Die große Wissenschaft der natürlichen Katzenernährung?

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Re: Die große Wissenschaft der natürlichen Katzenernährung?

Beitrag von Murx Pickwick » Mi 7. Nov 2012, 20:11

Vitamin A (Retinol und alles, was so wirkt im Körper wie Retinol) findet sich überall im tierischen Gewebe außer in den Knochen.

Vitamin D3 (Cholecalciferol) findet sich überall im tierischen Körper, insbesondere in der Leber.

Vitamin K findet sich in allen Lebewesen, also sowohl Pflanzen, als auch Tieren - aber, es hat eine beachtenswerte Besonderheit, es kann nur mit Fettsäuren zusammen aufgenommen werden ... heißt also für die Katz, um die Vitamin K Versorgung sicherzustellen, müssen Tierfette oder lactosearme Milchprodukte verfüttert werden. Möglich ist Gänsefett, Hühnerfett, Quark, Joghurt, Hüttenkäse, milder Käse, Speck (der dann auch gleich das lebensnotwenige Natriumchlorid liefert) und ähnliches. Moderne Butter reicht allerdings meist nicht als Vitamin K-Quelle.

Vitamin B ist ein Komplex äußerst unterschiedlicher, fettlöslicher Vitamine.
Vitamin B1 (Thiamin) ist genügend in Fleisch, Fett, Leber etc enthalten - aber, es ist wichtig, der Katz die Aufnahme von Vitamin B1 zu ermöglichen. Rohe Friedfische, rohe Muscheln, rohe Tintenfische etc enthalten oft hohe Gehalte an Thiaminase. Das kommt daher, daß diese Tiere Algen futtern, welche Thiaminase als Fraßschutz entwickelt haben. Thiaminase ist ein Enzym, welches sehr zuverlässig Thiamin zerstört. Dementsprechend findet sich die Thiaminase hauptsächlich im Verdauungstrakt von Friedfischen, Muscheln und Co ... allerding wird der Fisch heutzutage meist gekühlt, eingefroren und weit transportiert, oder schon auf den Fangschiffen kühlgelegt - die Thiaminase gelangt dabei in den Körper der Fische und zerstört dort das Thiamin ... gefrorener Friedfisch ist deshalb vergleichsweise wertlos für die Katz - kann man mal zur Abwechslung füttern, wenn Katz Appetit drauf hat, aber das ist jetzt nix zum regelmäßig verfüttern.
Kochen zerstört Thiaminase, kann jedoch das zerstörte Thiamin aus gefrorenen Fischen nicht mehr herstellen ... gekochte, fangfrische Friedfische sind also für die Katz kein Problem, die von den großen Fangfischen gefangenen Fische und gefrorene Fische dagegen schon - denen fehlt das Vitamin B1
Ausgesprochene Raubfische, wie Zander, Hecht, Wels, Forelle, Lachs und Makrele sind dagegen sowohl gekocht, als auch roh oder gefroren und wieder aufgetaucht gutes Katzenfutter und können häufiger verfüttert werden.

Vitamin B2 (Riboflavin) ist in Muskelfleisch, insbesondere Herz, Fisch, Milchprodukten und Eigelb enthalten.

Vitamin B3 (Nicotinsäure) ist in jeder lebenden Zelle enthalten, in der Leber wird Nicotinsäure gespeichert, heißt also, daß hier besonders hohe Konzentrationen an Nicotinsäure zu finden sind.

Vitamin B5 (Panthotensäure) ist vor allem in Eintagsküken, Milchprodukten und Innereien enthalten.

Vitamin B6 (Pyridoxin) findet sich eigentlich so ziemlich überall, was mal gelebt hat oder auch immer noch lebt.

Biotin wird im Katzenkörper bestmöglich recycelt, besser, wie im menschlichen Körper. Dennoch braucht die Katz Biotin. Da Biotin aber so ziemlich überall drin ist, ist das kein Problem ... und dennoch, auch hier gibts wieder eine Besonderheit, die in der Ernährung der Katz unbedingt beachtet werden muß. Im rohen Eiweiß von Eiern ist Avidin, ein Enzym, enthalten, welches Biotin restlos auseinandernimmt, zerstört und unschädlich macht. Gelangt Avidin in den Darmtrakt der Katz, wird dort das gesamte Biotin zerstört, noch bevor es aufgenommen werden kann. Katzen meiden deshalb recht schnell rohes Eiweiß, die wissen, daß das schädlich ist. Besser ist natürlich, man gibt nur das rohe Eigelb oder kocht die Eier mind. 10 min lang, um das Avidin restlos zu zerstören.

Folsäure findet sich fatalerweise hauptsächlich in Pflanzen, man findet jedoch auch genügend Folsäure in Eigelb, dem Eidotter in Eintagsküken und geringe Mengen sind auch in Fleisch und Fisch zu finden. Eigelb und Eintagsküken sind eine gute und wichtige Quelle für Folsäure. Wer also keine Eintagsküken verfüttern mag, sollte wenigstens ab und an rohes Eigelb verfüttern.

Vitamin B12 (Cobalamin) ist ein Vitamin, welches nur aus Tieren und Bakterien aufgenommen werden kann. Cobalamin der Pflanzen ist so gebunden und gefaltet, daß es nicht nur für den Menschen, sondern auch für die Katz nicht aufnehmbar ist. Cobalamin in der Form, wie wir Menschen und Katzen es brauchen, wird nur von Bakterien hergestellt - reine Pflanzenfresser haben verschiedenartige Gärkammersysteme, in denen sie Bakterien heranzüchten, welche das Vitamin B12 für sie herstellt. Sie speichern diese Cobalamin in der Leber und transportieren es durch den gesamten Körper, so daß überall im Tier ein wenig Vitamin B12 enthatlen ist. Tiere ohne Gärkammersystem futtern auch Tierisches, wo ja Cobalamin drin gespeichert ist. Die Katze braucht relativ viel davon, heißt also, sie braucht regelmäßig Leber. Wer keine Leber verfüttern will, kommt um Hefe oder Milchprodukte nicht drumrum, Muskelfleisch enthält zuwenig Cobalamin für die Katz ... (gibt tatsächlich Barfer, welche der Meinung sind, sie kommen mit schierem Muskelfleisch aus - tja, das geht dann ohne Supplemente tatsächlich irgendwann schief)

Calcium: Das Calcium : Phosphor- Verhältnis ist etwa im gesamten Körper mehr oder weniger gleich ... was sich unterscheidet, ist einzig die Calcium-Phosphor-Konzentration. Muskeln enthalten insgesamt zuwenig Calcium und Phosphor, Knochen zuviel ... man braucht also idealerweise Beides. Werden aus welchen Gründen auch immer gar keine Knochen gefüttert, sollte tatsächlich entweder Knochenmehl oder aber Milchprodukte als Calcium-Phosphorlieferanten gefüttert werden. (Savannah-Cats lehnt das Verfüttern von Milchprodukten ab ... die muß tatsächlich zusehen, daß sie irgendwoher Calcium und Phosphor ins Futter bekommt)

Eisen ist generell genügend in Fleisch und Leber enthalten.

Daß Taurin in Fleisch und Herz nicht ausreichen würde, ist ein Gerücht, was auf einer Untersuchung von einer einzigen Farbmaus basiert ... diese Maus hatte, aus welchen Gründen auch immer, einen extem hohen Taurinwert. Nun ist es so, daß der Tauringehalt extrem schwankt, auch in Mäusen, gibt welche, die enthalten deutlich weniger Taurin wie Schweinefleisch aus Massentierhaltung. Wenn also nun das Taurin im Herzmuskel nicht ausreichen würde, welche im Schnitt überdurchschnittlich viel Taurin enthält, reichen Mäuse zur Taurinversorgung erst recht nicht aus - ist unlogisch, da Katzen sich bekanntermaßen in der Vorfertigfutterära von Mäusen als Hauptfutter ernährt haben!
Gegenbeweis - es gibt eine Mutation bei Katzen, welche die Taurinaufnahme extrem behindert: siamfarben. Bevor man überhaupt wußte, was Taurin ist und noch vor der Fertigfutterära, war es möglich, Siamkatzen nicht nur bis ins hohe Alter gesund zu erhalten, sondern auch zu züchten! Und die blieben gesund, bis ins hohe Alter ... naja, bis dann halt angefangen wurde, Fertigfutter zu verfüttern, wo tatsächlich zuwenig Taurin drin war ... Taurinmangel ist zuerst an Siamkatzen beschrieben worden und führt bei Siamkatzen unter anderem zu Hautproblemen, Unfruchtbarkeit, Mißgeburten etc etc ... .
Gibt trotzdem eine beachtenswerte Besonderheit beim Taurin - Weidetiere, die tatsächlich ganzjährig ohne Zufütterung von Kraftfutter auf der Weide standen, enthalten deutlich mehr Taurin, wie kraftfuttergefütterte Weidetiere. Lohnt sich also, sich nach einer Quelle umzuschauen, welche Weidetiere ganzjährig ohne Kraftfutter auf der Weide hält und von dort ab und an Herz zu holen oder mal nen Jäger anzuquatschen und sich ab und an mal Wildherz geben zu lassen, wobei beachtet werden sollte, daß vorsichtshalber wegen dem Schweineherpesvirus das Schweineherz gekocht werden sollte - Rehherz und Hirschherz ist also definitiv besser!

Weiterer Beweis, daß eine abwechslungsreiche Kost aus Milchprodukten, Fleisch, Innereien etc durchaus ausreicht, findet sich in der ehemaligen DDR ... dort gab es in vielen Gegenden kein Katzenfutter, es wurde für die Katz gekocht - und das nicht nur symbolisch, die haben wirklich Fleisch und Innereien in den Kochtopp geworfen und gut durchgegart! Trotzdem dabei ein Großteil des Taurins und viele andere für die Katz wichtige Vitamine teilweise zerstört wurden, reichte die Kost durchaus, um selbst Siamkatzen auf höchstem Niveau zu züchten und die Wohnungskatzen waren zu über 90% bis in ein Alter von über 15 Jahren gesund ... schielt man mal ein wenig auf die werte Westlichkeit mit Katzenfutter, so kann man feststellen, daß über die Hälfte der Katzen, die mit Fertigfutter gefüttert werden, schon mit 10 Jahren irgendeine Stoffwechselerkrankung haben, mit 15 Jahren haben fast alle fertigfuttergefütterten Katzen Nierenprobleme!
Also so ungesund kann es gar nicht sein, die Katzen unsupplementiert zu füttern ... jedenfalls konnte bei den unsupplementiert, größtenteils mit Kochkost gefütterten Katzen keine Nährstoffmängel festgestellt werden, nicht mal nach 15 oder 20 Jahren - ok, ich gebe zu, es gab nur äußerst wenig Katzen, die älter wie 22 Jahre wurden, kann also sein, daß man die ersten Nährstoffmängel bei unsupplementierten Katzen mit 30 Jahren feststellen würde ...

Edit: Ich habe kein Herz und gehe deshalb davon aus, daß Tiere auch kein Herz haben ... also wurde aus dem Wildherz leckere Wildleber ... hab ich abgeändert :D



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Re: Die große Wissenschaft der natürlichen Katzenernährung?

Beitrag von Venga » Mi 7. Nov 2012, 22:32

Hier wurde früher auch für Katzen gekocht.
Dosenfutter gibt es hier erst seit 1962 (Whiskas).
Davor wurden Katzen ja auch schon gefüttert und waren nicht nur Selbstversorger.

Ich halte das grammgenaue suplimentieren auch für übertrieben und die Zugabe der ganzen künstlichen Zusatzstoffe für falsch. Manche betreiben das ja regelrecht exzessiv.

Ich denke, wenn abwechslungsreich gefüttert wird (Muskelfleisch, Innereien, Fisch, Frischkäse oder Quark mit Eigelb, Öl), wird die Miez auch gesund ernährt.
Wenn sie keine Knochen mag oder bekommt, kann man auch gemahlene Eierschale über das Futter streuen.
Miesmuscheln enthalten auch sehr viel Taurin. Aber ob man die überall frisch bekommt?

Übrigens: den höchsten Tauringehalt haben Augen. Wenn ich mir vorstell, die Miez kegelt damit durch die Wohnung... :X :jaja:


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Re: Die große Wissenschaft der natürlichen Katzenernährung?

Beitrag von Murx Pickwick » Mi 7. Nov 2012, 22:36

Naja ... Beros Mauseinnereien in Hausschuhen und in Einzelteile zerlegte Vögelchen im Badezimmer waren auch stets ein Erlebnis für sich ... :würg:



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Re: Die große Wissenschaft der natürlichen Katzenernährung?

Beitrag von Curly » Mi 7. Nov 2012, 22:39

Ich find ja Katzenkotze oder Dünnsch**, weil mal wieder die falsche Sorte Futter gekauft,
am morgen und barfuß wesentlich unappetitlicher.



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Re: Die große Wissenschaft der natürlichen Katzenernährung?

Beitrag von Venga » Mi 7. Nov 2012, 22:47

joa, das kenn ich auch alles. Aber danach ist man hellwach. :jaja:


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Re: Die große Wissenschaft der natürlichen Katzenernährung?

Beitrag von Ziesel » Mi 7. Nov 2012, 22:52

Schnubbels, jetzt biste also an dem Punkt, an dem ich schon vor´ner Weile war.. eben weil ich nicht hier dies chemische Pülverchen und dort das industrialisierte Supplement hinzufügen wollte um natürlicher zu ernähren ;) und nicht davon ausgehen kann, dass unsere Mietzen jeder von diesem Fleischfettfischblabubb soundsoviel zu der Mahlzeit zu sich nehmen bzw diesunddass nach Plan in exakter Menge wirklich futtern mach ich keine "Barferei nach Plan mit Waage und Supplememntierung"



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Re: Die große Wissenschaft der natürlichen Katzenernährung?

Beitrag von Schnubbels » Do 8. Nov 2012, 09:46

Venga hat geschrieben: Übrigens: den höchsten Tauringehalt haben Augen. Wenn ich mir vorstell, die Miez kegelt damit durch die Wohnung... :X :jaja:
:würg: Ich muss sagen, ich mach hier eh schon ganz schön was mit. Bin ja selbst veggie und die Herzen sind schon bissl abartig. Aber da muss ich durch. Ich hab sie sogar für Madame geschnitten 8-)

Ich dank euch für die ganzen Meinungen. Schön, dass es auch anders geht. :D
Und Murx danke für die Mühe alle Nährstoffe zu erklären, hat mir geholfen.


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Re: Die große Wissenschaft der natürlichen Katzenernährung?

Beitrag von Schnubbels » Mo 26. Nov 2012, 22:12

Kennt jemand das Buch von Nadine Leiendecker: B.A.R.F. für Katzen: Die Alternative zur Maus?

: " onclick="window.open(this.href);return false;

Es klingt ganz interessant und der häufigste Kritikpunkt des Buches ist, dass die Autorin nichts groß supplementiert. Also, keine Barfer-Leküre mit all dem Brimborium. Vielleicht kennt es ja einer von euch. :D


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Re: Die große Wissenschaft der natürlichen Katzenernährung?

Beitrag von Ziesel » Mo 26. Nov 2012, 22:20

Nö kenn ich nicht, klingt allerdings wirklich als sollte man´s kennen



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Re: Die große Wissenschaft der natürlichen Katzenernährung?

Beitrag von Murx Pickwick » Mo 26. Nov 2012, 22:22

Also genau die Hauptkritik alleine schon ist es wert, daß man sich mal mit diesem Büchlein näher befaßt :D
Leider kenne ich es (noch) nicht.



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Re: Die große Wissenschaft der natürlichen Katzenernährung?

Beitrag von Schnubbels » Mo 26. Nov 2012, 22:26

Jep, eben :hot:

Ich bestell es :D

Und noch ein älteres mit selbigen Kritikpunkt " onclick="window.open(this.href);return false;
Ich würd mich einfach gern weiter informieren, aber die Barferseiten haben alle dieselbe Meinung und das ist nicht das was ich will und vor allem nachvollziehen kann.


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Re: Die große Wissenschaft der natürlichen Katzenernährung?

Beitrag von Murx Pickwick » Mo 26. Nov 2012, 22:28

Berichte dann ausführlichst!

BIIITTEEEEE ... *ganzliebguck*



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Re: Die große Wissenschaft der natürlichen Katzenernährung?

Beitrag von Schnubbels » Mo 26. Nov 2012, 22:29

Aber sichaaa 8-)


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Re: Die große Wissenschaft der natürlichen Katzenernährung?

Beitrag von Ziesel » Mo 26. Nov 2012, 22:34

ohjaaa, bin auch gespannt was du nach´m Lesen zu berichten hast



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Re: Die große Wissenschaft der natürlichen Katzenernährung?

Beitrag von saloiv » Mo 26. Nov 2012, 22:53

Irre ich mich, oder ist es nur bei den Katzenhaltern so durchgedreht mit den Empfehlungen zum Thema BARF? Bei den Hunden ist das supplementieren zumindest deutlich umstrittener und wird deutlich kritischer gesehen!


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Re: Die große Wissenschaft der natürlichen Katzenernährung?

Beitrag von Murx Pickwick » Di 27. Nov 2012, 01:35

Die Barfszene wird von Savannah-Cats stark beeinflußt - und da wird viel supplementiert. Daher die verrückte Supplementenküche ...
Savannah-Cats waren einfach die ersten, welche sehr fundiert eine Möglichkeit zur Ernährung von Katzen ohne Fertigfutter aufgezeigt hatten und sie hatten es dankenswerterweise online gestellt. Ich hab selbst sehr, sehr gerne dorthin verlinkt, ich war schließlich vor Bero selbst sehr unsicher, was Katzenernährung angeht und bis zu einem gewissen Grade bin ich es immer noch, einfach, weil ich noch keine reine Wohnungskatze selbst ohne Fertigfraß ernährt hab.



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Re: Die große Wissenschaft der natürlichen Katzenernährung?

Beitrag von Schnubbels » Di 27. Nov 2012, 07:35

Ist tatsächlich nur bei Katzen so extrem. Die bauen sich sozusagen ihr ganzes Futtertier nach. Gibt da ja auch unterschiedliche Ansätze. Man kann (angeblich) wenn man unter 20% Rohfütterung bleibt ohne Supplemente auskommen. Oder man verfüttert nur ganze Futtertiere (Mäuse, Ratten, Küken etc.) dann kann man das wohl auch weglassen.

Ich geb ja jetzt schon deutlich mehr als 20% Frisch und supplementiere gar nicht.


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Re: Die große Wissenschaft der natürlichen Katzenernährung?

Beitrag von Ziesel » Di 27. Nov 2012, 12:38

saloiv hat geschrieben:Irre ich mich, oder ist es nur bei den Katzenhaltern so durchgedreht mit den Empfehlungen zum Thema BARF? Bei den Hunden ist das supplementieren zumindest deutlich umstrittener und wird deutlich kritischer gesehen!
Was meinste mit umstrittener & kritischer ? Das Barfen allgemein beim Hund oder die Supplementierung?
Schnubbels hat geschrieben:Ich geb ja jetzt schon deutlich mehr als 20% Frisch und supplementiere gar nicht.
Naja doch, in gewisser Weise tuste das, nur eben ohne künstliche Pülverchen/Chemie. Mimi bekommt ja mal´n Schwapp Butter oder Öl, Reis, Gemüse, gemahlener Eierschale, Meersalz, gemischte Hirse usw auf bzw zu ihrer Frischkost

PS: ich kann mich nicht erinnern, dass Katzen welche "früher" ohne Fertigfutter ernährt wurden irgendwelche Pulver wie Vitamine, Taurin oder so zum Futter bekamen...Essenreste, Schlachteabfälle, was Geangeltes, bei Freigängern Selbtgefangenes



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Re: Die große Wissenschaft der natürlichen Katzenernährung?

Beitrag von Schnubbels » Di 27. Nov 2012, 18:42

Stimmt, wobei ich dass nicht wirklich als Supplemente verstehe. Eierschalen, Fett und Salz, das ist für mich absolut logisch solche Dinge zu geben.
Ziesel hat geschrieben: PS: ich kann mich nicht erinnern, dass Katzen welche "früher" ohne Fertigfutter ernährt wurden irgendwelche Pulver wie Vitamine, Taurin oder so zum Futter bekamen...Essenreste, Schlachteabfälle, was Geangeltes, bei Freigängern Selbtgefangenes
Ja, aber früher hielt man Katzen auch nicht als reine Wohnungskatzen?!


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Re: Die große Wissenschaft der natürlichen Katzenernährung?

Beitrag von saloiv » Di 27. Nov 2012, 19:11

Ja, das "kritischer" bezog sich auf´s supplementieren. Stimmt, Savannah Cats arbeitet (auch) mit Supplementen, allerdings nicht so fanatisch wie manch ein Halter. :X


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Re: Die große Wissenschaft der natürlichen Katzenernährung?

Beitrag von Schnubbels » Di 27. Nov 2012, 19:21

Savannacats fand ich jetzt auch ziemlich "supplementiert"
Man sollte sich zunächst eingehend mit der Materie beschäftigen und sich fundierte Grundkenntnisse über die Ernährungslehre und die besonderen Nahrungsbedürfnisse der Katze aneignen, denn unausgewogenes Rohfutter kann mehr Schaden anrichten als Nutzen. Auch ist es mit etwas Arbeit verbunden, die frischen Zutaten zu besorgen und das Futter herzustellen.
Also nichts mit ab und an roh verfüttern, man braucht fundierte Grundkenntnisse
Vitaminzusätze (zum Teil mit Mineralien und Spurenelementen)

Je nach Fütterungsmethode eignen sich verschiedene Produkte wie Centrum oder Präparate mit ähnlicher Zusammensetzung, Kitty Bloom VM900+3, Nekton, Catfortan, Marienfelde Vitakalk, Trixi Aufbaukalk, Murnil, Hefeflocken, Vitamin-B-Komplex, Vitamin E, Bezugsquellen: Lebensmittelgeschäft, Apotheke, Zoohandel, Tierarzt, Internet:

https://www.aim-naturprodukte.com" onclick="window.open(this.href);return false;, https://www.cats-country.de" onclick="window.open(this.href);return false;, https://www.lillysbar.de" onclick="window.open(this.href);return false;, https://www.kittybloom.com" onclick="window.open(this.href);return false;, https://www.lucky-land.de/Shop-Tier-BARF.htm" onclick="window.open(this.href);return false;, https://www.megavitalshop.com" onclick="window.open(this.href);return false;, https://www.perro.at" onclick="window.open(this.href);return false;, https://www.solidgold-europa.de" onclick="window.open(this.href);return false;, https://www.vitaviva.com" onclick="window.open(this.href);return false;, https://www.zoonetz.de" onclick="window.open(this.href);return false;, https://www.zooplus.de" onclick="window.open(this.href);return false;
Und bei den Rezepten alles supplemtiert mit genauer Mengenangabe
Grundrezept
- einfaches Rezept für den Start -

Fleisch

1000 g Muskelfleisch (abwechselnd Fleischsorten unterschiedlicher Fettgehalte)

Fett

1 Mal pro Woche fetter Fisch oder 1 - 2 Kapseln Lachsöl

Fasern/Ballaststoffe

50 g Gemüse oder 1 - 2 TL Weizenkleie (optional, wenn am gleichen Tag Fertigfutter gegeben wird)

Mineralien/Spurenelemente/Vitamine/Taurin

1 TL (5 g) Kitty Bloom Kalac M34 oder 1 TL (5 g) Eierschalenpulver oder 3 TL (5 g) Calciumcarbonat oder 4 TL (9 g) Calciumcitrat

1 TL (5 g) unraffiniertes Natursalz

2 TL (5 g) Kitty Bloom VM900+3 oder 1 Capalette Centrum A-Z

1000 mg Taurin kg/Futter oder 150 – 200 mg pro Tag/Katze

Wasser

100 ml

Zubereitung

Wasser mit Salz, Calcium, Vitaminen und ggf. Lachsöl mischen, dann klein geschnittenes oder gewolftes Fleisch und zerkleinertes Gemüse bzw. vorher eingeweichte Weizenkleie untermischen und kühl stellen zum baldigen Verzehr. Falls die Portionen eingefroren werden, Fleisch nur mit Salz und Calcium mischen und in Portionen einfrieren, das Gemüse getrennt einfrieren und die restlichen Zusätze erst kurz vor dem Servieren zufügen. Guten Appetit!
Alles von https://www.savannahcat.de" onclick="window.open(this.href);return false;


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Re: Die große Wissenschaft der natürlichen Katzenernährung?

Beitrag von Murx Pickwick » Di 27. Nov 2012, 19:56

Es gab um 1970 später und früher auch reine Wohnungskatzen - beispielsweise Zuchtkatzen. Zuchtkatzen waren viel zu wertvoll, um sie draußen rumstreunen zu lassen und nen potenten Kater durch die Gegend rennen zu lassen verbietet sich alleine dadurch schon, daß der sich mit anderen Katern prügeln würde und dann nicht mehr ausstellungsfähig heimkommen würde.

Die meisten Rassekatzen wurden auch als Wohnungskatzen gehalten, noch 1990 galt die Perserkatze und die Siamkatze als absolut empfindlich, was die umzäunte Gartenhaltung anging ... solche Katzen als Freigänger zu halten, lag absolut sämtlicher Vorstellungswelt, ich kenne aus dieser Zeit nur eine einzige Frau, die ihre Perser als Freigänger hielt (und zudem auch noch gezüchtet hatte! :D)
Naja, ihre Perser hatten definitiv nix dazugefangen, die waren eher der Marke: "Zu Hilf, zu hilf, da sitzt ne Maus in der Ecke!"
Heißt also, es gab genügend Katzenhalter, welche ihre Katzen bis ins hohe Alter ohne Freigang hielten - und fragt man diese Katzenhalter über den Gesundheitszustand ihrer Katzen vor und nach der Fertigfutterära, hört man einhellig eines: "Ich hab aufgehört, da die Katzen immer überzüchteter und kränker waren"
Auffällig, diese "Überzüchtung" wurde innerhalb einer einzigen Generation mit Einführung des Fertigfutters erreicht!

Übrigens, keiner dieser Katzenhalter oder Katzenzüchter hatte Mäuse nachgebaut, im Gegenteil, wer als Züchter regelmäßig Eintagsküken verfütterte, verfütterte den Kitten auch diverses anderes, weil ja nicht jeder Katzenkäufer bereit wäre Eintagsküken zu verfüttern - und es wäre sicherlich nicht so toll gewesen, wenn die neuen stolzen Katzenhalter entsetzt feststellen würden, daß ihre Kitten verhungern, nur weil sie nix anderes wie Eintagsküken fressen!
Es wurde auch nicht gebarft, gekochtes Essen war durchaus normal, es gab nur weniges, was roh verfüttert wurde, beispielsweise Rinderhack mit Eigelb oder Rindergulasch, auch Eintagsküken, wenn sie denn verfüttert wurden, wurden natürlich roh verfüttert. Dennoch wurden selbst die Siamkatzen, die besonders viel Taurin brauchen, uralt ohne krank zu werden!



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Re: Die große Wissenschaft der natürlichen Katzenernährung?

Beitrag von Ziesel » Di 27. Nov 2012, 20:06

Schnubbels hat geschrieben:Ja, aber früher hielt man Katzen auch nicht als reine Wohnungskatzen?!
Ähm wenn ich "früher" schreib, meine ich "als ich Kind war" und zu der Zeit kann mich nicht erinnern, dass jemand Fertigfutter an die Mietzen verfütterte (hab hier schon mal gepostet, dass es sowas auch im Osten gab...begrenztes Angebot, eine Sorte wüsst ich: Goldy) aber daran, reine Wohnungskatzen kennengelernt zu haben. Irgend´ne Tante hatte zB die normalen Hofkatzen und drinnen eine Karthäuser-Stubenmietz, mein Erzeuger pflegte einen Wohnungsperser und bei Nachbarn im Neubaugebiet saß auch ´n Katzi öfter am Fenster bzw auf´m Balkon, welches ich nie draussen gesehen hab



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Re: Die große Wissenschaft der natürlichen Katzenernährung?

Beitrag von saloiv » Di 27. Nov 2012, 21:26

Katzen essen übrigens nicht nur Mäuse sondern auch jede Menge Vögel und andertes Getier, das ihnen über den Weg läuft (Maulwürfe, Schmetterlinge, Ratten, Küken von größeren Vögeln, Kaninchenbabys...). Mäuse nachzubauen ist also auch irgendwie nicht das Sinnvollste, was man tun kann um sie artgerecht zu ernähren.


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Re: Die große Wissenschaft der natürlichen Katzenernährung?

Beitrag von Ziesel » Di 27. Nov 2012, 21:30

naja, auch sowas wie Heuschrecken oder mal´n Fisch (fand der Teichbesitzer jetzt nicht so toll, könnt daran liegen, dass ich seelenruhig und interessiert zuguckte)



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Re: Die große Wissenschaft der natürlichen Katzenernährung?

Beitrag von Schnubbels » Di 27. Nov 2012, 22:14

Ziesel hat geschrieben:naja, auch sowas wie Heuschrecken oder mal´n Fisch (fand der Teichbesitzer jetzt nicht so toll, könnt daran liegen, dass ich seelenruhig und interessiert zuguckte)
:lol: Böööse Ziesel, armer Teichbesitzer :saphira:


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Re: Die große Wissenschaft der natürlichen Katzenernährung?

Beitrag von Schnubbels » Mi 28. Nov 2012, 23:24

Heute ist das Buch schon angekommen. Ich find es recht gut, sind viele Bilder und Anregungen drin.

An Futterzusätzen wird auf Salz (mindestens mal die Woche eine Prise), auf Eier und Kräuter hingewiesen. Weiter sollte man der täglichen Futterration immer etwas Herz wg. dem Taurin beimengen. Oder andernfalls Taurinpulver geben.
Auch der Kalziumbedarf sollte täglich gedeckt werden durch z.B. Eierschalenpulver, Knochen oder bei kaufaulen Katzen durch Knochenmehl.
Aufgeteilt soll die Ernährung in folgende Bestandteile:
85% Fleisch, davon 2/3 Muskelfleisch und 1/3 Innereien
10% pflanzliche Kost (hier werden Gemüse, Obst, Salate, Samen, Nüsse erwähnt)
5% Getreide
Es wird darauf hingewiesen, dass man den Anteil von Muskelfleisch und Innereien nicht abwiegen muss. Veränderungen sind durchaus in der Natur auch normal. Nur idealerweise sollte man schon bei den Mahlzeiten Muskelfleisch plus Innereien geben und nicht getrennt.

Fisch soll man nicht öfter als 1-2mal in der Woche geben wegen der Thiaminase. 4mal in der Woche sollte man auf Tiefkühlkost (sofern machbar) verzichten und frisch geben, weil durch das Einfrieren Vitamine zerstört werden.

Salate, Gemüse und Obst sollten entweder püriert oder geraspelt angeboten werden (Nachahmung des Vorverdauens im Magen des Beutetiers). Ab und an gekochte Kartoffeln, Nudeln oder Reis ergänzen den Speiseplan.

Zudem listet die Autorin einige Kräuter auf, die man in geringer Menge ins tägliche Futter geben kann. Sowohl frisch als auch getrocknet.

Weiter wird immer wieder auf die Wichtigkeit von Abwechslung im Speiseplan hingewiesen (also verschiedene Fleischsorten...)

Getreide sollte geschrotet, als Flocken oder eingeweicht angeboten werden, weil Katzen sie sonst nicht verwerten können.
Heimische Früchte und Nüsse werden von Kleinnagern gefressen, stellen für unsereb Katzen also auch eine gelegentliche Abwechslung dar.

Öle sollte man regelmäßig, aber in geringen Mengen dem Futter beimischen. Alle 2 Tage ein TL pflanzliches Öl oder tierisches Fett wie Schmalz, Butter.

Eine zusätzliche Bereicherung sind Milchprodukte, sofern sie vertragen werden. Diese sollten aber laktosereduziert sein, Ziegen und Schafsmilch eignen sich gut.


So, das war meine kurze Zusammenfassung :D Ich bin zufrieden mit dem Buch und kanns weiterempfehlen. Es ist allerdings ein dünnes Buch und es sind viele Bilder (was ich allerdings mag zwecks Anregungen) drin. Folglich ist es jetzt kein Roman.


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Re: Die große Wissenschaft der natürlichen Katzenernährung?

Beitrag von Ziesel » Mi 28. Nov 2012, 23:28

vielen Dank....wenn du jetzt bitte noch die empfohlenen Kräuter verrätst :lieb:



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Re: Die große Wissenschaft der natürlichen Katzenernährung?

Beitrag von Schnubbels » Do 29. Nov 2012, 10:17

Die Kräuter: Ackerschachtelhalm, Brennessel, Basilikum, Gänseblümchen, Lavendel, Petersilie, Sonnenhut, Spitzwegerich, Wegwarte und Weißdorn.

Was sagt ihr sonst zu dem Inhalt? Ist ja eigentlich so, wie ich mir das auch dachte. Was ich mitgenommen habe ist: Dass ich das Futter aus mehreren Bestandteilen zusammensetze, also nicht nur Rindfleisch pur gebe sondern etwas Innereien und bissl pflanzliche Kost und evtl Getreide dazugebe.

Was meint ihr dazu, dass man täglich taurinhaltige Sachen, wie Herz, geben soll? Ebenso wie calziumhaltige Sachen wie Knochen, Eierschale etc?


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Re: Die große Wissenschaft der natürlichen Katzenernährung?

Beitrag von saloiv » Do 29. Nov 2012, 12:16

Meines Erachtens nach muss es nicht sein, ist bei Bedarf aber umsetzbar.
Kalzium: Eierschalen sammeln und im Mixer schreddern - täglich ein bisschen drüber streuen.
Taurin: Im Fressnapf gibt es Herz gefroren in kleinen "Förmchen", du kannst so eine Herz-Packung kaufen und jeden Tag ein "Förmchen" raus drücken und mit dazu geben... ;)


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