Warnung ist die gleiche.
3. Überdosierung ist, wenn man vom Mittel zu viel auf einmal gibt.
Falsch! In der Homöopathie ist eine Überdosierung nicht die Menge der Globuli, sondern die Häufigkeit der Mittelgabe.
4. Homöopathische Mittel kann man auch äußerlich auftragen oder spritzen.
Warum sollte man? Es wirkt oral eingenommen über die Mundschleimhaut innerhalb von 3 Minuten. So schnell wirkt es äußerlich aufgetragen, intravenös oder subkutan gegeben nicht.
5. Man kann homöotpathische Mittel auch prophylaktisch geben.
Nein. Die Homöopathie wirkt dann, wenn sie wirken kann. Vorbeugend hat sie nichts zu bewirken. Es ist ja „nichts zu tun“.
Beispiel: Bevor man mit dem Hund Gassi geht, gibt man ihm das Mittel „Ledum“ gegen Zecken. Das Mittel wirkt nach 3 Minuten im Körper, kann mit der Information nichts anfangen und „verpufft“ wieder. Danach kommt die Zecke auf den Hund und frisst sich genüsslich in die Haut.
Abgesehen davon ist Ledum KEIN Zeckenmittel, wie so oft angenommen wird!
(Es gibt allerdings einige wenige Ausnahmen wie z.B. Arnica.)
6. Niedrigpotenzen kann man als Phytotherapie ansehen.
Die Homöopathie und die Phytotherapie haben ganz unterschiedliche Ausrichtungen der Wirkung und haben beide ganz andere Wirkungsebenen.
Ein homöopathisches Mittel hat IMMER auch eine Wirkung auf der Gefühlsebene; Niedigpotenzen allerdings schwächer als Hochpotenzen.
7. Komplexmittel sind klasse weil sie so viele Mittel enthalten.
Gerade deshalb sind sie es nicht!!
a) Komplexmittel enthalten oft 5 oder 6 Mittel, von denen der Körper überhaupt nicht alle braucht. Sie sind zwar deshalb nicht gleich „gefährlich“ aber warum dem Körper ein Medikament verabreichen, das er gar nicht benötigt?
b) Komplexmittel enthalten 5 oder 6 Mittel, die alle in die selbe Verdünnung und Potenzierung haben; bspw. D6. Jede Verdünnung und Potenzierung wirkt auf einer anderen Ebene im Organismus. (D6 wirkt anders als C30.)
Jetzt kommen da aber im Komplexmittel 6 verschiedene Mittel auf genau der selben Frequenz zu genau der selben Zeit. Und diese 6 verschiedenen Mittel haben den Anspruch, sofort in ihrer Wirkung erhört und umgesetzt zu werden.
Beispiel: Stellt euch vor, vor euch stehen 6 Leute, die euch zeitgleich etwas sagen, was aber jeweils einen unterschiedlichen Inhalt hat. Diese unterschiedlichen Inhalte sollt ihr aber SOFORT und gleichzeitig (innerhalb der 3 min, die ein Homöo wirkt - siehe Punkkt 4-) verstehen und auch umsetzen / erledigen. Wer wäre da nicht überfordert?
8. Antidote sind prima Gegenmittel, wenn ein zuvor gegebenes Homöo in seiner Wirkung neutralisiert, aufgehoben oder umgekehrt werden soll.
Da scheiden sich die Geister! In der klassischen Homöopathie gibt es eigentlich keine Antidote. Homöopathische Mittel geben eine Informaion an den Körper, die recht schnell verarbeitet wird.
Beispiel: Man liest etwas und erhält eine Information. Was könnte man denn „gegenlesen“ damit man das vorige vergisst? Wenn man das vorige vergisst, dann weil es uninteressant war. War es aber interessant, kann man danach lesen was man möchte, deshalb geht das vorige nicht einfach verloren!
Auch hier: Das habe ich alles selber zusammen gestellt aufgrund meiner letzen beiden Unterrichtstage. Es erhebt natürlich keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Es ist mehr für mich, als Lern- und Merkstütze, woran ich euch gerne teilhaben lassen möchte. Sieht jemand gravierende Fehler, wäre ich sehr sehr dankbar, wenn man mich darauf aufmerksam macht. Fragen werde ich gerne beantworten, sofern es mir möglich ist. Aber man bedenke bitte, ich bin kein Homöopath!!






