Laika braucht Paten oder einen Endplatz

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Curly
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Laika braucht Paten oder einen Endplatz

Beitrag von Curly » Di 20. Dez 2011, 11:31

Ute, die Vorsitzende von Tierhilfe Katzenwaisen e.V. war für ein paar Tage auf Teneriffa,
um die Tierschützer dort zu unterstützen...
... am Besten lest ihr selbst:
Ich weiß es gibt sicher wesentlich schlimmere Schicksale als das von Laika, ich möchte Euch/Ihnen aber trotzdem von Laika erzählen.

Ich war vom 13.12.2011 – 18.12.2011 auf Teneriffa und in der Zeit 2 Tage bei unserer Kollegin Megi. Megi kümmert sich für die Tierhilfe Katzenwaisen e. V. um die Katzen in ihrer Nähe. Sie füttert auf ihrer Terrasse streunende Katzen und hat einige Futterstellen für Katzen, aber auch für Hunde.

Unter anderem lebt bei ihr unterhalb der Terrasse eine Katzenmama mit fünf Babies. Da Megis Vermieter keine Katzen mag und auch Gift auslegt, war sie froh das Iris, eine Bekannte von ihr, zwei der Kleinen, wenn auch zu früh, aber besser als tot, mitgenommen hat und auch behalten will.

Iris Mann erzählte Megi schon vor ungefähr einer Woche, das er bei der Suche nach einer seiner Katzen, auf einem verlassenen Grundstück gegenüber dem Wohnhaus, eine Dobermann-Hündin gesehen hat, die dort angekettet war und ein Bild des Jammers gewesen ist.

Als wir die beiden kleinen Katzen an diesem Tag besuchten, wollten wir uns auf jeden Fall auch die Hündin anschauen.

Wir gingen also auf das Grundstück und als die Hündin uns sah, freute sie sich so sehr, dass sie fast erstickte, so sehr zog sie an der Kette.

Sie hauste dort in einem Betonverschlag von ca. 1 m x 1 m an einer Kette, die ihr einen Bewegungsradius von allerhöchstens einem Meter, wenn nicht sogar weniger, ermöglichte.

Futter und Wasser bekam sie max. einmal die Woche von den Besitzern gebracht. Wenn das Wasser allerdings umkippte, dann gab es nichts mehr zu trinken für sie…

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Eigentlich wollten wir die Hündin einfach mit nehmen, aber der Nachbar des angrenzenden Grundstückes beobachtetet uns und fragte Megi dann:“ Was machst Du da? Der Hund hat einen Besitzer!“. Megi antwortete:“ Ich streichel den Hund nur“ und ging dann weg.

Und ich bin der festen Überzeugung das es Schicksal war, das ausgerechnet heute, als wir dort waren, die Besitzerin kam, um Laika mit Futter und Wasser zu versorgen.

Megi fragte sie, ob das ihr Hund sei und sie sagte, Ja. Megi fragte weiter, ob wir den Hund mitnehmen könnten. Die Besitzerin sagte, wenn wir eine Familie hätten, dann könnten wir ihn mitnehmen. Ich sagte, dass ich so gerne einen Hund hätte. Sie stimmte zu. Allerdings schwenkte sie dann gleich wieder um und sagte, das ihr Sohn, wohlgemerkt erwachsen und hat sich nie um den Hund gekümmert, total traurig wäre, wenn sie weg wäre.

Megi sagte ihr, dass das ja kein Leben sei und nach einigem Hin und Her, willigte die Besitzerin ein. Sie wollte dem Sohn erzählen, das die Hündin gestorben ist.

So kamen wir von jetzt auf gleich zu einem Hund. Wir schätzten sie in der Dämmerung auf ca. 1 – 1,5 Jahre. Die Besitzerin aber sagte sie wäre 8-9 Jahre alt (was die Tierärztin später bestätigte), nicht gechipt und nicht kastriert. Die Besitzerin sagte Megi, das die Hündin schon immer so gelebt hat, also angekettet.

Als ich das von Megi erfuhr, stiegen mir bei der Vorstellung, das die Süße ihr ganzes Leben lang nur einen Bewegungsradius von max. einem Meter hatte, auf kaltem, hartem Betonboden schlafen und bei Wind und Wetter dort verharren musste immer in der Hoffnung, das ihr Besitzer kommt um ihr wenigstens Futter und Wasser zu bringen die Tränen in die Augen. Streicheleinheiten bekam sie auch heute nicht, als die Besitzerin kam.

Und trotzdem hatte diese Hündin das Vertrauen in die Menschen nicht verloren. Kein Knurren, kein Schnappen uns gegenüber, sondern nur überschwängliches und freudiges Schwanzwedeln.

Wir sind mit der Maus dann sofort zum Tierarzt gefahren. Sie stank erbärmlich und hatte jede Menge Flöhe und anderes Viechzeug im Fell. Auch hatte sie viele aufgescheuerte Stellen am Körper. Vermutlich vom Sitzen auf dem harten Betonboden.

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Laika wurde beim Tierarzt erst einmal Blut abgenommen. Sie wurde leider positiv auf Filaria (Herzwurm) getestet, was aber zu erwarten war. Auch hat sie einige kleine Mamatumore, die aber bei der Kastration entfernt werden können. Sie hat ca. 8-9 Kilo Untergewicht. Bevor also die Filaria behandelt werden kann, muss sie das erst einmal wieder zu nehmen. Sie wurde auf ca. 15 kg geschätzt :(.

Sie bekam bei der Tierärztin zwei bis drei Leckerlis und gierte so sehr nach mehr, dass es mir schwer fiel sie auf dem Behandlungstisch zu halten. Auch bekam sie gleich eine Entwurmungstablette.

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Als ich zwischendurch mit Laika Gassi war, war sie so aufgeregt, ob der ganzen neuen Gerüche, sie konnte sich überhaupt nicht wieder einkriegen. Jeden den sie sah, egal ob Hund oder Mensch, wollte sie freudig begrüßen. Katzen scheint sie allerdings nicht zu mögen.

Die Nacht über ist sie bei der Tierärztin geblieben. Dort hat sie dann erst einmal einen stabilen Käfig zerlegt.

Wir haben dann Gott sei Dank nach längerer Suche eine sehr nette Spanierin gefunden, die Laika aufgenommen hat. Allerdings nur, nach dem ich zugesagt hatte, die € 3/Tag für die Unterbringung und die Tierarztkosten zu übernehmen.

Ich hoffe von ganzem Herzen, das wir für die Maus, die ich schon nach einem Tag so wahnsinnig in mein Herz geschlossen habe, für den Rest ihres Lebens ein Plätzchen finden, wo sie all die Entbehrungen und das Leid vergessen kann.

Ich habe Laikas Geschichte im Flugzeug aufgeschrieben und musste dabei immer wieder weinen. Ich habe das Gefühl, sie im Stich gelassen zu haben, weil ich ja wieder nach Deutschland fliege. Also muss ich von hier aus helfen so gut es geht.

Auch hoffe ich, dass wir finanzielle Unterstützung für Laika bekommen, denn keiner kann absehen, wie lange es dauert, bis sie wieder fit ist und ausreisen bzw. in ein neues Zuhause umziehen kann.

Wir würden uns riesig über eine Patenschaft freuen, damit die Kosten der Unterbringung, € 21/Woche, abgedeckt sind, aber auch über Geldspenden für Laika, denn eine vorsichtige Schätzung der Tierärztin über die Kosten inkl. Kastration liegt bei ca. 200 bis 300 Euro.

Die erste Woche Unterbringung bei der lieben Spanierin und die Tierarztrechnung habe ich bereits aus eigener Tasche bezahlt.

Für alle die uns helfen wollen Laika ein besseres Leben zu schenken, ist hier unsere Bankverbindung:

Tierhilfe Katzenwaisen e. V.
Kontonummer: 145922101
BLZ 29070024

Für Überweisungen aus dem Ausland:

IBAN DE25290700240145922101
BIC DEUTDEDBBRE

Verwendungszweck: Laika

Ich habe die Mailadresse und die Telefonnummer von Marisa, die Dame die Laika aufgenommen hat, und werde versuchen regelmäßig Bilder und Infos für Euch/Sie zu bekommen und Euch so auf dem Laufenden halten.

Laika, Megi und ich danken Euch von ganzem Herzen.



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Re: Laika braucht Paten oder einen Endplatz

Beitrag von lapin » Do 26. Jan 2012, 11:17

Wie geht es der Süßen, konnte ihr geholfen werden?
Hat sie ein Pflegeplatz oder sogar einen Endplatz gefunden?


Lg lapin"Das Leben ist 10% was dir passiert und 90%, wie du darauf reagierst."

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