Die große Wissenschaft der natürlichen Katzenernährung?

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Die große Wissenschaft der natürlichen Katzenernährung?

Beitrag von Schnubbels » Fr 2. Nov 2012, 20:51

Huhu,
Ich hab mich jetzt mal in diversen Katzenforen zum Thema Barfen eingelesen und bin bissl erschrocken und verwirrt :?
Das Barfen erscheint dort dermaßen kompliziert, es müssen zig Supplemente gegeben werden und es müssen Mahlzeiten nach Grammangaben zubereitet werden.

Ich hab mir das Ganze bissl anders vorgestellt. Wichtig erscheint mir dass ich sehr abwechslungsreich fütter, also viele verschiedene Fleischsorten und auch Innereien wie Herzen, Mägen und Leber. Dazu einiges direkt am Knochen, ab und an Eintagsküken, Eier mit Schale, Fisch (verschiedene Sorten) und Meeresfrüchte, tierisches Fett (Gänseschmalz, Butter usw.) ab und an Milchprodukte wie Hüttenkäse. Dazu ganz biss Getreide (würd da einfach ab und an was von den Mehl- und Ölsaaten der Chins) zermahlen und übers Futter geben und ab und an paar frische Kräuter oder Gemüse und bissl hochwertiges pflanzliches Öl.

Ich denk, wenn man so in etwa füttert, sollte es zu keinen Problemen kommen. Oder hab ich da nen Denkfehler? Ich find es ziemlich unlogisch mit den Supplementen, denn auf der einen Seite will ich ja gerade auf künstlich hergestellte Vitamine und Mineralstoffe verzichten, weil die nicht so gut vom Körper verwertet werden können und Schäden anrichten können. Zudem sind so herausgelöste Einzelstoffe eigentlich nicht viel wert, es fehlen Gegenspieler etc.
In natürlicher Nahrung hat man alles in der perfekten Zusammenstellung, was ja auch de Grund ist, dass viele auf natürliche Tiernahrung setzen.
Warum ist/sollte das bei Katzen jetzt ganz anders sein?


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Re: Die große Wissenschaft der natürlichen Katzenernährung?

Beitrag von Murx Pickwick » Fr 2. Nov 2012, 20:59

Nein, du hast da keinen Denkfehler ... das, was du dir als Katzenernährung vorstellst, ist abwechslungsreich und ausgewogen genug.
Beim Fisch ist allerdings zu beachten, daß nur die ausgemachten Raubfische, wie Hecht, Zander und co tatsächlich für den Rohverzehr geeignet sind, die anderen Fische enthalten genau wie Muscheln Thiaminase. Thiaminase zerstört das für Katzen lebenswichtige Vitamin B1 (Thiamin). Da heißts dann entweder selbst ein wenig ausprobieren (Katzen wissen, wann sie rohen Fisch und rohe Muscheln verweigern müssen, um keinen Thiaminasemangel zu bekommen) oder aber du gibst Muscheln und Friedfische nur gekocht.
Ansonsten richte dich einfach auch ein wenig nach der Katz, die wird dir schon zeigen, was ihr bekommt und was nicht :D

Jahrzehntelang wurden Katzen sogar deutlich eintöniger gefüttert, es wurde auch mehr gekocht, wie roh verfüttert, dennoch waren die Katzen bei Züchtern bis ins hohe Alter deutlich gesünder wie mit Fertigfutter!
Die ganze Supplementenhexenküche ist meiner Meinung nach ein Irrweg ...



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Re: Die große Wissenschaft der natürlichen Katzenernährung?

Beitrag von saloiv » Fr 2. Nov 2012, 21:05

Nach Tabelle, Grammangaben und Wochenplan zu füttern ist meistens eher schädlich als nützlich.
Die Katzen frisch zu ernähren ist nicht schwer, dafür braucht man weder Supplemente, noch Grammangaben.
Man sollte ungefähr wissen wie viel sie fressen können/sollen (wie beim normalen Futter auch, da wiegt man ja auch nicht ab!), sie abwechslungsreich ernähren, sich grob in die Bedürfnisse einlesen und fertig.
Selbst wenn man einseitig barft sind die Katzen gesünder als mit Fertigfraß.

Mal zwei etwas anders denkende Seiten zum Thema:
https://www.dr-vet-ziegler.com/index.php/ernaehrung/katzen.html" onclick="window.open(this.href);return false;
https://www.dr-vet-ziegler.com/index.php/katzen/25-katzen.html" onclick="window.open(this.href);return false;
https://www.kritische-tiermedizin.de/2010/Ja_wie_denn_nun.html" onclick="window.open(this.href);return false;


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Re: Die große Wissenschaft der natürlichen Katzenernährung?

Beitrag von Schnubbels » Fr 2. Nov 2012, 21:11

Danke für eure Meinungen, es beruhigt mich :D
Ja das Buch von Frau Dr. Ziegler habe ich und bei ihr klingt es auch alles nicht so kompliziert und absolut machbar. Deswegen wunderte ich mich auch so über die ganzen Forenbeiträge und einige Artikel im Internet.

Wieviel frisst eine Katze denn? Wir hatten uns vorgestellt 3-4 Mahlzeiten zu geben. Mimi hatte ihr Futter im Tierheim unbegrenzt zur Verfügung. Ist bei Trockenfutter ja auch machbar, aber das werd ic ihr hier nicht weitergeben.

Ein paar Dosen hab ich mir aber auch geholt. Allerdings hochwertigeres Nassfutter.


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Re: Die große Wissenschaft der natürlichen Katzenernährung?

Beitrag von saloiv » Fr 2. Nov 2012, 21:13

Ausgewachsene Katzen brauchen zwei Mahlzeiten am Tag (morgens und abends), das reicht völlig aus. Wenn du Lust und Zeit hast kannst du auch drei machen, das ist jedoch eher unnötig. Vier halte ich für sehr übertrieben...


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Re: Die große Wissenschaft der natürlichen Katzenernährung?

Beitrag von Schnubbels » Fr 2. Nov 2012, 21:14

Aso, naja hatte irgendwo aufgeschnappt dass Katzen viele kleine Mahlzeiten fressen. Daher das 3-4 mal. Aber ich hab die Katzi auch gerad mal seit ein paar Stunden :lieb: :hehe:


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Re: Die große Wissenschaft der natürlichen Katzenernährung?

Beitrag von Mone Hase » Fr 2. Nov 2012, 21:24

Hallo, also wir barfen fast komplett den Hund :) und unsere Katzen leider nicht. Da ich es nicht ganz raffe :heul: .

Mir war das alles viel zu kompliziert deswegen finde ich die Diskussion total spannend.

LG Mone


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Re: Die große Wissenschaft der natürlichen Katzenernährung?

Beitrag von Murx Pickwick » Fr 2. Nov 2012, 21:42

Eine ausgewachsene 4kg Katze jagt am Tag 12 - 16 Mäuse ... und genau so viele Mahlzeiten hat sie auch - zumindest an guten Tagen, denn es gibt auch die schlechten Tage, wo sie gerade mal ne Mausefamilie ausheben kann, also nur eine Mahlzeit a Mausemama plus 10 Winzbabies. Die Katze muß damit zurechtkommen, wenn sie überleben will!
Selbst an guten Tagen mit den 16 Mahlzeiten sind die keinesfalls gleichmäßig über den Tag verteilt - im Gegenteil, so ne Katz gehört zu den Tieren mit den längsten Schlafzeiten, 10 Stunden am Stück für die Schönheit müssen schonmal drin sein - und diese 10 Stunden überlebt die wildebende Katz trotz eklatanten Futtermangels ganz prima!

Wie man sieht, die Katz ist recht anpassungsfähig, was die Futterverteilung über den Tag angeht :D
Fütter so, wie es dir und der Katz am besten paßt, ihr werdet euch da schon einig ...

edit: ich hoffe, keiner hat die Nullen hinter der 4 bei der Gewichtsangabe gesehen ... :bet:



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Re: Die große Wissenschaft der natürlichen Katzenernährung?

Beitrag von Mone Hase » Fr 2. Nov 2012, 21:48

Wir geben 2 mal täglich ev. am Wochenende mal wenn ich Lust habe 3 mal aber dann kleinere Mahlzeiten. Als Shari krank war haben wir teilweise 6mal täglich gegeben - das war fürchtelrlich.


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Re: Die große Wissenschaft der natürlichen Katzenernährung?

Beitrag von saloiv » Fr 2. Nov 2012, 22:03

Im Sommer haben sich meine Katzen meist (an guten Tagen) nur von Mäusen ernährt und das angebotene Futter stehen gelassen, aber 12-16 Stück habe ich nie gezählt, eher fünf oder sechs und viel Zeit zum schlafen... An schlechten Tagen noch weniger...


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Re: Die große Wissenschaft der natürlichen Katzenernährung?

Beitrag von Mone Hase » Fr 2. Nov 2012, 22:25

Was meint ihr den zusätzlich zu guten Nassfutter plus Frischfleisch (unter 20 Prozent) -> zustätzliche Zufur von Taurin. Da es heisst das im Futter zu wenig drinnen ist.


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Re: Die große Wissenschaft der natürlichen Katzenernährung?

Beitrag von Murx Pickwick » Fr 2. Nov 2012, 23:02

Grundsätzlich wird Taurin aus Katzenfutter und aus Kochkost deutlich schlechter aufgenommen als aus rohem Fleisch. Dazu kommt, daß jegliche Verarbeitung oder Einfrieren Taurin zerstört ... gekochtes Fleisch enthält also weniger Taurin wie rohes Fleisch. Heißt also, wenn du ab und an rohes Herz verfütterst, tust du deinen Katzen etwas deutlich besseres an, wie wenn du die gleiche Menge Taurin in Form von Naßfutter gibst.



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Re: Die große Wissenschaft der natürlichen Katzenernährung?

Beitrag von Schnubbels » Sa 3. Nov 2012, 09:38

Wieviel Gramm Futter rechnet man denn in etwa für eine Katze? Und könnt ihr mir Fleischsorten sagen, die besonders beliebt sind? So für den Anfang, dann geh ich das nämlich einkaufen :D


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Re: Die große Wissenschaft der natürlichen Katzenernährung?

Beitrag von Venga » Sa 3. Nov 2012, 10:04

Meine lieben Pute, Huhn und Kaninchen, aber Rind und Wild wird auch gern genommen.
Hühnerflügel werden gern gefressen - mit Haut und Knöchelchen (das spart die Eierschale).
Hühnerherzen sind auch beliebt, sie enthalten mehr Taurin als Rinderherzen.
Ich würde mit Hühnerherzen, Hähnchen- oder Putenbrust anfangen.
Das ist leicht verdaulich.
Möglich, dass sie Anfangs Durchfall bekommt. Das ist bei einer Futterumstellung nicht ungewöhnlich.
Wenn sie Geflügel verträgt, kannst du andere Fleischarten dazu nehmen.

Wie viel sie braucht, kann ich dir nicht sagen. Das ist auch von dem Gewicht und der Aktivität abhängig.
Anfangs würde ich ihr geben, bis sie satt ist.
Katzen hören meist auf zu fressen, wenn sie satt sind, anders als manche Hunde.


LG
Venga

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Re: Die große Wissenschaft der natürlichen Katzenernährung?

Beitrag von Schnubbels » Sa 3. Nov 2012, 11:32

Könnt ihr mir auch noch ein einigermaßen gescheites Nassfutter empfehlen, was Katzen auch gerne fressen?! Ich will sie ja nicht so Knall auf Fall umstellen.

Das Almo Nature mag Mimi gerne. Dann hab ich noch Nature's Best von Schmusy gekauft. Kennt das einer? Mimi rührt es bisher nicht an.


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Re: Die große Wissenschaft der natürlichen Katzenernährung?

Beitrag von saloiv » Sa 3. Nov 2012, 11:37

Bei Aldi gibt es recht hochwertiges Katzenfutter, es heißt cachet, allerdings gibt es von cachet auch minderwertiges Futter! Die kleineren Dosen sind das hochwertige, die großen Dosen minderwertig (3% Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse....).
cachet classik = minderwertig
cachet select = hochwertig
https://www.aldi-sued.de/de/html/product_range/2744_17262.htm" onclick="window.open(this.href);return false;


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Re: Die große Wissenschaft der natürlichen Katzenernährung?

Beitrag von Ziesel » Sa 3. Nov 2012, 13:15

Wie hoch ist beim Aldi-Cachet der Fleischanteil? In Saloivs Link steht "zeichnet sich durch einen besonders hohen Anteil an reinem Muskelfleisch aus" - mhja der Anteil des Muskelfleisches bei wie viel Prozent Fleisch? Wenn es die 200gr Cachet-Dosen sind, ist´s glaube mit " 58% Fleisch und tierische Nebenerzeugnissem" deklariert, also muss der Anteil an "richtigem Fleisch" nicht sehr hoch sein aber vom wenigen Fleisch ist dann viel Muskelfleisch?!
Sorry aber ich kann mir irgendwie nicht vorstellen, dass bei´m Preis von 0,35 € jed Dose (also 100gr = 0,18 €) wirklich viel Gutes drin ist.

Genauso geht´s mir zB beim Futter vom DM, welches ich prinzipiell besser find als zB alle Felix-Sorten mit ihrem Zucker und nur 4 % Fleisch.
DM-Futter ohne Zucker, Farb und Konservierungsstoffe, wie zB mit 60% Rind, hat in der Zusammensetzung stehen, dass es sich hier um 60% Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse handelt.
Nun glaub ich auch hier nicht, dass in einem Futter wo 100gr = 0,25 € kosten besonders viel hochwertiges Fleisch enthalten ist.

Darum geb ich sowas gelegentlich mal, würde es aber nicht zum Hauptfutter für unsere Wohnungsmietzen machen, die sich ja nicht draussen noch´n Happen schnappen können und guck mich nach Sorten um, die "fleischiger" sind und wo möglichst deklariert ist, was für Fleisch drin ist
wie zB beim [url=http://www.tierpla.net/katzen-ernahrung/topic11802.html]Terra Felis[/url] oder der [url=http://www.tierpla.net/katzen-ernahrung/pussy-deluxe-fleischeslust-t15681.html]Katzenwurst[/url] UND welches denn unsere Katzen auch geruhen zu sich zu nehmen ...



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Re: Die große Wissenschaft der natürlichen Katzenernährung?

Beitrag von Schnubbels » Sa 3. Nov 2012, 17:33

Also ich hab jetzt folgendes hier

Almo Nature verschiedene Sorten: Ist laut Mimi mjammi :D Hab natürlich noch nicht alle ausprobiert, aber Huhn mit Kürbis mochte sie sehr gerne. Wobei das Almo Nature jetzt auch kein richtiges Fertigfutter ist, sondern einfach nur Fleisch aus der Dose.

Nature's Menü von Schmusy
Das hochwertige Fleisch in Schmusy Nature's Menü wird mit bekömmlichen Kohlenhydraten für eine ausgewogene Ernährung Ihrer Katze ergänzt. Abgerundet werden die Rezepturen mit natürlichen Ergänzungen wie Vitaminen und Taurin sowie funktionellen Zutaten wie Flohsamen, Bierhefe oder Mineralerde, die das Wohlbefinden Ihrer Samtpfote steigern.

Schmusy Nature's Menü
ist eine köstliche und alternative Fleischmahlzeit auf der Speisekarte Ihrer Katze. Die ausgewählten natürlichen Zutaten ergeben ein ausgewogenes Menü als Teil einer modernen und gesundheitsbewussten Lebensweise.
Das mochte sie allerdings nicht besonders. Als ich es stehen lassen habe, hat sie es aber dann doch gefressen.

Dann hab ich heute noch von Grau verschiedene Schlemmertöpfchen geholt.
Fortsetzung Produktbeschreibung:
Unter Verwendung ausgesuchter Fleischanteile entsteht - schonend zubereitet - ein besonders bekömmliches und leicht verdauliches Katzenfutter.

Aus der genannten Fleischsorte werden jeweils 50% Muskelfleisch und 50% Innereien verwendet. Dazu werden ausschließlich wertvolle Innereien mit hohem Nährwert wie Herz, Leber, Magen und Pansen (je nach Tierart) ausgewählt.

Bei den Grau Schlemmertöpfchen getreidefrei für Katzen wird nicht nur bei der Herstellung, sondern auch bei den verwendeten Rohstoffen, komplett auf die Zugabe von künstlichen Konservierungsstoffen, Antioxidantien, Lock-, Farb- und Geschmacksstoffen verzichtet.

Für Grau Schlemmertöpfchen findet garantiert kein zu Fleischstückchen modifiziertes Soja Anwendung. Die Grau Schlemmertöpfchen sind luftdicht verschlossen und so vor Verderb geschützt. Dieses besonders hochwertige und schmackhafte Katzenfutter unterliegt einer ständigen Qualitätskontrolle.

Getreidefrei
Fleisch zu je 50% aus Muskelfleisch und Innereien
Innereien von Herz, Leber, Magen und Pansen
Nur genannte Fleischsorten werden verwendet
Auch für ernährungssensible Katzen geeignet
Kein Soja, keine künstlichen Zusatzstoffe
Schonende Zubereitung
Praktische Portionsdose von 200 g
Zusammensetzung:
Huhn & Kalb:
Fleisch und Innereien (Huhn mind. 40%, Kalb mind. 28%), Fleischbrühe, Calciumcarbonat.
Kaninchen, Rind & Ente:
Fleisch und Innereien (Kaninchen mind. 30%, Rind mind. 20%, Ente mind. 18%), Fleischbrühe, Calciumcarbonat.
Pute & Lamm:
Fleisch und Innereien (Pute mind. 40%, Lamm mind. 28%) Fleischbrühe, Calciumcarbonat.
Pute, Lachs & Makrele:
Fleisch und Innereien (Pute mind. 30%, Lachs mind. 20%, Makrele mind. 18%), Fleischbrühe, Calciumcarbonat.
Geflügel & Seefisch:
Fleisch und Innereien (Geflügel mind. 40%, Seefisch mind. 28%), Fleischbrühe, Calciumcarbonat.
Kitten Rind, Ente & Geflügel:
Fleisch und Innereien (Rind mind. 30%, Ente mind. 20%, Geflügel mind. 18%), Fleischbrühe, Calciumcarbonat.

Zusatzstoffe:
Ernährungsphysiologische Zusatzstoffe:
Vitamin A (2.000 IE/kg), Vitamin D3 (200 IE/kg), Vitamin E (25 mg/kg), Zink (15 mg/kg), Jod (0,75 mg/kg), Selen (0,03 mg/kg), Taurin (1.000 mg/kg).
Da werd ich berichten ob es schmeckt.

Von Almo Nature hab ich noch eine Packung BioPate geholt.

Und von DM Dein Bestes mit 60% Fleischanteil, allerdings 60% Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse.

Zudem von DM Dein Bestes Knabberstäbchen mit 95% Fleisch, allerdings auch wieder Nebenerzeugnisse. Das liebt Mimi :lieb:

Dazu hab ich frisch heute Hähnchenherzen, Hähnchenmägen, Putenbrustfilet und Thunfisch (nicht aus der Dose) geholt. Mal schauen was sie dazu sagt.
Insgesamt find ich sie frisst sehr wenig, aber ich hatte ja auch noch nie eie Katze und sie ist auch sehr klein... Oder es liegt noch daran dass sie krank ist. Ist auch noch ganz schön am Schniefen :?


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Re: Die große Wissenschaft der natürlichen Katzenernährung?

Beitrag von Venga » Sa 3. Nov 2012, 17:50

Schnubbels hat geschrieben:Insgesamt find ich sie frisst sehr wenig, aber ich hatte ja auch noch nie eie Katze und sie ist auch sehr klein... Oder es liegt noch daran dass sie krank ist. Ist auch noch ganz schön am Schniefen
Die Erkältung wird sicher dazu beitragen, dass sie wenig frisst.
Allerdings brauchen Katzen von hochwertiger Nahrung wesendlich weniger als vom Trofu oder Billig Futter, von dem mindestens die Hälfte den Weg aus der Katze findet und große stinkende Haufen im Kaklo hinterlässt.
Schnubbels hat geschrieben:...Mal schauen was sie dazu sagt.
Das möchte ich auch gern wissen. Meine Katzis reden grundsätzlich nicht mit dem Futter. 8-)


LG
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Re: Die große Wissenschaft der natürlichen Katzenernährung?

Beitrag von Angel272 » Di 6. Nov 2012, 14:56

Ich hab ja 4 Katzen, wovon nur 2 wirklich Nassfutter und auch Frischfleisch fressen.
An Dosenfutter fütter ich
Grau
Animonda vom Feinsten
Animonda Carny
RopoCat
ab und an Terra Faelis ( was aber nicht gerne gemocht wird)
und für Bonnie auch mal Miamor Pate

Dann hab ich noch von Fressnapf das Real Nature ausprobiert....wird auch gerne mal genommen , aber nicht auf Dauer.
Auch Bozita gibts ab und zu mal, wobei mir das gepresste Futter nicht gefällt, auch wenns 93% Fleisch haben soll.

Ich geh Freitags immer einkaufen und da bring ich dann immer ne gr. Portion Rindertatar oder Hühner- oder Putenherzen oder Putenfleisch mit, manchmal auch ein Stück frischen Lachs oder auch Krabben ( die sind nur verflixt teuer und ich darf dann pulen ).

Ganz barfen trau ich mich aus 2 Gründen nicht.
1. Diese supplementieren ist mir zu kompliziert, wenn ich da alles aufs Gramm genau machen soll und die Supplemente selber sind auch sau teuer.
2. Man soll ja nicht Dosenfutter und Frischfutter zusammen oder kurz hintereinander anbieten, da die beiden Sachen ja verschiedene Verdauungszeiten haben.
Was mach ich dann mit dem Trofu? 2 Katzen fressen ja nur ne Minimenge Frischfleisch...

Hühnchenflügel kann ich leider nicht anbieten, da ich überall Teppich habe und die Dinger sicher durch die Zimmer gezogen werden würden....find ich nicht so toll, auf dem Teppich.


LG Angel

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Re: Die große Wissenschaft der natürlichen Katzenernährung?

Beitrag von Murx Pickwick » Di 6. Nov 2012, 15:10

Dieses Supplementieren ist nicht nur kompliziert, sondern auch noch vollkommen unnötig!
Wurde bei den Züchtern vor 30 Jahren auch nicht gemacht und dennoch waren deren Katzen bis ins hohe Alter gesünder, wie später mit Fertigfutter.

Auch mit dem Dosenfutter ja nicht mit Frischfutter mischen dürfte eher ins Reich der Fabeln gehören ... Dosenfutter ist wie gebratenes/gekochtes Fleisch, rohes Fleisch ist rohes Fleisch.
Wenn man nun liest, auch in Barferforen, daß die Katzen mit angebratenem Fleisch oder angebratener Leber fürs Frischfutter versucht werden zu begeistern, die Katzen das offensichtlich auch vertragen, trotzdem dann der äußere Teil wie Dosenfutter ist und der innere Teil wie rohes Fleisch oder aber, wenn man in Barferforen davon liest, daß langsam dem Dosenfutter immer mehr rohes Fleisch untergemischt werden soll, um die Katzen für Frischfleisch zu begeistern, wird das Ganze ad absurdum geführt ...

Wo eventuell aufgrund der tatsächlich unterschiedlichen Verdauungszeiten Probleme auftauchen könnten, wäre Trockenfutter + rohes Fleisch ... das liegt jedoch am Vermahlungsgrad des Trockenfutters, schließlich sind Trockenfutter nix weiter wie vermahlene und zusammengepreßte Futtermehle ohne Struktur, rohes Fleisch dagegen enthält richtig lange Fasern in Form von Muskelfasern. Mag zwar sein, daß die Muskelfasern viel, viel kürzer sind wie Cellulosefasern und Ligninmoleküle, aber das ändert dennoch nix an der Tatsache, daß sie deutlich länger sind, wie zu Futtermehlen vermahlene Trockenkost.

Generell ist Trockenfutter allerdings in der Katzenernährung abzulehnen ... ist einfach viel zu weit weg von dem, was die letzten 10.000 Katzengenerationen gefressen haben.
Trockenfutter ist für Katzen etwa so, wie Kuntibunti für Kaninchen ...



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Re: Die große Wissenschaft der natürlichen Katzenernährung?

Beitrag von Angel272 » Di 6. Nov 2012, 22:11

Danke Murx.
Generell ist Trockenfutter allerdings in der Katzenernährung abzulehnen ... ist einfach viel zu weit weg von dem, was die letzten 10.000 Katzengenerationen gefressen haben.
Trockenfutter ist für Katzen etwa so, wie Kuntibunti für Kaninchen ...
Erzählst du das bitte mal meinen 2 Trockenfutterjunkies?? :bet:


LG Angel

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Re: Die große Wissenschaft der natürlichen Katzenernährung?

Beitrag von Curly » Di 6. Nov 2012, 22:27

Ich möchte hier nochmal den Link rein setzen:

https://www.tierpla.net/post196830.html?hilit=supp*#p196830" onclick="window.open(this.href);return false;



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Re: Die große Wissenschaft der natürlichen Katzenernährung?

Beitrag von Murx Pickwick » Di 6. Nov 2012, 23:02

Ich habe gefühlte Jahre gebraucht, Bero davon zu überzeugen, daß er KEINE vergammelten Soja- und Joghurtprodukte fressen möchte und daß rohes Fleisch durchaus etwas Gesundes und nix Giftiges ist ... letztendlich hat nur eines geholfen - er war bei uns eingesperrt, er bekam nix anderes, wie das, was er klauen konnte und was ich ihm vorsetzte. Milchprodukte gabs nicht ... irgendwann hats bei ihm der Hunger reingetrieben ...

Ich glaube, wenn der Kater wenigstens Katzenfutter gefressen hätt, hätte ich aufgegeben und er hätte das Katzenfutter bekommen - aber mit Milch- und Sojaprodukten konnte ich mir partout nicht vorstellen, daß er mir damit längere Zeit erhalten geblieben wäre.

Einen Tip, wie man verbohrte Katzen davon überzeugt, daß sie nun etwas anderes, gesünderes wie ihre gewohnte Kost fressen wollen, hab ich definitiv nicht! Ich hab nur vollstes Verständnis für jeden, der den Schritt zu Rohkost für die Katz nicht schafft, weil sich Katz querstellt.



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Re: Die große Wissenschaft der natürlichen Katzenernährung?

Beitrag von Schnubbels » Mi 7. Nov 2012, 18:35

Also, ich hab jetzt doch nochmal Klärungsbedarf. Öhm ja laut einer Facebookgruppe sei es sehr verantwortungslos was ich da vor habe (auf Supplemente zu verzichten) und schlichtweg nicht möglich eine Katze ohne Supplemente zu ernähren. :hehe:
Die "Barfer" argumentieren damit, dass sie ein Beutetier von der Katze (Maus) nachbauen.

Ich liste mal einfach alle Nährstoffe auf, die eine Katze braucht und würde dann gerne wissen wo sich die Nährstoffe in den Ernährungsbestandteilen, die ich im ersten Post genannt habe, wiederfinden und ob diese ausreichend sind.

Protein (sollte ausreichend im Muskelfleisch vorhanden sein)
Fett (dafür gebe ich Butter, Gänseschmalz, Fett vom Fleisch, fetten Fisch und selten pflanzliches hochwertiges Öl)
Kohlenhydrate (braucht Katz kaum, also kriegt sie selten mal bissl Gemüse, bissl Reis/Hirse oder anderes)
Vitamine:
Vitamin A,D,K (soll nicht supplemetiert werden, da Überversorgungen schädlich seien, Wo ist dies in natürlicher Nahrung drin?)
Vitamin B (da geben viel Bierhefe)
Vitamin C (braucht Katz nicht, da sie Vit. C selbst synthetisieren kann)
Vitamin E (soll supplementiert werden, wo ist dies in natürlicher Nahrung drin?)
Je nach Fütterungsmethode eignen sich verschiedene Produkte wie Centrum oder Präparate mit ähnlicher Zusammensetzung, Kitty Bloom VM900+3, Nekton, Catfortan, Marienfelde Vitakalk, Trixi Aufbaukalk, Murnil, Hefeflocken, Vitamin-B-Komplex, Vitamin E, Bezugsquellen: Lebensmittelgeschäft, Apotheke, Zoohandel, Tierarzt, Internet:
Quelle: https://www.savannahcats.de/rohfuetterung.html" onclick="window.open(this.href);return false;
Also künstliche Vitamine seh ich sehr kritisch. Ist ja mittlerweile erwiesen, dass diese vom Körper nicht verwertet werden können und bei längerer Einnahme zu Schäden führen. Da geb ich doch lieber natürliche Nahrung und die Vitamine werden bei Nichtgebrauch einfach ausgeschieden. :arg: Ist für mich auch ein Widerspruch in sich: Denn die "Barfer" wollen ja natürlich ernähren, streuen den ganzen Mist, der eigentlich gefährlich ist und weswegen ich kein Fertigfutter füttere, wieder aufs Fleisch... In den Katzenbarfshops gibts zig Vitaminpräparate, teils Einzelvitamine, teils Mischungen von A-Z

Machen wir weiter mit
Mineralien:
Calcium: sollte supplementiert werden, wenn man Fleisch füttert um den Phosphorgehalt auszugleichen. Wenn man ausschließlich kleine, ganze Tiere verfüttert, erübrige sich ein Calziumpräparat. (Ich denke: es wird schon passen, wenn man eben ab und an Knochen verfüttert, es muss ja nicht jede Mahlzeit komplett ausgewogen sein). Es gibt dann auch so einen Kalkulator, der einem genau ausrechnet wieviel Calcium man bei dieser und jener Fleischsorte braucht.
Salz: das Blut in unserem Fleisch fehlt natürlich, bissl Meersalz und fertig, ist für mich auch kein Supplement in dem Sinne
Das Gleichgewicht des Calzium-Phosphors wird immer wieder betont und eine Supplementierung im Sinne vom "Ausgleich" sollte gegeben werden.
Eisen: sollte meiner Meinung nach genug im roten Fleisch vorhanden sein, auch wenn das Blut an sich fehlt

Dann wird noch Taurin als Supplement empfohlen. Der Tauringehalt in Fleisch, insbesondere im Herzen, reiche nicht aus.

Zudem gibt es auch Anfänger-Supplemente, also alles in einem Pülverchen z.B. EasyBarf...Mir ist es alles mehr als suspekt, aber nachdem man mir vorhergesagt hat, dass meine Katze Mängel bekäme, wenn ich nicht supplementiere, hab ich nochmal recherchiert.

Was meint ihr dazu? Ich hab iwie noch etwas mehr Klärungsbedarf und will es verstehen.


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Re: Die große Wissenschaft der natürlichen Katzenernährung?

Beitrag von saloiv » Mi 7. Nov 2012, 19:26

Zu welchem Kinderarzt würdest du wieder gehen?

1. zu dem, der dir dazu rät, als Hauptnahrung ausnahmslos Disenessen und Fertigessen (Tiefkühllassagne) deinem Kind zu geben, da dort die richtigen Vitamine in der richtigen Menge zugesetzt sind und so keine Mangelerkrankungen auftreten. Und wenn du was anderes deinem Kind gibst, dann nur mit Pulver der richtigen Vitamine oben drauf.

2. Zu einem Kinderarzt, der dir rät, abwechslungsreich und frisch zu kochen und dir ein paar Richtlinien mitgibt.

3. Zu dem, der dir eine Tabelle mitgibt was du an welchem Tag zubereiten sollst und das passende Pulver dazu, das du drüber streuen musst, damit es keine Mängel gibt.

??

Ich glaube, mehr muss man dazu nicht sagen.

Weder Kinderernährung, noch Katzenernährung benötigt künstliche Vitamine, Ernährungspläne und Fachkenntnisse zur Ernährung. Viel mehr benötigt man Kreativität, Abwechslung, Vielfalt, Frisches, gute Rohstoffe...


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Re: Die große Wissenschaft der natürlichen Katzenernährung?

Beitrag von Balino » Mi 7. Nov 2012, 19:41

Also mir wär das zu kompliziert. Da da auch so viel künstliches bei ist, kann man's ja gleich lassen und normales Katzenfutter füttern.

Oder man füttert eben ganz einfach nur abwechslungsreich. Was soll daran falsch sein!?
Zur Not falls die Mietz fütterungsbedingt krank wird oder nicht gut aussieht kann man ja noch was ändern.


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Re: Die große Wissenschaft der natürlichen Katzenernährung?

Beitrag von Schnubbels » Mi 7. Nov 2012, 19:56

Balino hat geschrieben:Also mir wär das zu kompliziert. Da da auch so viel künstliches bei ist, kann man's ja gleich lassen und normales Katzenfutter füttern.
Jep, seh ich ja im Grunde genauso. Nur gibt mal Katzen barfen bei Google ein, ihr landet nur auf solchen Seiten.

Es gibt auch eine 20%Regel, also wenn man weniger oder höchstens bis zu 20% Frischfleisch und eben den Rest Fertigfutter füttert, dann kann man Supplemente weglassen. Bei mehr müssen sie hinzu.

Aber eigentlich hab ich mich ja eh schon entschieden wie ich es machen werde. Halt mich ja jetzt schon nicht dran 8-)
Eigentlich propagieren die ja genau das Selbe wie die Futtermittelindustrie :X


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Re: Die große Wissenschaft der natürlichen Katzenernährung?

Beitrag von Curly » Mi 7. Nov 2012, 19:58

Übrigens braucht Mietz nicht jeden Tag genau die Dosierung.
Es reicht, wenn sie grob gesagt z.B. heute vorwiegend Taurin und morgen
vorwiegend Protein bekommt.
Soll heißen, wenn du schaust, dass sie abwechslungsreich, von jedem
Nährstoff/Vitamin/Mineral was bekommt, ernährst du sie besser als
mit Pülverchen oder Fertigfraß.



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Re: Die große Wissenschaft der natürlichen Katzenernährung?

Beitrag von saloiv » Mi 7. Nov 2012, 20:07

Diese Barf-Wochenpläne sind auch pure Propaganda-Empfehlungen der Nahrungsmittelindustrie. Diese sagen ja auch, dass es viel zu kompliziert wäre, mangelfrei zu barfen, dafür müsse man Ernährungsexperte sein etc. pp.
Die Wahrheit ist eigentlich, dass fast alles andere gesünder ist, als Fertigfutter,. und gerade dort kommt es zu Mängeln und Allergien...


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