neue Pferdegeschichten...

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neue Pferdegeschichten...

Beitrag von Entensusi » Do 24. Jul 2014, 12:17

Ja, auch in der Pferdewelt bleibt die Uhr nicht stehen...

Einer meiner Pferde-Freundinnen hat sich mit ihren Pferden auf "Herdenhaltung" eingeschossen. Nachdem es im ersten Stall nicht geklappt hat, sind sie umgezogen, und ihre Pferde, eine recht gutmütige Ponystute und ein etwas dominanterer Wallach, haben sich in der gemischten Herde gut gemacht, Al Capone hat die Leitpferdposition übernommen, und für Ordnung gesorgt. Leider bleiben solche Herden ja nicht in der gleichen Besetzung, Pferde gehen, neue kommen. Und mit einem Neuzugang gab es dann Stress, Die beiden haben sich um die Stuten geprügelt, und am Ende gab es die "Stallmeinung" dass Al Capone Schuld ist. An Allem. Und überhaupt, der hat ja von Anfang an.. und.. :roll: mit dem Ergebnis, dass Capone Schnall auf Fall in eine Box umziehen musste. Und meine Freundin sich ziemlich "geächtet" vor kam, Capone bekam dann nur noch die Matsch-Koppel, und nur noch wenn das Wetter gut war und... nachdem es aber in der Umgebung ansonsten keine Herdenhaltung mehr gibt, wird Capone wohl verkauft.. denn wer einmal seine Pferde in der Herde hatte, will es nicht mehr anders. :hm:
Andererseits hab ich letzt gehört, dass alte Pferde in Herden öfter Mal sehr brutal behandelt werden, bis zum "Totschlag". Das finde ich nun auch ziemlich gruselig...

Ansonsten, meine Freundin mit den drei Pferden, die wir immer wieder betreuen dürfen, war letzt wieder 1 Woche unterwegs und wir hatten Stalldienst. Diesmal musste ich nicht misten... ;) Aber wir hatten einen krassen Wetterwechsel dabei, und so durften wir die Pferde von Tag-Koppel auf Nacht-Koppel umstellen. An einem Abend gab es Riesenzirkus, weil auf dem Weg zur Koppel ein anderes Pferd auf der Koppel - stand dort völllig alleine (!) - bei unserem Anblick komplett ausgetickt ist. Und das lässt sich unser Gino natürlich nicht zweimal sagen :shock: Er hat also versucht, um meine Tochter rumzutanzen, die aber in der anderen Hand noch den Schimmel hatte, der das überhaupt nicht lustig fand. Sogar Giri wollte mittoben, aber der fand dann das Gras doch spannender.. guter alter Giri... und ich konnte irgendwie meiner Tochter wenigstens den Schimmel abnehmen. Gino war wirklich frech, ging direkt vor meiner Tochter hoch, und ich hab nur noch Stoßgebete los geschickt. Die lässt ja nicht aus oder geht mal einen Schritt zurück, nein, nein.
OK, alles gut, aber diesmal haben wir den Gino alleine auf die Koppel gestellt, und die beiden anderen daneben. Der Spinner ist dann wirklich noch 1/2 h rumgefetzt, bis er sich so langsam beruhigt hat.
Am nächsten Morgen hat eine andere Pferdebesitzerin die drei rein geholt, und auf meine Frage, ob alles gut ging, meinte sie "Aber sicher, ich bin immer ruhig, dann sind das die Pferde auch.. der Süße macht doch bei mir kein Theater"... ommmmmmm. Am nächsten Morgen kam dann von ihr die sms "Habe SEHR genervte Pferde von der Koppel geholt!" :taetchel: Aber die Dame ist eh speziell, eigentlich sollte ihr Pferd immer mit Giri raus, aber es hat nie gepasst. Zu nass, da kann er sich nicht hin legen. Die Sonne zu hell, das blendet. Sie war schon spazieren mit ihm, da ist Koppel dann zu anstrengend.. und was weiß ich, vielleicht hat die Boxwand zu ihr gesprochen, dass heute ein schlechter Tag ist :crazy:

Meine Tochter hat vom Hufschmied ein großes Lob bekommen, beim Schimmel seien die Hufe nicht mehr so ungleichmäßig abgewetzt, sie würde ihn wohl gut reiten. Er setzt wohl besser auf im Moment, keine Ahnung. Hat mich jedenfalls gefreut, ein Lob vom Hufschmied ist schon etwas sehr seltenes! :smile:

Ja, so ist das.. und mit ihren Fliegendecken und -mützen sehen die Pferde gerade reichlich seltsam aus, wenn sie raus kommen! :lol:


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Re: neue Pferdegeschichten...

Beitrag von Bigfoot63 » Do 24. Jul 2014, 13:48

Schön wieder von den Pferden zu lesen.

Das ist das einzige was ich nun seit Jahren praktiziere, die Haltung von Pferden jeglichen Alters, Größe und Geschlechts in einer Gruppe.
Das A und O ist die Mischung der Geschlechter, finde ich. Es scheint unproblematischer je mehr Stuten in der Herde sind.
Dazu muss wirklich sehr viel Platz vorhanden sein, so daß sich in der Herde auch wieder kleinere Grüppchen bilden können. Pferde die sich nicht so mögen gehen sich in der Regel auch aus dem Weg, das können sie aber oft gar nicht weil die Weiden einfach zu klein sind.
Die Herde wird bei uns immer von zwei sehr ranghohen Stuten geführt. Wobei die eigentliche Chefin eine eher ruhigere Kugel schiebt als die Nr. 2 der Rangordnung.
Wallache haben bei uns in der Herde eigentlich nichts zu melden und wenn sie es doch tun, gibt's auf den Latz.
Da alle Pferde unbeschlagen sein müssen in dieser Haltungsform, ist das schlimmste was vorkommt mal ein Bluterguss auf dem Hinterteil oder der Brust oder so. Bißwunden haben wir so gut wie nie.
Wichtig ist natürlich auch, daß solche Herden einen Bestand haben ohne allzu häufige Wechsel.
Das alte Pferde stärker angegangen werden als jüngere kann ich so nicht feststellen, wohl aber das alte Pferde, sehr weise, manchem Ärger aus dem Weg gehen.
Bei uns leben Shettys, Endmaßponys, Welsh Ponys, Vollblüter Englisch und Arabisch mit Quarter und Westfale einträchtig zusammen in einer Gruppe. Lediglich Rehe anfällige Ponys leben separat, da sie nicht auf die Vollweide können. Die meisten sind älter, aber wir haben auch Jährlinge dabei und einige mittelalte Pferde sowie auch Senioren ab 30 Jahre. In eine harmonische Gruppe mit viel Platz kann ich natürlich auch viel leichter Pferde integrieren.

Viel Ärger könnte oft vermieden werden, wenn hysterische Besitzer mal lernen würden, das Pferde nun mal auch raufen und das zu einem Pferdeleben dazu gehört. Da wird oft nur an den Tierarzt und die Kosten gedacht, dabei ist der bei uns nur selten zu Gast. Der verdient sein Geld an Boxenpferden die sich die Lahmheiten so zusagen im Ruhemodus zuziehen. Wirkliche Verletzungen haben wir vor 2 Jahren mal gehabt, da ist eine Stute zwischen 2 spielende ( und dabei austretende Wallache ) geraten und hat einen heftigen Tritt kassiert. Sie stand einfach plötzlich dazwischen. Ein echter Unfall, der ihr eine Tierarztbehandlung ( Muskelriss ) einbrachte und einige Zeit auf einem Paddock mit nicht ganz soviel Auslauf und Ruhe vor der Herde...
Oft sehe ich Offenstall Haltungen die zwar dann viel Platz haben, aber nur einen Futter oder Tränkplatz, das ist so wenig clever...

Das sich die Hufe verbessert haben ist doch toll. Hufschmiede sind wirklich immer sparsam mit Lob - ist da eine Berufskrankheit - nehme ich an ;)

Hatte ich schon erwähnt das ich unbedingt Fliegenmützen Bilder sehen möchte :mrgreen:


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Re: neue Pferdegeschichten...

Beitrag von Entensusi » Fr 25. Jul 2014, 08:57

Bigfoot63 hat geschrieben:Viel Ärger könnte oft vermieden werden, wenn hysterische Besitzer mal lernen würden, das Pferde nun mal auch raufen und das zu einem Pferdeleben dazu gehört.
das denke ich mir auch.. es ist halt wieder so ein Fall von "Von allem das Beste" - einerseits ein gutes Gewissen, da "artgerechte Haltung", andererseits aber darf nichts passieren. Verständlich, geht mir ja mit meinen Freigängerkatzen genauso... was ich mies finde ist, dass dann die Besitzer nicht versuchen, eine Lösung zu finden, wie auch immer, sondern dass rausgemobbt wird. Es ist ja abzusehen, dass früher oder später derselbe Ärger, nur mit anderen Pferden wieder anfängt.


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Re: neue Pferdegeschichten...

Beitrag von Bigfoot63 » Fr 25. Jul 2014, 10:27

Die Frage ist bei allen Herdentieren immer zu stellen, unterwirft sich der eine dem anderen und sind es wirklich nur so allgemeine Kratzer und ein paar Dellen die entstehen. Meist können die Leute so ein bisschen harmloses "angeklopfe" nicht aushalten. Es ´"könnte" ja mal was schlimmes passieren, dann kommen immer die Geschichten als ein Pferd tot auf der Koppel lag, hat ja immer jemand von noch jemanden usw. gehört.
Erstaunlich was da rumgeht unter den Besitzer und Reitbeteiligungen.
Deshalb ist das bei uns so entspannt, es gibt so gut wie keine Besitzer, wir leben da echt im Paradies...

Letztes Wochenende haben wir ein sichergestelltes Pferd, das eine Weile alleine bzw. dann mit Gesellschaft auf einem Paddock stand, einfach mit in die Herde geworfen. Die sind alle angekommen und haben geguckt, das neue Pferd hat still gehalten und als es ihr was zuviel wurde, da ist sie auf und davon. Die ganze Herde im Schlepp 2 mal rauf und runter galoppiert, da hatten dann schon die ersten keine Lust mehr. Es gab dann ein deutliches "Gehabe" von der Leitstute und das war es dann. Klar darf sie jetzt nicht zuerst in den Lieblingsunterstand, aber wir haben genug Unterstände und Liegeplätze. Das klappt also.
Das Pferd kannte übrigens keine Pferdegesellschaft in den letzten 2,5 Jahren. War als Fohlen abgesetzt worden und hat doch alle Instinkte die man für eine Herde braucht. Wenn ich immer höre " der kennt das auch nicht". Ne kann sein, aber Pferdesprache von Pferden übermittelt verstehen alle. Drohgebärde ist Drohgebärde und Beschwichtigung ist Beschwichtigung. Mehr brauchen die auch nicht....

Ich bin wirklich immer wieder überrascht welcher Unsinn von manchen Besitzern oder Reitbeteiligungen verzapft wird.
So viele Dinge werden einfach ungeprüft weitergegeben und nie hinterfragt. Ist ja bei der Kaninchenhaltung irgendwie auch nicht anders...

Was ist nu mit den Fliegenhäubchenfotos *superliebguck*


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Re: neue Pferdegeschichten...

Beitrag von Murx Pickwick » Fr 25. Jul 2014, 14:43

Die Herde hier ist im Vergleich zu anderen Pferdeherden superaggressiv, was das Verhalten untereinander angeht. Bleibt halt nicht aus, hier wird keine Rücksicht beim Verkauf von Pferden auf Pferdefreundschaften genommen, neue Pferde werden halt mal schnell in die Herde gestellt - auch im Winter, wenn Schulpferde und Pensionspferde zusammen im Laufstall stehen und nicht auf der Weide ... dieses ständige rein - raus - neue Zusammenstellung bringt einfach irrsinnig viel Unruhe rein, mit denen die Pferde eben nicht mehr wirklich klar kommen.

Dennoch ist es hier noch nie passiert, daß die Pferde sich gegenseitig umgebracht hätten ... klar, gibt immer wieder kleinere Blessuren, weil ein Pferd ausrutscht, oder nen etwas ernster gemeinten Tritt abbekommt oder so - aber wirklich ernsthafte Verletzungen gabs eigentlich nur durch echte Unfälle, sei es, weil Gegenstände auf der Weide rumlagen, die da nix verloren haben, sei es, weil scharfe Kanten von Futterplätzen oder so nicht entschärft wurden. Das hat aber nix mit ernsten Pferdeprügeleien zu tun!
Etwas anderes wars mit dem Hengst ... der hatte nach Tod seines Freundes (war auch ein Hengst) keinen Wallach oder Hengst mehr neben sich geduldet und dann auch richtig böse übern Zaun gebissen, wenn er die Gelegenheit bekam.

Allerdings hatte ich diesen Winter das erste Mal beobachten können, was passiert, wenn man auf einem viel zu kleinen Laufstall einzelne Pferde füttert ... etwas, was den alten Besitzer fuchsteufelswild gemacht hatte, wenn er es sah - nun, er lebt nicht mehr, nun wird halt das Rad immer wieder neu erfunden.
Durch den Futterneid hatten sich die Pferde teilweise richtig übel geprügelt - die Verletzungen durch Prügeleien waren das erste Mal, seitdem ich hier wohne, richtige Verletzungen, nicht mehr nur kleinere Blessuren, die innerhalb kurzer Zeit von selbst verheilen, gleichzeitig ist das Risiko, daß Menschen durch die Pferde verletzt werden, extrem gestiegen ... man muß allerdings auch dazusehen, daß die Grundregel, es gehen nur Barfüßer in die Herde, nicht wirklich konsequent eingehalten wird - gibt da immer erstens diejenigen, die Gleicher sind, und zweitens die Pferde, die aufgrund von Rücken- oder Hufproblemen Eisen tragen müssen (zumindest ist das die Begründung, daß hier einige Pferde nur vorne oder nur hinten beschlagen sind)

Dennoch ... Tod durch ein wenig rauheres Spiel oder durch Prügelei gabs hier noch nicht ...



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Re: neue Pferdegeschichten...

Beitrag von Entensusi » Do 21. Aug 2014, 20:55

Bigfoot63 hat geschrieben: Was ist nu mit den Fliegenhäubchenfotos *superliebguck*
Du willst es ja nicht anders ;)

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Re: neue Pferdegeschichten...

Beitrag von Murx Pickwick » Do 21. Aug 2014, 21:43

Die sehen ja richtig modisch chick aus :D

Helfen die Streifen auf die Art gegen Bremsengedöns?



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Re: neue Pferdegeschichten...

Beitrag von Entensusi » Fr 22. Aug 2014, 08:35

:smile: ich denke nicht, dass es einen Unterschied macht... :hm:


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Re: neue Pferdegeschichten...

Beitrag von Bigfoot63 » Fr 22. Aug 2014, 20:16

Yes so coole Bilder
Ich warte immer noch auf Kuhfleckendesign bei den Decken
dann kauf ich auch eine


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Re: neue Pferdegeschichten...

Beitrag von Traber » Fr 22. Aug 2014, 20:48

doch, doch, doch!!
ich hab doch hier letztes Jahr schon meine Zebradecke gepostet und gesagt, dass es wirklich einen Unterschied macht!
Mein Classic trägt zur Bremsenzeit ( und wir haben VIELE Bremsen ) eine normale Fliegendecke und da sind deutlich mehr Bremsen drauf als auf meinem Traber, der die Zebradecke hat. Und der ist sonst ganz arm dran, geht auch nur mit Halsteil und Maske
Die fressen den sonst auf und der kriegt Quaddeln ohne Ende.

Fakt ist, die Viecher können mit ihren Facettenaugen das Muster nicht als Ganzes erkennen und landen somit deutlich weniger auf dem Pferd bzw. auf der Decke

Kann ich aus eigener Erfahrung nach zwei Jahren Zebradecke und davor zig Jahren normale Decke bestätigen



https://www.tierpla.net/post294475.html#p294475" onclick="window.open(this.href);return false;



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Re: neue Pferdegeschichten...

Beitrag von bustomat » So 18. Jan 2015, 17:18

:lol: Wie Sheldon, als er sich zu Halloween als Doppler Effekt verkleidet hatte. :lol: :lol: :lol:

Ist aber Fakt, es funktioniert. :top:


Videos meiner Truppe findet ihr unter:

https://www.youtube.com/user/bustomat8/

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Re: neue Pferdegeschichten...

Beitrag von darie » Mo 6. Jun 2016, 08:18

Entensusi hat geschrieben: Einer meiner Pferde-Freundinnen hat sich mit ihren Pferden auf "Herdenhaltung" eingeschossen. Nachdem es im ersten Stall nicht geklappt hat, sind sie umgezogen, und ihre Pferde, eine recht gutmütige Ponystute und ein etwas dominanterer Wallach, haben sich in der gemischten Herde gut gemacht, Al Capone hat die Leitpferdposition übernommen, und für Ordnung gesorgt. Leider bleiben solche Herden ja nicht in der gleichen Besetzung, Pferde gehen, neue kommen. Und mit einem Neuzugang gab es dann Stress, Die beiden haben sich um die Stuten geprügelt, und am Ende gab es die "Stallmeinung" dass Al Capone Schuld ist. An Allem. Und überhaupt, der hat ja von Anfang an.. und.. :roll: mit dem Ergebnis, dass Capone Schnall auf Fall in eine Box umziehen musste. Und meine Freundin sich ziemlich "geächtet" vor kam, Capone bekam dann nur noch die Matsch-Koppel, und nur noch wenn das Wetter gut war und... nachdem es aber in der Umgebung ansonsten keine Herdenhaltung mehr gibt, wird Capone wohl verkauft.. denn wer einmal seine Pferde in der Herde hatte, will es nicht mehr anders. :hm:
Ich grab das mal aus, weil dies Thema anscheinend immer aktuell ist....

Das hatte ich ja in etwas anderer Form mit Avicci im letzten Stall erlebt - ich sehe das Problem in den gemischten Herden, es gibt ganz bestimmt Wallache, die damit super klarkommen aber auch welche, die sich dann ihre Stuten raussuchen, diese am liebsten separieren und sie gegen jeden verteidigen....Avicci hatte 2 Stuten und war den ganzen Tag gestresst, weil er ständig geguckt hat, dass sich keiner den beiden nähert.
Kaum war ich mit ihm weg und er stand mit Wallachen zusammen, war er wie ausgewechselt.

Meine Freundin hat eine Stute, die war eine, die von einem anderen Wallach dort halt separiert wurde, und der griff sogar Menschen an. Er bestiegt die jungen Stuten regelmäßig, die waren dauerrossig und ebenso gestresst.
Meine Freundin ist ja jetzt auch in meinem jetzigen Stall, die Stute ist in einer reinen Stutenherde und sie ist wieder ganz ruhig und entspannt, lässt sich von der Koppel holen und reiten ohne Probleme....



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Re: neue Pferdegeschichten...

Beitrag von Bigfoot63 » Di 7. Jun 2016, 08:15

Wir halten seit 2008 eine gemischte Herde und das vollkommen problemlos.
Die Herde ist Rassetypisch wild gemischt und auch nach Größen .
Unsere Erfahrung zeigte das ein häufiger Wechsel im Bestand Unruhe brachte und vor allem Dingen sind die meisten Wiesenstücke viel zu klein für die Anzahl der Pferde. Sie können sich nicht aus dem Weg gehen.
Meist wird von Menschen nicht akzeptiert, daß Pferde auch in der klaren Rangordnung der Herde, Clübchen und Gruppen und auch zweier Freundschaften bilden.
Bei kleinen Weideflächen oder Ausläufen bietet sich für die meisten Stallbetreiber eine Geschlechtertrennung der Gruppen an.
Bei Gruppen die tatsächlich" freier " leben mit sehr viel Fläche" ist das nicht nötig.
Das nicht von der Weide wollen hat oft ja auch mit zu kurzen Weidezeiten zu tun . Ein weitverbreiteter Irrglaube ist auch, daß sich die Pferde überfressen auf der Weide und die deswegen nur stunden oder Tagsüber raus dürfen. Es zeigt sich jedoch das Pferde die 3 Stunden am Stück grasen es bei dauerhafter Beweidung wesentlich langdmsamer bzw. auf den Tag verteilt fressen.
Rangniedrigere Pferde verlassen die Herde nicht so gerne, wie z.B. ranghohe Tiere.
Eine Herde mit einer guten Herdenchefin wird Wallache die Stuten beanspruchen zackig as aufs Fell brennen.
Immer schön eine Herde zu beobachten.
Grundsätzlich ist die gemischte Herde nie das Problem sondern der Mensch, der zeitlich und räumlich begrenzt


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Re: neue Pferdegeschichten...

Beitrag von darie » Di 7. Jun 2016, 09:52

Siehst - seh ich ganz anders, weil ich ganz andere Erfahrungen gemacht habe.....

Im letzten Stall gabs riesige Koppeln und 24 h Weidenhaltung und trotzdem diese Probleme

Im jetzigen Stall ebenso große Koppeln....da kommen die Pferde zwar nachts in die Box aber sind ja den ganzen Tag draußen und dort ging man aufgrund ähnlicher Probleme von gemischter Herde auf getrennte Haltung über...und glaubs mir, dort können die sich wirklich aus dem Weg gehen :lol:

Ich wills natürlich nicht verallgemeinern.....sollte man nie tun und nur weils bei Dir und woanders sicher auch klappt, heisst es nicht, dass es überall angebracht ist ;)



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Re: neue Pferdegeschichten...

Beitrag von darie » Di 7. Jun 2016, 09:53

Bigfoot63 hat geschrieben:Grundsätzlich ist die gemischte Herde nie das Problem sondern der Mensch, der zeitlich und räumlich begrenzt
...und diese beiden Faktoren gabs weder im letzten noch im jetzigen Stall :)

Ein weitverbreiteter Irrglaube ist auch, daß sich die Pferde überfressen auf der Weide und die deswegen nur stunden oder Tagsüber raus dürfen. Es zeigt sich jedoch das Pferde die 3 Stunden am Stück grasen es bei dauerhafter Beweidung wesentlich langdmsamer bzw. auf den Tag verteilt fressen.

Davon war doch bei meinen Besispielen gar nicht die Rede.... :hm: die sind 24 h bzw den ganzen Tag draußen....
Bi uns im Stall sind keine Laien ;) sondern Stallbetreiber mit jahrzehnterlangen Erfahrung und viele Besitzer, die ihre Pferde schon über 20 Jahre haben...es gibt also noch mehr Leute, die wissen was sie tun ;)



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Re: neue Pferdegeschichten...

Beitrag von Bigfoot63 » Di 7. Jun 2016, 13:11

Wir betreiben das auch selbst, bin auch mit Zertifikaten und Abschlüssen in diesem Bereich hinreichend bestückt, nur falls ich hier als wohlmeinender Laie rübergekommen sein sollte.
Was ich meine und auch schrieb, das es eben nicht ausgeschlossen ist Pferde in einer gemischten Gruppe zu halten. Große Fläche ist in diesem Sonne 0,5 h pro Pferd.
Dazu feste Gruppenstrukturen und wenig Wechsel im Bestand
Dazu kein aufstallen, dann gelingt eine gemischte Gruppe.
Das ist in Pensions oder Reitställen nach meiner Erfahrungen unter heutigen Bedingungen kaum möglich.
Leider heißt es heute allzu oft, das geht nicht.
Mir geht es nicht darum deine Erfahrung in Frage zu stellen. Deine Erfahrung ist so, andere machen andere Erfahrungen.
Schön ist es ja, das es Vielfalt gibt.


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Re: neue Pferdegeschichten...

Beitrag von darie » Mi 8. Jun 2016, 09:01

Ähm...ich habe nicht Dich als Laien bezeichnet, sondern habe bissi den Eindruck, dass Du andere so siehst ;)



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Re: neue Pferdegeschichten...

Beitrag von Bigfoot63 » Mi 8. Jun 2016, 20:52

Da täuscht du dich [SMILING FACE WITH SMILING EYES]


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